Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Urteil im MH17-Prozess: Lebenslange Haft in Abwesenheit

Ein niederländisches Gericht hat mehr als acht Jahre nach dem Abschuss von Malaysia-Airlines-Flug MH17 drei angeklagte Personen zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Die Entscheidung des Strafgerichts hat aber einen Haken: Verhandelt wurde in Abwesenheit der Angeklagten, denn man weiß nicht wo diese sich momentan aufhalten. Es ist auch vollkommen ungewiss, ob die in den Niederlanden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilten Personen jemals ins Gefängnis müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Russland Amtshilfe leistet oder gar ausliefern wird, ist sehr niedrig. Daher hat das am Donnerstag verkündete Urteil vorerst eher symbolischen Charakter. Der vierte Angeklagte wurde – ebenfalls in Abwesenheit – freigesprochen. Am 17. Juli 2014 wurde Flug MH17 über der Ostukraine abgeschossen. Dadurch sind etwa 298 Personen ums Leben gekommen. Da sich überdurchschnittlich viele niederländische Staatsbürger an Bord befunden haben und die Maschine in Amsterdam-Schiphol gestartet ist, hat die Justiz der Niederlande die Strafverfolgung übernommen. Drei von vier Angeklagten haben den Prozess ignoriert Das Gericht hat entschieden, dass die russischen Staatsbürger Igor Girkin und Sergej Dubinski sowie der Ukrainer die Schuld für den Abschuss tragen. Hingegen wurde der Russe Oleg Pulatow freigesprochen. Wie bereits erwähnt: Die vier Angeklagten haben zu keinem Zeitpunkt persönlich am seit März 2020 laufenden Verfahren teilgenommen. Pulatow hat sich wenigstens durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen, jedoch haben die drei anderen Personen das Verfahren komplett ignoriert. Zum Zeitpunkt des Abschusses hatten die Angeklagten hohe Positionen bei den prorussischen Separatisten in der Osukraine. Der ehemalige Geheimdienstoffizier Girkin fungierte als Kommandant im Donbass. Seine „rechte Hand“, Dubinski war vormals Offizier bei der Armee

weiterlesen »

British Airways nimmt Heathrow-Cincinnati auf

Mit Cincinnati wird das IAG-Konzernmitglied British Airways eine weitere Destination in den Vereinigten Staaten von Amerika aufnehmen. Diese soll ab 5. Juni 2023 ab London-Heathrow bedient werden. Das Unternehmen hat angekündigt, dass man während dem Sommer 2023 fünf wöchentliche Umläufe anbieten wird. In der Winterflugplanperiode 2023/24 reduziert man auf vier Kurspaare pro Woche. Es handelt sich um das USA-Ziel Nummer 27, das von British Airways selbst angesteuert wird.

weiterlesen »

Eurowings Discover erstmals am Kruger Mpumalanga International Airport gelandet

Die Lufthansa-Tochter Eurowings Discover ist am 16. November 2022 erstmals auf dem Kruger Mpumalanga International Airport gelandet. Der Premierenflug war unter der Flugnummer 4Y142 unterwegs. Eurowings Discover ist die erste internationale Fluggesellschaft überhaupt, die den Linienbetrieb zum Kruger Mpumalanga International Airport aufgenommen hat. Ganzjährig fliegen wir ab sofort bis zu dreimal die Woche in den Kruger National Park, mit einem kurzen Zwischenstopp in Windhoek. Victoria Falls wird dann im Sommerflugplan ebenfalls wieder mit bis zu drei Frequenzen aufgenommen. Die neue Destination ist auch das erste Ziel von Eurowings Discover in Südafrika.

weiterlesen »

Spicejet steckt tief in den roten Zahlen

Trotz enorm hoher Nachfrage steckt die indische Billigfluggesellschaft Spicejet tief in den roten Zahlen. Der Carrier hat kürzlich die Finanzzahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht und musste einen Verlust in der Höhe von 103 Millionen U.S.-Dollar ausweisen. Die Geschäftsleitung ist der Ansicht, dass das miese Ergebnis auf die stark gestiegenen Treibstoffkosten sowie den Wertverlust der Indischen Rupien gegenüber dem in der Luftfahrt dominierenden U.S.-Dollar zurückzuführen ist. Allerdings hat man auch innerbetrieblich zahlreiche Fehler gemacht, die dazu geführt haben, dass man tiefrote Zahlen verkünden musste. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum, der stark von Corona-Einschränkungen geprägt war, lag das Minus „nur“ bei 70 Millionen U.S.-Dollar. Trotz des Umstands, dass man im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz um 46 Prozent auf rund 240 Millionen Euro steigern konnte, sind die Kosten regelrecht aus dem Ruder gelaufen. Allerdings ist Spiecejet kein Einzelfall. Auch Mitbewerber wie Indigo und Air India leiden unter der massiv gestiegenen Treibstoffkosten. Zusätzlich gestaltet sich der Umstand, dass fast alle Tickets in Indischen Rupien abgerechnet werden, aber viele Kosten, insbesondere für Ersatzteile, in U.S.-Dollar bezahlt werden müssen, nicht gerade hilfreich. Es wird damit gerechnet, dass zahlreiche indische Fluggesellschaften das Jahr 2023 mit tiefroten Zahlen abschließen werden. Der eine oder andere Anbieter hat bereits Staatshilfen beantragt. Trotz enorm hoher Nachfrage steckt die indische Billigfluggesellschaft Spicejet tief in den roten Zahlen. Der Carrier hat kürzlich die Finanzzahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht und musste einen Verlust in der Höhe von 103 Millionen U.S.-Dollar ausweisen. Die Geschäftsleitung ist

weiterlesen »

Klagenfurt: Ryanair nimmt Alicante und Palma de Mallorca auf

Die Billigfluggesellschaft Ryanair nimmt ab Klagenfurt im Sommerflugplan 2023 die Destinationen Alicante und Palma de Mallorca auf. Weiters wird die London-Stansted-Strecke fortgeführt. Auf die Balearen-Insel geht es ab 27. März 2023 vorerst dreimal pro Woche. Die Durchführung der Flüge erfolgt an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag. Alicante soll ab 3. Mai 2023 angeboten werden. Die Durchführung erfolgt jeweils mittwochs und sonntags. London-Stansted, das bereits im Winterflugplan 2022/23 angeflogen wird, will Ryanair auch in der warmen Jahreszeit anbieten. Die Durchführung soll an den Verkehrstagen Montag und Freitag erfolgen.

weiterlesen »

Deutschland hat A350-Regierungsjet übernommen

Am Mittwoch hat Lufthansa Technik den Regierungsjet „Konrad Adenauer“, ein Airbus A350-900, offiziell übergeben. Die Maschine trägt das Kennzeichen 10+01 und wurde mit einer so genannten Regierungskabine ausgerüstet. Die nicht mehr benötigten Teile macht die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer Auktion zu Geld. Siemtje Möller (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium der Verteidigung, taufte das Flugzeug feierlich auf den Namen des ehemaligen Bundeskanzlers „Konrad Adenauer“, in Anwesenheit dessen gleichnamigen Enkels.

weiterlesen »

Flughafen München betreibt Newark-Terminal A

Die Flughafen-München-Tochter Munich Airport NJ LLC wird am Newark Liberty International Airport den Betrieb des neuen Terminals A übernehmen. Dies umfasst die Verantwortung für den operativen Betrieb, die technische Instandhaltung des Terminals und das Management der Einzelhandels- und Gastronomieflächen. Das neue Terminal A am Newark Airport ist mit einer Gesamtfläche von rund 93.000 m² und einer Kapazität von bis zu 14 Mio. Passagieren jährlich eines der größten Infrastrukturprojekte im US-Bundesstaat New Jersey. Das neue Flughafenterminal wird neue Standards in der US-amerikanischen und globalen Flughafenlandschaft setzen. „Die Port Authority NYNJ hat gemeinsam mit dem Flughafen München eine Infrastruktur geschaffen, die mit modernster Technologie und effizienten Prozessen ein einzigartiges Passagiererlebnis bietet und ein neuer Maßstab für die gesamte amerikanische Flughafenindustrie sein wird“, freut sich Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH.

weiterlesen »

Sommer 2023: Alltours baut Türkei-Angebot stark aus

Der deutsche Tour Operator Alltours setzt im kommenden Jahr wieder stark auf Pauschalreisen in die Türkei. Der Reiseveranstalter wird ein Volumen für etwa 500.000 Gäste auflegen. Nach Spanien soll die Türkei im Sommer 2023 das zweitstärkste Alltours-Reiseland werden. „Die Türkei bietet Urlaub auf höchstem Niveau. Mit einer großen Auswahl an Premium-Hotels, einem dichten Flugplan und umfangreichen Kultur-, Sport- und Unterhaltungsangebot zu einem herausragendem Preis-Leistungs-Verhältnis, gehört die Türkei zu den attraktivsten Reisezielen“, erklärte Georg Welbers, Alltours Geschäftsführer Marketing & Vertrieb. Mit 1.220 wöchentlichen Abflügen ab 35 Abflughäfen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ist die Auswahl an Flügen in die Türkei äußerst umfangreich. Nach Antalya an die türkische Riviera fliegen allein aus Deutschland über 100 Flüge täglich. Die Flughäfen Dalaman (südliche Ägäis) sowie die Flughäfen in İzmir und Bodrum (westliche Ägais) werden 45-mal pro Tag von deutschen Flughäfen aus angeflogen. Die Fluggesellschaften im Alltours Reiseangebot sind Sun Express, Pegasus, Freebird, Corendon, Turkish Airlines, Eurowings, Eurowings Discover, TUIfly und Condor.

weiterlesen »

Qazaq Air will bis zu 20 Boeing 737-Max einflotten

Die kasachische Fluggesellschaft Qazaq Air beabsichtigt mit Hilfe von 20 Boeing 737-Max das Streckennetz deutlich zu erweitern. Derzeit ist der Carrier mit fünf de Havilland Dash 8-400 in der Luft. Künftig will man auch auf der Mittelstrecke kräftig mitmischen und beabsichtigt bis zu 20 Boeing 737-Max zu kaufen. Entsprechende Verhandlungen mit Boeing laufen bereits. Derzeit ist noch offen, ob die Maschinen direkt beim Hersteller gekauft werden oder aber über die Exim Bank bezogen werden.

weiterlesen »

Keine Flugaufträge: White Airways kündigt viele Mitarbeiter

Da die portugiesische Regionalfluggesellschaft White Airways den Wetlease-Auftrag von Tap Air Portugal verloren hat, stehen nun 50 Piloten- und 60 Flugbegleiterstellen akut auf der Kippe. Weiters sollen zehn Verwaltungsmitarbeiter abgebaut werden. Im Rahmen einer Betriebsversammlung wurden die Beschäftigten darüber informiert, dass man derzeit keine Flugaufträge hat und somit in naher Zukunft auch keine Flüge durchgeführt werden können. Aus diesem Grund wird man den Personalstand auf 40 Mitarbeiter verkleinern. Das AOC und die Betriebsgenehmigung will man halten, um im Sommerflugplan 2023 wieder fliegen zu können. Die Pilotengewerkschaft SPAC erklärte, dass ihrem Kenntnisstand nach je 12 Piloten, 12 Flugbegleiter und eine nicht näher genannte Anzahl an Wartungs- und Verwaltungsmitarbeitern im Unternehmen bleiben sollen. Die Vorgehensweise von White Airways wird scharf kritisiert. Der Carrier hatte den Wetlease-Auftrag von Tap Air Portugal per Ende Oktober 2022 verloren. Man war mit Turbopropflugzeugen des Typs ATR72 für die größte Airline Portugals unterwegs.

weiterlesen »