Jan Gruber

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Jan Gruber

Wizz-Klage: Ryanair darf Marke Buzz nicht nutzen

Ryanair wurde von einem ungarischen Gericht die Nutzung der Marke Buzz vorläufig untersagt. Der Mitbewerber Wizzair klagte aufgrund von Verwechslungsgefahr und konnte eine einstweilige Verfügung bewirken. Das Verfahren wird in Budapest in nichtöffentlicher Verhandlung geführt. Die Markenrechte befinden sich im Besitz von Ryanair, denn im Jahr 2003 übernahm man den britischen Mitbewerber. Weniger als ein Jahr später wurde der Flugbetrieb in das AOC von Ryanair fusioniert. Die Maschinen waren jedoch noch einige Zeit in der Buzz-Livery unterwegs. Im Vorjahr fand man in Dublin das Brand offenbar im Keller und kündigte an, dass die polnische Tochter Ryanair Sun ab Herbst 2019 als Buzz auftreten soll. Bislang gibt es keine aktiven Flugzeuge, die die Buzz-Livery tragen. In Renton stehen einige noch nicht ausgelieferte Boeing 737 Max 200, die in den Farben von Buzz lackiert sind. Wann diese eingesetzt werden ist allerdings aufgrund des weltweiten Flugverbots unklar. In Polen wurden sämtliche Ryanair-Aktivitäten auf die Tochtergesellschaft Buzz übertragen. Später stellte man auch Prag und Budapest auf diesen Carrier um. Geflogen wird zwar weiterhin unter FR-Flugnummern, jedoch ist Buzz als Wetlease-Operator tätig. Ob Ryanair jemals die angekündigte Multi-Brand-Strategie (Ryanair, Buzz und Lauda) umsetzen wird ist fraglich, denn die Nutzung der Marke Lauda wurde per 1. Juli 2020 defacto beendet. “Wir freuen uns darauf, diese dumme einstweilige Verfügung im Berufungsverfahren aufzuheben, und wir werden uns weiterhin auf die Expansion von Buzz in Ungarn als branchenführenden Service-Gewinner mit dem niedrigsten Preis in Mittel- und Osteuropa konzentrieren, auch wenn Wizz Flugzeuge und Kapazitäten in Budapest kürzt. Diejenigen, die

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Blue Air ist pleite

Der rumänische Billigflieger musste Gläubigerschutz nach lokalem Recht anmelden. KPMG wurde vom Gericht als Verwalter eingesetzt. Die ehemalige Zeitfracht-Beteiligung Blue Air ist pleite. Der Carrier meldete ein Gläubigerschutzverfahren unter rumänischem Recht an und hofft gleichzeitig staatliche Hilfe zu erhalten. Das Unternehmen teilte mit, dass man aufgrund der Corona-Pandemie bislang einen Verlust in der Höhe von rund 100 Millionen Euro geschrieben habe. “Bei Blue Air sind wir entschlossen, alle unsere Verpflichtungen einzuhalten und alle unsere Schulden zu bezahlen. Wir zählen auf die Unterstützung unserer Partner und auf das Vertrauen und den gegenseitigen Respekt, die sich in den Jahren der Zusammenarbeit entwickelt haben, und wir werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um weiterhin nach den höchsten Standards zu handeln”, so FIrmenchef Oana Petrescu in einer Aussendung. Das zuständige Gericht bestellte KPMG zum Verwalter. Blue Air hat nun 60 Tage Zeit um einen Sanierungsplan zu erstellen und mit den Gläubigern auszuverhandeln. Für die Annahme ist nach rumänischem Recht eine 75-prozentige Zustimmung erforderlich. Der Carrier hatte bereits vor der Corona-Krise mit massiven Problemen zu kämpfen. Die Flotte wurde bereits im Herbst des Vorjahres massiv verkleinert und besteht derzeit aus einer Boeing 737-300, einer 737-400, fünf 737-500 und neun 737-800.

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El-Al-Vorstand nimmt staatliches Rettungspaket an

Die Geschäftsleitung der finanziell schwer angeschlagenen Fluggesellschaft El Al stimmte nach der Einstellung des Flugbetriebs und anfänglicher Ablehnung nun doch dem Rettungspaket der Regierung Israels zu. Dieser sieht einen temporären Wiedereinstieg das Staats als Aktionär vor. Laut Mitteilung fasste der El-Al-Vorstand am 6. Juli 2020 einen entsprechenden Beschluss. Der Staat Israel stellt Kreditgarantien in der Höhe von etwa 250 Millionen U.S.-Dollar bereit. Für die überwiegende Mehrheit des Volumens gibt es eine staatliche Haftung. Weiters will man bei der Fluggesellschaft einsteigen und dies durch eine vom Staat finanzierte Kapitalerhöhung. So sämtliche Möglichkeiten realisiert werden, würde Israel 61 Prozent an der Airline halten. Eine Kernbedingung für das Rettungspaket ist ein großangelegter Personalabbau, der insbesondere bei den Gewerkschaften massiv umstritten ist.

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Air Arabia Abu Dhabi kündigt den Erstflug an

Das Joint-Venture von Etihad Airways und Air Arabia, Air Arabia Abu Dhabi, soll am 14. Juli 2020 erstmals abheben. Der neugegründete Carrier ist einer von zwei Billigfliegern, an denen das Emirat Abu Dhabi indirekt beteiligt ist. Wizzair Abu Dhabi soll im Herbst mit bis zu sechs Airbus A321 starten. Air Arabia Abu Dhabi wird zunächst die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate mit Alexandria und Sohag verbinden. Der Carrier trägt den IATA-Twoletter-Code 3L, der in der Vergangenheit an die österreichische Regionalfluggesellschaft InterSky vergeben war. Homebase ist der Flughafen Abu Dhabi. Flüge können bereits über die Homepage von Air Arabia gebucht werden.

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Quarantäne: Air New Zealand muss Verkauf einschränken

Damit ausreichend Plätze in den Quarantänezentren zur Verfügung stehen, muss die nationale Fluggesellschaft Neuseelands nun temporär den Verkauf einstellen. Neuseeland beschränkt nun temporär den internationalen Flugverkehr und ordnete auch bei Air New Zealand einen kurzfristigen Buchungsstopp an. Hintergrund ist, dass die Regierung sicherstellen will, dass für sämtliche Bürger, die nach Neuseeland zurückkehren ausreichende Kapazitäten für Isolation und Quarantäne zur Verfügung stehen. Die Grenzen bleiben weiterhin geschlossen. Derzeit können nur Staatsbürger und Einwohner des Inselstaats einreisen. Die Regierung unternimmt mit durchaus harten Quarantänebestimmungen den Versuch, das Coronavirus an der Grenze zu stoppen. Hierfür wurden seit März 2020 insgesamt 28 Isolationszentren eingerichtet. Jeder, der in das Land einreist, muss ein solches durchlaufen. Allerdings dürfen Ausländer den Inselstaat derzeit nicht betreten, es sei denn es besteht ein Hauptwohnsitz in Neuseeland.

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Lauda-Finanzchef Andreas Fritthum ist weg

Bisher hatte es Lauda sehr wichtig jede Kleinigkeit öffentlich mitzuteilen, doch vom Ausscheiden des Finanz-Geschäftsführers erfuhr man nur über die Pflichtmitteilung im Amtsblatt der Wiener Zeitung. Bei der österreichischen Fluggesellschaft Lauda ist es zu einer Veränderung in der Geschäftsleitung gekommen, denn Andreas Fritthum, der bislang den Finanzbereich des Unternehmens verantwortete, ist ausgeschieden. Die Führungsspitze besteht nun aus David O’Brien und Andreas Gruber. Dies geht aus einer Pflichtveröffentlichung im Amtsblatt der Wiener Zeitung hervor. David O’Brien folgte im April 2020 auf Choorah Singh, der wieder zu Konzernschwester Ryanair DAC zurückgekehrt ist. Seit 6. Mai 2020 ist O’Brien im Firmenbuch als Geschäftsführer eingetragen. Es besteht eine gemeinsame Vertretungsbefugnis, denn in der Pflichtveröffentlichung ist festgehalten, dass Andreas Gruber und David O’Brien jeweils nur gemeinsam oder mit einem Gesamtprokuristen unterfertigen dürfen. Einen Gesamtprokuristen gibt es bei Lauda allerdings nicht.

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WDL fliegt wieder für Air France

Der deutschen Bedarfsfluggesellschaft WDL Aviation ist es Mitten der Corona-Krise gelungen einen Auftraggeber für Wetlease-Flüge zu finden. Der Carrier fliegt seit 3. Juli 2020 bis zu zweimal täglich für Air France auf der Strecke Straßburg-Amsterdam. Eigentümer Zeitfracht trieb vor einigen Monaten die Nutzung der Dachmarke German Airways für die Flugbetriebe Luftfahrtgesellschaft Walter und WDL voran. Mitte April 2020 musste LGW Insolvenz anmelden und befindet sich mittlerweile in Abwicklung. WDL Aviation konnte mit der D-ACJJ (Embraer 190) wieder abheben und blieb bislang vor einem ähnlichen Schicksal verschont, berichtet CH-Aviation.com. Der langfristige Auftrag für die schwedische Regionalfluggesellschaft BRA dürfte allerdings verloren sein, denn dieser Carrier musste bereits im März 2020 Insolvenz anmelden.

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Heringsdorf mit nur einer Linienverbindung

Usedom gilt als äußerst beliebter Urlaubsort in Deutschland und Polen. Allerdings ist das Flugangebot in dieser Saison äußerst mager. Der Flughafen Heringsdorf muss weiterhin auf zusätzliche Linienflüge warten, denn abgesehen einer wöchentlichen Lufthansa-Verbindung nach Frankfurt am Main wurden die angekündigten Angebote bislang nicht aufgenommen. So wurden laut Berichterstattung des NDR die für Stuttgart und Düsseldorf geplanten Flüge nicht durchgeführt. Einen konkreten Starttermin gibt es nicht. Airportchef Dirk Zabel erklärte gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk, dass es derzeit noch unklar ist, ob Eurowings in dieser Saison überhaupt nach Heringsdorf fliegen wird. Dies würde primär von der Buchungslage abhängen. Man befinde sich mit dem Carrier im Gespräch. Fix ist jedenfalls, dass die Verbindungen nach Dortmund und Zürich in der Sommersaison 2020 nicht angeboten werden. Swiss habe dem Flughafen Heringsdorf bereits abgesagt und konzentriere sich schon auf den Sommerflugplan 2021. Die Auslastung der Lufthansa-Flüge ab Frankfurt am Main wird als “stabil” beschrieben.

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Lufthansa vor großer Restrukturierung

Trotz milliardenschwerer Staatshilfe stehen bei der Lufthansa Group bis zu 22.000 Jobs akut auf der Kippe. Der Konzern will sich radikal neu strukturieren. Die Deutsche Lufthansa AG startet unter dem Projekttitel “ReNew” ein weiteres Sparprogramm, das den Konzern tiefgreifend verändern soll. Kernstück ist dabei der Umbau in eine Holdingstruktur. Man will die Ausgliederung der operativen Lufthansa in eine eigene Gesellschaft vorantreiben. Projektleiter ist das Vorstandsmitglied Detlef Kayser.  Bereits Anfang April 2020 kündigte der Konzern an, dass die Flotte um 100 Flugzeuge verkleinert wird und die Tochter Germanwings abgewickelt wird. Das nun vom Vorstand beschlossene Restrukturierungsprogramm hat das Ziel, dass die von der Bundesrepublik Deutschland gewährten und besicherten Darlehen zurückbezahlt werden können. Man sieht dabei auch in den nächsten Jahren eine zusätzliche Belastung in Form von Zinszahlungen und Tilgungen. Konkrete Maßnahmen sind die Verkleinerung des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG und die Anzahl der Mitglieder der Geschäftsleitungen der Töchter Lufthansa Cargo AG, LSG Group und Lufthansa Aviation Group. Jeweils wird eine Führungsperson eingespart. Im Rahmen des Sparprogramms sollen konzernweit 20 Prozent der Frührungskräfte abgebaut werden. Die Verwaltung von Lufthansa soll um 1.000 Stellen verkleinert werden. Im Bereich der Konzernflotte soll es zu weiteren Veränderungen kommen. So soll die Anzahl der einzelnen Maschinentypen reduziert werden. Die Aktivitäten der Flugbetriebe sollen gebündelt werden, was auch das touristische Angebot einschließt. Beispielsweise wurde zwischenzeitlich bereits die Schließung von SunExpress Deutschland, an der man rund 50 Prozent hält, verkündet. Bis 2023 sollen konzernweit maximal 80 neue Flugzeuge abgenommen werden. Ursprünglich war mindestens die doppelte Anzahl geplant.

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EU-Kommission genehmigt AUA-Staatshilfe

Die Wettbewerbshüter in Brüssel haben keine Einwände gegen die Staatshilfe für die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines. Allerdings steht noch eine Zustimmung in Deutschland aus. Am Montagabend erteilte die EU-Kommission grünes Licht für das Rettungspaket, das für die Fluggesellschaft Austrian Airlines geschnürt wurde. Dieses ist nach Angaben des Carriers insgesamt 600 Millionen Euro schwer, wobei davon 150 Millionen Euro in Form eines direkten Zuschusses der Republik Österreich fließen werden. Damit sind die meisten Voraussetzungen für die Umsetzung des Hilfspaketes der Austrian Airlines geschaffen, lediglich die Zustimmung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der deutschen Bundesregierung ist noch ausständig. „Hinter uns liegen die herausforderndsten Monate in der Geschichte unserer Austrian Airlines. Mit dem grünen Licht der EU Kommission können wir nun zuversichtlich in die Zukunft blicken und auch der österreichischen Wirtschaft wieder vollen Schub geben. Dafür sind wir sehr dankbar,“ kommentiert Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech die Entscheidung.

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