Jan Gruber

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Jan Gruber

Bahnfahrkarten: Sabre und Trainline beschließen Kooperation

Der GDS-Betreiber Sabre und das auf den Verkauf von Eisenbahn-Fahrkarten spezialisierte Unternehmen haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Diese soll es ermöglichen, dass Tickets der SBB, DB, Italo und Trenitalia vereinfacht über Sabre buchbar sein werden. Es gibt aber eine wichtige Einschränkung: Die Buchung ist nur dann möglich, wenn man von außerhalb der Heimmärkte der jeweiligen Eisenbahngesellschaft Fahrkarten kaufen möchte. Beispielsweise sind in Deutschland keine DB-Tickets verfügbar, jedoch von Österreich oder der Schweiz aus schon. Ziel der Kooperation ist es, dass Geschäftsreisende sich für Alternativen auf dem Schienenweg entscheiden.

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Airbus A220: Qantas Link überrascht mit Special Livery

Im kanadischen Mirabel befindet sich der erste von vorerst 29 Airbus A220, die bei Qantas Link die in die Jahre gekommene Boeing 717-Flotte ersetzen werden, in Endmontage. Die Maschine überrascht mit einer Sonderlackierung, die den Ureinwohnern Australiens gewidmet ist.  Noch vor Jahresende soll bei Qantas der erste Airbus A220 eintreffen. Der Konzern wird zunächst 29 Exemplare, die unter der Submarke Qantas Link im Regionalverkehr betrieben werden sollen, einflotten. In diesem Segment setzt man derzeit überwiegend auf die in die Jahre gekommene Boeing 717, die Zug um Zug ausgeflottet werden soll.  Die erste Einheit wurde in den letzten Monaten im Airbus-Canada-Werk Mirabel endmontiert und verbrachte die letzten beiden Wochen im Paintshop. Dort wurde dem Jet eine spannende Livery, die den Aborigines gewidmet ist, verpasst. Es handelt sich in der Firmengeschichte von Qantas erst um die sechste Maschine, die in einem so genannten Qantas Flying Art auftritt. Erstmals zeigte man dies im Jahr 1994 auf einer Boeing 747.  Die neueste Lackierung der Flying Art Series zeigt ein Kunstwerk der Pitjantjatjara-Künstlerin Maringka Baker. Das Motiv erzählt die „Traumzeit“-Geschichte zweier Schwestern, die gemeinsam das entlegene Australien durchqueren und große Entfernungen zurücklegen, um ihren Weg nach Hause zu finden.  Das Flugzeug ist nach dem Kunstwerk Minyma Kutjara Tjukurpa benannt, was übersetzt so viel heißt wie „Die Schöpfungsgeschichte der zwei Schwestern“.  

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Macau verlängert Sonderstellung von Air Macau abermals

Die Leitung der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau hat ihren Plan, dass Air Macau die Verwaltung der Start- und Landerechte am Macau Airport entzogen werden sollen, verworfen. Die privilegierte Stellung wurde abermals um drei Jahre verlängert. Dies hat zur Folge, dass der Airport auch weiterhin für Mitbewerber nur eingeschränkt möglich zugänglich ist. In der Vergangenheit stand Air Macau immer wieder in der Kritik, denn dem Unternehmen wurde vorgeworfen, dass man die Sonderstellung zu Gunsten hoher Tarife regelrecht ausgenutzt habe. Die Regierung wollte den seit 1995 andauernden Zustand bereits mehrfach beenden, jedoch wurde er nun um weitere drei Jahre verlängert.

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Nordica: Ohne Käufer geht das Licht aus

Die nächsten Tage und Wochen dürften für die Zukunft des Marabu-Partners Nordica entscheidend werden, denn das Unternehmen ist nicht nur finanziell massiv angeschlagen, sondern die Regierung von Estland schließt Finanzhilfen aus. Man will das Unternehmen nach Möglichkeit verkaufen.  Sollte sich kein Käufer finden, so soll Nordica im Rahmen eines Insolvenzverfahrens abgewickelt werden. Der Carrier hat in diesem Jahr so hohe Verluste eingeflogen, dass die Finanzmittel nahezu aufgebraucht sind. Vor wenigen Wochen hat man noch dementiert, dass Insolvenzgefahr droht. Mittlerweile warnt auch das Management vor der prekären Finanzlage. Das staatliche Unternehmen kann aber auf keine finanzielle Hilfe der Regierung hoffen, denn diese will die Luftfahrtaktivitäten nicht weiter finanzieren.  Nordica ist nach dem Zusammenbruch von Estonian Air als Nachfolger an den Start gebracht worden. Zunächst war man ein reiner virtueller Carrier. Der Flugbetrieb wurde am Anfang von Adria Airways durchgeführt und dann von der Konzernschwester Xfly, die damals Regional Jet genannt wurde. Zwischenzeitlich gab es auch eine Kooperation mit der polnischen Lot, die zeitweise auch Minderheitsgesellschafter war. Diese wurde bereits vor längerer Zeit aufgelöst.  Eigentlich sollte Nordica als Linienfluggesellschaft positioniert werden. Deshalb erlangte das Unternehmen ein eigenes AOC. Die Wetlease- und ACMI-Aktivitäten sollten bei Schwestergesellschaft Xfly, die als profitabel gilt, verbleiben. Das Management ging aber einen anderen Weg und flottete den Maschinentyp Airbus A320 ein und beschloss eine Kooperaiton mit der Condor-Konzernschwester Marabu. Mit dieser war man offensichtlich massiv überfordert. Dies hatte erhebliche Verspätungen und Ausfälle bei Marabu zur Folge. Hierfür hatte man auch erhebliche Kosten zu tragen. Die Summe der Fehlentscheidungen

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Sommer 2024: Nouvelair nimmt Tunis-Hamburg auf

Die Billigfluggesellschaft Nouvelair beabsichtigt im Sommerflugplan 2023 Nonstopflüge zwischen Tunis und Hamburg anzubieten. Der Erstflug ist für den 3. April 2024 angekündigt. Geflogen werden soll an den Verkehrstagen Mittwoch und Samstag in der Früh bzw. retour zu Mittag. Als Fluggerät sind Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320 geplant. Aufstockungen sind ab Tunis auf den Routen nach Basel, Berlin und Düsseldorf geplant. Die beiden zuerst genannten Ziele sollen künftig dreimal wöchentlich bedient werden. In die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen geht es viermal die Woche.

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Flughafen Klagenfurt will in fünf Jahren kostendeckend sein

Der Klagenfurter Flughafen benötigt im kommenden Jahr Zuschüsse von bis zu 13 Millionen Euro. In fünf Jahren soll sich der Airport finanziell selbst tragen können, prognostiziert Aufsichtsratsvorsitzender und K-BV-Vorstand Martin Payer.  Der neuzusammengestellte Aufsichtsrat des Kärntner Flughafen hat laut Mitteilung die Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung freigegeben. Der Airport hat einen hohen Investitionsrückstau, der sich über viele Jahre hinweg gebildet hat. Schon vor dem Verkauf an Lilihill war die öffentliche Hand äußerst knauserig. Das soll nun alles besser werden, jedoch fällt immer wieder ein Wort und zwar „Flächenverwertung“.  Damit ist gemeint, dass Grundstücke der Flughafengesellschaft, die angeblich nicht betriebsnotwendig sein sollen, zu Geld gemacht werden sollen. Einen solchen Plan hatte auch Lilihill, jedoch scheiterte dieser nicht zuletzt am erheblichen Widerstand der K-BV. Es wird aber jetzt kein Hehl mehr daraus gemacht, dass sich der Airport auf lang oder kurz von der einen oder anderen Fläche trennen wird.  Zunächst stehen einige Investitionen an. Dazu zählen die Modernisierung des Terminals sowie sämtlicher Gastronomiegebäude am Airport. Weiters will man ein General Aviation Center erreichten und betreiben. Das alte Heizhaus soll abgerissen werden und die freigewordene Fläche soll verwertet werden. Der schon länger aufgelassene Hoteltrakt soll saniert und in etwa 350 Quadratmeter Bürofläche umgewandelt werden. Weiters soll ein neuer Hangar für die Helikopter des Innenministeriums gebaut werden. Zusätzliche Einnahmen sollen künftig die Gatebereiche generieren. Künftig soll es möglich sein, dass diese außerhalb der Betriebszeiten für Tagungen und Events gemietet werden können.   „Meine Aufgabe in den vergangenen vier Monaten war es, schnellstmöglich die Rahmenbedingungen

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Bis 2028: Egyptair will die Flotte verdoppeln

Die Fluggesellschaft Egyptair hat im Rahmen der Dubai Air Show bekanntgegeben, dass man 18 Boeing 737-Max-8 von der Air Lease Corporation leasen wird. Die Flugzeuge stammen aus einer bestehenden Order des Lessors. Gleichzeitig gab Firmenchef Mohamed Yehia Zakaria bekannt, dass man bis zum Jahr 2028 die Flotte auf 125 Maschinen ausbauen wird. Das Streckennetz soll stark erweitert werden. Derzeit ist geplant, dass man bis zum genannten Jahr etwa 100 Destinationen ansteuern wird. Laut Air Lease Corporation sollen jene 18 Boeing 737-Max-8, für die Egyptair jüngst Verträge unterschrieben hat, in den Jahren 2025 und 2026 an den ägyptischen Carrier übergeben werden. „Dieser bedeutende Vertrag mit ALC über 18 neue Boeing 737-8 zeigt das Engagement von Egyptair für die Modernisierung der Flotte, die Umweltverträglichkeit und künftige Wachstumspläne. Die 737-8 wird die Betriebseffizienz von Egyptair und das Flugerlebnis für unsere Passagiere bis weit in die Zukunft hinein erheblich verbessern. Wir freuen uns sehr, mit einem wegweisenden Leasinggeber wie der Air Lease Corporation bei dieser strategischen Initiative zusammenzuarbeiten, um die Flottenerneuerung und die Wachstumspläne von Egyptair zu unterstützen“, so Zakaria. Momentan besteht die Flotte von Egyptair aus 66 Maschinen. Man hat bereits 27 Boeing 737-800 in Betrieb. Bislang nutzt man jedoch keine Max-Modelle. Das wird sich ab dem Jahr 2025 ändern. Bis 2028 soll sich die Flotte auf 125 Maschinen erhöhen und damit fast verdoppeln.

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Etihad Airways bei Air Serbia ausgestiegen

Die Fluggesellschaft Etihad Airways ist bei ihrer letzten internationalen Airline-Beteiligung ausgestiegen. Bis zuletzt hatte man an Air Serbia noch 16,42 Prozent gehalten. Dieser Anteil wurde an den Staat verkauft. Vor etwa zehn Jahren hat das in Abu Dhabi ansässige Luftfahrtunternehmen 49 Prozent der damaligen Jat übernommen. Schrittweise wurde die Beteiligung reduziert. Laut serbischer Regierung ist der Golfcarrier nun gar nicht mehr an Air Serbia beteiligt.

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Boeing 737-Max-7-Zulassung: Southwest rechnet mit weiterer Verzögerung

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft Southwest Airlines rechnet nicht damit, dass Boeing vor April 2024 die Zertifizierung für die 737-Max-7, die man in größerem Umfang bestellt hat, erhalten wird. Dies ist insofern beachtlich, weil der Hersteller selbst weiterhin davon spricht, dass man davon ausgeht, dass noch vor Ende 2023 die Zulassung seitens der FAA erteilt wird. Southwest Airlines ist der erste Kunde, der dieses Muster ausgeliefert bekommen soll. Erst im Oktober 2023 hat man weitere 108 Exemplare nachbestellt.

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Starrluftschiff Pathfinder 1 darf Testfahrten unternehmen

In den Vereinigten Staaten von Amerika hat LTA Research, ein Unternehmen von Google-Mitbegründer Sergey Brin, mit dem Pathfinder 1 den Prototypen eines elektrisch angetriebenen Luftschiffs präsentiert. Nun führt man die ersten offiziellen Fahrversuche durch. Die Besonderheit: Im Gegensatz zu anderen Projekten handelt es sich um ein Starrluftschiff.  Laut Mitteilung des Unternehmens sollen in den nächsten Wochen umfangreiche Tests durchgeführt werden. Diese sind notwendig, um die Typenzulassung durch die FAA erlangen zu können. Dabei müssen unter anderem Zuverlässigkeit und Sicherheit unter Beweis gestellt werden. Die Testfahrten wurden bereits durch die Behörde bewilligt.  Der Pathfinder 1 ist das erste Luftschiff, das seit dem Ende der Blütezeit der Zeppeline gebaut wird, das als so genanntes Starrluftschiff konzipiert ist. Dieser Technologie bedienten sich in den 1920er und 1930er Jahren bekannte Luftschiffe wie die D-LZ127 „Graf Zeppelin“ und D-LZ129 „Hindenburg“. Das bislang letzte Starrluftschiff, das vollständig montiert wurde, war die D-LZ130 „Graf Zeppelin II“. Diese unternahm vor der Verschrottung aber nur noch einige Propaganda-, Spionage- und Testfahrten.  Der wichtigste Unterschied zwischen dem Pathfinder 1 und den Luftschiffen aus der Blütezeit liegt im Traggas. In der Vergangenheit setzte man auf den brennbaren Wasserstoff. Beim Neubau soll das Edelgas Helium zum Einsatz kommen. An die enorme Größe der „Hindenburg“ und ihres Schwesterschiffs „Graf Zeppelin II“ kommt das U.S.-amerikanische Projekt aber nicht heran. Die D-LZ129 war 245 Meter lang.  Der Pathfinder 1 bringt es immerhin auf 121,9 Meter und ist damit erheblich länger als die Boeing 747-8, denn diese bringt es „nur“ auf 76,2 Meter. Die historischen Zeppeline

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