Jan Gruber

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Jan Gruber

Landgericht Braunschweig weist Klage der insolventen Air Cargo Germany ab

Rund zwölf Jahre nach dem Grounding der Frachtfluggesellschaft Air Cargo Germany (ACG) hat das Landgericht Braunschweig eine Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland abgewiesen. Der Insolvenzverwalter der Airline hatte dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) vorgeworfen, durch den Entzug der Betriebsgenehmigung im Jahr 2013 die Insolvenz der Gesellschaft mitverursacht zu haben. Die Richter folgten dieser Argumentation nicht und entschieden, daß die Maßnahme des LBA rechtmäßig gewesen sei. Air Cargo Germany wurde 2008 gegründet und hatte ihren Sitz am Flughafen Hahn im Hunsrück. Die Gesellschaft spezialisierte sich auf Frachtflüge mit Großraumflugzeugen und operierte zuletzt vier Boeing 747-Frachter. Trotz einer Beteiligung der russischen Logistikgruppe Volga-Dnepr und finanzieller Unterstützung durch den Flughafen Hahn sowie das Land Rheinland-Pfalz geriet das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Im April 2013 entzog das Luftfahrt-Bundesamt der Airline die Betriebsgenehmigung mit der Begründung, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sei nicht mehr gegeben. Damit war es ACG untersagt, weiterhin gewerblichen Flugverkehr durchzuführen. Wenige Wochen später, im Mai 2013, folgte der Insolvenzantrag, und im September wurden sämtliche Mitarbeiter entlassen. Streit um die Verantwortung Der Insolvenzverwalter forderte in einer Staatshaftungsklage rund 141 Millionen Euro Schadenersatz von der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Luftfahrt-Bundesamt. Nach seiner Auffassung hätte ACG ohne den Entzug der Genehmigung weiter operieren können. Das Landgericht Braunschweig folgte dieser Darstellung nicht. Die Richter betonten, daß das Luftfahrt-Bundesamt gesetzlich verpflichtet sei, die finanzielle Stabilität von Airlines zu überprüfen und im Falle erheblicher Zweifel entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die Entscheidung zum Entzug der Betriebsgenehmigung sei daher nicht rechtswidrig gewesen. Bedeutung des Urteils für die Luftfahrtbranche Der Fall wirft ein

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KV-Verhandlungen im privaten Busgewerbe gescheitert – Warnstreik am 20. Februar 2025 angekündigt

Nach monatelangen Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Vida und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bleibt die Situation für die rund 12.000 Beschäftigten der privaten Autobusbetriebe weiterhin angespannt. Auch die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen endete ohne Einigung. Während die Gewerkschaft den Arbeitgebern vorwirft, kein substanziell verbessertes Angebot vorgelegt zu haben, kritisiert die Arbeitgeberseite die Forderungen der Gewerkschaft als unrealistisch und wirtschaftlich nicht tragfähig. Als Reaktion auf die gescheiterten Verhandlungen hat die Vida für den 20. Februar von 4 bis 6 Uhr früh einen Warnstreik an mehreren Stützpunkten in ganz Österreich angekündigt. Laut Vida-Verhandlungsleiter Anil Zümrüt konnten sich die Tarifparteien lediglich auf eine Inflationsanpassung von 3,5 Prozent einigen. In Bezug auf die Arbeitsbedingungen habe es jedoch keine nennenswerten Verbesserungen gegeben. Insbesondere kritisiert die Gewerkschaft, daß Entlastungen bei geteilten Diensten und Pausen weiterhin mit Einkommenseinbußen für die Buslenker verbunden seien. Auch bei der Ausweitung des Nachtzuschlags habe es keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber gegeben. Einzig bei den Diäten seien minimale Zugeständnisse gemacht worden. Auf Grundlage einer Befragung der Universität Wien, die im Dezember 2024 unter dem Titel Buslenker am Limit veröffentlicht wurde, sieht sich die Vida in ihren Forderungen bestätigt. Die Studie zeigt, daß Buslenker hohen Belastungen ausgesetzt sind: 83 Prozent der Befragten gaben an, daß sie in ihrem Beruf eine große Verantwortung tragen, 45,9 Prozent nannten „Stress“ als prägendes Merkmal ihrer Arbeit, 38,3 Prozent beklagten gesundheitliche Belastungen und 22,2 Prozent sprachen von Überlastung. Besonders problematisch seien die mangelnde Planbarkeit der Dienste und die damit verbundene schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Arbeitgeberseite warnt vor

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Kötter Sicherheit verzeichnet Umsatzwachstum trotz herausforderndem Marktumfeld

Der Sicherheitsdienstleister Kötter hat im Jahr 2024 ein Umsatzwachstum von 15,2 Prozent erzielt und konnte damit einen Gesamtumsatz von 722 Millionen Euro verzeichnen. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gelang es dem Familienunternehmen, seine stabile wirtschaftliche Entwicklung fortzusetzen. Im Vordergrund standen insbesondere Neuaufträge im Bereich kritischer Infrastruktur, wie zum Beispiel an Flughäfen, sowie eine Unternehmensübernahme. Dies trug maßgeblich zu dem erfolgreichen Geschäftsjahr bei. Die Sicherheitsdienstleistungssparte, die mit rund 80 Prozent zum Gruppenumsatz beiträgt, bleibt das Hauptgeschäft von Kötter. Laut Unternehmensangaben ist Kötter in Deutschland nach Securitas der zweitgrößte Anbieter im Bereich Sicherheitsdienstleistungen. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs 2024 um 8,1 Prozent auf 16.000 Beschäftigte. Trotz des positiven Umsatzwachstums sieht sich Kötter jedoch einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld gegenüber. 2025 könnte das dritte Rezessionsjahr in Folge bevorstehen, was die Nachfrage nach sicherheitsrelevanten Dienstleistungen weiter unter Druck setzen könnte. Insbesondere die sinkenden Neuinvestitionen und die anhaltende Insolvenzwelle in Deutschland könnten das Geschäft von Kötter und anderen Anbietern unternehmensnaher Dienstleistungen negativ beeinflussen.

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MTU Aero Engines: Positive Geschäftsentwicklung und Führungswechsel

Nach einem historischen Verlust im Jahr 2023 hat MTU Aero Engines im Jahr 2024 eine deutliche Erholung verzeichnet. Trotz finanzieller Belastungen durch den Rückruf tausender GTF-Triebwerke konnte der Münchener Triebwerkshersteller seine finanziellen Ziele erreichen. Analysten zufolge wird ein Umsatz von 7,4 Milliarden Euro erwartet, was innerhalb der vom Vorstand prognostizierten Spanne liegt. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) wird voraussichtlich 1,03 Milliarden Euro betragen, womit erstmals die Marke von einer Milliarde Euro überschritten würde. Für das Jahr 2025 plant MTU, den Umsatz auf 8,3 bis 8,5 Milliarden Euro zu steigern. Der bereinigte operative Gewinn soll im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich zulegen. Diese Prognosen spiegeln das Vertrauen des Unternehmens in eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung wider. In der Führungsetage stehen bedeutende Veränderungen an: Vorstandschef Lars Wagner hat angekündigt, seinen bis zum 31. Dezember 2025 laufenden Vertrag nicht zu verlängern, um ab 2026 eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Berichten zufolge wird Wagner die Leitung der Verkehrsflugzeugsparte bei Airbus übernehmen. Sein Nachfolger bei MTU wird Johannes Bussmann, der zuvor als Vorstandsvorsitzender bei Lufthansa Technik tätig war. Zudem wird Finanzchef Peter Kameritsch seinen Posten abgeben und sich künftig verstärkt Aufsichtsratsmandaten widmen. Ab Mitte 2025 übernimmt Katja Garcia Vila, ehemalige Finanzchefin des Autozulieferers Continental, die Leitung der MTU-Finanzen. Diese personellen Veränderungen erfolgen in einer Phase, in der MTU seine Marktposition stärkt und sich auf zukünftiges Wachstum vorbereitet. Die Kombination aus solider finanzieller Performance und strategischen Führungswechseln soll die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens stellen.

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Drogen- und Alkoholtests zwingen Samoa Airways zur Annullierung aller Flüge

Samoa Airways, die nationale Fluggesellschaft des pazifischen Inselstaates Samoa, sah sich am 12. Februar gezwungen, alle geplanten Flüge kurzfristig zu annullieren. Der Grund dafür war ein massiver Personalmangel, nachdem eine interne Drogen- und Alkoholkontrolle mehrere positive Testergebnisse unter den Angestellten zutage gefördert hatte. Die Airline musste daraufhin Flugzeuge von einer Konkurrenzgesellschaft chartern, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Laut Angaben der Fluggesellschaft fielen rund zehn Prozent der getesteten Mitarbeiter durch den Drogentest. Drei Angestellte wurden positiv auf Methamphetamin, Amphetamin und Cannabis getestet und daraufhin vorläufig suspendiert. Sechs weitere Mitarbeiter wiesen erhöhte Alkoholwerte auf und erhielten offizielle Verwarnungen. Sie wurden erneut getestet, deren Ergebnisse zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch noch ausstanden. Zusätzlich wurde ein Pilot positiv auf verschreibungspflichtige Schlafmittel getestet. Nach einem zweiten Test mit negativem Ergebnis durfte dieser jedoch seinen Dienst wieder aufnehmen. Die Untersuchungen wurden von der Scientific Research Organisation of Samoa (SROS) durchgeführt und sind Teil der internen Sicherheitsrichtlinien der Fluggesellschaft, die regelmäßige Drogen- und Alkoholtests für das Personal vorschreiben. Auswirkungen auf den Flugbetrieb Durch die Suspendierung der betroffenen Angestellten entstand ein akuter Personalmangel, der dazu führte, daß der gesamte Flugbetrieb für einen Tag eingestellt werden mußte. Samoa Airways-CEO Fauo’o Fatu Tielu erklärte gegenüber der Zeitung Samoa Observer, daß neben dem Ausfall eines Piloten durch den Drogentest zwei weitere Piloten krankheitsbedingt nicht zur Verfügung standen, ein weiterer Pilot sich im Urlaub befand und ein anderer nicht über die notwendigen Flugstunden verfügte. Um die ausgefallenen Flüge dennoch durchführen zu können, mußte Samoa Airways kurzfristig Talofa Airways, eine regionale Konkurrenzgesellschaft, mit der

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Mehr Alleinreisende bei United Airlines – Trend setzt sich fort

Die Zahl der Alleinreisenden bei United Airlines ist im Jahr 2024 um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit setzt sich ein bereits seit Jahren anhaltender Trend fort, bei dem immer mehr Menschen ohne Begleitung fliegen – sei es aus beruflichen oder privaten Gründen. Laut Angaben der Fluggesellschaft ist das Interesse an Soloreisen in den letzten zehn Jahren stark gestiegen. Google-Suchanfragen nach diesem Thema haben sich um 223 Prozent erhöht. Besonders stark vertreten unter den Alleinreisenden sind laut United Airlines Angehörige der Generation Z: Etwa 70 Prozent dieser Altersgruppe fliegen ohne Begleitung. Bei den Millennials liegt der Anteil bei 65 Prozent, während es bei den Babyboomern 57 Prozent sind. Die beliebtesten Reisezeiten für Alleinreisende liegen zwischen Januar und Mai sowie zwischen September und November. Bevorzugte Fernziele sind unter anderem China, Südkorea, Brasilien, Indien und Nigeria. United Airlines stellt zudem fest, dass allein reisende Passagiere vermehrt digitale Dienstleistungen der Airline nutzen. Dazu gehören die KI-gestützte Reiseinspiration des United-Bordmagazins sowie verschiedene digitale Services wie der Terminal Guide, Sitzplatzwahl und Live-Updates für iPhone und Apple Watch. Die Fluggesellschaft setzt damit verstärkt auf technikgestützte Angebote, um den Komfort für Alleinreisende zu verbessern.

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ITA Airways: Integration in Lufthansa Group schreitet voran

Die Eingliederung der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways in die Lufthansa Group macht Fortschritte. Ab sofort können Vielflieger von Miles & More nicht nur Meilen, sondern auch sogenannte „Points“ auf Flügen mit ITA Airways sammeln. Diese neuen „Points“ sind entscheidend für den Vielfliegerstatus innerhalb der Lufthansa Group und werden nach denselben Kriterien wie bei den anderen Konzern-Airlines vergeben. ITA Airways ist seit dem 17. Januar 2025 offiziell Teil der Lufthansa Group. Die Zusammenarbeit bringt Vorteile für Vielflieger, da Mitglieder des ITA-Vielfliegerprogramms „Volare“ ebenfalls Punkte bei Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines sammeln und einlösen können. Darüber hinaus gibt es eine Willkommensaktion: Passagiere, die zwischen dem 1. März und dem 15. April 2025 mit ITA Airways fliegen, erhalten bis zu 6.000 zusätzliche Meilen. Ab dem 30. März 2025 werden über 100 Flugverbindungen zwischen ITA Airways und den Airlines der Lufthansa Group Codesharing erhalten, was die Kombinierbarkeit der Strecken erleichtert. Zudem erhalten ITA-Kunden Zugang zu rund 130 Lounges der Lufthansa Group sowie deren Partner-Airlines. Der vollständige Beitritt von ITA Airways zur Star Alliance ist für das erste Halbjahr 2026 geplant.

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Norwegian Group plant Erweiterung der Flotte mit 737-Max-8

Die norwegische Fluggesellschaft Norwegian Group steht vor einer wichtigen Entscheidung bezüglich ihrer zukünftigen Flottenstrategie. Bis zum Herbst 2025 soll entschieden werden, ob das Unternehmen von den 30 Optionen Gebrauch macht, die es zusätzlich zu einer bereits bestehenden Bestellung über 50 Boeing B737-8 Max Flugzeuge erworben hat. Dies teilte CEO Geir Karlsen während der Präsentation der Ergebnisse des vierten Quartals am 13. Februar 2025 mit. Das Unternehmen steht dabei vor der Herausforderung, die Flotte gemäß seiner Expansionspläne zu erweitern, um sich langfristig auf dem europäischen und internationalen Markt zu behaupten. Norwegian hatte bereits 2022 eine Bestellung über 50 Boeing B737-8 Max Flugzeuge aufgegeben. Mit den zusätzlichen Optionen, die das Unternehmen nun prüft, könnte sich die Flotte der Airline in den kommenden Jahren erheblich vergrößern. Diese Optionen sind besonders attraktiv, da sie laut Karlsen zu einem günstigeren Preis als die ursprüngliche Bestellung abgewickelt werden könnten. Die endgültige Entscheidung, ob diese zusätzlichen 30 Flugzeuge bestellt werden, soll jedoch erst in den nächsten sechs Monaten fallen. Karlsen geht davon aus, dass die Option auf Lieferungen zwischen 2028 und 2031 wahrgenommen werden könnte. Im Jahr 2023 erklärte Karlsen, dass die Entscheidung über die 30 Optionen voraussichtlich im Jahr 2025 getroffen werden würde, nachdem die Verhandlungen mit Boeing und weiteren Beteiligten abgeschlossen sind. Bis dahin wolle man die Entwicklung des Marktes und die künftigen Anforderungen an die Flotte genau beobachten, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Aktuelle Situation der Flotte und der Lieferungen Trotz der zukünftigen Flottenplanung hat Norwegian in den ersten Monaten des Jahres

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Notlandung in Toronto: Delta-Connection-Flug verunglückt bei der Landung

Ein Flugzeug der Delta Connection, das von Minneapolis-Saint Paul nach Toronto unterwegs war, erlitt am Toronto Pearson International Airport einen schweren Landeunfall. Erste Berichte deuten darauf hin, daß die Maschine bei der Landung stark beschädigt wurde, was einen umfassenden Notfalleinsatz am Flughafen auslöste. Bei dem betroffenen Flug handelt es sich um die Delta-Connection-Flugnummer DL4819, die von der US-amerikanischen Regionalfluggesellschaft Endeavor Air im Auftrag von Delta Air Lines betrieben wurde. Zum Einsatz kam ein Bombardier CRJ900 mit der Registrierung N932XJ. Der Flug verließ Minneapolis um 11:47 Uhr Ortszeit und erreichte Toronto um 14:13 Uhr. Bilder und Videos, die in sozialen Medien kursieren, zeigen ein dramatisches Bild des Unfalls. Die Maschine liegt nach der Landung mit dem Rumpf nach unten auf der Landebahn, während die Tragflächen offenbar abgetrennt wurden. Die genaue Ursache des Unfalls ist derzeit noch unklar, doch die Flughafenbehörden reagierten umgehend. „Toronto Pearson ist sich eines Vorfalls bei der Landung eines Delta-Airlines-Fluges aus Minneapolis bewußt. Die Notfallteams sind im Einsatz. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder sind erfaßt“, erklärte der Flughafen über sein offizielles Twitter-Konto. Verletzte unter Passagieren und Crew Nach ersten Informationen der kanadischen Nachrichtenagentur CP24 haben sich bis zu acht Personen Verletzungen zugezogen. Zur Schwere dieser Verletzungen gibt es jedoch bislang keine gesicherten Angaben. Kanadische Rettungskräfte waren schnell zur Stelle und kümmerten sich um die betroffenen Personen. Augenzeugen berichten, daß das Flugzeug kurz nach dem Aufsetzen Probleme hatte und möglicherweise von der Landebahn abgekommen sein könnte. Bestätigt sind diese Informationen jedoch nicht. Auch die Wetterbedingungen zum Zeitpunkt der Landung könnten

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Flughafen Zürich fordert bessere Betriebsbedingungen und weniger Einschränkungen

Die Flughafen Zürich AG hat in ihrer Stellungnahme zum Sachplan Verkehr, Teil Infrastruktur Luftfahrt (SIL), die Bedeutung geplanter Maßnahmen zur Reduzierung von Verspätungen und zur Erhöhung der Sicherheit betont. Gleichzeitig warnt sie vor weiteren Einschränkungen des Flugbetriebs, die den internationalen Standort gefährden könnten. Konkret unterstützt der Flughafen die im SIL vorgesehenen Anpassungen, darunter eine Optimierung der An- und Abflugrouten, eine Verlängerung der Pisten sowie die Umsetzung des lange geplanten Südstarts bei Bise. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Betriebsabläufe verbessern, sondern auch die Lärmbelastung in den Abendstunden verringern. Zudem schlägt die Flughafen Zürich AG eine Erhöhung der Lärmgebühren für verspätete Abflüge nach 23:00 Uhr vor, um Fluggesellschaften zu pünktlicherem und leiseren Fliegen zu bewegen. Ein zentraler Punkt der Stellungnahme ist der Erhalt der aktuellen Betriebszeiten. Bereits heute hat der Flughafen Zürich im europäischen Vergleich sehr kurze Betriebszeiten. Die Beibehaltung der letzten halben Stunde zwischen 23:00 und 23:30 Uhr ist laut der Flughafenbetreiberin entscheidend, um Langstreckenverbindungen aufrechtzuerhalten und den Status als internationales Drehkreuz nicht zu gefährden. Die geplanten Anpassungen des SIL gehen auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zurück, das eine Neubewertung der nächtlichen Lärmauswirkungen verlangt hatte. Die Flughafen Zürich AG begrüßt, dass der Bund nun die Voraussetzungen schafft, um dringend benötigte betriebliche Verbesserungen voranzutreiben. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) wird die Stellungnahmen auswerten, bevor der Bundesrat über die endgültige Anpassung entscheidet.

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