Jan Gruber

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Jan Gruber

Jährliche Bankenstudie analysiert den realen Gegenwert für Reisende im Ausland

Das finanzielle Gefälle innerhalb der weltweiten Tourismusziele sorgt im Reisejahr 2026 für deutliche Unterschiede bei den Urlaubsausgaben. Die aktuelle, jährlich durchgeführte Auswertung der Unicredit Bank Austria AG zum sogenannten Urlaubseuro belegt, dass die Kaufkraft für Konsumenten aus dem Euroraum in vielen traditionellen Destinationen spürbar über dem heimischen Niveau liegt. Während Reisende in weiten Teilen Süd- und Osteuropas für ihr Geld erheblich mehr Waren und Dienstleistungen erhalten als im Inland, bleibt der Aufenthalt in einigen klassischen Fernreisezielen sowie in ausgewählten europäischen Nachbarstaaten mit teils massiven Kaufkraftverlusten verbunden. Die Verschiebungen im Vergleich zum Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus dem Zusammenspiel von länderspezifischen Inflationsraten und den Entwicklungen auf den internationalen Devisenmärkten. Volkswirte betonen, dass diese ökonomischen Kennzahlen eine wichtige Orientierungshilfe für die Budgetplanung von Individual- und Pauschalreisenden darstellen, wenngleich regionale Preisunterschiede innerhalb der einzelnen Länder bestehen bleiben. Starke Kaufkraftvorteile in den klassischen Destinationen Südeuropas Die ökonomische Analyse zeigt ein deutliches Wohlstandsgefälle zugunsten von Reisenden, die ihren Urlaub im mediterranen Raum verbringen. Besonders hervorsticht in diesem Sommer Portugal. In dem westeuropäischen Land ist die Kaufkraft des Geldes außergewöhnlich hoch, sodass Konsumenten dort rund ein Drittel mehr Gegenwert für ihre Ausgaben erhalten als auf dem heimischen Markt. Dies betrifft sowohl die Kosten für Beherbergungsbetriebe und Gastronomie als auch für Freizeitaktivitäten und lokale Transportdienstleistungen. Ein ähnlich vorteilhaftes Preisniveau lässt sich in Spanien, Ungarn und der Türkei beobachten. In diesen drei Ländern liegt der reale Wert des Geldes rund ein Viertel über dem mitteleuropäischen Basiswert. Während in Spanien vor allem das stabile Preisgefüge außerhalb der absoluten Tourismus-Hotspots

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Durchgreifen gegen Ticketkeiler: Wien verbietet kostümierte Konzertverkäufer in der Innenstadt

Die Stadt Wien setzt dem gewerblichen Kartenverkauf durch die sogenannten „Mozartverkäufer“ in der historischen Innenstadt ein endgültiges Ende. Nach einer am 8. Mai 2026 erlassenen Verordnung laufen mit Ende Juni die letzten bestehenden Bewilligungen für die kostümierten Ticketverkäufer in den definierten Schutzzonen unwiderruflich aus. Das Verbot betrifft die am stärksten frequentierten Knotenpunkte der Fußgängerzonen und Repräsentationsflächen, darunter den Stephansplatz, die Kärntner Straße, den Graben sowie den Herbert-von-Karajan-Platz direkt vor der Wiener Staatsoper. Die Behörden reagieren damit auf eine massiv gestiegene Anzahl von Beschwerden durch Passanten, Anwohner und internationale Touristen, die sich von den Verkaufspraktiken im öffentlichen Raum bedrängt fühlten. Bereits im Jahr 2021 hatte die Stadtverwaltung versucht, das Phänomen durch eine erste Zonierungsverordnung einzudämmen und den Verkauf direkt vor dem Hauptportal des Stephansdoms zu untersagen. Wie Planungsstadträtin Ulli Sima ausführte, erwiesen sich diese punktuellen Einschränkungen im Nachgang jedoch als unzureichend, da bei behördlichen Kontrollen fortlaufend Akteure ohne gültige Dokumente angetroffen wurden. Die Daten der städtischen Gruppe Sofortmaßnahmen unter der Leitung von Walter Hillerer belegen das Ausmaß der Verstöße: Im Jahr 2025 wurden bei 26 Schwerpunktkontrollen 303 Verkäufer überprüft und dabei 136 Übertretungen zur Anzeige gebracht. Im laufenden Jahr setzte sich dieser Trend mit 34 festgestellten Verstößen bei nur 75 Überprüfungen bis Mitte Mai unvermindert fort. Neben der reinen Belästigung im beengten Stadtraum spielten auch handfeste Konsumentenschutzprobleme und kriminelle Machenschaften eine Rolle bei der politischen Entscheidungsfindung. Staatsoperndirektor Bogdan Roščić verwies in diesem Zusammenhang auf wiederholte Fälle von Ticketfälschungen, bei denen Sitzplätze im Saal doppelt veräußert wurden, sowie auf den spekulativen Weiterverkauf

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SunExpress richtet neue Verbindung von Bremen nach Izmir ein

Der Flughafen Bremen erweitert sein Flugangebot für die Sommersaison um eine neue kontinentale Direktverbindung in den östlichen Mittelmeerraum. Ab Dienstag, dem 23. Juni 2026, nimmt die Fluggesellschaft SunExpress eine regelmäßige Linienverbindung zwischen der Hansestadt und der türkischen Metropole Izmir auf. Die Strecke wird dreimal wöchentlich bedient, wobei die Flugtage auf Dienstag, Donnerstag und Samstag festgelegt wurden. Die reine Flugzeit auf dieser Route beträgt knapp drei Stunden, was Reisenden aus dem norddeutschen Raum eine signifikante Zeitersparnis im Vergleich zu den bisherigen Umsteigeverbindungen über die großen Drehkreuze bietet. Die Durchführung der Flüge erfolgt durch SunExpress, ein etabliertes Joint-Venture der deutschen Lufthansa und der Turkish Airlines, das sich auf den touristischen Verkehr zwischen Mitteleuropa und der Türkei spezialisiert hat. Zum Einsatz kommen auf dieser Strecke Flugzeuge des Typs Boeing 737, die das Rückgrat der Flotte des Ferienfliegers bilden. Durch die Aufnahme von Izmir in den Flugplan stärkt die Fluggesellschaft ihre Marktpräsenz an deutschen Regionalflughäfen. Das neue Angebot richtet sich sowohl an den klassischen Sommertourismus für die Ferienregionen an der türkischen Ägäis als auch an den wichtigen Markt für Besuchsreisen von Familien und Angehörigen. Für den Flughafen Bremen bedeutet die neue Destination eine wichtige Konsolidierung seines Streckennetzes im Segment der Urlaubsflüge. Der traditionsreiche Airport, der im Jahr 1909 gegründet wurde und als erster deutscher Flughafen über eine befestigte Start- und Landebahn verfügte, bedient ein großflächiges Einzugsgebiet von rund 13 Millionen Menschen im Nordwesten Deutschlands. Neben den Punkt-zu-Punkt-Verbindungen für Urlauber basiert das wirtschaftliche Modell des Standortes vor allem auf der Zubringerfunktion zu den großen internationalen

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Kabinenpersonal von Horizon Air stimmt für Streikfreigabe

Die Flugbegleiter der US-Regionalfluggesellschaft Horizon Air haben mit einer deutlichen Mehrheit für eine offizielle Streikfreigabe gestimmt. Mit diesem Schritt erhöht das Kabinenpersonal den Druck auf die Muttergesellschaft Alaska Air Group in den bereits seit mehr als zwei Jahren andauernden Tarifverhandlungen. Die zuständige Gewerkschaft Association of Flight Attendants-CWA (AFA-CWA) wirft der Konzernführung vor, bislang kein Gehaltsangebot vorgelegt zu haben, das den gestiegenen Lebenshaltungskosten an den Hauptbasen der Fluglinie gerecht wird. Insbesondere an den großen Drehkreuzen wie Seattle-Tacoma an der US-Westküste sind die Mieten und allgemeinen Lebenshaltungskosten in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Ein unmittelbarer Ausstand steht im amerikanischen Luftverkehr trotz des Votums rechtlich noch nicht bevor. Nach dem komplexen US-Arbeitsrecht für die Transportbranche (Railway Labor Act) müssen vor einem legalen Streik langwierige Vermittlungsschritte durch die nationale Schlichtungsstelle (National Mediation Board) durchlaufen werden. Ein Streik ist erst dann zulässig, wenn die Behörde die Verhandlungen offiziell für gescheitert erklärt und eine darauffolgende gesetzliche Abkühlungsphase von 30 Tagen ergebnislos verstreicht. Die Gewerkschaft nutzt die Streikfreigabe daher primär als strategisches Druckmittel, um das Management zu substanziellen Zugeständnissen am Verhandlungstisch zu bewegen. Horizon Air operiert als hundertprozentige Regionaltochter im Verbund der Alaska Air Group und bedient ein Streckennetz von 45 Städten im Nordwesten der USA sowie in angrenzenden Regionen, darunter auch grenzüberschreitende Verbindungen nach Kanada. Die Fluggesellschaft führt ihre Flüge ausschließlich unter der Dachmarke Alaska Airlines durch. Während das operative Fluggeschäft und das Personal von Horizon Air gestellt werden, liegen die übergeordneten Bereiche wie Flugplanung, Ticketvermarktung und Preisgestaltung komplett in den Händen der Muttergesellschaft. Ein potenzieller

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Mietwagen- und Wohnmobilangebot: Dertour reagiert auf verändertes Konsumverhalten im Individualtourismus

Der große deutsche Reiseveranstalter Dertour hat eine umfassende Erweiterung seines weltweiten Portfolios im Segment Cars und Camper angekündigt. Mit der Erschließung neuer Zielgebiete in Nordafrika, der Karibik und Lateinamerika sowie dem gezielten Ausbau strategischer Partnernetzwerke im südlichen Afrika reagiert das Unternehmen auf eine weltweit spürbar steigende Nachfrage nach individueller Mobilität und selbstbestimmten Reiseformen. Neben der quantitativen Aufstockung der verfügbaren Fahrzeugflotten durch Kooperationen mit regionalen Marktführern setzt der Veranstalter im Bereich der klassischen Fernstrecken auf extrem langfristige Buchungsperioden, die den Kunden eine Planungssicherheit bis in das Jahr 2028 hinein garantieren. Die Maßnahmen spiegeln einen tiefgreifenden Strukturwandel im internationalen Tourismus wider, bei dem standardisierte Gruppenreisen zunehmend durch maßgeschneiderte Rundreisen und Selbstfahrer-Touren ersetzt werden. Struktureller Wandel im Buchungsverhalten und die Rolle der individuellen Mobilität Die internationale Tourismusbranche verzeichnet seit geraumer Zeit eine Verschiebung der Prioritäten bei Urlaubsreisenden. Der Wunsch nach Flexibilität, Unabhängigkeit und der Möglichkeit, Routen abseits der klassischen touristischen Pfade zu gestalten, hat das Segment der Mietwagen- und Wohnmobilreisen zu einem der dynamischsten Wachstumstreiber im globalen Reisemarkt werden lassen. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, reicht eine reine Vermittlung von Standardfahrzeugen an den Hauptflughäfen längst nicht mehr aus. Gefragt sind integrierte Mobilitätskonzepte, die nahtlos in die Reiseplanung eingebunden werden können und auch in infrastrukturell anspruchsvollen Regionen eine hohe Zuverlässigkeit bieten. Laut Oliver Albrecht, dem verantwortlichen Direktor für den Bereich Cars und Camper bei Dertour, manifestiert sich dieser Trend insbesondere auf den klassischen Fern- und Mittelstrecken. Während in der Vergangenheit vor allem nordamerikanische und ozeanische Destinationen als typische Ziele für Wohnmobilurlauber galten, emanzipieren

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Eurowings und die Regierung der Balearen planen den Ausbau von Mallorca zum Ganzjahresreiseziel

Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings und die Regierung der Balearen haben eine weitreichende Kooperation vereinbart, um die Urlaubsinsel Mallorca über die traditionellen Sommermonate hinaus als attraktives Reiseziel zu etablieren. Im Rahmen eines Spitzentreffens im Regierungssitz in Palma de Mallorca verständigten sich Balearen-Präsidentin Marga Prohens und der Vorstandsvorsitzende von Eurowings, Max Kownatzki, auf eine deutliche Ausweitung der Flugkapazitäten für die kommende Winterperiode sowie auf die Prüfung weitreichender Infrastrukturinvestitionen vor Ort. Kern der Vereinbarung ist eine Entzerrung der touristischen Ströme, die bisher stark auf die Monate Juni bis August konzentriert sind. Durch ein erweitertes Flugangebot in den Herbst- und Wintermonaten soll nicht nur die lokale Wirtschaft stabilisiert, sondern auch die Basis für dauerhafte, ganzjährige Arbeitsplätze auf der Insel geschaffen werden. Die Tochtergesellschaft des Lufthansa-Konzerns reagiert damit auf eine kontinuierlich steigende Nachfrage außerhalb der klassischen Badesaison und bindet ihre strategischen Investitionen in einer Phase allgemeinen wirtschaftlichen Kostendrucks gezielt an diesen ertragsstarken Standort. Verdoppelung der Winterflotte als Fundament für die Saisonverlängerung Ein zentraler Baustein der neuen Strategie ist die physische Präsenz von Eurowings am Flughafen Palma de Mallorca während der kalten Jahreszeit. Für den Winterflugplan wird die Fluggesellschaft erstmals sechs Flugzeuge fest auf der Insel stationieren. Dies entspricht einer Verdoppelung der Stationskapazitäten im Vergleich zu den Zahlen von vor zwei Jahren, als lediglich drei Maschinen im Winter vor Ort verbleiben durften. Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf ein verändertes Reiseverhalten der Konsumenten. Die Buchungszahlen für Mallorca-Routen verzeichneten in den vergangenen Monaten ein spürbares Wachstum gegenüber den Vorjahreszeiträumen, was die Wirtschaftlichkeit einer größeren Winterbasis untermauert.

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Steigender Wettbewerbsdruck im osteuropäischen Luftraum: Ryanair kritisiert österreichische Luftverkehrsabgabe

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat die österreichische Bundesregierung angesichts aktueller Verkehrsstatistiken am Flughafen Wien im Mai 2026 zu einer umfassenden Reform der Standortkosten aufgefordert. Nach Angaben der Fluggesellschaft verzeichnete das Passagieraufkommen am Wiener Drehkreuz einen Rückgang um über fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Luftfahrtunternehmen sieht darin eine Bestätigung für seine Prognose, wonach dem Standort Wien im gesamten Kalenderjahr 2026 ein Verlust von rund drei Millionen Passagieren droht. Als Hauptursache für diese Entwicklung nennt die Airline-Führung die Beibehaltung der nationalen Luftverkehrssteuer in Höhe von zwölf Euro pro abfliegendem Passagier sowie die drastisch gestiegenen Infrastruktur- und Flugsicherungsgebühren in Österreich. Im direkten Kontrast dazu verweist Ryanair auf die Entwicklung am Flughafen Bratislava in der benachbarten Slowakei, der nur eine Autostunde von der österreichischen Bundeshauptstadt entfernt liegt. Der dortige Airport registrierte im Mai 2026 ein massives Passagierwachstum von 131 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und entwickelte sich damit zu einem der am schnellsten wachsenden Regionalflughäfen in Europa. Die slowakische Regierung hatte zuvor ihre Luftverkehrsabgaben komplett abgeschafft und die Gebühren für die Flugsicherung sowie die Flughafeninfrastruktur spürbar gesenkt, um gezielt Verkehre aus dem hochpreisigen österreichischen Markt abzuziehen und den heimischen Tourismussektor zu stärken. Ryanair kritisiert, dass die österreichische Politik, insbesondere im Zuge der jüngsten Budgetrede der Regierung unter der Führung des Finanzministers eine wichtige Gelegenheit zur Entlastung des Luftverkehrsstandortes verpasst hat. Seit der Covid-Pandemie seien die Flughafengebühren in Wien um rund 30 Prozent und die Gebühren für die österreichische Flugsicherung Austro Control sogar um etwa 60 Prozent gestiegen. Ein bereits vor einem Jahr

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Historisches Gipfeltreffen auf 2.400 Metern: Großglockner Hochalpenstraße startet kaiserliches Jubiläumsjahr

Die Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) hat am 17. Juni 2026 auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ein umfassendes Erlebnis- und Ausstellungsjahr eröffnet. Anlass ist das 170-jährige Jubiläum einer historisch bedeutsamen Reise: Im September 1856 besuchten Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth („Sisi“) das Hochgebirgsareal am Fuße von Österreichs höchstem Berg. Das von der Passstraße und regionalen Tourismusverbänden initiierte Kulturprogramm beleuchtet die damalige, logistisch äußerst beschwerliche Reise des jungen Monarchenpaares durch die südlichen Kronländer Kärnten und Tirol aus einer modernen, wissenschaftlich differenzierten Perspektive. Zur feierlichen Eröffnung reiste unter anderem Markus Emanuel Salvator von Habsburg-Lothringen, ein direkter Urenkel des kaiserlichen Paares, in die Hohen Tauern. Im Zentrum des Programms steht die neue historische Fachausstellung „Gipfeltreffen Eurer Majestäten“, die in Zusammenarbeit mit der Sektion „Kulturelles Erbe“ des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft konzipiert wurde. Die Schau verzichtet bewusst auf eine rein verklärte Habsburg-Romantik und rückt stattdessen die realen politischen, gesellschaftlichen und logistischen Rahmenbedingungen monarchischer Reisen im 19. Jahrhundert in den Vordergrund. Ergänzt wird der geschichtliche Schwerpunkt durch die kulinarische Kulturpräsentation „Tafeln wie ein Kaiser“, die Einblicke in die Esskultur am Wiener Hof gewährt. Ein besonderes historisches Fundstück der begleitenden Recherchen ist eine barocke Kasel aus der Sakristei von Heiligenblut – ein liturgisches Messgewand, das Kaiserin Elisabeth der Pfarre einst nach ihrer Expedition zum Großglockner schenkte. Für Besucher wurde zudem der neue, rund 1,4 Kilometer lange Kaiser-Franz-Josef-Panoramaweg fertiggestellt. Der leicht begehbare Rundweg führt von der Aussichtsplattform auf knapp 2.400 Metern Höhe hinauf zum Aussichtspunkt Kaiserstein und vermittelt an mehreren Stationen biografische Details über das Herrscherpaar und

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Betrug bei Online-Urlaubsbuchungen: Verbraucherschützer fordern strengere Kontrollen und mehr Eigenverantwortung

Die digitale Buchung von Urlaubsreisen, Unterkünften und Transportdienstleistungen hat den globalen Tourismusmarkt in den vergangenen Jahren grundlegend verändert und für Verbraucher flexibler gestaltet. Parallel zu dieser Entwicklung registrieren Kriminalämter und Konsumentenschutzorganisationen jedoch eine besorgniserregende Professionalisierung und Zunahme von betrügerischen Aktivitäten im Internet, die unter dem Begriff Urlaubs-Scams zusammengefasst werden. Das Spektrum dieser kriminellen Handlungen reicht von der gezielten Platzierung frei erfundener Ferienwohnungen auf bekannten Vermittlungsportalen über manipulierte Suchmaschineneinträge bis hin zu gefälschten Behördenseiten für behördliche Einreisegenehmigungen. Da die Täter häufig internationale Bankverbindungen und hochentwickelte Verschlüsselungstechnologien nutzen, verläuft die Strafverfolgung in vielen Fällen im Sande, was die geschädigten Urlauber sowohl finanziell als auch organisatorisch schwer trifft. Vor diesem Hintergrund rücken zunehmend die Betreiber der großen Online-Plattformen und Suchmaschinen in den Fokus der Kritik, da diese durch unzureichende Verifikationsprozesse bei der Schaltung von Werbeanzeigen die Verbreitung betrügerischer Inhalte begünstigen. Eine umfassende Aufklärung über die gängigen Mechanismen dieser Betrugsformen sowie ein überlegtes Buchungsverhalten gelten derzeit als die wirksamsten Schutzmaßnahmen für Verbraucher. Die Funktionsweise von gefälschten Unterkünften und die Rolle digitaler Kommunikationskanäle Eine der am weitesten verbreiteten Methoden im Bereich des digitalen Tourismusbetrugs ist das Anbieten von Immobilien, die entweder überhaupt nicht existieren oder von den Kriminellen ohne das Wissen der tatsächlichen Eigentümer inseriert werden. Die Täter kopieren hierzu Bildmaterial und Detailbeschreibungen von realen Luxusvillen oder zentrumsnahen Apartments und stellen diese zu auffallend günstigen Konditionen auf relevanten Plattformen ein. Sobald ein potenzieller Kunde Interesse bekundet, versuchen die vermeintlichen Vermieter systematisch, die offizielle Kommunikationsebene des Buchungsportals zu verlassen. Häufig wird vorgeschlagen, die weiteren Details der

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Norwegian Air Shuttle übernimmt Nordic Leisure Travel Group

Die norwegische Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme der Nordic Leisure Travel Group (NLTG) getroffen. Durch diesen strategischen Zusammenschluss entsteht einer der größten vertikal integrierten Reisekonzerne Nordeuropas. Das neue Firmenkonstrukt vereint etablierte skandinavische Veranstaltermarken wie Ving, Spies, Tjäreborg und Globetrotter sowie die Fluggesellschaften Norwegian, Widerøe und Sunclass Airlines unter einem gemeinsamen Dach. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen wird die fusionierte Gruppe jährlich rund 30 Millionen Passagiere und Reisekunden betreuen sowie eine Gesamtflotte von fast 160 Flugzeugen betreiben. Das Angebot reicht künftig von der reinen Flugbuchung bis hin zu komplexen Pauschalreisen und eigenen Hotelresorts. Die Übernahme markiert eine fundamentale Neuausrichtung des Geschäftsmodells von Norwegian, das bislang primär auf den reinen Linienflugverkehr fokussiert war. Durch die Integration der NLTG übernimmt die Fluggesellschaft nicht nur führende Reiseveranstalter in Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland, sondern auch eine Flotte von 12 Airbus-Maschinen der Sunclass Airlines sowie konzerneigene Hotelanlagen in touristischen Schwerpunktregionen wie Spanien, Griechenland, Zypern, der Türkei und Thailand. Ebenfalls Teil des Pakets ist das gewinnbringende Bord- und Reiseeinzelhandelsgeschäft Airshoppen. Das Management von Norwegian prognostiziert durch die Transaktion eine Steigerung des jährlichen Konzernumsatzes um fast 50 Prozent und erwartet ab dem Jahr 2027 positive Auswirkungen auf den Gewinn sowie eine Verbesserung der operativen Marge um rund zwei Prozentpunkte. Der finanzielle Gesamtwert der Nordic Leisure Travel Group wird im Rahmen der Transaktion mit rund 7,94 Milliarden schwedischen Kronen bewertet. Die Gegenleistung setzt sich aus einer Barzahlung in Höhe von 3,5 Milliarden schwedischen Kronen und der Ausgabe von 300 Millionen neuen Norwegian-Aktien zusammen,

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