Jan Gruber

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Jan Gruber

AUA-Pensionen drücken auf die Finanzen

In der letzten Bilanz wurden 120 Millionen Euro für Nachschusspflicht für Pensionen von rund 160 Mitarbeitern zurückgestellt. Die Betroffenen sollen laut Kurier gar nicht daran denken ihren Beitrag zur Rettung des Carriers zu leisten. Die geplante Staatshilfe für die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines wird in den letzten Wochen äußerst kontrovers diskutiert. Die Meinungen gehen von „sollen doch die Deutschen zahlen“ bis hin zur Behauptung, dass der Carrier „systemrelevant“ wäre und gar die ganze Wirtschaft ohne Austrian Airlines vor dem Kollaps stehen könnte. Fast von der Öffentlichkeit unbemerkt führt die AUA Rückstellungen in der Höhe von 120 Millionen Euro für lediglich 160 Pensionisten, wie die Tageszeitung Kurier aufdeckte. Das Medium schreibt, dass rund 7.000 Mitarbeiter mit Gehaltseinbußen zum Erhalt des Carriers beitragen, jedoch gleichzeitig rund 160 „privilegierte Personen“ gar nicht daran denken würden ihren Beitrag zur Rettung des Unternehmens zu leisten. Es handelt sich dabei um ehemalige Führungskräfte, die zusätzlich zur regulären ASVG-Pension laut Kurier „einige Tausend Euro im Monat an Firmenrenten erhalten“. Diese Betriebsrenten sollen auf Einzelverträgen mit entsprechenden Pensionszusagen basieren und weiters sollen diese garantiert sein, unabhängig davon was die Veranlagung der Pensionskasse ergibt. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass wenn der wirtschaftliche Erfolg der Veranlagung niedriger ist als der vertragliche Anspruch, so muss Austrian Airlines den Differenzbetrag laut dem Medienbericht nachschießen. Der Kurier schreibt, dass in der Vorjahresbilanz 120 Millionen Euro für eben diese Aufstockung zurückgestellt wurden und die Somme seit mehreren Jahren stark steigend ist. Grund dafür ist, dass die Performance der Pensionskasse eben seit einiger Zeit unterdurchschnittlich ist. Dies führt

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Flughäfen: Deutschland vor Maskenpflicht

Am einen deutschen Airport müssen Masken getragen werden, am anderen jedoch nicht. Das soll sich nun ändern. In Deutschland könnte schon bald eine generelle Maskenpflicht an Flughäfen eingeführt werden. Bislang besteht eine solche nicht bundesweit, da derartige Anordnungen prinzipiell Ländersache sind, was auch maßgeblich zum Flickenteppich der äußerst unterschiedlichen Corona-Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern beigetragen hat. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ gehen die Behörden und Betreiber von Airports derzeit von erheblich steigenden Fluggastzahlen aus. In einem vorliegenden Papier ist die Rede davon, dass die Maskenpflicht als notwendig erscheint, da in vielen Bereichen der so genannte Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Laut „Spiegel“ soll es sich dabei primär um die Bereiche Sicherheitskontrolle, Shuttle- und Vorfeldbusse sowie Gepäckausgabe handeln. Bemerkenswerterweise werden das Ein- und Aussteigen gar nicht genannt. Die Bundesregierung ist aufgrund der föderalen Struktur Deutschlands gar nicht in der Lage eine generelle Maskenpflicht zu verkünden. Das bedeutet, dass die Anordnungen von den jeweiligen Landesregierungen vorgenommen werden. Hierzu finden nun Abstimmungen statt. Der „Spiegel“ rechnet damit, dass die Maßnahme in den nächsten Tagen verbindlich vorgeschrieben wird.

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Frankfurt: United schließt Crew-Station

Rund 840 Flugbegleiter werden im Oktober 2020 ihre Jobs verlieren. Ein Wechsel in die Vereinigten Staaten soll allerdings möglich sein. United Airlines wird die Crew-Bases in Frankfurt am Main, Hong Kong und Tokio schließen. Damit schließt der U.S.-Carrier drei von vier Standorten, an denen man außerhalb der Vereinigten Staaten Flugbegleiter beschäftigt. London soll allerdings erhalten bleiben. In einem Reuters vorliegenden Rundschreiben von Kabinenchef John Slater ist zu lesen, dass die Schließungen effektiv zum 1. Oktober 2020 durchgeführt werden. Betroffen sind etwa 840 Flugbegleiter, wobei diese die Möglichkeit haben sollen in die USA zu wechseln, sofern diese das wollen und formell die behördlichen Voraussetzungen erfüllen können.

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Lion Air nach Comeback wieder am Boden

Nach nur fünf Tagen stehen die Flugzeuge von Lion Air erneut am Boden. Passagieren ist es fast unmöglich die strengen Bedingungen der indonesischen Regierung zu erfüllen. Das „Corona-Comeback“ der indonesischen Billigfluggesellschaft Lion Air ging sprichwörtlich daneben. Nach nur fünf Tagen stellte der Carrier am Freitag erneut den Flugbetrieb ein. Laut Unternehmensmitteilung gilt dies auch für die Tochtergesellschaften Batik Air und Wings Air. Der Carrier teilte mit, dass viele Passagiere ihre gebuchten Flüge nicht antreten können, weil diese die strengen Regeln der Regierung nicht erfüllen können. Nachweise und Dokumente können nicht vorgelegt werden. Daher habe man die tatsächliche Auslastung ausgewertet und sich zur neuerlichen Aussetzung des Flugbetriebs entschieden, so Lion Air in einer Aussendung.

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Amsterdam: Ohne Maske kostet 300 Euro

Weil er sich renitent weigerte eine Maske zu tragen, kassierte ein Mann am Flughafen Amsterdam-Schiphol eine Geldstrafe in der Höhe von 300 Euro. Die Weigerung einen Mund-Nasen-Schutz an Bord eines Flugzeuges zu tragen kam einen Reisenden am Flughafen Schiphol teuer zu stehen. Laut Mitteilung der Koninklijke Marechaussee wurde dieser aus der Maschine begleitet und hatte eine Geldstraße in der Höhe von 300 Euro zu berappen. Auf welchem Flug sich der Mann befand wurde allerdings nicht mitgeteilt. Mit derartigen Vorfällen ist in nächster Zeit öfters zu rechnen. Die meisten EU-Länder schreiben das Tragen von MNS-Masken an Bord von Flugzeugen und innerhalb von Flughafengebäuden verbindlich vor. Wer sich daran nicht hält kann eine Geldstrafe riskieren. Auch der Ausschluss von der Flugreise ist durchaus möglich.

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Quarantäne: IAG und Ryanair klagen

Ryanair und die IAG wollen gemeinsam gegen die neue Quarantäne-Regelung des Vereinigten Königreichs klagen. Andere machen auf, UK macht zu. Während zahlreiche EU-Staaten gerade dabei sind ihre Einreisebestimmungen zu lockern und weitgehend auf 14-tägige Quarantäne oder die Vorlage negativer Corona-Test zu verzichten, führt das Vereinigte Königreich genau dies am Montag ein. Die IAG, die dort unter anderem die Tochter British Airways unterhält und Ryanair wollen nun dagegen klagen. Gegenüber Skynews meinte Willie Walsh, Generaldirektor der International Airlines Group, dass die Maßnahme der Regierung des Vereinigten Königreichs „unverhältnismäßig“ ist. Dadurch wäre der Konzern nicht in der Lage ab Juli 2020 das Flugprogramm hochzufahren. Ryanair teilte kurz darauf mit, dass man sich der Klage der International Airlines Group anschließen wird.

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Dortmund will die Piste voll ausreizen

Die 2.000-Meter-Landebahn soll künftig vollständig genutzt werden. Hauptkunde Wizzair drängt seit einiger Zeit auf den Einsatz von Airbus A321, jedoch ist das momentan nicht möglich. Die einzige Runway in Dortmund ist 1.700 Meter lang und damit insbesondere für die vom wichtigen Kunden gewünschten Airbus A321 zu kurz. Durch die Verlegung des Aufsetzpunktes kann der Airport allerdings 300 Meter zusätzlich „herausholen“. Ein entsprechender Antrag wurde nach Behördenangaben nun beim Bezirksregierungsamt Münster gestellt. Baulich ist die Runway bereits 2.000 Meter lang, jedoch aufgrund der so genannten Landeschwelle können derzeit effektiv nur 1.700 Meter genutzt werden. Eine echte Verlängerung erscheint derzeit politisch nicht durchsetzbar, weshalb die Geschäftsleitung des Dortmunder Flughafens nun versucht die volle Länge der Start- und Landebahn ausreizen zu können. Insbesondere der ungarische Billigflieger Wizzair soll hier Druck machen, denn der Carrier drängt auf den Einsatz von Airbus A321. Die zuständige Behörde teilte lediglich mit, dass man nun den Antrag prüfe und dann entscheide welches Verfahren eingeleitet werden muss. Zu den Erfolgschancen machte die Bezirksregierung Münster keine Angaben.

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Bombardier streicht 2.500 Stellen

Nach den drei Verkäufen von Teilsparten will der Bombardier-Konzern in Kanada rund 2.500 Mitarbeiter im Aviation-Bereich abbauen. Hintergrund ist die Corona-Krise. Bombardier verkleinerte in den letzten Jahren die Luftfahrtsparte erheblich. So wurden die Reihen C-Series, CRJ und Dash 8-400 an Airbus, Mitsubishi und Viking verkauft. Nun stehen rund 2.500 Jobs auf der Kippe, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Betroffen ist primär die Produktion in Kanada. Der Abbau soll noch im Laufe des Jahres 2020 durchgeführt werden. Generell stehen größere Umwälzungen an, denn die komplette Bahnsparte könnte nach Frankreich an Alstom verkauft werden.

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Weeze braucht finanzielle Unterstützung

Im Vorjahr schrieb Weeze schwarze Zahlen, aber die Corona-Pandemie wird den Airport wohl noch jahrelang beschäftigen. Stadt und Landkreis sollen nun mit sechs Millionen Euro unter die Flügel greifen. Die Corona-Krise dürfte auch den Flughafen Weeze in finanzielle Schieflage gebracht haben, denn der Airport benötigt rund sechs Millionen Euro an Unterstützung. Diese sollen von Stadt und Landkreis aufgebracht werden, berichtet die Rheinische Post. Geschäftsführer Ludger van Bebber erklärt in einem Interview mit dem Medium, dass man als privat finanzierter Airport beim Unterstützungsprogramm der NRW-Bank nicht antragsberechtigt ist. Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau würde man wahrscheinlich schon bekommen, jedoch benötige man langfristige und keine kurzfristigen Darlehen. Der Manager geht davon aus, dass es mindestens vier Jahre dauern wird bis Weeze wieder die Werte des Jahres 2019 erreichen kann. Seitens der Landesregierung gäbe es noch kein Signal, dass auch private Airports unterstützt werden sollen. Wie van Bebber im Gespräch mit der Rheinischen Post weiters erläutert, will Hauptkunde Ryanair im Juli 2020 rund 50 Prozent der bisherigen Kapazität anbieten. Seinen Informationen nach soll der Flugbetrieb schrittweise wieder auf das Vorkrisenniveau angehoben werden. Lediglich zu den Marokko-Verbindungen gäbe es noch keine Entscheidung.

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Mai: Nullrunde für Airbus

Kein einziges Flugzeug konnte der europäische Flugzeugbauer Airbus im Mai 2020 ausliefern, allerdings kassierte man auch keine Stornos. Im Mai 2020 lieferte Airbus insgesamt 24 Flugzeuge der Typen A220, A320 und A350 an Kunden aus. Doch Neubestellungen konnte man mitten in der Corona-Krise keine an Land ziehen. Ein kleiner Lichtblick dürfte aber auch sein, dass keine Stornierungen eingetroffen sind. Netto hat man derzeit 299 Neubestellungen in den Büchern. Im Mai lieferte Airbus zwei A220-300 an Air Canada und 18 Flugzeuge der A320-Familie aus, darunter den ersten A320neo an WIzzair. Für Airbus-Großraumflugzeuge wurden vier A350 XWB in den Konfigurationen A350-900 und A350-1000 bereitgestellt.

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