Jan Gruber

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Jan Gruber

Weltluftfracht verzeichnet sechsten Wachstumsmonat in Folge

Die International Air Transport Association (IATA) hat die Zahlen für die globalen Luftfrachtmärkte im August 2025 veröffentlicht, welche einen anhaltenden Aufwärtstrend in der Branche belegen. Die Gesamtnachfrage, gemessen in Frachttonnenkilometern (CTK), stieg im Vergleich zum Vorjahresniveau um 4,1 Prozent und verzeichnete damit den sechsten Wachstumsmonat in Folge. Die verfügbare Kapazität (ACTK) erhöhte sich gleichzeitig um 3,7 Prozent. Willie Walsh, der Generaldirektor der IATA, erklärte, daß die Volumina trotz veränderter globaler Handelsmuster weiter zunähmen. Die Luftfracht profitiere aktuell von einer Verlagerung gewisser hochwertiger Güter vom Seeweg auf den Luftweg. Versender versuchten damit, das Risiko von Zolländerungen und Handelsunsicherheiten zu minimieren. Die Wachstumsmuster deuteten darauf hin, daß ein Teil der Fracht aus Nordamerika abgezogen werde, was zu einem stärkeren Wachstum auf Handelsrouten wie Europa–Asien, Innerhalb Asiens und Afrika–Asien führe. Regional betrachtet verzeichneten die afrikanischen Fluggesellschaften mit einem Anstieg der Nachfrage um 11,0 Prozent das stärkste Wachstum, gefolgt von den Fluggesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum mit 9,8 Prozent. Im Gegensatz dazu erlebten die nordamerikanischen Fluggesellschaften einen Rückgang der Luftfrachtnachfrage um 2,1 Prozent, das niedrigste Wachstum aller Regionen. Auf den Handelsrouten verzeichneten Europa–Asien (+13,0 Prozent) und Innerhalb Asiens (+12,4 Prozent) ein robustes zweistelliges Wachstum. Der globale Fertigungs-PMI zeigte im August mit 51,75 den stärksten Wert seit Juni 2024, was den steigenden Optimismus in der Fertigung belegt.

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Boeings Übernahme von Spirit AeroSystems verzögert sich durch Europäische Prüfungen

Die geplante Übernahme des wichtigen Zulieferers Spirit AeroSystems durch den Flugzeugbauer Boeing läuft hinter dem ursprünglichen Zeitplan her. Das im Sommer 2024 angekündigte Megadeal, welches ursprünglich bereits im Juli 2025 abgeschlossen sein sollte, steht noch immer unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung durch die Europäische Kommission und die US Federal Trade Commission (FTC). Die größten Verzögerungen sind derzeit in Europa zu verzeichnen, da die Europäische Kommission die wettbewerbsrechtliche Unbedenklichkeit der Transaktion prüft. Die komplexe Struktur des Geschäfts, die eine parallele Übernahme von Airbus-relevanten Anlagen durch den europäischen Konkurrenten vorsieht, soll jedoch sicherstellen, daß die Konsolidierung keine Marktbeherrschung zur Folge hat und die Fertigung beider Großflugzeugbauer gewährleistet bleibt. Ein Abschluß wird nun frühestens Ende 2025 erwartet. Die Hürden der Kartellrechtlichen Prüfung Die Übernahme von Spirit AeroSystems durch Boeing ist eine der bedeutendsten Konsolidierungen in der Luftfahrtindustrie seit Jahrzehnten und ist von Notwendigkeit, aber auch von Risiken geprägt. Boeing erwarb Spirit im Rahmen einer Aktientransaktion mit einem Eigenkapitalwert von etwa 4,7 Milliarden US-Dollar, um die Kontrolle über seine kritischsten Lieferketten – insbesondere die Rümpfe der 737 MAX und 787 – zurückzuerlangen. Die Verzögerung resultiert in erster Linie aus dem Erfordernis der Regulierungsbehörden, die wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen des Deals umfassend zu prüfen. Da Spirit AeroSystems nicht nur ein Hauptzulieferer von Boeing, sondern auch für Airbus ist (unter anderem für A220-Flügel und A350-Rumpfteile), ist die Europäische Kommission besonders wachsam. Die Kommission und die britische Competition and Markets Authority (CMA) untersuchen, ob die Übernahme eine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs im Luftfahrtsektor darstellen könnte. Die CMA hat

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Flughafen Schiphol erwägt Verzicht auf geplante Gebührenerhöhung

Der Flughafen Amsterdam Schiphol plant, die für das Jahr 2026 vorgesehene Erhöhung der Flughafengebühren um fünf Prozent auszusetzen. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Kosten für Fluggesellschaften und Passagiere stabil zu halten. Die Entscheidung folgt auf eine bereits erfolgte, signifikante Anhebung der Gebühren um 41 Prozent im Jahr 2025. Diese kräftige Erhöhung wurde ursprünglich zur Finanzierung von Qualitätsverbesserungen und Modernisierungsmaßnahmen am Flughafen eingeführt. Der Flughafen begründet den nunmehr vorgeschlagenen Verzicht auf die weitere Erhöhung mit seiner starken finanziellen Leistung und dem Rücklauf der Fluggesellschaften. Das Management des Amsterdam Schiphol Airports hat vorgeschlagen, einen freiwilligen Beitrag aus eigenen Mitteln zu leisten, um die geplante Gebührensteigerung zu kompensieren. Mit diesem Schritt soll ein Gleichgewicht zwischen den notwendigen Investitionen in die Infrastruktur des Flughafens und der Beibehaltung der Kostenwettbewerbsfähigkeit erzielt werden. Die niederländische Regierung gilt als Mehrheitseigentümer des Flughafens. Derzeit führt der Flughafen Konsultationen mit den Fluggesellschaften, um eine abschließende Einigung zu erzielen. Eine endgültige Entscheidung über die Flughafengebühren für das Jahr 2026 wird bis Ende Oktober erwartet. Die Gebührenstruktur von Schiphol ist ein wichtiger Faktor für die am Flughafen operierenden Airlines, wie etwa die KLM Royal Dutch Airlines, welche Amsterdam als ihr Hauptdrehkreuz nutzt. Die Erhöhung im Jahr 2025 hatte zuvor bei den Fluggesellschaften, die am drittgrößten Frachtflughafen Europas operieren, für Kritik gesorgt.

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Geplanter KLM-Streik abgesagt – Verhandlungen werden fortgesetzt

Der für den Mittwoch angekündigte Streik beim niederländischen Luftfahrtunternehmen KLM Royal Dutch Airlines wird vorerst nicht stattfinden. Die Fluggesellschaft und die Hauptgewerkschaften FNV und CNV, welche das Bodenpersonal vertreten, haben sich darauf geeinigt, die geplanten Arbeitsniederlegungen auszusetzen. Die Parteien wollen in den Tarifverhandlungen einen sogenannten „Pause-Knopf“ drücken, um die festgefahrenen Gespräche wieder in Gang zu bringen. Die KLM und die Gewerkschaften einigten sich darauf, die Diskussionen unter der Leitung eines noch zu benennenden, unabhängigen Mediators wieder aufzunehmen, um mögliche Lösungen für den aktuellen Stillstand zu erkunden. Als Frist für das Erreichen eines Fortschritts setzten sich die Verhandlungspartner den 1. November dieses Jahres. Die Absage des Streiks bringt somit eine vorübergehende Entspannung für den Flugbetrieb der KLM und für die Passagiere, welche von den drohenden Störungen am Flughafen Amsterdam Schiphol betroffen gewesen wären. In die nächste Phase der Verhandlungen werden auch die drei weiteren Gewerkschaften des Bodenpersonals einbezogen, mit denen die KLM bereits zuvor eine vorläufige Einigung erzielt hatte. Die FNV und CNV fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für das Bodenpersonal, während die KLM angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen und des Wettbewerbs im europäischen Luftverkehr auf moderate Lohnanpassungen drängt. Die KLM ist die nationale Fluggesellschaft der Niederlande und ein zentrales Mitglied der Air France-KLM Gruppe.

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Geplanter Fluglotsenstreik in Griechenland abgesagt – Flüge planmäßig

Die ursprünglich für Mittwoch, den 1. Oktober 2025, in Griechenland erwarteten massiven Störungen des Flugverkehrs bleiben aus. Die Fluggesellschaften Aegean und Olympic Air informierten ihre Passagiere, daß alle Flüge im Inlands- und internationalen Streckennetz planmäßig durchgeführt werden können. Grund hierfür ist die Aufhebung des angekündigten Streiks des Fluglotsenpersonals. Der Streik, der im Rahmen eines 24-Stunden-Generalstreiks der Gewerkschaft Adedy vorgesehen war, wurde kurzfristig abgewendet. Solche kurzfristigen Streikankündigungen des Fluglotsenpersonals haben in Griechenland in der Vergangenheit regelmäßig zu erheblichen Beeinträchtigungen im nationalen und internationalen Luftverkehr geführt. Die Aufhebung der Arbeitsniederlegung bewahrt die griechischen Flughäfen, insbesondere das Drehkreuz Athen-Eleftherios Venizelos, vor einem Stillstand an einem hochfrequentierten Reisetag. Trotz der Streikabsage halten Aegean und Olympic Air an ihrer zuvor kommunizierten Kulanzregelung fest. Passagiere, welche ihre Tickets bereits vor der Streikabsage gebucht hatten, haben weiterhin die Möglichkeit, ihre Flugscheine kostenfrei umzubuchen. Für Umbuchungen und weitere Informationen stehen die telefonischen Service-Stellen der beiden griechischen Airlines zur Verfügung. Die Aegean und die ihr assoziierte Olympic Air sind die wichtigsten Akteure im griechischen Luftverkehr.

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Air Baltic führt gestaffeltes Group Boarding ein

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic führt mit Wirkung zum 6. Oktober ein neues Verfahren für das Boarding ihrer Flüge ein, das sogenannte Group Boarding. Das System soll den Einsteigevorgang für alle Passagiere reibungsloser, schneller und komfortabler gestalten. Künftig erfolgt das Betreten des Flugzeuges in klar definierten Gruppen, deren Nummer auf der Bordkarte jedes Reisenden ausgewiesen ist. Das neue Verfahren wurde nach dem Vorbild branchenweit bewährter Methoden führender Fluggesellschaften entwickelt und soll die Überlastung und das Gedränge am Gate reduzieren sowie einen ruhigeren Start jedes Fluges ermöglichen. Passagiere werden gebeten, ihre Gruppennummer zu überprüfen und erst dann einzusteigen, wenn ihre Gruppe aufgerufen wird. Laura Vecvanaga-Puķīte, Senior Vice President Ground Operations und Customer Care bei Air Baltic, betonte, daß das neue System die Effizienz steigern und die Pünktlichkeit verbessern soll. Der Ablauf des gestaffelten Boardings sieht vor, daß vor allen anderen Passagieren das Pre-Boarding für Familien mit kleinen Kindern, unbegleitete Minderjährige und Reisende mit besonderem Betreuungsbedarf stattfindet. Es folgen die Business Class-Passagiere und die VIP- und Executive-Mitglieder des Air Baltic Club in Gruppe 1. Gruppe 2 umfaßt Reisende mit Economy FLEX-Tickets, Geschäftsreisende und Passagiere mit vorab bezahltem schwerem Handgepäck. Anschließend steigen die Gruppen 3 bis 5 gestaffelt entsprechend ihrer Sitzplatzzuweisung ein. Die lettische Fluggesellschaft verbindet die baltischen Staaten mit rund 80 Zielen in Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und der Kaukasusregion.

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Airbus weiht hochautomatisierte Halle für A321XLR-Tanks in Augsburg ein

Airbus hat an seinem Standort in Augsburg eine neue, hochautomatisierte Produktionshalle eingeweiht, die eine zentrale Rolle bei der Fertigung des Rear-Centre-Tanks (RCT) für das neue Langstreckenflugzeug A321XLR (eXtra Long Range) spielen wird. Die Eröffnung fand im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und lokaler Würdenträger statt. Die neue Halle ist Teil einer umfassenden Modernisierungs- und Digitalisierungsstrategie des Airbus-Konzerns und soll die Kapazitäten zur A320-Familienproduktion bis zum Jahre 2027 auf 75 Flugzeuge pro Monat steigern. Der Augsburger Standort wird damit zu einem Schlüsselstandort für die Realisierung der erweiterten Reichweite der A321XLR, einem Verkaufsschlager mit derzeit über 500 Bestellungen. Augsburg als Technologiezentrum für die A321XLR Der Airbus-Standort Augsburg nimmt mit der neuen Fertigungsstätte eine Schlüsselposition innerhalb des Airbus-Verbundes ein. André Walter, Chef der zivilen Flugzeugproduktion von Airbus in Deutschland, betonte die strategische Bedeutung der Investition: „Der Airbus-Standort Augsburg ist maßgeblich an der Fertigung der A321XLR beteiligt. Mit unserer neuen hochmodernen Fertigungshalle für den RCT bauen wir nun die Kapazitäten zur Herstellung von A321-Flugzeugrümpfen aus und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung unseres Ratenhochlaufs.“ Die neue Produktionshalle erstreckt sich über nahezu 12.000 Quadratmeter und bietet Arbeitsplätze für mehr als 250 Beschäftigte. Sie ist mit modernster Technologie, einem hohen Grad an Automatisierung und Digitalisierung ausgestattet. Hier werden vorgefertigte Unterbaugruppen zu einem vollständigen RCT-Modul verbunden und abgedichtet. Anschließend erfolgt die Installation von elektrischen Komponenten, dem Kraftstoffsystem, der Hydraulik, Pumpen und Ventilen, bevor das Modul einem Dichtigkeitstest unterzogen wird. Der fertige RCT wird danach zum Airbus-Standort Hamburg transportiert, wo er fest in die hintere Sektion

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Ryanair kritisiert hohe Standortkosten in Deutschland scharf

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat anläßlich der Veröffentlichung ihres deutschen Verkehrsupdates für August erneut die hohen Zugangskosten am Standort Deutschland scharf kritisiert. Die Airline bezeichnete Deutschland aufgrund der exorbitanten Luftverkehrssteuer sowie der hohen Flugsicherungs-, Sicherheits- und Flughafengebühren als den „am schlechtesten abschneidenden Luftverkehrsmarkt in Europa“. Die Zahlen für August belegten laut Ryanair, daß der deutsche Luftverkehr weiterhin deutlich unter dem Vor-Krisen-Niveau liege. Besonders teure Flughäfen wie Dresden (minus 62 Prozent unter Vorkrisenniveau), Berlin (minus 72 Prozent) und Leipzig (minus 77 Prozent) befänden sich im Sinkflug. Der gesamte deutsche Luftverkehrsmarkt erreichte 2025 nur eine Erholung von 91 Prozent im Vergleich zu 2019. Dies stehe in starkem Gegensatz zu Ländern wie Irland, Ungarn und Polen, die ihre Luftverkehrssteuern abgeschafft und die Zugangskosten gesenkt hätten, um das Wachstum nach der Covid-Krise zu fördern und in denen die Verkehrserholung über 100 Prozent liege. Die Fluggesellschaft moniert das anhaltende Versäumnis der Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag zugesagte Senkung der Zugangskosten umzusetzen. Ryanair fordert die Bundesregierung erneut dringend auf, das Luftverkehrssystem in Deutschland durch die Abschaffung der schädlichen Luftverkehrssteuer und die Senkung von Flugsicherungs- und Sicherheitsgebühren zu sanieren. Der Chief Marketing Officer (CMO) von Ryanair, Dara Brady, kündigte an, daß die Fluggesellschaft andernfalls gezwungen sei, die Kapazität im Winter 2025 weiter zu reduzieren, was die Anbindung und Erholung des Tourismus zusätzlich schwächen werde. Sollte die Regierung jedoch handeln, stellte Ryanair eine Verdoppelung des Verkehrsaufkommens in Aussicht, verbunden mit einer Investition von drei Milliarden US-Dollar in neue Flugzeuge und Strecken.

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Leiche in Flugzeugfahrwerk am Flughafen Charlotte entdeckt

Am Sonntagmorgen, den 28. September 2025, wurde am Flughafen Charlotte Douglas International im Bundesstaat North Carolina, USA, eine Leiche im Fahrwerkschacht eines Langstreckenflugzeuges der American Airlines entdeckt. Der Jet war zuvor aus Europa eingetroffen. Die genaue Flugnummer sowie der europäische Abflugort der Maschine wurden von den Behörden nicht genannt. American Airlines fliegt Charlotte aus mehreren europäischen Großstädten, darunter Frankfurt, München, London-Heathrow, Madrid und Rom, an. Die Entdeckung machten die Wartungsteams des Flughafens gegen 9 Uhr. Die gerufene Polizei von Charlotte-Mecklenburg erklärte die Person noch an Ort und Stelle für verstorben. Die Behörden hielten sich mit weiteren Angaben zur Identität des Toten und den genauen Umständen der Tragödie zurück. Die Ermittlungen wurden aufgenommen, um die Herkunft der Person und die genauen Umstände ihres Todes zu klären. Es wird vermutet, daß es sich bei dem Toten um einen sogenannten Flugzeugblinden Passagier handelt. Fälle, in denen Menschen versuchen, sich im Fahrwerksschacht von Flugzeugen zu verstecken, um in ein anderes Land zu gelangen, sind zwar selten, stellen jedoch ein extrem hohes Risiko dar. Die Überlebenschancen sind durch die extrem niedrigen Temperaturen und den Mangel an Sauerstoff in Reiseflughöhen von über zehntausend Metern äußerst gering. Die Entdeckung in Charlotte Douglas, einem der größten Drehkreuze der American Airlines, wirft erneut Fragen zur Sicherheit und zu den Kontrollen an den europäischen Abflughäfen auf.

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Swiss beschäftigt 400 Flugbegleiter im Überschuß

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss (Swiss International Air Lines) beschäftigt nach einem Pressebericht derzeit rund 400 Flugbegleiter mehr, als sie für ihren aktuellen Flugbetrieb benötigt. Dies entspricht in etwa jedem zwölften Mitarbeiter in dieser Berufsgruppe. Die Zeitung Schweiz am Wochenende berichtete unter Berufung auf interne Informationen der Lufthansa-Tochter über den Personalüberschuß. Der Überschuß resultiert dem Bericht zufolge aus einer Diskrepanz zwischen der hohen Zahl neu rekrutierter Mitarbeiter in den letzten zwei Jahren und der gleichzeitigen Reduzierung des Flugprogramms. Die Airline mußte ihren Flugplan in den vergangenen Monaten aufgrund des akuten Mangels an verfügbaren Piloten einschränken. Die Besatzungsmitglieder in der Kabine wurden jedoch in Erwartung eines vollständigen Wiederanlaufs des Flugbetriebes weiterhin eingestellt. Laut einer Sprecherin der Swiss sind derzeit keine Entlassungen des Kabinenpersonals vorgesehen. Um den Personalstand an die momentane Betriebssituation anzupassen, nimmt die Fluggesellschaft jedoch aktiv Anträge der Mitarbeiter für Pensumreduktionen und unbezahlte Ferien entgegen. Dieses Vorgehen ist in der Luftfahrtbranche eine gängige Methode, um Personalüberhänge in administrativen oder operativen Bereichen ohne Kündigungen zu bewältigen und die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Die Swiss hat als Teil der Lufthansa Group in der Schweiz eine Schlüsselrolle inne.

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