Jan Gruber

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Jan Gruber

Easyjet-Vorstand bleibt im Amt

57 Prozent der Easyjet-Aktionäre lehnten den Plan von Firmengründer Stelios Haji-Ioannou ab. Eigentlich wollte er den Vorstand rund um CEO Johan Lundgren stürzen. Daraus wurde nichts. Eigentlich wollte Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou den Vorstand des Billigfliegers sprichwörtlich absägen, doch die Aktionäre stimmten seinen Plänen nicht zu. Der Geschäftsmann hält etwa 34 Prozent an Easyjet und sorgt in unregelmäßigen Abständen für öffentlichen Wirbel. Zuletzt schrieb er sogar eine Art „Kopfgeld“ für Insiderinformationen im Zusammenhang mit der Airbus-Bestellung aus. Easyjet teilte mit, dass 57 Prozent der stimmberechtigten Teilhaber gegen den Antrag von Stelios Haji-Ioannou gestimmt haben. Damit bleibt die Unternehmensführung im Amt. Zwischenzeitlich kündigte Finanzchef Andrew Findley aber auch an, dass er seinen laufenden Vertrag nicht mehr verlängern wird und somit im Jahr 2021 ausscheiden wird.

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O’Leary will gegen Lufthansa-Hilfe klagen

Noch gibt es kein grünes Licht für die milliardenschwere Staatshilfe für Lufthansa, doch der Mitbewerber Ryanair kündigt bereits eine Klage gegen diese und die EU-Kommission an. Absolut nicht überraschend kündigt Ryanair-Chef Michael O’Leary an, dass der von ihm geleitete Konzern die Staatshilfe für Lufthansa juristisch bekämpfen will. In den letzten Wochen brachte der irische Billigflieger sprichwörtlich wie am Fließband Klagen gegen Bewilligungen der EU-Kommission ein. Im Fall des Kranichs haben die Wettbewerbshüter noch kein grünes Licht gegeben, jedoch bereiten die Rechtsanwälte des Michael O’Leary bereits die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof vor. „Lufthansa ist süchtig nach staatlichen Beihilfen. Wann immer es eine Krise gibt, ist der erste Reflex der Lufthansa, die Hand in die Tasche der deutschen Regierung zu stecken. Während die meisten anderen EU-Luftfahrtunternehmen mit ausschließlich Modellen zur Unterstützung der Lohnzahlung überleben können (wofür wir sehr dankbar sind), beansprucht Lufthansa weitere 9 Mrd. Euro von der deutschen Regierung, 1 Mrd. Euro von der Schweizer Regierung, 800 Mio. Euro von der österreichischen Regierung und 500 Mio. Euro von der belgischen Regierung, während sie durch Europa stolpert und so viele staatliche Beihilfen wie möglich aufnimmt.“ Michael O’Leary Gegenüber Reuters führte der Manager aus, dass die Staatshilfe ermöglichen würde weit unter den Kosten zu verkaufen und insbesondere Ryanair, Lauda, aber auch Easyjet den Wettbewerb massiv erschweren könnte. „Ryanair wird gegen dieses jüngste Beispiel illegaler staatlicher Beihilfen an Lufthansa Berufung einlegen, was den Wettbewerb massiv verzerren wird“, so Michael O’Leary, der an dieser Stelle nicht erwähnte, dass sein Konzern selbst im Vereinigten Königreich

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Wien: Lauda fliegt erste Flugzeuge aus

Erst gestern angekündigt und schon heute verlassen vier Airbus A320 den Flughafen Wien-Schwechat. Drei werden zur Basis Düsseldorf überstellt und vier weitere sollen auf dem Flughafen Stansted abgestellt werden. Am Montag kündigte die Geschäftsleitung der österreichischen Fluggesellschaft Lauda an, dass die derzeit in Wien stationierte Flotte „in den nächsten Tagen“ auf „billigere Flughäfen“ im Vereinigten Königreich und in Spanien ausgeflogen werden soll. Einige Flugzeuge werden auch zu den Bases Düsseldorf und Stuttgart überstellt werden. Nur einen Tag später verlassen bereits sieben Airbus A320 den Wiener Flughafen. Drei Flugzeuge werden ferry nach Düsseldorf überstellt und vier nach London-Stansted. Der Airport im Vereinigten Königreich ist eine äußerst große Basis der Konzernmutter Ryanair. Sollte es noch zu einer Einigung zwischen Vida und Wirtschaftskammer kommen, so wird man die Maschinen zurück nach Wien holen und die Basis offenhalten. Andernfalls übernehmen Boeing 737 der Konzernschwestern Ryanair DAC, Malta Air und Buzz.

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Gericht: Eurowings erleidet „Snack-Schlappe“

Im Vorjahr strich Eurowings Snacks und Getränke im Kurzstrecken-Smarttarif. Dies verärgerte zahlreiche Passagiere. Die Verbraucherzentrale Hamburg zog im Zusammenhang mit einer Bestandsbuchung sogar vor Gericht und obsiegte. Die Zeiten, in denen auf Kurzstreckenflügen inkludierte Gourmet-Menüs in der Economy-Class serviert wurden, sind schon lange vorbei. Dennoch gibt es Passagiere, die Mahlzeiten und Getränke über den Wolken als besonders wichtig oder gar als Entscheidungskriterium bei der Buchung betrachten. Diese Kundengruppe ist zwar mittlerweile recht klein geworden, doch sie ist vorhanden. Eurowings erlitt nun im Zusammenhang mit der Streichung von Snacks und Getränken im Smart-Tarif eine Schlappe vor Gericht. Hintergrund ist, dass die Lufthansa-Tochter im vergangenen Jahr das Service-Konzept in dieser Buchungsklasse änderte. Zuvor waren unter einem ein Getränk und beispielsweise ein belegtes Brot inkludiert. Dies wurde gestrichen und hat auch bereits bestehende Buchungen betroffen. Das sorgte nicht nur bei Passagieren für Verärgerung, sondern veranlasste auch die Verbraucherzentrale Hamburg zu einer Klage. Der Fall landete somit vor Gericht und wurde unter dem Aktenzeichen 34 O 14/20 vor dem Landgericht Düsseldorf verhandelt. In einem so genannten Anerkenntnisurteil wurde festgestellt, dass Airlines eine bei der Buchung vereinbarte Bordverpflegung eben nicht unter Hinweis auf geänderte Beförderungsbedingungen streichen dürfen. Zu einer mündlichen Verhandlung ist es übrigens gar nicht gekommen, denn im schriftlichen Vorverfahren anerkannte der Carrier kurz vor der bereits anberaumten Tagsatzung den Anspruch. Die Verbraucherzentrale verweist in einer Medienerklärung darauf, dass die Abänderung wesentlicher Vertragsinhalte nur einvernehmlich erfolgen kann. Das bedeutet, dass die Fluggesellschaft nicht einseitig ändern kann, sondern die Zustimmung des Passagiers einholen muss. Eurowings

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Lauda setzt neue Frist für KV-Abschluss

Ein kleiner Funken Hoffnung für den Fortbestand der Lauda-Basis Wien besteht nun definitiv, denn die Geschäftsleitung teilte ihren Mitarbeitern am Montagabend mit, dass die Entscheidung rückgängig gemacht werden kann, wenn die Sozialpartner bis Donnerstagabend eine Einigung erzielen. Die Demonstration, über die Aviation.Direct ausführlich berichtete brachte neuen Schwung in die festgefahrene Situation, denn Vida-Gewerkschafter Daniel Liebhart kündigte an, dass man umgehend mit dem Sozialpartner WKO in Kontakt treten wird. Dies scheint erfolgt zu sein, denn die Lauda-Geschäftsführung erwähnt in ihrem Rundschreiben, dass die Wirtschaftskammer bestätigt haben wollte, ob im Falle einer Einigung eine Fortführung der Base und damit der Erhalt der Jobs möglich ist. David O’Brien und Andreas Gruber, Geschäftsführer des Carriers, haben dies eigenen Angaben nach bejaht. In dem Mitarbeiteranschreiben ist auch zu lesen, dass Ryanair bereits fertige Pläne für eine große Expansion ab Wien hat. Diese sollten eigentlich nach dem 29. Mai 2020 verkündet werden. Sollte jedoch eine Einigung erzielt werden, so wird die Lauda-Basis Wien offenbleiben und Ryanair verzichtet auf die Übernahme der Routen durch Konzernschwestern. Auch will sich die Lauda-Geschäftsführung dazu verpflichten ein Netto-Mindestgehalt für Junior-Flugbegleiter von 1.020 Euro zu bezahlen. Hinzu kommen noch unter anderem Provisionen und Zahlungen pro geleisteter Flugstunde. Laut dem Rundschreiben soll man, wenn man keine einzige Stunde fliegt, mindestens 1.020 Euro am Monatsende überwiesen werden. Die Geschäftsleitung widerspricht massiv den Behauptungen der Gewerkschaft oder aber hat ihr Angebot nachgebessert. So ganz genau ist man da nicht, jedenfalls ist das Wort „garantiert“ in Blockbuchstaben geschrieben. Es bleibt also abzuwarten, ob es den Sozialpartnern, den

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Lauda-Mitarbeiter hielten Demo vor dem ÖGB ab

Mitarbeiter der Fluggesellschaft Lauda zogen am Montag in ihren Uniformen vor die Zentrale des Österreichischen Gewerkschaftsbunds und machten Druck. Eine Lösung muss her, um die Jobs doch noch retten zu können. Die Demonstranten sind wütend über ihre Vertretung. Die Vida will nun mit der WKO nochmals versuchen eine Lösung zu finden. Vor der Zentrale des Österreichischen Gewerkschaftsbundes demonstrierten am Montag zahlreiche Beschäftigte der Fluggesellschaft Lauda. Dabei handelte es sich sowohl um Mitarbeiter der Airline selbst als auch um Leihpersonal von Crewlink. Empfangen wurden die Demonstranten von Vida-Chef Roman Hebenstreit und Fachgruppenleiter Daniel Liebhart. Über den Verlauf des Gespräches zwischen den Lauda-Demonstranten und den Gewerkschaftern gehen die Ansichten allerdings weit auseinander. Vida-Fachgruppenleiter Daniel Liebhart spricht von einem konstruktiven Gespräch und kündigt an, dass nun nochmals Kontakt mit der Wirtschaftskammer aufgenommen wird. Gleichzeitig kritisierte er das bisherige Verhalten der Geschäftsleitung der Fluggesellschaft Lauda heftig und betonte, dass man das Dokument nicht habe unterschreiben können. Die Verhandlungen sollen eher untypisch gewesen sein, denn es waren laut ihm keine echten Verhandlungen, denn die Wirtschaftskammer soll im Auftrag von Lauda auf die Unterfertigung genau dieser Papiere gepocht haben. „Uns wurden die Forderungen des Managements einfach auf den Tisch gelegt. Diese soll man dann unterschreiben. Ansonsten wird die Drohung umgesetzt, also die Base schließen und alle Mitarbeiter zu kündigen. Es ist der traurige Höhepunkt der Inszenierung von Ryanair, sich der Basis in Wien zu entledigen. Das hat ja schon länger begonnen. Die Corona-Krise hat da sicher als Brandbeschleuniger gedient.“ Daniel Liebhart.im Gespräch mit Aviation.Direct Ungewöhnlich empfand

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Lauda-Crews kündigen Demo an

Um den bevorstehenden Jobverlust von 370 Mitarbeitern bei Lauda und 250 weiteren bei Crewlink doch noch abwenden zu können, will man nun mit der Gewerkschaft eine Lösung finden. Dazu wird man am Montag eine Kundgebung vor der Vida-Zentrale abhalten.

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