Jan Gruber

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Jan Gruber

Israel: Flugzeugversicherer verweigern zunehmend den Deckungsschutz

Immer mehr zivile Fluggesellschaften haben das Problem, dass die Versicherer ihrer Flugzeuge den Deckungsschutz für den Luftraum von Israel zurückziehen. Das liegt daran, dass oftmals in den Bedingungen festgehalten ist, dass Kriegsgebiete nicht angesteuert werden dürfen. In jüngerer Vergangenheit ist dieses Phänomen bereits im Vorfeld des kriegerischen Überfalls Russlands auf die Ukraine aufgetreten. Zahlreiche Assekuranzen haben ihre Kunden darauf aufmerksam gemacht, dass wegen akuter Kriegsgefahr kein Versicherungsschutz im Luftraum der Ukraine gewährt werden kann. Dies führte dazu, dass die ukrainische Regierung Staatshaftungen angeboten hat, jedoch diese von nur wenigen Anbietern in Anspruch genommen wurden. Wenige Tage später wurde der Luftraum aufgrund von Kriegsausbruch geschlossen. Dazu kommt, dass ähnlich wie im Feber 2022 nun auch bezüglich Israel einige Leasinggeber untersagen, dass ihr Fluggerät von/nach bzw. über Israel eingesetzt wird. Für die Airlines sind beide Umstände problematisch, da man ohne Versicherungsschutz nicht fliegen darf und eine Untersagung durch den Eigentümer des Fluggeräts selbigen Effekt hat. Die Regierung Israels bringt für die in ihrem Land ansässigen Carrier ein Haftungsprogramm an den Start. Dieses soll den möglichen Wegfall von Versicherungsschutz seitens internationaler Assekuranzen ersetzen. Vereinfacht gesagt: Der Staat übernimmt das Risiko und muss dann im Falle von Unfällen haften. Derzeit ist vorgesehen, dass nur Airlines mit Sitz in Israel den „staatlichen Versicherungsschutz“ beantragen können. Es gab bereits erste Rückführungsflüge, die mangels Versicherungsschutz abgesagt werden mussten. Beispielsweise musste Norwegian Air Shuttle einen Flug von Oslo nach Tel Aviv und zurück, den man im Auftrag der norwegischen Regierung hätte durchführen sollen, absagen. Dazu teilte das Unternehmen

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Blaguss Reisen hat Flixbus-Strecke Wien-Klagenfurt aufgegeben

Der österreichische Busbetreiber Blaguss Reisen hat die unter der Marke Flixbus angebotene Verbindung zwischen Wien-Erdberg und Klagenfurt aus dem Programm genommen. Diese wurde vormals mehrmals täglich angeboten. Über Jahre hinweg konnte Blaguss Reisen auf dieser Route eine hohe Auslastung erzielen, denn die Flixbusse waren oftmals eine günstige Alternative zu den Österreichischen Bundesbahnen oder den Inlandsflügen von Austrian Airlines. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie lief alles stabil und die Route wurde Jahr für Jahr ausgebaut. Mit dem Beginn der Krise musste man temporär einstellen und seit der Wiederaufnahme wurde das Vorkrisenniveau nie wieder erreicht. Zuletzt wurde maximal ein Flixbus-Kurs pro Tag angeboten. Dies hat auch zur Folge, dass in beiden Richtungen Reisen im doppelten Tagesrand nicht mehr möglich waren. Nun zog Blaguss Reisen auch diesem Kurspaar den Stecker, denn die innerösterreichische Fernbusstrecke wurde eingestellt. Dahinter steckt auch, dass sich die Nachfrage aufgrund des Umstands, dass man vom Klimaticket Österreich ausgeschlossen ist, nochmals verschlechtert hat. Viele potentielle Kunden, die über besagte Netzkarte verfügen, nutzen die Bahnverbindungen, die diese inkludiert sind. Die innerösterreichischen Fernbusverbindungen zwischen Wien und Klagenfurt sowie Graz-Flughafen Wien und Graz-Wien sind im Klimaticket Österreich nicht inkludiert. Während in Richtung Kärnten Blaguss Reisen der Konzessionär ist, werden die beiden anderen Strecken von Dr. Richard betrieben. Beide Gesellschaften nutzen die Marke Flixbus für den Vertrieb von Fahrscheinen. Schon vor einiger Zeit wurden die innerösterreichischen Fernbusse ab Salzburg und Linz nach Graz bzw. St. Michael aufgegeben. Dass die Flixbus-Strecken nicht im Klimaticket inkludiert sind, liegt nicht daran, dass Flixbus und/oder Blaguss bzw. Dr.

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Betriebsversammlung wirbelte AUA-Flugplan durcheinander

Am Samstag, den 14. Oktober 2023 musste Austrian Airlines aufgrund einer regulären Betriebsversammlung, die von den Arbeitnehmervertretern einberufen wurde, zahlreiche Flüge streichen. Die Konzernschwester Discover Airlines half mit einem Airbus A330 auf der Frankfurt-Strecke, die von vielen Umsteigern genutzt wurde, aus. Der Verkehrstag Samstag wird fast ausschließlich von Privatreisenden genutzt. Daher war der Unmut in Sozialen Medien wesentlich stärker als im Vorfeld bzw. während anderer Betriebsversammlungen der Austrian Airlines. Das Problem ist aber hausgemacht, denn Betriebsrat und Gewerkschaft haben die Zusammenkunft, die nicht nur ein gesetzliches Recht, sondern sogar eine gesetzliche Pflicht ist, schon länger angemeldet. Dazu kommt der Umstand, dass es die österreichische Lufthansa-Tochter in den letzten Monaten aufgrund von mutmaßlich kundenfeindlichem Verhalten im Falle von Flugunregelmäßigkeiten wiederholt in Konsumentenschutzsendungen im deutschsprachigen Raum geschafft hat. Kritisiert wird besonders der Umgang mit Passagieren bei erheblichen Verspätungen und/oder Ausfällen. Die jüngste Betriebsversammlung wurde am Samstag, den 14. Oktober 2023, ab 9 Uhr 00 im Office Park 3, der sich gegenüber der AUA-Zentrale am Flughafen Wien befindet, abgehalten. Offiziellen Angaben nach haben in etwa 700 Piloten und Flugbegleiter teilgenommen. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft Vida haben die fliegenden Beschäftigten über aktuelle Themen informiert und mit diesen diese auch diskutiert. Gewerkschaftsangaben nach sprach man auch über den Umstand, dass die Arbeitsbelastung der Besatzungen weiterhin sehr hoch sein soll und gleichzeitig die starken Teuerungen so erhöhten Lebenskosten führen. Dem gegenüber steht, dass Austrian Airlines dank zum Teil exorbitant gestiegener Ticketpreise nicht gerade schlechte Einnahmen hat. Aus Arbeitnehmersicht soll hier eine Art Ungerechtigkeit bestehen. KV-Verhandlungen

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Boeing erhöht B737-Max-Fertigungsrate

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing will die monatliche Produktionsrate der B737-Max-Reihe bis Juli 2025 auf 57 Exemplare pro Monat erhöhen. Bei Umsetzung des Vorhabens würde dies einen neuen Rekordwert markieren. Laut einem Bericht von Reuters reagiert der Konzern damit auf die steigende Nachfrage. Bereits im Dezember 2023 soll die Fertigungsrate auf 42 Exemplar pro Monat angehoben werden. Der Hersteller ortet gleichzeitig eine Erholung der Krisen der vergangenen Jahre.

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Leipzig/Halle: Wizz Air nimmt Tirana auf

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air plant im kommenden Jahr eine Nonstopverbindung zwischen Tirana und Leipzig/Halle aufzunehmen. Diese soll dreimal wöchentlich bedient werden. Derzeit ist vorgesehen, dass der Erstflug am 1. Oktober 2024 durchgeführt werden soll. Geflogen werden soll dann an den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag und Samstag. Der Verkauf von Flugscheinen wurde bereits aufgenommen.

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Sicherheitsbedenken: British Airways stellt Israel-Flüge ein

Mit dem Airbus A350-1000, der die Registrierung G-XWBF trägt, wollte British Airways am 11. Oktober 2023 möglichst viele Personen von Tel Aviv nach London-Heathrow befördern. Zur Landung auf dem größten Airport Israels kam es nicht, denn das Langstreckenflugzeug drehte aufgrund eines Raketenalarms aus Sicherheitsgründen ab und flog zurück ins Vereinigte Königreich. Anschließend hat die IAG-Tochter beschlossen, dass man sämtliche Flüge von/nach Israel auf unbestimmte Zeit aussetzen wird. Die Maschine befand sich bereits im Landeanflug auf Tel Aviv als die Flughafenbehörde Israels Raketenaktivitäten in der Umgebung des Airports gemeldet hat. Offiziellen Angaben nach sollen diese keine Gefährdung für den British-Airways-Flug dargestellt haben, jedoch hat es der Kapitän darauf nicht ankommen lassen und sich aus Sicherheitsgründen für das sofortige Verlassen des Luftraums von Israel entschieden. British Airways ordnet sich damit in eine ganze Reihe von Fluggesellschaften ein, die aufgrund von Sicherheitsbedenken sämtliche Linienflüge von/nach Israel ausgesetzt haben. Momentan führt die Regierung des Vereinigten Königreichs noch keine Rückholaktion durch. Da unter anderem Ryanair sämtliche Verbindungen ausgesetzt hat und lediglich El Al mehr oder weniger planmäßig fliegt, könnte sich das nun ändern. Derzeit erhebt das Außenministerium des Vereinigten Königreichs die Anzahl der Staatsbürger, die Israel so schnell wie möglich verlassen wollen. Minister James Cleverly weist darauf hin, dass aus historischen Gründen viele Personen in der Region die Staatsbürgerschaft des Vereinigten Königreichs haben, jedoch dauerhaft in Israel leben.

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FACC AG ehrt langjährige Mitarbeiter

Vor wenigen Tagen hat der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC AG einige langjährige Mitarbeiter ausgezeichnet. Die Belegschaft bringt es Unternehmensangaben nach auf stolze 3.780 Jahre Erfahrung. Am 29. September holte die FACC AG ihre diesjährigen Jubilarinnen und Jubilare auf die Bühne: 267 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden anlässlich ihres Dienstjubiläums zu einem feierlichen Abendessen eingeladen. Geehrt wurden alle Jubilare ab einer Dienstzeit von 10 Jahren, darunter auch ein Mitarbeiter, der bereits seit 45 Jahren Teil der FACC Crew ist. FACC CEO Robert Machtlinger gratulierte allen Jubilaren persönlich: „Innovation braucht vor allem auch Expertise: Unsere langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen mit ihrem Know-how und ihrer Leidenschaft wesentlich zur Innovationskraft der FACC bei. Ihrer Loyalität gegenüber dem Unternehmen gilt daher unser großer Dank. Mit ihrer Erfahrung schaffen sie die Basis für unsere Vision, gemeinsam die Zukunft der Mobilität zu gestalten.“

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Easyjet mit schwarzen Zahlen und Großbestellung bei Airbus

Der Billigflieger Easyjet will in den nächsten Jahren stark in die Flotte expandieren, denn man beabsichtigt bei Airbus 157 Maschinen der A320neo-Rehihe zu bestellen. Diese sollen zwischen 2029 und 234 ausgeliefert werden. Weiters hat man sich die Option auf 100 weitere Exemplare gesichert. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Aktionäre des orangefarbenen Billigliegers. Laut Mitteilung könnte die Order also bis zu 257 Flugzeuge umfassen. Bis zum Jahr 2029 sollen aus einem bestehenden Auftrag, der bereits vor einiger Zeit erteilt wurde, 158 Maschinen geliefert werden. Hier hat Easyjet Veränderungen vorgenommen, denn man wandelt 35 A320neo-Bestellungen in das größere Modell A321neo um. Somit beläuft sich der derzeitige Auftragsbestand auf 315 Flugzeuge sowie 100 Optionen. Easyjet kann hohen Gewinn verkünden Das Geschäftsjahr des britischen Billigfliegers endete am 30. September 2023. Der Carrier habe eigenen Angaben nach allein im vierten Quartal einen Rekordgewinn erzielt. Über die gesamte Periode steht ein Gewinn vor Steuern zwischen 440 und 460 Millionen Pfund-Sterling. „Diese Leistung hat gezeigt, dass unsere Strategie Früchte trägt. Deshalb haben wir heute einen ehrgeizigen Fahrplan aufgestellt, um mehr noch mehr Kunden zu bedienen und attraktive Aktionärsrenditen zu erzielen. Dies wird untermauert durch eine kontinuierliche Konzentration auf Kosten und operative Exzellenz. Unsere neuen mittelfristigen Ziele bilden die Grundlage für die Gewinnerzielung vor Steuern von mehr als einer Milliarde Pfund. Dies wird durch die Reduzierung der Winterverluste, die Aufrüstung unserer Flotte und den Ausbau von easyJet holidays erreicht. Im Rahmen unseres Engagements für die Rendite unserer Aktionäre beabsichtigt der Vorstand, ab dem Geschäftsjahr 2023 wieder

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Tap Air Portugal gewinnt World Travel Award

Im Rahmen der World Travel Awards wurde Tap Air Portugal als beste Fluggesellschaft ab Europa nach Südamerika und Afrika ausgezeichnet. Der diesjährige Preis reiht sich ein in eine lange Serie an Auszeichnungen für TAP Air Portugal. Die portugiesische Airline wurde bei den World Travel Awards bereits 2011, 2012, 2018, 2019, 2020, 2021 und 2022 zur besten europäischen Fluggesellschaft nach Afrika und 2009, 2010, 2011, 2012, 2018, 2019, 2020, 2021 und 2022 zur besten Fluggesellschaft nach Südamerika gekürt. TAP Air Portugal fliegt derzeit weltweit mehr als 90 Ziele mit mehr als 1.250 Flügen pro Woche an. Nach Brasilien werden aktuell 80 Flüge pro Woche angeboten. 2024 werden die Frequenzen auf insgesamt 91 Flüge pro Woche zu 11 brasilianischen Zielen erhöht. Mit durchschnittlich 13 Flügen pro Tag bekräftigt TAP Air Portugal damit ihre Stellung als wichtigste internationale Fluggesellschaft zwischen Brasilien und Europa. Darüber hinaus bietet TAP Air Portugal in Südamerika auch Verbindungen nach Venezuela an.

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Malaysia: MyAirline muss wegen Geldmangel den Flugbetrieb einstellen

Aus finanziellen Gründen musste die junge Fluggesellschaft MyAirline am 12. Oktober 2023 den Flugbetrieb einstellen. Man stehe unter enormem finanziellen Druck und könne daher bis zum Abschluss einer notwendigen Umstrukturierung und Rekapitalisierung nicht fliegen. In der Vorwoche ist Firmenchef Rayner Teo – offiziell aus gesundheitlichen Gründen – abgetreten. Derzeit wird der Carrier von Stuart Cross, der zuvor als Chief Operating Officer fungiert hatte, geleitet. Der Flugbetrieb wurde erst im Dezember 2023 ab Kuala Lumpur aufgenommen.

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