Jan Gruber

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Jan Gruber

USA: Airlines müssen Notfallmedikamente gegen Opium-Überdosierungen dabei haben

Immer wieder kommt es an Bord von Verkehrsflugzeugen zu medizinischen Notfällen. Daher führen die meisten Fluggesellschaften einige Medikamente in Bordapotheken mit. Sollte sich nicht reinzufällig ein Arzt oder eine Krankenschwester in der Kabine befinden, kann es auch zu versehentlichen Überdosierungen kommen. In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde im Mai des Vorjahres ein Gesetz erlassen, das die Carrier dazu verpflichtet ein Gegenmittel für den Fall von Opioidüberdosierungen dabei zu haben. Es geht aber nicht nur darum, dass etwaige Überdosen, die von an Bord verabreichten Medikamenten stammen könnten, behandeln zu können, sondern man reagiert auch auf den Umstand, dass der Missbrauch von Opioiden – zumeist aus Suchtgründen – in den USA ein weitverbreitetes Problem ist. Opium-Abhängigkeit ist ein großes Problem in den USA Aus einer Statistik des Centers for Disease Control and Prevention geht hervor, dass allein im Jahr 2022 etwa 109.000 U.S.-amerikanische Einwohner aufgrund von Drogenüberdosen gestorben sind. Die überwiegende Mehrheit hatte Opioidüberdosierungen. Um im Falle des Falles an Bord von Verkehrsflugzeugen rasch und schnell reagieren zu können, ist seit Mai 2023 vorgeschrieben, dass entsprechende Gegenmittel mitgeführt werden müssen. Allerdings hat der Gesetzgeber auch eine Übergangsfrist vorgesehen. Dies hängt damit zusammen, dass die Airlines aufgrund ihrer Flottengröße das pharmazeutische Produkt in großen Mengen anschaffen müssen und es bekanntermaßen in dieser Branche immer wieder zu Lieferengpässen kommt. Southwest Airlines, United Airlines, Alaska Airlines, Delta Airlines und American Airlines haben sich für das Produkt Naloxon entschieden. Im Rahmen von Fortbildungen des Kabinenpersonals schulen die Arbeitgeber ihre Flugbegleiter in Sachen richtiger Anwendung des

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Vorne sitzen kostet extra: Jetblue führt neue Gebühr ein

Die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Jetblue verlangt von ihren Passagieren, die in der Economy-Class reisen, künftig eine zusätzliche Gebühr, wenn diese im vorderen Bereich der Maschine sitzen wollen. Fluggäste, die über einen entsprechenden Status verfügen, sollen keinen Aufpreis bezahlen müssen. Alle anderen, die im vorderen Bereich der Kabine sitzen wollen, müssen zumindest zehn U.S.-Dollar extra zahlen. Auf den Langstreckenflügen können auch knapp 50 U.S.-Dollar anfallen. „Bessere“ Sitze erhalten die Fluggäste dafür nicht, denn es handelt sich um die üblichen Economy-Class-Sessel. Gegen Bezahlung der Zusatzgebühr darf man lediglich ein kleines Stück weiter vorne sitzen. Vielen Reisenden ist es wichtig nach Möglichkeit soweit wie möglich im vorderen Teil Platz nehmen zu können, um nach der Ankunft schneller das Flugzeug verlassen zu können. Gerade bei der Verwendung von Walk- bzw. Busboarding mit beiden Türen, das gerade bei Billigfliegern häufig vorkommt, hat man nicht wirklich einen Vorteil. Jetblue macht jedenfalls keinen Hehl daraus, dass man durch die neue Zusatzgebühr für Sitze, die man als „Core Preferred“ eingestuft hat, mehr Geld verdienen möchte. Man verlangt einfach für die beliebtesten Zonen eine Sondergebühr. Es handelt sich ausdrücklich nicht um jene Sitzreihen, die bereits zuvor kostenpflichtig reserviert werden mussten, also beispielsweise Plätze in den Notausgangsreihen („Mint Seats“, „Even More Space Seats“). Kein Einzelfall: Viele Airlines verdienen mit Sitzwünschen so einiges an Geld Jetblue geht aber keinen gänzlich neuen Weg, denn Konkurrenten wie United Airlines, American Airlines, Delta sowie einige Billigflieger, mit denen man sich einen scharfen Wettbewerb liefert, verlangen schon länger von Economy-Class-Passagieren, die über keine passende Statuskarte verfügen,

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Jahreszahlen: DDSG hatte 310.000 Fahrgäste

Die auf die Durchführung von Schifffahrten auf der Donau spezialisierte DDSG hatte im Vorjahr rund 310.000 Passagiere auf ihren acht Schiffen. Im direkten Vergleich mit dem Wert, den man im Jahr 2022 erreicht hat, legte man um 29,2 Prozent zu. „Das breit gefächerte Angebot an Themenfahrten bietet dem einheimischen Publikum viele gute Gründe, um mit der DDSG Blue Danube abzulegen und Glücksmomente am Schiff zu genießen. Mit der Flottenerweiterung steuern wir 2024 einem neuen Passagierrekord entgegen und werden das Angebot in der Wachau deutlich ausbauen“, so DDSG-Blue-Danube-Geschäftsführer Wolfgang Fischer. Mit über 40.000 Passagieren in Wien und der Wachau konnte die Reederei im Juli 2023 ihr stärkstes Ergebnis im letzten Jahr einfahren. Im statistischen Durchschnitt begrüßt die DDSG Blue Danube über 25.800 Passagiere an Bord ihrer sieben Schiffe. Im Linienverkehr lichten sie an 364 Tagen im Jahr den Anker. 200-mal legten die Schiffe im letzten Jahr zu Charterfahrten ab. Die Nachfrage nach einem exklusiven Schiffscharter für Firmenveranstaltungen, private Feste oder Hochzeiten ist um 20 Prozent gestiegen. Für das laufende Jahr erwartet das Schifffahrtsunternehmen ein weiteres Wachstum in diesem Geschäftsbereich. Insgesamt 39-mal verkehrten die Schiffe zwischen April und Dezember 2023 zwischen Wien und der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

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Wien: Wizz Air stellt Flüge nach Kuwait und Nis ein

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat die Nonstopverbindung nach Kuwait-City, die vor einigen Monaten groß beworben wurde, zwischenzeitlich wieder eingestellt. Auch die Nis-Route gibt der Carrier ab Österreich auf. Mit der Aufgabe der Kuwait-Flüge streicht der Carrier nebst Dammam ein zweites Ziel in der Golfregion, das vor noch nicht all zu langer Zeit aufgenommen wurde. Die Ziele Riad und Jeddah sind unverändert über die gesamte Sommerflugplanperiode 2024 hinweg buchbar. Die Kuwait-Flüge sind bereits seit einiger Zeit ab Wien pausiert. Auf der Nis-Strecke liefert man sich derzeit einen scharfen Wettbewerb mit dem Konkurrenten Ryanair. Aus diesem zieht man sich zurück, denn Wizz Air wird diese Destination mit Ende der Winterflugplanperiode 2023/24 nicht mehr ab Wien-Schwechat ansteuern.

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Maldivian will ab September 2024 auf die Langstrecke gehen

Voraussichtlich im dritten Quartal des laufenden Jahres 2024 soll Maldivian den ersten Widebody in den kommerziellen Liniendienst stellen. Noch ist offen welcher Maschinentyp angeschafft wird und auf welchen Routen dieser zum Einsatz kommen wird. Kürzlich wurde bekannt, dass die Regierung der Malediven verfügt hat, dass die staatliche Fluggesellschaft Maldivian verstärkt im Langstreckengeschäft mitmischen soll. Verkehrsminister Mohamed Ameen sagte nun gegenüber PSM News, dass der erste Großraumjet im September 2024 in den kommerziellen Liniendienst gestellt werden soll. Noch ist nicht entschieden, ob man Boeing 787-8 oder Airbus A330-200 einflotten wird. Beide Maschinentypen sind offiziell ausgeschrieben und die Frist zur Abgabe von Angeboten ist bereits verstrichen. Das Unternehmen hat aber noch nicht bekanntgegeben, ob man Dreamliner und/oder A330 einflotten wird. Auch sind die ersten Routen noch völlig offen. Bislang ist Maldivian hauptsächlich im Inlandsverkehr tätig.

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Jahreszahlen: Embraer konnte 181 Flugzeuge ausliefern

Das Kalenderjahr 2023 war für den brasilianischen Flugzeugbauer Embraer durchaus erfolgreich, denn man konnte 181 Maschinen ausliefern. Damit konnte man sich gegenüber der Vorperiode um 13 Prozent steigern. Der Auftragsbestand wird derzeit mit 18,7 Milliarden U.S.-Dollar ausgewiesen und steigerte sich im Jahr 2023 um 1,2 Milliarden U.S.-Dollar. Damit steht man ganz gut dar, denn zuletzt konnte der brasilianische Hersteller einen solchen Wert im Jahr 2018 erreichen. Das Unternehmen rechnet aber damit, dass es auch heuer zu Engpässen auf der Zulieferkette kommen wird. Im Bereich der Verkehrsflugzeuge konnte Embraer im Jahr 2023 insgesamt 64 Maschinen, mehrheitlich der E2-Baureihe, an Kunden übergeben. Damit steigerte man sich gegenüber der Vorperiode um 12 Prozent, denn in 2022 waren es 57 Verkehrsflugzeuge. Die übrigen Auslieferungen sind auf die Sparte Executive Aviation entfallen.

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Flughafen Klagenfurt auf Tourismusmesse in Ljubljana präsent

Der Klagenfurter Flughafen präsentiert sich erstmals auf der Tourismusmesse „Alpe Adria Fair“, die seit 31. Jänner bis 3. Feber 2024 in Ljubljana stattfindet. Der Airport will verstärkt Passagiere aus dem Nachbarland anziehen. „Wir sehen, dass unser Angebot zunehmend an Attraktivität für Fluggäste aus unserem erweiterten Einzugsgebiet gewinnt. Aktuell liegen wir bei rund 18 Prozent aus Slowenien, Tendenz steigend. Dies betrifft sowohl unsere Direktflüge nach Palma, Alicante und London, aber auch die Umsteigeverbindungen über Wien. Unser Marketing-Team informiert die Messebesucher in unserem Nachbarland über die von Klagenfurt erreichbaren Reiseziele und macht Lust auf den nächsten Urlaub“, erklärt Geschäftsführer Maximilian Wildt.

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Sicherheitslandung in Denver: Windschutzscheibe von United B737-800 gerissen

Am 28. Jänner 2024 musste die von United Airlines betriebene Boeing 737-800 mit der Registrierung N33289 auf dem Flughafen Denver eine außerplanmäßige Sicherheitslandung einlegen. Die Windschutzscheibe im Cockpit hatte einen Riss. Der Mittelstreckenjet befand sich unter der Flugnummer UA1627 auf dem Weg von Las Vegas nach Washington. Während dem Flug haben die Piloten bemerkt, dass ein Sprung auf der Windschutzscheibe entstanden ist. Dies wurde der Flugsicherung gemeldet, so dass eine Sicherheitslandung in Denver vorgenommen werden konnte. An Bord befanden sich 166 Fluggäste und sieben Crewmitglieder. Alle konnten die Maschine sicher verlassen. Techniker nahmen umgehend eine Reparatur vor, so dass die N33289 nach knapp unter fünf Stunden Aufenthalt in Denver mit dem Ziel Washington-Dulles anheben konnte.

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Wien: Wizzair stellt Dammam, Cluj und Dubrovnik ein

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air stellt die erst im Vorjahr aufgenommen Nonstopflüge zwischen Wien und Dammam wieder ein. Der letzte Flug auf dieser Route ist für den 13. April 2024 geplant. Zwei weitere Route sind vom Rotstift betroffen: Im Sommerflugplan 2024 wird der Lowcoster keine Nonstopflüge zwischen Wien und Dubrovnik anbieten. Auch gibt man mit Wirksamkeit zum 30. März 2024 die Flüge nach Cluj auf. Bemerkenswert ist hinsichtlich der Dammam-Route, dass diese im Vorjahr als Teil der Saudi-Arabien-Strategie stark beworben wurde. Offensichtlich hat sich die Nachfrage für Wizz Air nicht den Erwartungen entsprechend entwickelt, weshalb diese aufgegeben wird.

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Flair Airlines soll Einfuhrzölle für Boeing 737-Max nicht bezahlt haben

Die kanadische Billigfluggesellschaft Flair Airlines hat Probleme mit dem Finanzamt: Laut lokalen Berichten soll der Carrier der Canada Revenue Agency Einfuhrzölle in der Höhe von 67,2 Millionen U.S.-Dollar schulden. Nun wurde vor Gericht ein Pfändungsbeschluss erwirkt. Es geht um 20 Boeing 737-Max, für die Flair Airlines die Einfuhrzölle nicht bezahlt haben soll. Das Finanzamt habe nun vor Gericht die Pfändung von Grundstücken, die sich im Eigentum von Flair Airlines befinden, erwirkt. Stephen Jones, Geschäftsführer von Flair Airlines, erklärte, dass man sich mit dem kanadischen Finanzamt bereits auf eine Ratenzahlung geeinigt habe und daher der Gerichtsbeschluss keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb habe.

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