Jan Gruber

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Jan Gruber

LOT Polish Airlines erweitert Zentralasien-Angebot mit neuer Route nach Almaty

LOT Polish Airlines, Mitglied der Star Alliance, nimmt Almaty in Kasachstan in ihr reguläres Streckennetz auf. Die neue ganzjährige Flugverbindung startet am 31. Mai 2026 ab dem Warsaw Chopin Airport (WAW) und ergänzt die bestehende Route in die Hauptstadt Astana. Die polnische Fluggesellschaft bedient die Strecke in die größte Metropole Kasachstans viermal pro Woche, und zwar jeweils dienstags, donnerstags, samstags und sonntags. Im Winterflugplan wird das Angebot auf drei wöchentliche Flüge angepasst. Zum Einsatz kommt eine Boeing 737 MAX 8 mit zwei Serviceklassen an Bord. Der Abflug in Warschau erfolgt um 22:40 Uhr, was aufgrund der späten Startzeit die bequeme Anbindung von Zubringerflügen aus neun Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ermöglicht. Die Gesamtreisezeit, beispielsweise ab Zürich oder München, beträgt damit zwischen neun und zehneinhalb Stunden. Robert Ludera, Konzernbevollmächtigter und Leiter Netzwerkplanung bei LOT Polish Airlines, unterstreicht die strategische Bedeutung der neuen Route, welche einen weiteren Akzent in Zentralasien setzt. Almaty wird als wichtiges Wirtschaftszentrum, als Tor zur Seidenstraße und als attraktives touristisches Ziel positioniert. Die Stadt am Fuße des Transili-Alatau-Gebirges ist mit rund zwei Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Metropole Kasachstans und beherbergt unter anderem die Kazakhstan Stock Exchange. Über die wirtschaftliche und geschäftliche Relevanz hinaus bietet die frühere Hauptstadt zahlreiche touristische Anziehungspunkte. Dazu gehören der berühmte Grüne Basar und das kürzlich eröffnete Museum of Arts mit Werken zeitgenössischer Kunst. Die umliegenden Berge des Transili-Alatau locken zudem mit dem Wintersportgebiet Shymbulak, dem Großen Almaty-See und der Scharyn-Schlucht, womit das neue Ziel sowohl Geschäftsreisende als auch Urlauber anspricht.

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100 Millionen Passagiere am BER: Wichtiger Meilenstein erreicht

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat am 22. Oktober 2025 einen bedeutenden Meilenstein in seiner noch jungen Geschichte erzielt: die Begrüßung des 100-millionsten Fluggastes. Die Jubiläumspassagierin, Jessica Metag, war auf dem Weg nach Paris an Bord eines Fluges von Air France und wurde vor ihrem Abflug überrascht. István Szabó, Chief Operations Officer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, betonte, dass die Marke von 100 Millionen Passagieren die starke Entwicklung des Flughafens seit seiner Eröffnung im Oktober 2020 verdeutliche. Nach den anfänglichen, von der Corona-Pandemie geprägten Jahren, habe sich der BER zu einer zentralen Verkehrs- und Infrastrukturrolle für die Region Berlin-Brandenburg entwickelt. Air France-KLM Deutschland-Direktor Bas ‚t Hooft hob die Bedeutung des Ereignisses hervor, da der Jubiläumsgast auf einem Flug der Air France reiste. Air France feierte im Januar 2025 ihr 75-jähriges Bestehen der Präsenz in Berlin und verbindet die Hauptstadt aktuell bis zu sechsmal täglich mit Paris. Die Passagierzahlen des BER zeugen von einer stabilen Erholung des Reiseverkehrs. Nach dem langsamen Start stieg das Aufkommen in den Jahren 2021 und 2022 deutlich an. Im Juli 2021 wurde erstmals die Marke von einer Million monatlicher Fluggäste überschritten, gefolgt von der Zwei-Millionen-Grenze im September 2022. Das Jahr 2024 war mit 25,5 Millionen Reisenden das bisher passagierstärkste Jahr. Auch 2025 setzt sich der Aufwärtstrend fort: Der 17. Oktober 2025 wurde mit 101.893 Fluggästen als der bislang verkehrsreichste Tag in der Geschichte des BER registriert.

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Großbrand legt internationalen Flughafen Dhaka lahm

Ein Großbrand im Frachtbereich des internationalen Flughafens Hazrat Shahjalal in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, hat am Samstagnachmittag (Ortszeit) den gesamten Flugbetrieb für mehrere Stunden zum Erliegen gebracht. Die zivile Luftfahrtbehörde sah sich gezwungen, alle Starts und Landungen unverzüglich zu untersagen, nachdem dichter, schwarzer Rauch über dem Gelände aufgestiegen war. Die staatliche Fluggesellschaft Biman Bangladesh Airlines leitete daraufhin ankommende Flüge auf die Flughäfen in Sylhet und Chattogram um. Zur Bekämpfung des Großfeuers, dessen Ursache noch unklar ist, rückte die Feuerwehr mit dutzenden Fahrzeugen aus. Die Einsatzkräfte erhielten zusätzlich Unterstützung von Einheiten der Luftwaffe und Marine Bangladeschs, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Laut Behördenangaben wurden bei dem Vorfall rund 25 Menschen verletzt, vorrangig Einsatzkräfte und Personal, die an den Löscharbeiten beteiligt waren. Die massiven Rauchwolken, die kilometerweit sichtbar waren, dokumentierten Augenzeugen in sozialen Medien. Der Brand hatte verheerende materielle Folgen: Der gesamte Frachtkomplex des wichtigsten internationalen Flughafens des Landes wurde den Flammen geopfert, einschließlich der dort gelagerten Importwaren. Der Flughafenchef bestätigte die Zerstörung des Frachtkomplexes. Da in diesem Bereich große Mengen an Textilien, Kleidung und Medikamenten lagerten, befürchten Wirtschaftsverbände Millionenschäden. Bangladesch ist der zweitgrößte Bekleidungsproduzent weltweit, und die Textilbranche stellt rund 80 Prozent der Exporte des Landes. Die Regierung kündigte eine gründliche Untersuchung der Brandursache an, um Hinweise auf Sabotage oder Brandstiftung zu prüfen und zukünftige Vorfälle zu verhindern.

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Deutschland plant deutliche Aufstockung der F-35-Flotte

Deutschland beabsichtigt, die Bestellung des amerikanischen Tarnkappen-Kampfjets F-35A Lightning II von ursprünglich 35 auf 50 Flugzeuge aufzustocken. Dies geht aus einer vertraulichen Vorlage des Verteidigungsministeriums an den Bundestag hervor, in der zusätzliche Mittel von 2,5 Milliarden Euro für die Bestellung von 15 weiteren Jets beantragt werden. Eine erweiterte F-35A-Flotte wird demnach als zwingend erforderlich erachtet, um den Verpflichtungen Deutschlands im Rahmen der NATO vollumfänglich nachzukommen. Die F-35A ist in erster Linie dazu bestimmt, ab 2027 die in die Jahre gekommene Tornado-Flotte am Fliegerhorst Büchel abzulösen. Dort sollen die Jets als Trägersystem für die Nukleare Teilhabe Deutschlands innerhalb des Bündnisses dienen. Die Entscheidung zur Aufstockung der Bestellung steht im Zusammenhang mit der strategischen Notwendigkeit, die Einsatzfähigkeit im Bündniskontext zu sichern. Gerüchte über eine Erweiterung der Order kursierten bereits seit Monaten, wurden von der Bundesregierung jedoch zunächst dementiert, bevor nun die konkreten Pläne bekannt wurden. Die Beschaffung der zusätzlichen F-35A ist nicht ohne Kontroversen. Einerseits bestehen industriepolitische Bedenken seitens europäischer Akteure, insbesondere von Airbus, die auf Folgeaufträge für den Eurofighter pochten, um die Versorgungsketten des europäischen Programms zu sichern. Obwohl erst kürzlich ein neuer Eurofighter-Auftrag erteilt wurde, bleibt die Balance zwischen US-amerikanischen und europäischen Rüstungsinteressen heikel. Andererseits wird das Projekt von massiv steigenden Kosten für die notwendige Infrastruktur in Büchel überschattet. Die Kalkulation für den Umbau des Fliegerhorsts stieg von ursprünglich 700 Millionen Euro auf nunmehr knapp zwei Milliarden Euro allein für die Bodenausstattung der ersten 35 Jets. Grund für diese Kostenexplosion sind erhebliche Sicherheitsvorgaben der US-Regierung.

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Flugbegleiter fordern Ende der Abschiebungspraxis auf Linienflügen

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), eine der maßgeblichen Gewerkschaften des Kabinenpersonals in Deutschland, hat sich mit einer weitreichenden Forderung an die Politik und die Luftfahrtunternehmen gewandt: Abschiebungen ausreisepflichtiger Personen sollen künftig nicht mehr an Bord ziviler Linienflüge, sondern ausschließlich mittels staatlicher Ressourcen und durch spezialisiertes Personal erfolgen. Mit dieser klaren Positionierung reagiert die Gewerkschaft auf die erheblichen Belastungen, denen Flugbegleiter nach eigenen Angaben bei solchen Einsätzen ausgesetzt sind. Das heute veröffentlichte Positionspapier argumentiert vor allem mit sicherheitsrelevanten, psychischen und ethischen Aspekten der aktuellen Verfahren. Die Debatte berührt damit das Spannungsfeld zwischen der staatlichen Pflicht zur Durchsetzung der Ausreisepflicht und den Arbeitsbedingungen in der zivilen Luftfahrt. Hohe Anzahl an Rückführungen über zivile Airlines Die Forderung der UFO kommt vor dem Hintergrund einer weiterhin hohen Zahl von Abschiebungen in Deutschland. Laut Angaben der Bundesregierung wurden allein im ersten Halbjahr 2025 über 10.000 Abschiebungen per Flugzeug durchgeführt. Die weitaus größte Zahl dieser Rückführungen erfolgt dabei nicht mittels eigens gecharterter Flüge, sondern auf regulären Linienflügen. Dies bedeutet, dass die Ausreisepflichtigen, begleitet von Vollzugsbeamten, neben regulären Passagieren Platz nehmen. Die Kabinengewerkschaft übt scharfe Kritik an dieser Praxis. Joachim Vázquez Bürger, Vorstandsvorsitzender der UFO, betont, dass Flugbegleiter keine Vollzugsbeamten seien. Ihre Kernaufgabe sei die Gewährleistung der Sicherheit und des Wohlbefindens aller Passagiere, nicht aber die Assistenz oder das Beobachten staatlicher Zwangsmaßnahmen. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Auslagerung dieser sensiblen staatlichen Aufgabe an zivile Luftfahrtunternehmen zu einer unzumutbaren Belastung für das Personal führe. Die Verantwortung für die Organisation und Durchführung von Abschiebungen liege unstrittig beim Staat, der

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Kapazitätssteigerung am Frankfurter Flughafen: Winterflugplan 2025/2026 mit 244 Zielen

Der Frankfurter Flughafen (FRA), Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz, führt mit dem Ende der Sommerzeit am 26. Oktober 2025 seinen neuen Winterflugplan ein, der bis zum 28. März 2026 gültig ist. Insgesamt bieten 81 Fluggesellschaften Verbindungen zu 244 Zielen in 96 Ländern an. Die Kapazität des Flughafens steigt im Vergleich zum Vorjahres-Winterflugplan um drei Prozent, mit rund 3.700 Abflügen und einem Sitzplatzangebot von etwa 680.000 Sitzen pro Woche. Die Rolle Frankfurts als wichtiger internationaler Hub wird durch die hohe Anzahl von über 900 Interkontinentalverbindungen pro Woche unterstrichen. Die Lufthansa Group und ihre Tochtergesellschaften bauen ihr Angebot in der kommenden Saison merklich aus. Discover Airlines erweitert ihr Nordeuropa-Netzwerk um neue Winterverbindungen: Ab dem 4. Dezember werden bis zu zwei wöchentliche Flüge nach Alta (Norwegen) angeboten, gefolgt von Harstad-Narvik (Norwegen) ab dem 20. Dezember und Oulu (Finnland) ab dem 16. Januar. Diese Ziele waren bisher primär in der Sommersaison verfügbar. Auch die Langstrecke wird ergänzt: Discover Airlines nimmt zwei wöchentliche Flüge auf die Seychellen ins Programm, zusätzlich zu den bestehenden Condor-Flügen. Im innereuropäischen Verkehr kommt es zu mehreren Veränderungen und Erweiterungen. Lufthansa City Airlines, die jüngste Airline der Lufthansa Group, nimmt ab Februar 2026 den Betrieb am Frankfurter Flughafen auf und wird zunächst nationale und europäische Zubringerflüge übernehmen. Zu den ersten Zielen gehören unter anderem Berlin, Manchester, Valencia, Málaga und Düsseldorf. Im osteuropäischen Segment fliegt Discover Airlines erstmals ganzjährig nach Varna (Bulgarien). Zudem setzt Lufthansa die Sommerverbindung nach Bydgoszcz (Polen) mit bis zu fünf wöchentlichen Flügen fort. Neu ist auch, dass SkyUp Airlines zweimal

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Swan Hellenic erschließt Südpazifik und Südostasien mit neuen Expeditionsrouten

Die Reederei Swan Hellenic erweitert ihr Fahrtgebiet und steuert im Frühjahr 2026 erstmals neue, abgelegene Ziele im Südpazifik und in Südostasien an. Das Expeditionsschiff Minerva, das maximal 152 Passagiere fasst, wird auf vier aufeinanderfolgenden Routen eingesetzt. Diese Touren haben eine Dauer von zehn bis 14 Tagen und können zu einer 55-tägigen „Grand Cruise“ kombiniert werden, wobei keine Destination doppelt angelaufen wird. Die Reisen sind ab sofort buchbar. Die erste Etappe der Schiffsreise, betitelt „Wildes Paradies Papua-Neuguinea“, beginnt am 5. April 2026 und führt von den Salomonen über Melanesien bis nach Polynesien. Es folgt die Route „Geheimnisse des Korallen-Dreiecks: West-Papua und Raja Ampat“ (18. bis 28. April), welche die Gäste in die artenreichen Gewässer Indonesiens bringt. Die dritte Reise, „Das letzte Paradies auf Erden“ (28. April bis 9. Mai), startet in Raja Ampat und führt auf die Philippinen bis nach Manila. Die vierte Tour, „Kulturelle Entdeckungen auf den Philippinen und in Japan“ (9. bis 20. Mai), schließt das Programm ab und beinhaltet den Besuch von Vigan, einer als Unesco-Welterbe gelisteten spanischen Kolonialstadt, sowie Stopps auf tropischen Inseln Japans wie Okinawa und in Hiroshima. Um die Anreise zu den entlegenen Startpunkten der ersten drei Expeditionskreuzfahrten zu vereinfachen, bietet Swan Hellenic die sogenannte „Cruise Plus Formula“ an. Dieses Gesamtpaket beinhaltet neben der eigentlichen Schiffsreise zusätzliche Leistungen wie Hotelübernachtungen, Charter-Flüge und erforderliche Transfers. Dies gewährleistet eine reibungslose Logistik für die Reisenden, die die oft schwer erreichbaren Abfahrtshäfen ansteuern. Das kleine Schiffsvolumen der SH Minerva ermöglicht dabei das Anfahren von Orten, die für größere Kreuzfahrtschiffe

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Konfrontationskurs in der Luftfahrt: Ryanair kürzt massiv in Deutschland und kritisiert Steuerpolitik

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat eine drastische Reduzierung ihres Flugangebots in Deutschland für die kommende Wintersaison 2025/2026 angekündigt. Diese Entscheidung, die die Streichung von 24 Routen und eine Kapazitätskürzung von etwa 800.000 Sitzplätzen umfasst, ist nach Angaben des Unternehmens nicht primär auf mangelnde Passagiernachfrage zurückzuführen. Vielmehr stellt sie eine direkte Reaktion auf die jüngsten Erhöhungen der deutschen Luftverkehrsteuer und die generellen hohen Betriebskosten am Standort Deutschland dar. Die Maßnahme ist eine der signifikantesten Kürzungen Ryanairs im deutschen Markt der letzten Jahre und verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen der Billigfluglinie und den deutschen Luftfahrtbehörden und der Politik. Der Schritt wird voraussichtlich nicht nur Reisende betreffen, sondern auch die regionale Anbindung und den Tourismussektor an den betroffenen Flughäfen empfindlich treffen. Umfang der Streichungen und betroffene Standorte Ryanair kündigte an, Flüge an insgesamt neun deutschen Flughäfen zu reduzieren, die das Unternehmen als „kostenintensiv“ einstuft. Zu den betroffenen Standorten gehören große Drehkreuze wie Berlin-Brandenburg und Hamburg, aber auch kleinere Regionalflughäfen wie Memmingen und Frankfurt-Hahn. Die Streichung der 24 Routen und die Reduktion von 800.000 Sitzen werden das Kapazitätsniveau von Ryanair in Deutschland deutlich unter das Niveau des Winters 2024 drücken. Einzelne Flughäfen, wie beispielsweise Memmingen, sollen sogar ein Viertel ihres Winterprogramms von Ryanair verlieren. Auch Standorte wie Köln/Bonn sind von empfindlichen Einschnitten betroffen, und im Januar droht eine Reduzierung der Verbindungen um bis zu 30 Prozent an einzelnen Basen. Diese Reduzierung steht im klaren Gegensatz zur generellen Erholung der Luftfahrtmärkte in anderen europäischen Ländern. Während das Sitzplatzangebot von Punkt-zu-Punkt-Airlines (wie Ryanair) im europäischen Durchschnitt

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Deutscher Luftverkehr im September: Europa-Boom und anhaltende Schwäche bei Inlandsflügen

Die deutschen Flughäfen haben im September dieses Jahres insgesamt 21,88 Millionen an- und abfliegende Passagiere abgefertigt. Obwohl das Aufkommen gegenüber dem Vormonat August saisonbedingt um knapp 800.000 Reisende sank, liegt die allgemeine Erholung des Luftverkehrsstandorts Deutschland bei nahezu 90 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019. Die detaillierten Verkehrszahlen zeigen jedoch eine stark divergierende Entwicklung in den einzelnen Marktsegmenten: Während der Europaverkehr erstmals das Aufkommen von 2019 übertraf, hinkt der innerdeutsche Flugverkehr weiterhin massiv hinterher. Ein stabiles Frachtgeschäft dient der Branche derweil als wichtiger Stabilitätsanker inmitten globaler Handelsunsicherheiten. Das Passagiergeschäft: Getrennte Geschwindigkeiten der Erholung Die Bilanz des Septembers 2025 an den deutschen Hauptverkehrsflughäfen weist Licht und Schatten auf. Mit 21,88 Millionen Passagieren wurde gegenüber dem September des Vorjahres ein Wachstum von 3,5 Prozent erzielt. Dennoch fehlen im Vergleich zum September 2019 noch immer 10,1 Prozent der Reisenden, was die fortbestehende Lücke zur Zeit vor der weitreichenden Branchenkrise verdeutlicht. Kumuliert über die ersten neun Monate des Jahres 2025 nutzten 165,77 Millionen Passagiere die deutschen Airports, was einer Erholung von 86,3 Prozent entspricht. Die Wachstumsdynamik verläuft dabei moderat und wird von Analysten als stabil, aber wenig dynamisch beschrieben. Die Segmentierung der Passagierzahlen offenbart die unterschiedlichen Triebkräfte der Erholung: Europaverkehr: Der neue Wachstumsmotor Das Segment des Europaverkehrs präsentiert sich als Zugpferd des deutschen Luftverkehrs. Mit 15,69 Millionen Passagieren im September überstieg dieser Bereich erstmals das Niveau des Jahres 2019 um beachtliche 4,3 Prozent. Dieser Boom ist zum Teil auf die verstärkte touristische Nachfrage zurückzuführen, wobei beliebte Urlaubsziele in Südeuropa und am Mittelmeer das Vorkrisenniveau bereits

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Strategische Weichenstellung: Wiener Hotellerie diskutiert zukünftige Gästeströme

Das ÖHV-Forum Wien, das kürzlich im Hilton Vienna Park stattfand, befasste sich intensiv mit den zukünftigen Quellmärkten und der notwendigen Positionierung der Wiener Hotellerie. Vor rund 140 Teilnehmern aus der gesamten Branche lieferten Experten aus Tourismus und Luftfahrt wertvolle Einblicke, um die Branche aktiv mitzugestalten. Im Fokus standen insbesondere die Internationalisierung des Tourismus und die Rolle von Flugverbindungen als Wachstumstreiber. Ein zentrales Thema war die „Visitor Economy Strategy“ des WienTourismus, deren CEO Norbert Kettner das klare Ziel bekräftigte, Wien zur weltweiten Nummer 1-Destination für internationale Tagungen zu machen. Bis 2025 soll mindestens jede zehnte Nächtigung aus dem lukrativen Meetingbereich generiert werden. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hob indes das erhebliche Marktpotenzial Indiens hervor und betonte die breiten volkswirtschaftlichen Multiplikatoreffekte der Tourismusbranche, die weit über die Hotelbranche hinaus andere Sektoren wie den Handel und die Landwirtschaft stützen. Der renommierte Reisedatenexperte Olivier Ponti unterstrich die essentielle Bedeutung von Flugverbindungen für Wien und bezifferte das weltweite Wachstum der Luftkapazitäten auf sechs Prozent. Er identifizierte insbesondere in der Premiumklasse ein überdurchschnittliches Wachstum von zwölf Prozent, das stark von Familienreisen getragen wird. Ergänzend informierte Julian Jäger, Vorstand des Flughafen Wien, über den geplanten Ausbau des Terminal 3 um 70.000 Quadratmeter, um die Infrastruktur zu stärken. Trotz der langfristig positiven Entwicklung betonte er die Notwendigkeit der Abschaffung der Flugabgabe, die ein klarer Wettbewerbsnachteil sei, insbesondere vor dem Hintergrund des (Teil-)Rückzugs von Fluglinien wie Ryanair und WizzAir. Auch das MICE-Geschäft (Meetings, Incentives, Conventions, Events) bleibt ein wichtiger Pfeiler der Strategie. Anita Paic vom Vienna Convention Bureau präsentierte beeindruckende Zahlen:

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