Jan Gruber

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Jan Gruber

Ita-Übernahme: Spohr will Passagiere aus „Ryanair-Klammergriff“ befreien

In Italien hat Ryanair einen durchaus beachtlich hohen Marktanteil. Genau dies macht sich jetzt Lufthansa zu Nutze. Konzernchef Carsten Spohr argumentierte kürzlich während einem Mediengespräch, dass man mit Hilfe der Ita-Übernahme die Passagiere „aus dem Klammergriff von Ryanair“ befreien wolle. Unter anderem damit will man die EU-Kommission überzeugen, dass es ohnehin genug Wettbewerb geben würde und der geplante Einstieg bei Ita-Airways dazu führen würde, dass Lufthansa für mehr Konkurrenz gegen Marktführer Ryanair sorgen würde. Interessant ist die Wortwahl, wobei Spohr betonte, dass man „sehr rational“ vorgehen würde. Ähnlich stichelt nämlich immer wieder Michael O’Leary gegen die Lufthansa Group und andere Mitbewerber.

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Jahreszahlen: Flughafen Heringsdorf mit 19.500 Reisenden

Im Vorjahr wurde der Flughafen Heringsdorf von 19.500 Passagieren genutzt. Damit lag man um 5.700 Reisende über dem Vorjahreswert. Eine Unterscheidung zwischen General Aviation und kommerziellem Linienverkehr wurde in der Aussendung nicht gemacht. Die Anzahl der Flugbewegungen habe sich von 4.400 im Jahr 2023 auf rund 4.900 im Jahr 2023 erhöht. Für das laufende Jahr haben sich Rhein-Neckar Air (operated by MHS Aviation), Luxair und Lufthansa mit regelmäßigen Flügen angemeldet. Diese sollen ab Mannheim, Kassel, Luxemburg und Frankfurt am Main durchgeführt werden.

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Wahlergebnis bremst Privatisierung von Tap Air Portugal aus

Das jüngste Wahlergebnis in Portugal könnte sich nachteilig auf die Privatisierungspläne von Tap Air Portugal auswirken. Hintergrund: Derzeit ist nicht in Sicht wie eine Koalition gebildet werden könnte. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Regierungsbildung länger hinziehen könnte, eine Minderheitsregierung gebildet werden könnte oder gar Neuwahlen ausgerufen werden könnten. Die amtierende Staatsführung wird die kürzlich auf die lange Bank geschobene Privatisierung von Tap Air Portugal nicht mehr anpacken.

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Streiks: Flix verzeichnet hohe Fahrkarten-Nachfrage

Der nicht von den Streiks, die momentan bei Lufthansa und Deutsche Bahn über die Bühne gehen, betroffene Reisekonzern Flix SE verzeichnet derzeit eine stark steigende Nachfrage. Dies gilt sowohl für die Züge als auch für die Fernbusse. Es zeigt sich auch, dass auf vielen innerdeutschen Routen die Fahrkarten nicht nur rasch vergriffen waren, sondern auch zu hohen Preisen verkauft worden sind. In vielen Fällen haben Reisende wegen der Arbeitskampfmaßnahmen bei Lufthansa und Deutsche Bahn kaum eine Alternative. Es scheint so als würde die Flix SE von den Streiks bei den Mitbewerbern durchaus profitieren.

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Verdi-Streik: Auch Stuttgart muss alle Abflüge absagen

Der Flughafen Stuttgart hat mitgeteilt, dass am Donnerstag, den 14. März 2024, keine regulären Abflüge stattfinden können. Hintergrund ist ein neuerlicher Streik des Sicherheitspersonals, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufruft. Deshalb sind am gesamten Donnerstag keine Abflüge für Passagiere möglich. Da an weiteren Flughäfen ebenfalls zum Streik aufgerufen wird, kann es auch bei den Ankünften zu Verzögerungen oder Ausfällen kommen. Fluggäste, die für diesen Tag einen Flug ab Stuttgart gebucht haben, werden gebeten, den Status ihres Fluges zu checken und sich mit ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter in Verbindung zu setzen. Ursprünglich geplant waren am Flughafen Stuttgart für diesen Tag 159 Bewegungen. Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) bedauert die Auswirkungen, die der Streik für die Fluggäste mit sich bringt.

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Feber 2024: Flughafen Wien mit 1.875.075 Reisenden

Im Feber 2024 hatte der Flughafen Wien gemeinsam mit den Töchtern in Luqa und Kosice 2.380.095 Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat konnte der Konzern somit um 18,3 Prozent zulegen. Auf den Wiener Flughafen entfallen 1.875.075 Fluggäste und damit um 16,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch zum Passagierwachstum beigetragen hat der im Vergleich zum Vorjahr zusätzliche Schalttag am 29. Februar 2024. Am Standort Wien stieg die Zahl der Lokalpassagiere gegenüber Februar 2023 auf 1.499.010 (+15,8%) und jene der Transferpassagiere auf 370.020 Reisende (+20,9%). Die Flugbewegungen erhöhten sich auf 14.551 Starts und Landungen (+12,5%). Das Frachtaufkommen nahm gegenüber dem Februar 2023 um 19,7% auf 21.142 Tonnen zu. Im Februar 2024 stieg das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa auf 632.086 Passagiere (+19,3% im Vergleich zum Vorjahr). Nach Osteuropa reisten im Februar 2024 insgesamt 139.608 Passagiere (+12,5%). Nach Nordamerika verzeichnete der Airport 18.863 Reisende (+12,0%) und nach Afrika 27.596 (+15,3%). In den Nahen und Mittleren Osten reisten im Februar 2024 insgesamt 70.548 (+0,0%) und in den Fernen Osten 38.908 Passagiere (+29,2%). Am Flughafen Malta stieg das Passagieraufkommen im Februar 2024 auf 474.404 Reisende (+25,1%). Am Flughafen Kosice legte das Passagieraufkommen auf 30.616 Reisende (+7,2%) zu

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A&O Hostels geht auf Expansionskurs

Der Unterkunftsbetreiber A&O Hostels hat angekündigt, dass man in den nächsten Jahren auf Expansionskurs gehen wird. Etwa 500 Millionen Euro sollen in neue und bestehende Standorte investiert werden. Neue Standorte stehen ebenso auf der Expansions-Agenda wie bereits bestehende: London, Paris, Rom, Madrid oder Lissabon finden sich dort neben Berlin, München, Prag oder Amsterdam. Auch in Österreich gibt es mit Graz, Salzburg und zweimal Wien bereits vier Hostels. Die Zuversicht, auf der heute beginnenden MIPIM in Cannes „einen bedeutenden Schritt“ weiterzukommen, ist groß: „Wir sind bereits in einigen spannenden Verhandlungen – auf der MIPIM kann es sehr konkret werden“, so der Konzern.

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Washington: Ein einziger Haushalt überschwemmt Behörden mit tausenden Fluglärm-Beschwerden

Mit einem U.S.-amerikanischen Haushalt kann selbst der deutsche „Anzeigenhauptmeister“, dessen Hobby es ist Falschparker zur Anzeige zu bringen, nicht mithalten: In nur einem Jahr reichte dieser nämlich 6.852 Lärmbeschwerden gegen den Flughafen Washington Ronald Reagan ein. Der „Anzeigenhauptmeister“ brachte es eigenen Angaben nach auf nur knapp über 4.000 Eingaben. An vielen Airports kommt es vor, dass sich Anrainer über Fluglärm beschweren. Meistens ist es aber so, dass der Flughafen schon vor dem Einzug der Bewohner da war und diese sehr genau wussten worauf sie sich eingelassen haben. Vergleichsweise günstige Mieten bzw. Kaufpreise scheinen verlockend gewesen zu sein. Ein Haushalt, der offenbar nahe dem Ronald-Reagan-National-Airport lebt, ist laut einer Statistik des Institute for Progress für 78 Prozent eingereichten Lärmbeschwerden verantwortlich. Insgesamt gab es 8.760 Eingaben. Die beiden Bewohner des besagten Haushalts schrieben davon stolze 6.852 Stück – und das in nur einem Jahr. Die Sache zieht sich seit vielen Jahren hin, denn zumindest seit 2014 sollen diese ihrem ungewöhnlichen Hobby nachgehen. Selbst der deutsche „Anzeigenhauptmeister“, der in seiner Freizeit mit dem Deutschland-Ticket und seinem Fahrrad durch Deutschland tourt, um Falschparker anzuzeigen, schaffte diesen Wert nicht. Eigenen Angaben nach hat er im Vorjahr etwa 4.000 Anzeigen erstattet. Offenbar scheinen die U.S.-amerikanischen Behörden die inflationären Beschwerden des schreibfreudigen Haushalts, der angeblich nahe dem Washington-National-Airport leben soll, nicht sonderlich ernst zu nehmen. Andernfalls wäre davon auszugehen, dass längst irgendwelche Maßnahmen ergriffen worden wären. Nicht selten kommt es vor, dass besonders verbissene Fluglärmgegner mit ihren Beschwerden auch mal sprichwörtlich „ins Klo“ greifen. Beispielsweise gab es

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Stuttgart: 115 Destinationen im Sommer 2024, aber kaum Low-Coster präsent

Kaum ein größerer Flughafen Deutschlands steht seit dem Beginn der Corona-Pandemie ausgedünnter da als der Stuttgarter Airport. Der Verlust von Billigfliegern wie Ryanair (Lauda), Easyjet und Blue Air hat sowohl in den Finanzen als auch im Bereich der Fluggastzahlen tiefe Spuren hinterlassen. Im Sommerflugplan 2024 sollen ab dem Landesflughafen 115 Destinationen angeboten werden. Ende März 2024 beginnt auch am Stuttgarter Flughafen die Flugplanperiode der warmen Jahreszeit des laufenden Jahres. Nach längerer Durststrecke konnte der Airport wieder einen Billigflieger gewinnen, denn im Juni dieses Jahres wird Wizz Air eine Nonstopverbindung zwischen Budapest und der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg aufnehmen. Im Anbetracht dessen, dass es vor der Corona-Pandemie im Lowcost-Segment zahlreiche Destinationen, die von Ryanair (Lauda), Easyjet und Blue Air angeboten wurden, gab, ist dies aber nur der sprichwörtliche „Tropfen auf dem heißen Stein“. Lauda-Personal soll Lohnkürzungen „abgelehnt“ haben Die Schließung der Lauda-Basis Stuttgart wurde offiziell damit begründet, dass das Personal vom Management verlangte Lohnkürzungen abgelehnt habe. In Düsseldorf stimmten die Lauda-Mitarbeiter dafür, jedoch wurde auch diese Base dicht gemacht und dies wurde damit begründet, dass der Airport und das Ground Handling keine Vergünstigungen gewähren wollten. Somit hat sich die Ryanair Group im Jahr 2020 sowohl aus Düsseldorf als auch aus Stuttgart zurückgezogen. Ganz aus dem Blick verloren hat der irische Konzern den Landesflughafen aber nicht, denn erst vor wenigen Monaten polterte man über hohe Gebühren und das obwohl man den Stuttgarter Airport seit dem Jahr 2020 gar nicht mehr ansteuert. Völlig geräuschlos hat sich Easyjet im Zuge der Corona-Pandemie verabschiedet. Das Unternehmen

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Innsbruck: Statt Skyalps-Zusammenarbeit legt Lufthansa schon wieder den München-Bus auf

Ab 1. April 2024 werden zwischen Innsbruck und München vice versa wieder Reisebusse im Auftrag von Lufthansa verkehren. Mit diesen will der Kranich-Konzern die Anbindung der Tiroler Landeshauptstadt an das Drehkreuz München bewerkstelligen. Die Frankfurt-Flüge werden eingestellt. Die italienische Regionalfluggesellschaft Skyalps biederte sich Lufthansa wiederholt als möglicher Interlining-Partner an. Auch der Flughafen Innsbruck sprach sich öffentlich für eine Kooperation zwischen den beiden Carriern aus. Daraus wird aber nichts, denn Skyalps verfügt über kein IOSA-Safety-Audit, was die absolute Mindestvoraussetzung für eine Kooperation mit der Lufthansa Group ist. Dem Vernehmen nach soll sich das Südtiroler Luftfahrtunternehmen für eine Interlining-Zusammenarbeit stark gemacht haben. Dies hätte für die Passagiere bedeutet, dass lediglich zwei Tickets zum vollen Tarif zusammengestoppelt werden können. Preislich konkurrenzfähige Flugscheine wären nur über ein Codeshare- und/oder Blocked-Space-Abkommen möglich gewesen. Mangels IOSA-Safety-Audit soll es jedoch in den Gesprächen gar nicht soweit gekommen sein. Weiters dürfte eine Ursache dafür, dass man sowohl in Innsbruck als auch in Friedrichshafen und Linz schon länger nichts mehr von möglichen Frankfurt-Flügen gehört hat sein, dass der Carrier eine garantierte Mindestabnahme von Flugscheinen fordern soll. In Oberösterreich hat man gar die Frequenzen nach Düsseldorf im Sommerflugplan 2024 reduziert. Lufthansa hat sich in Innsbruck dazu entschlossen, dass man schon wieder einen Anlauf per Autobus startet. In der Vergangenheit hat man dies wiederholt versucht, jedoch wurden die „Busreisen mit Lufthansa-Flugnummer“ vom Markt nur sehr schlecht angenommen. Insbesondere Geschäftsreisende sind zumeist aufs Auto ausgewichen und mit diesem zum Beispiel nach München gefahren. Auch bei Privatreisenden galt der Bus als unbeliebt. Davon

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