Jan Gruber

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Jan Gruber

EuGH: Blitzschlag in Flugzeug kann Entschädigungspflicht der Airlines aufheben

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit seinem Urteil in der Rechtssache C-399/24 eine langjährige Rechtsunsicherheit im europäischen Fluggastrechecht beendet. Die oberste richterliche Instanz der Europäischen Union stellte fest, dass ein Blitzschlag in ein Luftfahrzeug, der obligatorische Sicherheitsüberprüfungen und daraus resultierende Verspätungen oder Annullierungen nach sich zieht, grundsätzlich einen „außergewöhnlichen Umstand“ im Sinne der Fluggastrechte-Verordnung darstellen kann. Diese Entscheidung, die am 16. Oktober 2025 verkündet wurde, ist von essentieller Bedeutung für die gesamte Luftfahrtbranche. Sie schafft für Fluggesellschaften die Möglichkeit, sich bei witterungsbedingten Verzögerungen, die direkte Auswirkungen auf die Flugzeugsicherheit haben, von der automatischen Ausgleichspflicht gegenüber Passagieren zu befreien. Das Urteil beruht auf einem Vorabentscheidungsersuchen des Landesgerichts Korneuburg in Österreich, das einen konkreten Fall der Austrian Airlines (AUA) betraf. Ein AUA-Flugzeug war im März 2022 von einem Blitz getroffen worden, was zu einer massiven Verspätung von über 13 Stunden für einen Passagier auf dem Weg nach London führte. Der Streitwert der Klage betrug 400 Euro, doch die juristische Tragweite der Grundsatzfrage überstieg dies bei weitem. Die Entscheidung des EuGH bestätigt die Argumentation der Luftfahrtunternehmen, dass derartig unvorhersehbare und nicht beherrschbare Naturgewalten nicht dem normalen Betriebsrisiko einer Airline zugerechnet werden können. Definition des „außergewöhnlichen Umstands“ konkretisiert Der Kern der europäischen Fluggastrechte-Verordnung (EG) Nr. 261/2004 sieht vor, dass Fluggesellschaften ihren Passagieren pauschale Ausgleichszahlungen leisten müssen, wenn Flüge annulliert werden oder mit großer Verspätung, in der Regel ab drei Stunden, am Ziel ankommen. Von dieser Pflicht sind Luftfahrtunternehmen jedoch befreit, wenn die Störung auf „außergewöhnliche Umstände“ zurückzuführen ist, die sich auch dann nicht hätten

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Dekra wird Mitglied der „Allianz Neues Fliegen“

Der Prüf- und Zertifizierungskonzern Dekra ist der vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg ins Leben gerufenen „Allianz Neues Fliegen“ beigetreten. Als unabhängige Organisation bringt das Unternehmen seine Expertise ein, um im Bereich der Luftfahrtkraftstoffe Standards zu etablieren und die Glaubwürdigkeit des Sektors zu stärken. Das Hauptziel der Allianz ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Dekarbonisierung des Luftverkehrs durch die Förderung von alternativen Flugkraftstoffen. Der Beitritt der Dekra unterstreicht die Relevanz unabhängiger Prüfung in einem sich wandelnden Markt. Der Konzern möchte sicherstellen, dass neue Lösungen, insbesondere alternative Kraftstoffe, den höchsten Anforderungen entsprechen. Die Allianz, die im September 2025 mit Partnern aus Industrie, Forschung und Verbänden gestartet wurde, konzentriert sich auf den freiwilligen Einsatz sogenannter Sustainable Aviation Fuels (SAF) durch Unternehmen, um deren Markthochlauf zu unterstützen. Dies soll insbesondere durch eine verstärkte Nachfrage bei Geschäftsflügen geschehen. Die Dekra verfügt bereits über konkrete Erfahrungen in der Zertifizierung neuer Energieträger. Erst in diesem Jahr hat das Unternehmen für den Industriegasehersteller Air Liquide die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff am Standort Oberhausen zertifiziert. Dabei handelte es sich um die erste Zertifizierung in Deutschland für sogenannte Renewable Fuels of Non-Biological Origin (RFNBOs), erzeugt aus einer 20-Megawatt-Elektrolyseanlage. Diese Fachkenntnis im Bereich der alternativen Kraftstoffe kann die Dekra nun in die Arbeit der Allianz einbringen, um transparente Prozesse und standardisierte Verfahren für die Anrechnung klimaverträglicher Flugkraftstoffe zu gewährleisten.

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Discover Airlines: Flotte wächst auf 40 Flugzeuge – Airbus A350 wird neues Langstrecken-Flaggschiff

Die Lufthansa Group stärkt das touristische Segment und setzt dabei auf die konsequente Weiterentwicklung ihrer Ferienfluggesellschaft Discover Airlines. Bis Mitte 2028 plant die Airline eine signifikante Flottenerweiterung auf insgesamt 40 Flugzeuge. Als zentrales Element dieser Wachstumsstrategie kündigte das Unternehmen die schrittweise Einführung des modernen Großraumflugzeugs Airbus A350-900 auf der Langstrecke an. Diese strategische Entscheidung zielt darauf ab, sowohl das bestehende Streckennetz zu optimieren als auch völlig neue touristische Fernziele ins Visier zu nehmen. Airbus A350 als Türöffner für neue Märkte Ab Mitte 2027 sollen die ersten vier Airbus A350-900 die Langstreckenflotte von Discover Airlines ergänzen. Dieser Flugzeugtyp gilt als eines der fortschrittlichsten Großraumflugzeuge weltweit. Charakteristisch sind der reduzierte Treibstoffverbrauch im Vergleich zu älteren Modellen und die besonders geräuscharme Betriebsweise. Darüber hinaus sorgen der hohe Anteil an leichten Verbundwerkstoffen und Kabineneigenschaften wie eine bessere Luftfeuchtigkeit und ein niedrigerer Kabinendruck für einen erhöhten Reisekomfort der Passagiere. Die Indienststellung des A350-900 ist mehr als nur ein Austausch von Fluggerät; sie ist eine strategische Weichenstellung für die Expansion. Mit der großen Reichweite dieses Musters eröffnen sich für Discover Airlines neue Perspektiven, die mit der aktuellen A330-Flotte bislang unerreichbar waren. Zunächst könnten bewährte Destinationen wie Windhoek oder Orlando von der Effizienz und dem Komfort des A350 profitieren. In der Folge ermöglicht die erhöhte Reichweite die Anbindung von Fernzielen in Regionen wie Süd- und Mittelamerika, dem südlichen Afrika und Südostasien. Damit positioniert sich Discover Airlines im Wettbewerb um attraktive touristische Langstreckenverbindungen und könnte so beispielsweise dem direkten Konkurrenten Condor in bislang schwer erreichbaren Märkten Paroli bieten.

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Air Baltic meldet Passagierrekord für die ersten neun Monate 2025

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen neuen Unternehmensrekord bei den beförderten Passagieren. Zwischen Januar und September 2025 reisten insgesamt 3,9 Millionen Fluggäste mit der Airline, was einem Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Zahl der durchgeführten Flüge stieg um 2,1 Prozent auf 35.700, wobei der Auslastungsgrad (Load Factor) mit stabilen 80,4 Prozent auf hohem Niveau gehalten werden konnte. Trotz des Gesamtzuwachses verzeichnete Air Baltic im Einzelmonat September 2025 einen Rückgang der Passagierzahlen um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit 468.800 beförderten Reisenden wurde das Niveau des Septembers 2024 unterschritten. Die Fluggesellschaft führt diesen temporären Rückgang auf eine Netzwerkoptimierung sowie auf gezielte Preisstrategien zurück. Ziel dieser Maßnahmen war eine Steigerung der Ticket-Erträge. Die Strategie scheint aufzugehen: Obwohl weniger Passagiere befördert wurden, meldete Air Baltic höhere Ticket-Erlöse (Yields). Die Anzahl der Flüge wurde im September um 1,1 Prozent leicht erhöht, während der Auslastungsgrad mit 80,2 Prozent stabil blieb. Die lettische Fluglinie hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einem wichtigen regionalen Luftfahrtunternehmen entwickelt und bietet mittlerweile Verbindungen von den baltischen Staaten zu rund 80 Zielen in Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und dem Kaukasus. Die Flotte von Air Baltic besteht aktuell aus 50 Flugzeugen des Typs Airbus A220-300.

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Iberia startet neue Nonstop-Verbindung Madrid-Monterrey ab Juni 2026

Die spanische Fluggesellschaft Iberia verstärkt ihr Engagement auf dem mexikanischen Markt mit der Aufnahme einer neuen Direktflugstrecke zwischen Madrid und Monterrey. Die neue Verbindung startet am 2. Juni 2026 und wird dreimal wöchentlich, jeweils dienstags, freitags und samstags, angeboten. Mit dieser Expansion wird Mexiko zum wichtigsten lateinamerikanischen Ziel im Streckennetz von Iberia. Die Route nach Monterrey, der wichtigen Industriemetropole im Norden Mexikos, wird mit einem Airbus A330-200 bedient. Dieses Großraumflugzeug bietet Platz für 288 Passagiere in der Business- und Economy-Klasse. Der Flugplan sieht einen Abflug in Madrid um 12:55 Uhr vor, mit Ankunft in Monterrey um 17:25 Uhr Ortszeit. Der Rückflug startet um 18:50 Uhr in Mexiko und erreicht Madrid am folgenden Tag um 13:20 Uhr. Iberia plant, die Verbindung über die europäische Sommersaison hinaus auch im Winterflugplan fortzuführen. Durch die Hinzunahme der Monterrey-Flüge erhöht Iberia die Kapazität zwischen Spanien und Mexiko auf über 800.000 Sitzplätze im Jahr 2026. Dies stellt einen historischen Höchstwert für die Airline in diesem Markt dar. Die neue Route ergänzt die bereits bestehenden drei täglichen Flüge, die Iberia zwischen Madrid und Mexiko-Stadt anbietet und hauptsächlich mit dem Airbus A350 durchgeführt werden. Allein die Monterrey-Flüge sollen in der Sommerzeit von Juni bis Oktober rund 40.000 zusätzliche Sitzplätze bereitstellen. Die Expansion in Mexiko unterstreicht die strategische Bedeutung des lateinamerikanischen Marktes für Iberia. Die Fluggesellschaft sieht in der neuen Direktverbindung eine wichtige Stärkung ihrer Präsenz und eine Verbesserung der Anbindung des mexikanischen Wirtschaftszentrums Monterrey an ihr europäisches Drehkreuz in Madrid.

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Gerichtlicher Erfolg für Cityline-Personalräte: Arbeitsgericht München erzwingt Verhandlungen über Sozialplan

Die geplante weitreichende Umstrukturierung des Zubringergeschäfts im Lufthansa-Konzern, die das Ende der Lufthansa Cityline zur Folge hat, erreicht eine neue Eskalationsstufe. Die Personalvertreter der Cityline-Mitarbeiter haben vor dem Arbeitsgericht München einen bedeutenden juristischen Erfolg errungen. In einer erstinstanzlichen Entscheidung ordnete das Gericht die Errichtung einer Einigungsstelle an, um einen Sozialplan für die betroffenen Beschäftigten der Cityline zu verhandeln. Diese Entscheidung kommt einer erzwungenen Verhandlungsaufnahme gleich, da die Gewerkschaften und Personalvertreter dem Management der Lufthansa Cityline zuvor eine bewusste Hinhaltetaktik und die Verweigerung von Verhandlungen vorgeworfen hatten. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hatte kritisiert, dass das Unternehmen die Verhandlungen hinauszögere, indem es keine formale Entscheidung zur Betriebsschließung von Cityline verkündet hatte, obwohl das Aus der Regionalairline de facto beschlossene Sache sei. Mit der gerichtlichen Entscheidung wird der Ersatz der Cityline durch die neue Konzerntochter City Airlines nun auch arbeitsrechtlich auf eine neue Ebene gehoben. Das strategische Aus der Lufthansa Cityline Der Lufthansa-Konzern verfolgt seit Längerem eine umfassende Neuausrichtung seines regionalen Flugbetriebs. Kern dieser Strategie ist die schrittweise Auflösung der Lufthansa Cityline, die seit Jahrzehnten die wichtigen Drehkreuze in Frankfurt und München mit Zubringerflügen versorgt hat. Konzernchef Carsten Spohr hatte bereits den zeitlichen Rahmen für das Ende der Cityline skizziert, indem er davon sprach, dass die Fluggesellschaft im Jahr 2027 „keine Flugzeuge“ mehr betreiben werde. Die CRJ-900-Flotte, die das Rückgrat der Cityline bildet und zuletzt noch 23 Flugzeuge umfasste, soll den Betrieb und das Air Operator Certificate (AOC) der Cityline bereits Ende 2026 verlassen. Dieser Zeitplan, der in Gewerkschaftskreisen kursiert, liegt deutlich früher als

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Vegane Genussmesse: „Vegan Planet“ kehrt ins MAK Wien zurück

Die Fach- und Publikumsmesse „Vegan Planet“ öffnet am 15. und 16. November 2025 zum elften Mal ihre Tore im Museum für angewandte Kunst (MAK) im ersten Wiener Bezirk. Die Veranstaltung, die sich als Treffpunkt für pflanzenbasierte Ernährung und Lifestyle etabliert hat, bietet Besuchern ein umfangreiches Angebot an Kulinarik, Produkten und Informationen. Der Fokus der Messe liegt auf der kulinarischen Vielfalt der veganen Küche. Das Angebot reicht von traditionellen Speisen wie Tiroler Knödeln bis hin zu internationalen Spezialitäten, darunter äthiopische Gerichte und slowakische Dumplings, präsentiert von Ausstellern wie Juust. Darüber hinaus sind verschiedene vegane Süßspeisen, Pralinen (etwa von LELI und Dulceria) und Kaffeespezialitäten wie Matcha- und Chai-Latte von Kissa Matcha erhältlich. Auch klassische Lebensmittelhersteller wie QimiQ stellen vegane Alternativen ihrer Produkte vor. Ergänzt wird das Angebot durch eine breite Palette an pflanzlichen Produkten, von veganem Käse (Petite Veganne) über Naturkosmetik (Cocoeco) bis hin zu Sandalen aus recyceltem Material. Das Rahmenprogramm umfasst eine Reihe von Fachvorträgen und unterhaltsamen Elementen. So wird der Allgemeinmediziner Markus Kolm über neueste ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse referieren. Der Marathonprofi Andreas Vojta gibt Einblicke in die rein pflanzliche Ernährung im Spitzensport. Abgerundet wird das Programm durch humoristische Denkanstöße der Kabarettistin Sonja Pikart und diverse Kochshows, bei denen Profis wie die Patisserie Chez Fritz raffinierte vegane Gerichte kreieren. Zusätzlich werden kostenlose Yoga-Klassen und Workshops für die gesamte Familie angeboten. Die „Vegan Planet“ ist an beiden Tagen von 10:00 Uhr bis zum frühen Abend geöffnet. Die Tickets für die Messe für pflanzenbasierten Lebensstil sind im Vorverkauf günstiger als an der Tageskasse des

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Wahrzeichen kehrt zurück: Leuchtschrift „Berlin – Tempelhof“ wieder auf dem Dach

Nach einjähriger Abwesenheit kehrt der ikonische Leuchtschriftzug „Berlin – Tempelhof“ auf das Dach des ehemaligen Berliner Stadtflughafens zurück. Die großen, blauen Buchstaben wurden im Zuge der umfassenden Dachsanierung, die im Oktober des vergangenen Jahres begann, demontiert und in einer Werkstatt restauriert. Die denkmalgerechte Aufarbeitung des Schriftzugs erfolgte in Hoppegarten und umfasste das Ersetzen durchgerosteter Blechteile sowie die Erneuerung des verwitterten Anstrichs. Die Sanierungskosten für den 42 Meter langen und zwei Meter hohen Schriftzug mit seinen 213 Neonröhren beliefen sich auf 210.000 Euro. Die Leuchtschrift, die vermutlich seit 1973 das Dach des Flughafengebäudes ziert, wird nun wieder montiert und elektrisch angeschlossen. Die Wiederanbringung der Buchstaben ist ein sichtbarer Fortschritt im Rahmen der weitreichenden Gebäudesanierung. Die Tempelhof Projekt GmbH ist für die Maßnahmen verantwortlich und gab bekannt, dass die gesamte Dachsanierung voraussichtlich bis Ende 2026 oder 2027 andauern wird. Die geschätzten Kosten für die Arbeiten am Dach und der Betondeckensanierung der Vorfeldüberdachung belaufen sich auf rund 32 bis 34 Millionen Euro. Diese Maßnahmen sind dringend notwendig, um die Tragfähigkeit und Betriebssicherheit des historischen, denkmalgeschützten Gebäudes langfristig zu gewährleisten und die Flächen für zukünftige Nutzungen vorzubereiten. Der Flughafen Tempelhof, dessen Gesamtkomplex zwischen 1935 und 1941 errichtet wurde, ist ein bedeutendes Baudenkmal. Die laufenden Sanierungen sind Teil eines langfristigen Gesamtprojekts zur Bewahrung und Entwicklung des ehemaligen Flughafens, der als wichtiges Stück Berliner Geschichte gilt.

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KLM beginnt A350-Pilotenschulung trotz verzögerter Auslieferung

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat mit der Schulung ihrer ersten Piloten für den Airbus A350 begonnen. Dieser Schritt erfolgt, obwohl die erwartete Erstauslieferung des Langstreckenmodells A350-900 durch den Hersteller Airbus auf Ende 2026 verschoben wurde. Die Schulungen finden im hauseigenen Trainingszentrum am Drehkreuz Amsterdam-Schiphol statt, wo die Airline einen eigenen CAE-Simulator für das A350-Cockpit in Betrieb genommen hat. Die Einführung des A350 ist Teil einer umfassenden Flottenmodernisierung der Air France-KLM Gruppe auf der Interkontinentalstrecke. Die neuen A350-900 sind vorgesehen, um die in die Jahre gekommenen Teilflotten der Airbus A330-200 und der Boeing 777-200 ab 2026 abzulösen. Die Gesamtbestellung der Gruppe umfasst bis zu 90 Flugzeuge, wovon 40 Optionen sind. Vor dem Hintergrund des Flottenwechsels hat Air France-KLM im August eine Anpassung ihrer Bestellung vorgenommen. Die Order wurde von ursprünglich 39 A350-900 und elf der größeren A350-1000 umstrukturiert. Sie umfasst nun 47 A350-900 und nur noch drei A350-1000. Diese Verschiebung hin zur kleineren Variante soll dem aktuellen Bedarf der Airline-Gruppe an Flugzeugen mit geringerer Kapazität, aber großer Reichweite, entgegenkommen. Des Weiteren wird Air France-KLM zu einem der Erstbetreiber des neuen Frachtflugzeugs Airbus A350F. Die Gruppe erwartet insgesamt sechs dieser Vollfrachter, von denen je drei an die Drehkreuze Paris-CDG und Amsterdam-Schiphol geliefert werden sollen. Die Ankunft der ersten A350F am Standort Amsterdam wird für das Jahr 2027 erwartet. Mit der A350-Familie setzt die Allianz auf eine Standardisierung in ihrer Langstreckenflotte und bereitet ihre Besatzungen trotz der Lieferverzögerungen frühzeitig auf den neuen Flugzeugtyp vor.

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Todesfall an Bord: LOT-Flug muss in Kopenhagen notlanden

Der Flug LO26 der LOT Polish Airlines von Warschau nach New York (JFK) musste am Samstag aufgrund eines medizinischen Notfalls an Bord in Kopenhagen notlanden. Die Besatzung des Flugzeugs vom Typ Boeing 787-8 Dreamliner (Kennzeichen SP-LRB) leitete die unplanmäßige Landung ein, nachdem ein Passagier etwa zwei Stunden nach dem Start verstarb. LOT bestätigte die unplanmäßige Unterbrechung des Langstreckenfluges, nannte jedoch unter Berufung auf die Privatsphäre keine Details zur Identität oder zur genauen Todesursache des Reisenden. Nach der Landung auf dem Flughafen Kopenhagen-Kastrup wurde das Flugzeug von medizinischen Einsatzkräften in Empfang genommen, wie polnische Medien berichteten. Der Flug wurde in der Folge gestrichen. Die betroffenen Passagiere wurden auf spätere Verbindungen nach New York umgebucht. Die Entscheidung für eine Landung in Kopenhagen, obwohl der Flughafen Oslo geografisch näher lag, führte bei Flugbeobachtern zu Rückfragen. Fachleute der Luftfahrt begründeten die Wahl des Ausweichflughafens mit der hohen Treibstoffladung der Dreamliner zu Beginn des Transatlantikflugs. Aufgrund des hohen Gewichts war eine sichere Landung auf einem kleineren Flughafen nicht möglich. Kopenhagen verfügt demnach über die erforderliche Infrastruktur, um große Langstreckenflugzeuge auch bei überhöhtem Gewicht sicher abzufertigen. Solche unvorhergesehenen medizinischen Ereignisse erfordern oft eine sorgfältige Abwägung zwischen der kürzesten Distanz und der bestmöglichen Landeeinrichtung. Die Notlandung in Kopenhagen, einem Hauptdrehkreuz mit Kapazitäten für schwere Langstreckenjets, war somit eine notwendige Maßnahme zur Gewährleistung der Flugsicherheit und der bestmöglichen medizinischen Versorgung unter den gegebenen Umständen, ungeachtet des tragischen Ausgangs für den Passagier.

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