Jan Gruber

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Jan Gruber

Juli: Aufwärtstrend bei Wizzair erkennbar

Die Wizzair Group zählte im Juli 2020 konzernweit 1.824.452 Passagiere. Bedingt durch die Corona Pandemie liegt man damit um rund zwei Millionen Fluggäste unter dem Wert des Vorjahresmonats. Die Auslastung wird seitens des Carriers mit 60,5 Prozent kommuniziert. Aus den von Wizzair veröffentlichten Passagierzahlen ist ersichtlich, dass die Auslastung langsam wieder steigt. Zwar lag diese in der Zeit „vor Corona“ bei dieser Fluggesellschaft im Regelfall zwischen 90 und 95 Prozent, jedoch verbesserte man sich nun von 52,2 Prozent im Juni auf 60,5 Prozent im Juli 2020.  Noch deutlicher Sichtbar wird dies an Hand der von Wizzair beförderten Fluggäste: Im Jänner und Feber 2020 hatte man noch jeweils weit über drei Millionen Reisende an Bord. Im März transportierte man noch 1.754.032 Fluggäste ehe im April 2020 aufgrund von Flugverboten und des Lockdowns ein Einbruch auf 78.389 Passagiere erfolgte. Seit Mai (126.549 Fluggäste) geht es bei Wizzair offensichtlich wieder bergauf: Im Juni hatte man 502.253 Passagiere an Bord und zuletzt im Juli waren es 1.824.452 Reisende. Ein Aufwärtstrend ist zwar klar erkennbar, doch ist man noch meilenweit von den Werten der Vorjahre entfernt.

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Juli: Ryanair mit 70 Prozent weniger Passagieren

Der Ryanair Group beförderte im Comeback-Monat Juli rund 4,4 Millionen Passagiere. Die Transportleistung von Lauda wird seitens der börsennotierten Holding nicht mehr separat ausgewiesen, da die Österreich-Tochter nicht mehr unter eigenen Flugnummern, sondern für die Schwester Ryanair DAC fliegt. Im Juli des Vorjahres flog die Firmengruppe 14,8 Millionen Reisende. Das bedeutet, dass ein Rückgang von 70 Prozent verzeichnet wurde. Dieser ist auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Ryanair erklärt, dass man im Juli 2020 rund 40 Prozent des ursprünglich geplanten Flugplans durchgeführt habe und die Auslastung bei 72 Prozent lag. Auch über das gesamte bisherige Jahr 2020 machen sich die Folgen der Pandemie deutlich bemerkbar, denn in den ersten sieben Monaten verzeichnete der Billigflieger einen Rückgang um 35 Prozent. Man beförderte rund 96,8 Millionen Fluggäste.

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Wizzair Hungary erhält erstes EASA-AOC

Die Billigfluggesellschaft Wizzair Hungary erzielt am 1. August 2020 als erste Airline Europas ein Air Operator Certificate von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit erteilt. Im Jahr 2018 wurde die Möglichkeit eingeführt, dass Airlines, die in mehreren EU-Staaten tätig sind, ein EASA-AOC zu beantragen. Die rechtliche Grundlage ist in der Verordnung 2018/1139 geregelt. Der Vorteil für die Fluggesellschaften ist, dass künftig europaweit die EASA für die Sicherheitsaufsicht und Zertifizierung verantwortlich ist. Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass auch Lufthansa prüft sich künftig unter die Aufsicht der EASA zu stellen. „Wir sind sehr glücklich, eine so junge und dynamische Fluggesellschaft als ersten Flugzeugbetreiber unter der Aufsicht der EASA zu haben. Das EU-Betriebszertifikat eignet sich gut für Fluggesellschaften wie Wizz Air, die über mehrere Betriebsstützpunkte in verschiedenen EASA-Mitgliedsstaaten verfügen. Als zentralisierte zuständige Behörde für den Betrieb von Wizz Air wird die EASA einen international anerkannten hohen Standard der Aufsicht über die Fluggesellschaft gewährleisten“, so EASA-Chef Patrick Ky. Wizzair erklärt, dass man weiterhin unter ungarischer Flagge fliegen wird und die ungarische Zivilluftfahrtbehörde auch weiterhin die Kontrolle über die Betriebsgenehmigung (OL) sowie die Streckengenehmigungen ausüben wird. Die Aufsicht durch die EASA ermöglicht es der Fluggesellschaft, die Zusammenarbeit mit den nationalen Zivilluftfahrtbehörden in ihren derzeitigen und zukünftigen Märkten zu verbessern. „Ich freue mich, bekannt geben zu können, dass Ungarn der erste Mitgliedstaat ist, der die europäischen Vorschriften für Luftfahrtunternehmen erneuert, während Wizz Air Hungary die erste Fluggesellschaft ist, deren AOC von der EASA als zuständige europäische Behörde überwacht wird. Dieses bahnbrechende Regulierungsmodell zwischen den ungarischen und

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VC stellt neuen Vorsitzenden Tarifpolitik vor

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit stellte am Montag mit Marcel Gröls den neuen Vorsitzenden Tarifpolitik vor. Sein Geschäftskreis bei der VC umfasst laut Satzung das Führen von Spitzengesprächen mit Arbeitgebern und Verbänden sowie die Darstellung der Tarifpositionen in der Öffentlichkeit.  Der Tarifexperte hat langjährige Erfahrung im Bereich Tarifpolitik, unter anderem war er als Leiter Mitbestimmung, Tarifpolitik und personalwirtschaftliche Grundsatzfragen bei der Hamburger Hochbahn AG und zuvor bei der IG Metall tätig. An der Universität Hamburg hat er zu Verhandlungsstrategien von Interessenverbänden promoviert. „Wir sind froh, dass wir mit Marcel Gröls einen ausgewiesenen Experten für Tarifpolitik und politische Interessenvertretung gewinnen konnten. Er wird seine Expertise für die strategische tarifpolitische Ausrichtung der VC einbringen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“, so Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit.

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Lufthansa überweist Notkredit an Swiss

Die Fluggesellschaft Swiss erhält von ihrer Konzernmutter einen weiteren Notkredit in der Höhe von 200 Millionen Schweizer Franken. Bereits zuvor wurde ein Darlehen in selbiger Höhe gewährt. Auch wurden Dividendenzahlungen in der Höhe von 300 Millionen Schweizer Franken erlassen. Hintergrund ist, so der „Tages-Anzeiger“, dass die deutsche Bundesregierung die Freigabe für das Swiss-Rettungspaket, das mit der schweizerischen Regierung ausverhandelt wurde, noch nicht erteilt habe. Das Medium vermutet, dass bei Swiss die Finanzmittel knapp werden, da enorm viele Flugscheine an Reisebüros und Privatpersonen erstattet werden müssen.  Die Lufthansa-Tochter führt derzeit nur rund ein Drittel des regulären Flugangebots durch. Die Auslastung wird im Bericht des „Tages-Anzeigers“ als „mäßig“ beschrieben. Daher sollen sich die Einnahmen auch in eng gesteckten Grenzen halten.  In der Schweiz wurde Swiss ein Kredit in der Höhe von 1,5 Millionen Schweizer Franken bewilligt, jedoch kann die Auszahlung erst erfolgen, wenn die deutsche Bundesregierung ihre Zustimmung erteilt hat. Im Hilfspaket für Lufthansa (neun Milliarden Euro) finden sich entsprechende Klauseln, dass die Unterstützungen der Schweiz, Belgiens und Österreich für Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines der Zustimmung Berlins bedürfen. Wann diese erteilt wird ist derzeit völlig unklar.

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Dortmund feiert Wizzair-Basis

Am Freitag eröffnete die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair die erste Basis auf deutschem Boden. Der Carrier stationiert nun drei Maschinen des Typs Airbus A321 auf dem Flughafen Dortmund. Gleichzeitig werden schrittweise 18 neue Destinationen aufgenommen. Der Airport schätzt das potentielle Passagiervolumen auf bis zu eine Million Fluggäste pro Jahr. Im Corona-Jahr 2020 dürfte sich dies nach Angaben des Dortmunder Flughafens mit rund 250.000 zusätzlichen Reisenden bemerkbar machen. Insgesamt werden 48 Destinationen angeboten. „Durch die Eröffnung der Base werden wir uns deutlich schneller von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen, als die Branche insgesamt. Wir rechnen damit, dass wir im August bereits bei 80 Prozent des Passagiervolumens im Vergleich zu 2019 sein werden. Mit der Eröffnung der Wizz Air-Base endet im gesamten Unternehmen die Kurzarbeit“, so Flughafenchef Udo Mager. Nachstehende Ziele nimmt Wizzair ab Dortmund neu auf: Italien: Alghero, Bari, Catania, Neapel Griechenland: Athen, Korfu, Heraklion, Thessaloniki, Santorini, Rhodos Spanien: Fuerteventura Island: Reykjavík Portugal: Lissabon (Portugal) Ukraine: Saporischschja Marrokko: Marrakesch Rumänien: Suceava Kroatien: Split Montenegro: Podgorica

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München-Graz wird im Oktober 2020 aufgenommen

Lufthansa kündigt ab dem Hub München die Wiederaufnahme von fünf weiteren Europazielen an. Ab dem 7. September 2020 sollen Sibiu/Hermannstadt, Kiew, Göteborg und Marseille wieder bedient werden. Am 5. Oktober 2020 wird Graz folgen. Bis zum Ende der Sommerflugplanperiode wird der Carrier 86 Ziele in Europa und Deutschland und 13 Langstrecken-Destinationen ab München anbieten. Bereits wiederaufgenommen wurden unter anderem Birmingham, Izmir, Tiflis, Cluj und Timişoara. Am 1. September 2020 wird Luxemburg folgen.

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Drohnen-Registrierung wird deutlich billiger

Die Anzahl der von der Austro Control (ACG) bewilligten Drohnen versechsfachte sich seit dem Jahr 2015. Damals wurden 410 Geräte bewilligt, mit Stand 20. Juli 2020 sind heuer bereits 1.289 Anträge eingegangen. Durch eine neue EU-Richtlinie, die coronabedingt verschoben wurde, soll nun alles einfacher und insbesondere billiger werden. Luftfahrt-Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) und ACG-Geschäftsführerin Valerie Hackl erläuterten am Montag in den Räumlichkeiten des Verkehrsministeriums die Umsetzung der EU-VO 2019/947, die am 31. Dezember 2020 in Kraft treten wird. Kernstück dieser ist auch ein „Führerschein“, der absolviert werden muss. Der „Drohnenführschein“ ist die Grundvoraussetzung dafür, dass derartiges unbenanntes Fluggerät über 250 Gramm Gewicht geflogen werden darf. Zunächst muss ein Online-Kurs im Selbststudium absolviert werden. Im Anschluss ist eine Multiple-Choice-Prüfung (30 Fragen) ebenfalls im Internet abzulegen. Falls dieser positiv ausfällt wird der „Führerschein“ ausgehändigt. Dabei handelt es sich um ein PDF-Dokument, das laut Valerie Hackl alle relevanten Daten enthält und EU-weit gültig ist. Diese „Lizenz“ muss beim Bedienen der Drohne stets mitgeführt werden. Der Online-Kurs und die Prüfung zur Erlangung des „Führerscheins“ sind laut ACG-Chefin Hackl kostenlos. Wiederholtes Antreten zur Online-Prüfung ist möglich, es gibt kein Limit wie oft man „durchfallen“ darf. Bislang müssen Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, in Österreich bewilligt werden. Darunter gilt das unbemannte Fluggerät als Spielzeug, vormals auch als „ferngesteuerter Hubschrauber“ bekannt. Ab 31. Dezember 2020 entfällt die Genehmigungspflicht. Neu ist, dass die Drohnen registriert werden müssen und der Operator eine eindeutige Betreibernummer erhält, die auf dem Fluggerät angebracht werden muss. Die Registrierungspflicht gilt übrigens auch

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Am grünen Tisch: Athen nimmt Wizzair-Verbot zurück

Der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizzair ist es gelungen das seitens der griechischen Regierung ausgesprochene 14-tägige Landeverbot in Athen wegverhandeln zu können. Der Carrier erhielt seitens des Mittelmeerstaats die Bewilligung den Hauptstadtflughafen weiterhin anzufliegen. Die griechische Regierung warf Wizzair vor, dass die zur Einreise notwendigen QR-Codes beim Check-In und/oder Boarding mangelhaft kontrolliert wurden. Ohne diese ist es nicht möglich in Griechenland einzureisen und sowohl der Airline als auch dem Passagier blüht eine saftige Geldstrafe. Beim ungarischen Billigflieger sollen sich nach Angaben des griechischen Verkehrsministeriums besonders häufig Reisende ohne den besagten Einreise-QR-Code an Bord befunden haben. Deshalb habe man zur drastischen Sanktion des 14-tägigen Landeverbots auf dem Flughafen Athen gegriffen. Da jedoch Wizzair kein Einzelfall ist und immer wieder Passagiere ohne den Strichcode „durchwitschen“ wollte man offensichtlich seitens Griechenlands ein Exempel statuieren. In Österreich verweigerten diverse Fluggesellschaften wiederholt die Beförderung, weil eben der zwingend notwendige QR-Code nicht vorhanden war. Griechenland schreibt eben vor, dass Fluggäste, die keinen solchen Einreise-Code haben, nicht befördert werden dürfen. Wizzair erklärt in einer Medienaussendung, dass man mit den griechischen Behörden in den Dialog getreten ist und für Aufklärung sorgen konnte. Am sprichwörtlichen „grünen Tisch“ wurde das 14-tägige Landeverbot für Athen wieder zurückgenommen, so dass der ungarische Carrier sein Flugangebot weiter laut Flugplan durchführen kann. „Wizz Air schätzt die Zusammenarbeit der griechischen Behörden in dieser Angelegenheit“, so ein Sprecher.

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Polizei beendet „Drogen-Kontrollen“ bei Lauda

Ein durchaus ungewöhnliches Vorgehen der Ryanair-Tochter Lauda beschäftigte am Flughafen Stuttgart die Polizei. Der Carrier bat Besatzungen zum Alkohol- und Drogentest. Diese wurden jedoch nicht vom Luftfahrt-Bundesamt angeordnet, sondern der Carrier selbst baufragte ein irisches Labor, das Haarproben nehmen wollte. Aus Polizeikreisen wird berichtet, dass der Vorfall am Flughafen Stuttgart durchaus ungewöhnlich ist, denn zwar müssen sich Piloten seit dem Germanwings-Absturz durchaus auf Testungen einstellen, jedoch werden diese normalerweise stets behördlich angeordnet und durchgeführt. Dazu kommt, dass es für Flugbegleiter momentan keine gesetzliche Grundlage für die Durchführung derartiger Tests gibt. Zwar ist dies in Brüssel momentan in Diskussion, jedoch beschlossen wurde noch nichts. Sicherheit ist in der Luftfahrt stets das höchste Gut, weshalb manche Fluggesellschaften auf Basis einer Betriebs- oder Einzelvereinbarung die Grundlage für die Durchführung von Alkohol- und Drogentests geschaffen haben. In vielen jüngeren Ryanair- und Malta-Air-Arbeitsverträgen – auch über Leiharbeitsfirmen – ist dies beispielsweise in einer Klausel geregelt. Somit liegt dann die Zustimmung des Mitarbeiters vor. Ganz anders jedoch bei Lauda-Altverträgen, denn in diesen existiert ein solcher Passus nicht. Auch gibt es keine Betriebsvereinbarung, denn in Deutschland hat die Ryanair-Tochter keinen Betriebsrat, mit dem eine solche abgeschlossen werden könnte. Der Ablauf solcher Testungen, unabhängig davon, ob eine behördliche Kontrolle oder auf Basis einer Betriebs- oder Einzelvereinbarung durchgeführt wird, ist in Deutschland im Luftsicherheitsgesetz geregelt. Darin ist auch zu lesen, dass zwingend ein Arzt anwesend sein muss.  Aus Polizeikreisen ist zu hören, dass die Art und Weise wie die Testungen durchgeführt wurden, zum Einschreiten der Exekutive geführt haben soll.

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