Jan Gruber

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Jan Gruber

Vinci Airports übernehmen sieben Kapverden-Flughäfen

Die sieben Flughäfen des Inselstaats Kap Verde werden nun vom französischen Konzern Vinci Airports betrieben. Bereits im Juli 2022 wurde eine entsprechende Vereinbarung mit der Regierung unterschrieben.  Da erheblicher Investitionsbedarf bestehen soll, wurden umfangreiche Finanzmittel organisiert. Unter anderem haben sich die Entwicklungsbanken Weltbank-IFC, Proparco, DEG mit etwa 60 Millionen Euro beteiligt. Es wurden einige Auflagen in Richtung Reduzierung von Kohlenstoffdioxid-Emisssionen gemacht.  Vinci Airports hat seitens der Regierung der Kapverden einen 40-jährigen Konzessionsvertrag erhalten. Diese umfasst alle sieben Verkehrsflughäfen des Inselsstaats. Vom Management und Betrieb durch ein privates Unternehmen erwartet man sich, dass sich die Konnektivität erheblich verbessert.  Von der Veränderung betroffen sind nachstehende Airports: Boa Vista, Praia, Sal und São Vicente sowie drei Inlandsflughäfen, São Filipe, Maio und São Nicolau. Die Kapverden halten den Flugverkehr für strategisch wichtig und investieren kräftig. Beispielsweise baut der National-Carrier derzeit eine Boeing 737-Max-Flotte auf. 

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Tipp: Vienna Aviation Collectors Day am 14. Oktober 2023

Der Verein Flughafenfreunde Wien wird am 14. Oktober 2023 in der Zeit von 9 Uhr 00 bis 13 Uhr 00 wieder den beliebten Sammler- und Tauschtag am Airport Wien-Schwechat veranstalten. Die Veranstaltung trägt den Namen „Vienna Aviation Collectors Day“ und bietet laut Obmann Gernot Kastner auch in diesem Jahr so einiges. Unter anderem: „Wir freuen uns über eure zahlreiche Teilnahme. Neben dem Luftfahrt-Flohmarkt, Fotobox und der traditionellen großen Tombola wird es Buchpräsentationen von Luftfahrtbüchern geben“.

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Swiss lässt legendäre HB-IOC in Einzelteile zerlegen

Nach über 27 Jahren Einsatzzeit hat das älteste Swiss-Flottenmitglied, der Airbus A321 mit der Registrierung HB-IOC, die letzte Reise angetreten. Der Mittelstreckenjet trug zu Swissair-Zeiten die olympischen Ringe und wurde auch als offizielles Flugzeug des IOC vermarktet – daher auch das auffällige Luftfahrtkennzeichen.  Nach dem Konkurs der Swissair, die als nationaler Stolz der Schweiz galt, wurde auf der Grundlage der einstigen Tochtergesellschaft Crossair die heutige Swiss International Air Lines aufgebaut. Bei dieser verrichtete die HB-IOC noch einige Jahre ihren Dienst. Derzeit wird dieser Airbus A321 im spanischen Castellón verschrottet.  Bei Swiss war besagtes Flugzeug zuletzt unter dem Taufnamen „St. Moritz“ in der Luft. Nach der letzten Reise soll dieser Airbus A321 in Spanien in seine Einzelteile zerlegt werden. Nach Möglichkeit sollen diese recycelt werden. Auch haben sich bereits Hersteller von Luftfahrt-Goodies bestimmte Teile gesichert. Somit dürfen sich Aviatik- und Designfans dürfen sich auf ganz besondere Erinnerungsstücke freuen.  In den 27 Jahren im aktiven Liniendienst – zunächst bei Swissair und anschließend bei Swiss – beförderte die HB-IOC über sieben Millionen Passagiere. 47.000 Starts und Landungen durchgeführt und ist während über 73.000 Stunden im Einsatz gewesen. Vor einigen Monaten wurde die Ikone nach Castellón in Spanien überführt und dort in ihre Einzelteile zerlegt.  Der Carrier selbst nutzt einige Komponenten der HB-IOC weiter. Zum Beispiel wurden Teile der Kabine ausgebaut und finden innerhalb der Lufthansa Group eine neue Verwendung als Crew-Trainer. Was ansonsten noch verwendbar ist, wird als Ersatzteile für andere Flugzeuge dieses Typs verwendet.    Das Flugzeug mit Baujahr 1995, das ursprünglich

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Wien: Austrian Airlines stockt Malé auf

Im Winter 2023/24 wird Austrian Airlines häufiger zwischen Wien und Malé fliegen. Diese Route soll auf bis zu vier wöchentliche Umläufe aufgestockt werden. Mit Wirksamkeit zum 3. Dezember 2023 wird die Lufthansa-Tochter auf bis zu vier Rotationen pro Woche aufstocken. Das Kurspaar OS45/46 wird in Richtung Malé über Nacht durchgeführt. Nach einer Standzeit erfolgen die Rückflüge am Folgetag. Als Fluggerät sind Boeing 777-200 geplant.

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Portugiesische Polizei musste Störenfried aus Jet2-Flug entfernen

Am 17. Juli 2023 ist es auf einem Jet2-Flug von Edinburgh nach Teneriffa Süd zu einer erheblichen Störaktion durch einen unruly PAX gekommen. Die Piloten von Flug LS727 entschieden sich auf dem Flughafen Porto Santo zwischenzuladen, um einen 26-jährigen und eine Frau „rauszuschmeißen“. Eigentlich sollte es ab der schottischen Hauptstadt auf die Kanareninsel Teneriffa gehen. Während dem Flug sollen sich ein Mann und eine Frau dermaßen daneben benommen haben, dass der Kapitän der Boeing 737-800 entschieden hat, dass aus Sicherheitsgründen eine Zwischenlandung auf dem nächstmöglichen Airport eingelegt wird. Dies war der Inselflughafen Porto Santo. Laut lokalen Medienberichten soll die Exekutive von Madeira nicht gerade zimperlich vorgegangen sein. Dies hatte natürlich eine Vorgeschichte, denn die beiden Störenfriede sollen sich regelrecht mit Händen und Füßen dagegen gewehrt haben das Flugzeug zu verlassen. Die Beamten entscheiden sich dann so genannte Taser-Waffen einzusetzen. Anschließend wurden die beiden unruly PAX abgeführt. Das Polizeikommando von Madeira bestätigte den Vorfall und den Einsatz in der von Jet2 betriebenen Boeing 737-800. Man erklärte auch, dass es zu Verhaftungen gekommen ist, weil die Störenfriede „einen rechtmäßigen Befehl des Flugkapitäns missachtet haben“ sowie am Boden dann Anweisungen der Polizei ignoriert wurden und Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet wurde. Der Flug nach Teneriffa-Süd wurde kurz darauf fortgesetzt. Die Boeing 737-800 landete kurz vor Mitternacht am Zielflughafen. Nachstehendes Video wurde auf dem portugiesischen Airport aufgenommen und zeigt Polizisten beim Abführen des männlichen Störenfrieds:

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Tirol: Christophorus 1 musste nach Beschädigung notlanden

Während einem Rettungseinsatz, der von der ÖAMTC-Flugrettung durchgeführt wurde, ist es am Sonntagnachmittag auf dem Hafelekar zu einer Beschädigung des Christophorus 1 gekommen. Der Helikopter berührte dabei mit dem Rotorblatt das Gelände. Der Crew ist es gelungen den Hubschrauber sicher auf dem Flughafen Innsbruck notzulanden. Allerdings konnte der Patient nicht geborgen werden. Ein Helikopter des Innenministeriums übernahm den Noteinsatz, da sich der Christophorus 1 dazu wegen der Luftnotlage nicht mehr in der Lage war.

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Kommentar: Warum das LBA bei Marabu „zahn- und machtlos“ ist

Kaum eine andere Fluggesellschaft schafft es in ähnlicher Häufigkeit in die Negativ-Schlagzeilen zu kommen wie die estnische Condor-Konzernschwester Marabu Airlines. Mittlerweile werden besonders in Luftfahrtforen Stimmen, dass das deutsche Luftfahrt-Bundesamt einschreiten müsse, immer lauter. Es steht ganz in der Tradition von Condor, dass man sich Tochter- bzw. Schwestergesellschaften bedient, um Kosten senken zu können. Beispielsweise gab es in der Vergangenheit mit Condor Berlin, Thomas Cook Aviation und Thomas Cook Balearics gleich mehrere konzerninterne ACMI-Provider, die billiger produzieren sollten als das nahe Frankfurt ansässige Unternehmen. Der Grund dafür ist relativ simpel: Man steht auf vielen Routen in scharfem Wettbewerb mit Billigfliegern, Feriencarriern, aber auch dem ehemaligen Mutterkonzern Lufthansa. Viele Airlines in Deutschland vom Markt verschwunden Der deutsche Ferienflieger-Markt ist mittlerweile auf nur noch wenige Anbieter mit deutschem AOC zusammengeschrumpft. Einst gab es eine Vielzahl kleinerer Airlines, die in diesem Segment tätig waren, jedoch gingen diese entweder pleite oder wurden von größeren Anbietern geschluckt (und gingen wie das Beispiel LTU/Air Berlin dann mit diesen in Konkurs). Condor ist nur noch deshalb auf dem Markt, weil die deutsche Bundesregierung gleich mehrfach finanzielle Feuerwehr spielte. Offenbar hatte der Carrier bessere Argumente als beispielsweise Air Berlin, denn diese wurde zerschlagen und dichtgemacht. Interessanterweise stellt sich Condor immer wieder als absoluter „Underdog“ dar. Zum Beispiel stellte man es bei der Thomas-Cook-Pleite so dar, dass man als „profitables Unternehmen unverschuldet mit den in Strudel“ gezogen wurde. Der Steuerzahler „durfte“ einspringen, dann kamen Corona und der geplatzte Verkauf an die Lot-Mutter PGL und wieder mal machte die Bundesregierung

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Kreuzfahrten: Costa legt Entdeckungsreisen auf

Die Reederei legt mit Wirksamkeit zu September 2023 so genannte „Entdeckungsreisen“ auf. Dabei handelt es sich um Kreuzfahrten mit einer Dauer zwischen 10 und 14 Tagen. Highlights unter den Destinationen sind die Kanarischen Inseln, die es von ihrer wilden Seite zu erkunden gilt, die Atlantikküste von der Normandie bis hin zu den warmen Zielen Spaniens und die atemberaubende Natur der Azoren. Wer lieber in den Osten reist, den erwarten u.a. die unzähligen Facetten der Türkei zwischen Europa und Asien, Ägypten mit den Pyramiden von Gizeh und das Gefühl von 1001 Nacht in Marokko und Israel.

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Tirols erstes „digitales Ferienhotel“ wird am 1. August 2023 eröffnet

In Wildschönau geht das eigenen Angaben nach erste digitale Ferienhotel Tirols in Betrieb. Die Initiatoren des „Das Lenz“ sprechen von einem mutigen Schritt. Hinter dem Projekt stehen die Investoren und Bauherren Dominik Stadler, Patrick Kraisser und Michael Thaler. Es handelt sich allerdings um keinen Neubau, sondern ein Altbestand wurde aufwendig modernisiert. Dieser soll sich nach der Sanierung gut in die Landschaft der Kitzbühler Alpen einführen. Die Betreiber beteuern, dass das Haus den neuesten Erkenntnissen im modernen Hotelbau entsprechen soll. Die Digitalisierung soll eine ganz besondere Rolle spielen. „Was bereits seit Jahren an jedem Flughafen der Welt funktioniert, wird auch im modernen Hotel möglich sein“, ist sich Manager Patrick Kraisser sicher. Reservierungen nimmt man seit April 2023 über Buchungsplattformen wie Booking.com entgegen. Anschließend soll die Customer Journey „den Rest übernehmen“. Was genau darunter zu verstehen ist, wurde seitens der Betreiber aber nicht mitgeteilt. Die Eröffnung soll am 1. August 2023 vollzogen werden. Geschäftsführer Kraisser sagt, dass die Buchungslage „ausgezeichnet“ sein soll. Weiters sollen die 28 Apartments bereits an Käufer aus dem In- und Ausland veräußert worden sein. Nun können diese als Hotel betrieben werden. Was die Gäste im eigenen Angaben nach ersten digitalen Hotel Tirols erwartet, wird sich dann nach der offiziellen Inbetriebnahme zeigen.

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Neue Railjets: ÖBB „kopieren“ Westbahn-Entscheidung

Vor einigen Jahren wurde die Westbahn aufgrund des Umstands, dass man Stadler-Kiss-Triebzüge im Fernverkehr einsetzt, noch belächelt. Der Grund: Dieses Modell basiert auf Nahverkehrszügen, die beispielsweise in Zürich als S-Bahnen eingesetzt werden. Nun haben auch die ÖBB 14 Garnituren bestellt, die in den direkten Wettbewerb mit dem privaten Betreiber gestellt werden sollen. Die Österreichischen Bundesbahnen galten über viele Jahre hinweg nicht gerade als Befürworter von Elektrotriebzügen im Fernverkehr. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die bislang verwendeten Railjets lokbespannte Wendezüge sind. Lediglich die Baureihen 4010/4130 waren in diesem Verkehrssegment über einen längeren Zeitraum im Einsatz. Kurzzeitig hatte man auch 4011 in Betrieb, jedoch wurden diese wieder an die Deutsche Bahn AG zurückgegeben. Die bei Fahrgästen durchaus beliebten 4010 wurden seinerzeits in internen Handbüchern gar „Elektrolokomotive mit Personenbeförderung“ genannt. Der starke Fokus auf lokbespannte Fernzüge hat auch seine Schattenseite, denn abgesehen von den Railjet-Garnituren verfügt man über keinen einzigen Steuerwagen. So kommt es, dass bei Inter- und Eurocity gelegentlich derartige aus dem Nahverkehr, zumeist in Cityshutle-Livery, zum Einsatz kommen. Diese bieten selbstredend nicht den im Fernverkehr üblichen Komfort. ÖBB-Bestellung ist Bestätigung der einstigen Westbahn-Entscheidung Die private Westbahn setzt seit der Betriebsaufnahme auf Doppelstock-Elektrotriebwegen des schweizerischen Herstellers Stadler. Ursprünglich wurden diese für die S-Bahn-Zürich entwickelt, jedoch kommen bei der Westbahn Weiterentwicklungen, die für den Fernverkehr ausgelegt sind, zum Einsatz. Eingefleischte ÖBBler haben zu Beginn durchaus über die Kiss-Triebwägen gelästert, doch nun kommt alles anders, denn auch die Österreichischen Bundesbahnen werden künftig mit Stadler-Kiss-3 unterwegs sein und das ausgerechnet auch auf der

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