Jan Gruber

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Jan Gruber

Tickets für stornierte Flüge verkauft: Qantas droht saftiges Bußgeld

Dem australischen Luftfahrtunternehmen Qantas droht eine saftige Geldstrafe, weil man im Vorjahr auf Routen, auf denen Flüge bereits gestrichen waren, über einen längeren Zeitraum hinweg noch Tickets verkauft hat. Nun droht die Leiterin der Konsumentenschutzbehörde mit etwa 150 Millionen Euro Bußgeld. Es geht um den Zeitraum zwischen Mail und Juli 2022, in dem Qantas einige Flüge, die auch weit in der Zukunft lagen, gestrichen hat. Der Verkauf von Flugscheinen wurde laut Australian Competition and Consumer Commission aber erst 47 Tage später eingestellt worden. Der Vorwurf wiegt schwer: Die Behörde wirft dem Luftfahrtunternehmen bewusstes irreführendes bzw. täuschendes Verhalten vor, da man bereits im Vorfeld wusste, dass jene Flüge, für die man Flugscheine verkauft hatte, nie durchgeführt werden. Gegenüber der lokalen Rundfunkstaiton ABC kündigte Behördenchefin Gina Cass-Gottlieb an, dass man ein Bußgeld in der Höhe von rund 150 Millionen Euro durchsetzen will. Das letzte Wort hat aber ein Gericht und der entsprechende Antrag wurde laut ihr bereits eingebracht.

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August 2023: Ryanair hatte 18,9 Millionen Passagiere

Im August 2023 hatte die Billigfluggesellschaft Ryanair rund 18,9 Millionen Passagiere an Bord. Gegenüber dem Vorjahresmonat konnte man um etwa 11 Prozent zulegen. Die Auslastung lag unverändert bei 96 Prozent. Laut Mitteilung wurden etwa 103.000 Flüge durchgeführt. Aufgrund der Computerpanne, die sich bei der Flugsicherung des Vereinigten Königreichs ereignet hat, mussten am 28. und 29. August 2023 rund 350 Flüge abgesagt werden. Innerhalb der letzten 12 Monate hatte Ryanair 177,4 Millionen Reisende befördert. Damit konnte man gegenüber der Vorperiode um 20 Prozent zulegen. Die Auslastung verbesserte sich um fünf Prozentpunkte auf 94 Prozent.

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Rumänien: Wizz Air schließt Basis Suceava

Die von Wizz Air Malta betriebene Basis im rumänischen Suceava wird mit 28. Oktober 2023 aufgegeben. Dies hat zur Folge, dass Unternehmensangaben nach die Routen nach Larnaka, Eindhoven, Charleroi, Beauvais, Treviso und Bologna eingestellt werden. Für Passagiere aus Deutschland halten sich die Auswirkungen in Grenzen, denn ab Dortmund und Memmingen sollen die Verbindungen nach Suceava aufrechterhalten werden. Im Rahmen so genannter W-Patterns kommen Flugzeuge und Crews anderer Bases zum Einsatz. Auch ab Luton, Rom und Mailand-Malpensa will Wizz Air weiterhin Kurs auf den rumänischen Airport nehmen. Bereits seit einiger Zeit zeichnet sich ab, dass Wizz Air mit einigen regionalen Flughäfen in Rumänien im Clinch ist. Bei Mitbewerber Ryanair ist die Situation nicht wirklich anders. Hintergrund ist, dass Subventionsprogramme auslaufen, Gebühren angehoben werden bzw. in Einzelfällen die Carrier höhere Unterstützungen als bislang fordern. In vielen Fällen wurde man sich nicht einig, so dass Routen eingestellt wurden bzw. am Beispiel Suceava auch die von Wizz Air Malta betriebene Basis zur Schließung angekündigt ist. Über die Gründe der Entscheidung lässt sich Wizz-Air-Malta-Geschäftsführer Diarmuid Ó Conghaile wie folgt zitieren: „Als Ergebnis unserer Marktoptimierungspläne in Rumänien, die darauf abzielen, die Betriebssicherheit für unsere lokalen Kunden zu erhöhen, ist unser Flugbetrieb von Suceava aus nicht mehr tragbar“. Laut dem regionalen Luftfahrtportal Boardingpass.ro ist Wizz Air der momentan einzige Carrier, der internationale Linienflüge ab Suceava im Portfolio hat. Die Mitbewerber Air Connect und Tarom sind zwar präsent, bieten jedoch nur Inlandsflüge an. Die zuerst genannte Airline nimmt Kurs auf Bukarest-Baneasa und Tarom auf Bukarest-Otopeni.

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Austrian Airlines: Das Phänomen der „Zwischenlagerung“ von Passagieren

Gerade Vielflieger dürfte dieses Phänomen nur zu gut bekannt sein: Das Bodenpersonal ruft zum „Einsteigen“ auf, die Bordkarten werden gescannt und schon geht es nach ein paar Schritten oder einer kurzen Busfahrt zum Sitzplatz im Flugzeug. Zumindest theoretisch, denn in der Praxis heißt es oftmals: „Bitte warten“ und zwar in Stiegenhäusern, Gangways, Vorfeldbussen oder eigens dafür geschaffenen, zumeist kargen Räumen. Und das mitunter ganz schön lange. Billigfluggesellschaften wie Ryanair haben sich schon vor vielen Jahren das „Zwischenlagern“ von Passagieren eingefallen. Mit dem vermeintlichen „Boarding“ wird schon lange bevor das Flugzeug überhaupt zum Einsteigen bereit ist begonnen. Die Fluggäste müssen dann in Gangways, Stiegenhäusern, Vorfeldbussen und/oder „Warteräumen“ ausharren bis irgendjemand grünes Licht dafür gibt, dass es weitergeht. Für viele Reisende ist diese „Zwischenlagerung“ durchaus unangenehm, denn häufig sind die „Lagerorte“ im Sommer nicht klimatisiert und im Winter nicht geheizt. Manche Ground-Handling-Anbieter lassen schon länger die Motoren ihrer Vorfeldbusse nicht mehr laufen. Offiziell als „Klimaschutzgründen“, inoffiziell, weil es Diesel und damit Geld spart. Bei Elektrofahrzeugen, mit denen sich der eine oder andere Airport rühmt, wären die Batterien beim Dauerbetrieb der Klimaanlagen wesentlich schneller leer und der Ladevorgang nimmt viel Zeit in Anspruch. Gerade zu Stoßzeiten ist das ärgerlich, denn mitunter fehlt dann genau dieser eine Bus, der gerade benötigt wird. In einschlägigen Internetforen würden „Kampfposter“, die meinen sich stets gegen Lowcost-Carrier positionieren zu müssen, möglicherweise schreiben, dass man ja selbst schuld ist, hätte man eine andere Airline gebucht, zum Beispiel Austrian Airlines, dann wäre einem das nicht passiert. Dort würde es eine

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American Airlines verklagt OTA Skiplagged

Der Online-Travel-Agent Skiplagged hat sich eine Klage des Oneworld-Mitglieds American Airlines eingefangen. Der Carrier wirft dem Portal vor, dass dieses Flugscheine ohne Vertriebsvertrag verkaufen würde und somit Passagiere Gefahr laufen würde, dass die Tickets annulliert werden könnten. Skiplagged ist ein Portal, das sich darauf spezialisiert hat Umsteigeverbindungen, bei denen das letzte Flugsegment bewusst nicht angetreten wird, zu vermitteln. Diese Praxis stört American Airlines besonders stark, denn man wirft dem OTA vor, dass die Preise durchwegs höher wären als bei Direktbuchung auf der Homepage der Airline. Weiters sollen Logos von American Airlines ohne entsprechende Autorisierung verwendet werden.

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Dan Air stationiert Airbus A320 in Brasov

Die rumänische Fluggesellschaft Dan Air wird mit Beginn der Winterflugplanperiode 2023/24 einen Mittelstreckenjet des Typs Airbus A320 in Brasov stationieren. Gleichzeitig kündigt man die Aufnahme von fünf zusätzlichen Strecken an. Laut einem Bericht des lokalen Portals Boardingpass.ro soll es neu nach Dubai (World Central), Paris (Charles de Gaulle), Oslo, Dublin und Tel Aviv gehen. Auf den Bestandsrouten sollen die Frequenzen zumindest teilweise erhöht werden. In der Bundesrepublik Deutschland hat man Stuttgart, Nürnberg und München im Portfolio. Ab Brasov bietet Dan Air im Winter 2023/24 eigenen Angaben nach 15 Destinationen an.

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Air Baltic hat A220-300 Nummer 43 eingeflottet

Die lettische Air Baltic hat am 2. September 2023 den Airbus A220-300 Nummer 43 in die Flotte aufgenommen. Der Neuzugang trägt die Registrierung YL-ABR und ist bereits in Riga eingetroffen. Die Maschine ist Teil der 50 Airbus A220-300, die Air Baltic bestellt hat. Darüber hinaus verfügt das Luftfahrtunternehmen über 30 Optionen und Kaufrechte für denselben Flugzeugtyp. Nebst Flügen auf eigene Rechnung ist man auch als ACMI-Provider für andere Carrier tätig. Man flog bislang unter anderem für Swiss, Eurowings und Eurowings Discover.

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Flughafen Stuttgart mit 22 neuen Lehrlingen

Am Stuttgarter Flughafen haben 22 junge Menschen ihre Lehrausbildung angetreten. Der Airport bildet die Lehrlinge in den Bereichen Elektrotechnik für Betriebstechnik, Fachinformatik für Systemintegration, Kfz-Mechatronik, Mechatronik, Büromanagement und Werkfeuerwehr aus. Auch fünf duale Studierende qualifizieren sich ab jetzt am Flughafen Stuttgart in den Studiengängen Aviation Management, Wirtschaftsinformatik und Elektrotechnik. „Durch eine Ausbildung oder ein duales Studium machen unsere Fachkräfte von morgen den ersten Schritt ins Unternehmen“, sagt Ulrich Heppe, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH. „Ich bin froh, dass wir am STR ein breites Portfolio haben.“

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ÖBB und DB bauten Deutschland-Österreich-Verkehr aus

In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bauen die Österreichischen Bundesbahnen den Fernverkehr zwischen Österreich und Deutschland weiter aus. Beispielsweise wird ab Dezember 2023 eine zusätzliche Intercity-Express-Verbindung zwischen Berlin über Nürnberg nach Wien verkehren. Auch bietet man künftig eine weitere tägliche Direktverbindung – ohne Umstieg – nach Hamburg-Altona an. Im europäischen Eisenbahnverkehr ist am 10. Dezember 2023 wieder der alljährliche große Fahrplanwechsel. Die Österreichischen Bundesbahnen sind der Ansicht, dass im Verkehr zwischen Österreich und Deutschland eine sehr hohe Nachfrage herrscht. Diese dürfte nicht zwangsläufig an vermeintlichem „Klimaschutz“ liegen, sondern auch daran, dass die Lufthansa Group auf vielen Routen zwischen den beiden Staaten ein Monopol hält und seit einiger Zeit wegen zum Teil enorm hoher Flugticketpreise, die weder Gepäck noch Snacks und Getränke inkludieren, in der Kritik steht. Bahn profitiert von teuren Flugscheinen und dem Klimaticket Offensichtlich suchen sich Reisende Alternativen und entscheiden sich nicht in jedem Fall für das eigene Auto, sondern auch für öffentliche Verkehrsmittel wie Bahn und Fernbusse. In der Alpenrepublik dürfte auch das Klimaticket seinen Beitrag leisten, denn deren Inhaber haben bis zur Eisenbahn-Staatsgrenze keine Extrakosten. Die einzigen echten Fernbusse, auf denen die Netzkarte gilt, sind die Intercitybusse zwischen Graz und Klagenfurt. Verkehre von Flixbus und anderen privaten Anbietern, so auch die von der staatlichen Postbus AG betriebenen Vienna Airport Lines, sind hingegen nicht inklusive. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG werden die ÖBB künftig auch eine tägliche Intercity-Express-Verbindung ab Berlin über Frankfurt und Stuttgart nach Innsbruck anbieten. Weiters will man den Verkehr zwischen München und

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Auf Genf-Zürich: Swiss macht Green Fares verpflichtend

Die Fluggesellschaft Swiss verkauft seit 7. September 2023 auf ihrer Inlandstrecke zwischen Zürich und Genf nur noch so genannte „Green Fares“. Das gilt aber nur für Point-to-Point-Passagiere, denn Umsteiger sind von dieser Maßnahme ausgenommen. Die schweizerische Lufthansa-Tochter zwingt damit Fluggäste, die auf dieser Route Point-to-Point unterwegs sind, über bereits eingerechnete Aufpreise für Klimaschutzprojekte und SAF-Kraftstoffe zu „spenden“. Laut einer Medienerklärung bietet man auf dieser Strecke innerhalb der Eidgenossenschaft nur noch die so genannten „Green Fares“ an. Es handelt sich dabei um eine Economy-Tarifklasse, die sich die Lufthansa Group einfallen hat lassen, um ihre Produkte besonders umweltfreundlich erscheinen zu lassen bzw. Fluggäste anzusprechen, die an Kompensation und Co interessiert sind. Der Absatz dieser „grünen Flugtarife“ läuft aber nur äußerst schleppend, da nur wenige Reisende bereit sind den Aufpreis hierfür zu bezahlen. Zwar werden Vielfliegern mehr Meilen angeboten, aber sonst unterscheidet sich der Tarif vom Produkt her nicht sonderlich. Angeblich sollen die Kohlenstoffdioxid-Emissionen kompensiert werden und für den Passagier SAF eingekauft werden. Allerdings lässt sich letzteres kaum kontrollieren. Unter anderem aus diesem Grund erheben Umweltschutzorganisationen bezüglich der „Green Fares“ auch den Greenwashing-Vorwurf. Die Lufthansa Group ist aber definitiv kein Einzelfall, denn in Europa versucht sich so gut wie jede Airline ein besonders grünes und umweltfreundliches Image zu geben. Dies hat zur Folge, dass schon die eine oder andere Klage wegen irreführender Werbung anhängig ist. Bei Swiss dürfte der Umstand, dass man zwischen Zürich und Genf die verpflichtenden Green-Fare-Tarif testet, wohl eher ein Testlauf sein. Allerdings sind nur Point-to-Point-Reisende – mangels Alternativen –

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