Jan Gruber

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Jan Gruber

Wegen zu hoher Gebühren: Ryanair stellt Tel-Aviv-Flüge erneut ein

Erst kürzlich hat Ryanair die Flugverbindungen nach Tel Aviv reaktiviert. Doch schon bald ist wieder – zumindest vorläufig – Schluss. Diesmal erfolgt die Einstellung aber nicht aus Sicherheitsgründen, sondern weil dem Billigflieger die Gebühren, die für die Nutzung des Terminals 3 zu entrichten sind, zu hoch sind. Normalerweise nutzen Lowcoster wie Ryanair und Wizz Air das Terminal 1 des größten Airports Israels. Dieses ist aber temporär außer Betrieb, denn aufgrund des im Oktober 2023 von der Hamas angezettelten Krieges ist das Passagieraufkommen erheblich zurückgegangen. Noch immer steuern viele Fluggesellschaften die israelische Metropole gar nicht an oder aber nur in geringfügigem Umfang. Der Airport hat das Terminal 1 mangels Bedarf temporär vom Netz genommen und alle Flüge müssen daher das Terminal 3 nutzen. Allerdings verlangt man in diesem höhere Gebühren von den Fluggesellschaften. Das T1 ist etwas spärlicher gestaltet und explizit als Lowcost-Terminal ausgewiesen. Ryanair passt es so ganz und gar nicht in den Kram, dass man im Terminal 3 nicht die vergünstigten Nutzungsgebühren des Terminals 1 bezahlen muss, sondern die regulären, die für das T3 anfallen. Verhandlungen haben offenbar nicht den gewünschten Erfolg gebracht, so dass der Billigflieger in den Kalendermonaten März und April 2024 überhaupt nicht von/nach Tel Aviv fliegen wird. Alle Flugverbindungen werden abgesagt. Lokale Medien befürchten, dass die Entscheidung von Ryanair regelrecht „Schule machen“ könnte, denn auch Easyjet und Wizz Air sollen sich massiv darüber beklagen, dass für die Nutzung des Terminals 3, das man eigentlich gar nicht verwenden möchte, höhere Gebühren zu entrichten sind als sonst

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Dresden: DFS verschiebt Remote-Tower-Betrieb erneut

Nach Saarbrücken und Erfurt sollte eigentlich in Kürze der Flughafen Dresden von der Deutschen Flugsicherung auf Remote-Tower-Betrieb umgestellt werden. Das Vorhaben verzögert sich aber bis mindestens Ende 2025. Das Projekt befindet sich dann drei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Die DFS erklärt zur neuerlichen Verschiebung unter anderem, dass sich die Umschulung der Lotsen während der Corona-Pandemie verzögert habe und nun wäre man mit Problemen auf der Lieferkette konfrontiert. In Saarbrücken wurde bereits im Jahr 2018 auf Remote-Tower-Betrieb umgestellt und in Erfurt war es im Jahr 2022 soweit. Dresden wäre dann der dritte Airport dieser Art.

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Höhere Gehälter für Piloten: Betriebsvereinbarung bei Discover Airlines abgeschlossen

Der Betriebsrat von Discover Airlines konnte mit der Geschäftsleitung eine Betriebsvereinbarung über die Pilotengehälter abschließen. Diese gilt rückwirkend zum 1. Jänner 2024 und sieht höhere Gehälter vor. Die Vereinigung Cockpit ist mit dem Umstand, dass lediglich eine Betriebsvereinbarung, jedoch kein Tarifvertrag abgeschlossen werden konnte, nicht ganz glücklich. Man kritisiert unter anderem, dass sich in den Lohntabellen jene Vergütungen finden, die von der VC gefordert wurden. Laut Discover Airlines sollen diese zum Teil auch über den Forderungen der Vereinigung Cockpit liegen. Sowohl die VC als auch die Lufthansa-Tochter betonen, dass man weiterhin das Ziel verfolgt Tarifverträge abzuschließen. Seitens der Vereinigung Cockpit wird in Aussicht gestellt, dass man neuerlich zu Streiks aufrufen könnte, falls in den Verhandlungen kein neues Angebot vorgelegt werden sollte. Inwiefern die jüngste Betriebsvereinbarung einen Einfluss auf die mögliche Beteiligung durch die Discover-Piloten hat, ist derzeit völlig unklar.

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Flughafen Düsseldorf erreicht ACA-Stufe III

Der Flughafen Düsseldorf konnte kürzlich die so genannte Airport-Carbon-Accreditation in der dritten Stufe erlangen. Laut Mitteilung des Landesflughafens von Nordrhein-Westfalen soll man diese für das Senken von Kohlenstoffdioxid-Emissionen erhalten haben. Derzeit strebt man an, dass diese bis zum Jahr 2023 um 65 Prozent gesenkt werden sollen. Dabei wird der Wert des Jahres 2010 als Referenz herangezogen.

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Bangkok: 63-Jähriger in Lufthansa-Airbus-A380 verstorben

Am 8. Feber 2024 ist es auf Lufthansa-Flug LH773 (Bangkok-München) zu einem tragischen Todesfall an Bord des Airbus A380 mit der Registrierung D-AIML gekommen. Einem Fluggast ging es bereits vor dem Abflug nicht sonderlich gut, weshalb er sich von einem Arzt hat untersuchen lassen. Dieser vertrat die Ansicht, dass der 63-jährige deutsche Staatsbürger fit genug ist, um den Flug antreten zu können. Doch während dem Flug verschlechterte sich sein Zustand schlagartig: Der Reisende spuckte zunächst Blut. Die Kabinenbesatzung leistete Erste Hilfe und rief sofort einen Arzt aus. Trotz intensiver Bemühungen des Mediziners, der sich zufällig an Bord befand, musste leider der Tod des Passagiers festgestellt werden. Der Kapitän entschied dann, dass nach Bangkok zurückgekehrt wird. Dort konnte das Langstreckenflugzeug sicher aufsetzen und die thailändischen Behörden haben den Leichnam übernommen. Lufthansa bestätigte den Vorfall, wollte sich jedoch nicht zu den in thailändischen Medien kolportierten Umständen hinsichtlich dem Spucken von Blut äußern. Die lokale Staatsanwaltschaft hat jedenfalls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, was in solchen Fällen generell üblich ist. Dem Vernehmen nach wird nach der Obduktion auch jener Arzt, der den Passagier „fit to fly“ erklärt hat, einvernommen werden.

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Oman Air tritt im zweiten Halbjahr 2024 der Oneworld bei

Die Fluggesellschaft Oman Air geht davon aus, dass man im zweiten Halbjahr 2024 den geplanten Beitritt zum Luftfahrtbündnis Oneworld vollziehen kann. Vor einiger Zeit wurde bekannt, dass der Carrier dem Bündnis rund um Alaksa Airlines, American Airlines und British Airways beitreten wird. Es wird sich um Mitglied Nummer 14 der Allianz, die kürzlich ihren 25-jährigen Bestand gefeiert hat, handeln. Nicht berücksichtigt ist die russische S7 Airlines, denn deren Mitgliedschaft ist aufgrund des Krieges in der Ukraine und der daraus resultierenden Sanktionen gegen Russland suspendiert. Oman Air kann den genauen Beitrittszeitpunkt noch nicht nennen, jedoch wird man ab dem 30. Juni 2024 alle Voraussetzungen erfüllen. Die Aufnahme soll dann im Laufe des zweiten Halbjahres 2024 erfolgen.

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Jetblue/Spirit-Fusion: Berufungsverhandlung im Juni 2024

Das für die Berufungsverhandlung betreffend der untersagten Fusion von Jetblue Airways mit Spirit Airlines zuständige Gericht in Boston hat angekündigt, dass der Fall im Juni 2024 behandelt werden soll. Damit schwinden die Hoffnungen der beiden Carrier auf eine rasche Entscheidung. Der geplante Zusammenschluss wurde von der Wettbewerbsbehörde untersagt. Dagegen wurde geklagt und auch ein Bundesrichter gab kein grünes Licht. Jetblue Airways und Spirit Airlines berufen gegen diese Entscheidung. Das U.S.-Berufungsgerichts des Ersten Bezirks teilte mit, dass man sich im Juni 2024 mit dem Fall befassen wird. Mittlerweile wurde bekannt, dass die Finanzlage von Spirit Airlines angespannt sein soll. Jetblue Airways teilte zwischenzeitlich den Aktionären mit, dass man sich darauf vorbereitet, dass die geplante Übernahme nicht vollzogen werden kann. Gleichzeitig drängen beide Unternehmen – auch in der Öffentlichkeit – auf eine möglichst rasche Freigabe. Danach sieht es momentan aber nicht aus.

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Qanot Sharq baut Präsenz in der EU aus

Die Fluggesellschaft Qanot Sharq beabsichtigt ab März 2024 schrittweise die Präsenz in der Europäischen Union zu erhöhen. Dazu nimmt man schrittweise drei neue Ziele auf. Ab Taschkent wird man ab 9. März 2024 mit Airbus A330-300 zweimal wöchentlich Kurs auf Madrid nehmen. Auf dem Hinflug legt man einen Zwischenstopp in Urgench ein. Die Rückflüge werden nonstop durchgeführt. Am 31. März 2024 folgt die Reaktivierung der Flugverbindung Tashkent-Budapest, die zweimal wöchentlich mit Airbus A320 bedient werden soll. Per 3. April 2024 nimmt Qanot Sharq Nonstopflüge, die mit Airbus A321neo bedient werden sollen, zwischen Tashkent und Mailand-Malpensa auf. Die Rückflüge sollen mit Zwischenstopp in Urgench durchgeführt werden. Vorerst sind zwei wöchentliche Umläufe geplant. In selbiger Frequenz wird man Nonstopflüge zwischen Tashkent und Prag (vice versa) mit dem gleichen Maschinentyp aufnehmen. Der Erstflug ist für den 18. April 2024 angekündigt.

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Charter: Aegean nimmt Heraklion-Erfurt auf

Im Sommerflugplan 2024 wird Aegean Airlines eine Nonstopverbindung zwischen Erfurt und Heraktion bedienen. Es handelt sich um eine Charterstrecke im Auftrag eines Tour Operators. Die saisonale Route soll zwischen 20. Juni und 17. Oktober 2024 einmal wöchentlich bedient werden. Geflogen wird jeweils am Verkehrstag Donnerstag. Laut Flughafen Erfurt sind Flugscheine, da es sich um Charterflüge handelt, über Reiseveranstalter und Reisebüros, nicht jedoch direkt bei Aegean Airlines, erhältlich.

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Jänner 2024: Flughafen Wien mit 1.828.557 Passagieren

Im Jänner 2024 hatte der Flughafen Wien 1.828.557 Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum konnte Österreichs größter Airport somit um 9,5 Prozent zulegen. Gemeinsam mit den Tochter-Airports Luqa (Malta) und Kosice (Slowakei) brachte man es auf 2.325.772 Fluggäste und konnte gegenüber Jänner 2024 um 12 Prozent zulegen. Am Standort Wien stieg die Zahl der Lokalpassagiere gegenüber Jänner 2023 auf 1.453.789 (+9,6 Prozent) und jene der Transferpassagiere auf 366.910 Reisende (+8,9 Prozent). Die Flugbewegungen erhöhten sich auf 15.175 Starts und Landungen (+5,2 Prozent). Das Frachtaufkommen nahm gegenüber dem Jänner 2023 um 16,2 Prozent auf 20.890 Tonnen zu. Im Jänner 2024 stieg das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa auf 633.241 Passagiere (+12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Nach Osteuropa reisten im Jänner 2024 insgesamt 131.530 Passagiere (+4,1 Prozent). Nach Nordamerika verzeichnete der Airport 25.004 Reisende (+22,1 Prozent) und nach Afrika 21.982 (-5,1 Prozent). In den Nahen und Mittleren Osten reisten im Jänner 2024 insgesamt 66.377 (-6,6 Prozent) und in den Fernen Osten 38.338 Passagiere (+25,7 Prozent). Die Flughafen-Wien-Beteiligungen entwickeln sich ebenfalls sehr gut: Am Flughafen Malta stieg das Passagieraufkommen im Jänner 2024 auf 465.482 Reisende (+22,7 Prozent). Am Flughafen Kosice legte das Passagieraufkommen auf 31.733 Reisende (+15,6 Prozent) zu.

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