Jan Gruber

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Jan Gruber

Selbst Spohr hat es erwischt: QR-Codes von Bordkarten als Türöffner für Datenleaks

Früher enthielten Bordkarten auf der Rückseite einen Magnetstreifen, auf dem relevante Daten für das Boarding gespeichert waren. Die Vordrucke waren nicht nur teuer, sondern Web-Check-In war damit völlig unmöglich. Nach und nach setzten sich Barcodes und QR-Cordes als Nachfolger durch. Doch die „Strichcodes“ haben auch Tücken, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr am eigenen Leib erfahren musste. In Zeiten, in denen man mit Mobiltelefonen SMS schreiben, telefonieren und allenfalls Snake spielen konnte, war die Gefahr von „Datenleaks über die Bordkarte“ eher von untergeordneter Bedeutung. Mittlerweile kann man selbst mit kostenlosen Apps die QR-Codes problemlos auslesen und kommt im Bruchteil einer Sekunde an die enthaltenen Daten. Im Regelfall sind Ticketnummer und/oder Buchungscode enthalten. Das ist auch schon der „Schlüssel“, um bei vielen Airlines an die persönlichen Daten des Passagiers zu kommen. Beispielsweise genügen bei Lufthansa die Eingabe von Buchungscode oder Ticketnummer sowie Name des Passagiers. Letzteres ist logischerweise auch im QR-Code enthalten, denn dieser dient ja primär dem Boarding. Verbraucherschutzverbände, aber auch Airlines selbst, warnen seit vielen Jahren davor, dass man auf Bordkarten gut aufpassen soll. Besonders sollte man diese nicht einfach nach dem Flug einfach wegwerfen, denn die QR-Codes sind der Schlüssel zum Zugriff auf sensible Daten. Lufthansa-Chef Carsten Spohr scheint die Hinweise, die der von ihm geleitete Konzern ausspricht, selbst nicht ganz ernst genommen zu haben. Mit wenig Aufwand rasch an viele Daten So kam es wie es kommen musste: Wie zunächst das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete, soll eine unbekannte Person eine von Spohr in einem Mülleimer geworfene Bordkarte herausgefischt haben.

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Reederei MSC bringt Frachtfluggesellschaft MSC Air Cargo an den Start

Unter dem Markennamen MSC Air Cargo steigt die MSC Mediterranean Shipping Company SA in das Frachtfluggeschäft ein. Anfang des kommenden Jahres will man mit vier von Atlas Air betriebenen Boeing 777-200F loslegen. Eigenen Angaben nach befindet sich das Projekt bereits seit einigen Monaten in der Entwicklungsphase. Sobald das erste Frachtflugzeug, das unter der Marke MSC betrieben werden soll, ausgeliefert wird, soll es losgehen. Operating Carrier wird die Frachtfluggesellschaft Atlas Air. Die Reederei hat Jannie Davel, der zuvor bei Delta Cargo, Emirates SkyCargo und DHL tätig war, mit der Entwicklung des Luftfrachtgeschäfts und dem Aufbau des entsprechenden Teams beauftragt. „Wir freuen uns, die Entwicklung von MSC Air Cargo ankündigen zu können und Jannie Davel an der Spitze dieses aufregenden neuen Angebots für MSC-Kunden zu begrüßen. Dies ist unser erster Schritt in diesen Markt, und wir planen, weiterhin verschiedene Möglichkeiten zu prüfen, um die Luftfracht in einer Weise zu entwickeln, die unser Kerngeschäft der Containerschifffahrt ergänzt“, so MSC-Chef Soren Toft. Die Mediterranean Shipping Company ist die dritte Reederei, die in das Luftfrachtgeschäft einsteigt. Der Mitbewerber CMA-CGM ist bereits seit einiger Zeit in der Luft und Maersk zog kurz darauf nach. Damit sind drei große Containerschiffgesellschaften binnen kurzer Zeit in das Segment Air Cargo eingestiegen.

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Fußball-WM: Katar lässt viele Kreuzfahrtschiffe nicht einlaufen

Während der Fußballweltmeisterschaft dürfen zahlreiche Kreuzfahrtschiffe nicht in den Hafen von Doha einlaufen. Katar begrenzt während diesem Zeitraum die Anzahl der Schiffe und sperrt viele komplett aus. Auch generell gelten während der WM besondere Einreisebestimmungen. Betroffen ist beispielsweise die Aidacosma. Dieser wird im Zeitraum von 19. November bis 17. Dezember 2022 das Einlaufen in den Hafen von Doha verweigert. Nebst der deutschen Reederei sind auch zahlreiche andere Anbieter betroffen. Diese müssen ihre Ausfahrten umplanen und ihren Fahrgästen Alternativen anbieten. Hintergrund ist auch, dass Katar auf dem Seeweg nur Personen mit gültigem WM-Ticket einreisen lassen will. „Aufgrund von sehr kurzfristig bekannt gegebenen behördlichen Vorgaben, auf die wir leider keinen Einfluss haben, kann Aidacosma den Hafen von Doha im Zeitraum der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nicht anlaufen“, ist in einem Anschreiben der Reederei Aida Cruises zu lesen. Betroffenen Fahrgästen sollen Alternativen angeboten werden. Katar sieht sich während der Fußball-WM nicht in der Lage zusätzliche Gäste von Kreuzfahrtschiffen, die kein WM-Ticket haben, beherbergen zu können. Man rechnet mit einem sehr hohen Aufkommen aufgrund des Sport-Events. Diesen Touristen will man ein optimales Erlebnis bieten und schließt daher „Kreuzfahrer ohne WM-Eintrittskarte“ aus.

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Lufthansa nimmt zwei A320 von Austrian Airlines ins Wetlease

Ab November 2022 wird Lufthansa zwei Airbus A320 von Austrian Airlines ins Wetlease nehmen. Die beiden Mittelstreckenjets werden ab Frankfurt am Main nach Graz, Wien, Helsinki, Amsterdam und Paris-Charles de Gaulle eingesetzt. Wie bei Wetlease-Einsätzen üblich wird unter Flugnummern der Lufthansa geflogen. Auf der Graz-Strecke wird Austrian Airlines jene beiden Umläufe übernehmen, die bislang mit Kranich-Fluggerät durchgeführt wurden. Die Air-Dolomiti-Rotation ist vom AUA-Wetlease nicht betroffen. Laut einer Sprecherin der Austrian Airlines ist die Vereinbarung bis vorerst Ende Dezember 2022 befristet. Dazu erklärte die Medienreferentin gegenüber Aviation.Direct: „Um Kapazitäten auszugleichen, wird Austrian Airlines von November bis Ende Dezember 2022 im Rahmen einer Wetlease-Vereinbarung Flugverkehr von der Lufthansa übernehmen. Dabei werden mit zwei Austrian A320-Maschinen Flüge zwischen Frankfurt und Wien, Helsiniki, Amsterdam, Paris und Graz durchgeführt“. Das Fluggerät kommt dabei von Wien und Frankfurt am Main aus zum Einsatz. In der Steiermark stationiert man kein Flugzeug. Laut Austrian Airlines wird Graz im Rahmen der regulären Umläufe bedient.

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Air Arabia baut neuen Ableger im Sudan auf

Die Air Arabia Group wird in Kooperation mit Partnern einen neuen Ableger im Sudan aufbauen. Der künftige Carrier soll als Billigfluggesellschaft positioniert werden und unter dem Namen Air Arabia Sudan auftreten. Kooperationspartner ist die sudanesische Dal Group, die auch Mehrheitsgesellschafter des neuen Ablegers sein wird. Zunächst will man mit Airbus A320 abheben. Dieses Muster ist das Rückgrat von Air Arabia und aller Beteiligungen. Zuletzt hat man mit Fly Arna und Air Arabia Abu Dhabi vergleichbare Neugründungen durchgeführt. An Bord des neuen Lowcosters soll ein mit den bestehenden Fluggesellschaften des Konzerns vergleichbares Produkt geboten werden. Im Bereich des Vertriebs will man von der hohen Bekanntheit der Marke Air Arabia profitieren. Derzeit will man noch ausstehende Unterlagen bei der Zivilluftfahrtbehörde einreichen und den Erstflug zeitnah nach Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung durchführen. „Wir von der Air Arabia-Gruppe freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der DAL-Gruppe bei diesem Joint Venture zur Gründung der neuen sudanesischen Low-Cost-Fluggesellschaft. Wir sind zuversichtlich, dass Air Arabia Sudan dem sudanesischen Luftverkehrssektor einen erheblichen Mehrwert verleihen und direkt zum Wachstum der lokalen Wirtschaft und zur Entwicklung des Reise- und Tourismussektors beitragen wird. Wir danken der DAL-Gruppe und der sudanesischen Zivilluftfahrtbehörde für ihr Vertrauen und freuen uns darauf, Hand in Hand an der Entwicklung der neuen Fluggesellschaft zu arbeiten, die für das Land eine neue preiswerte Flugreiseoption darstellen wird“, so Air-Arabia-Chef Scheich Abdullah Bin Mohamed Al Thani.

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Konkurrenz für Swiss: Delta kündigt New York (JFK)-Genf an

Die U.S.-amerikanische Delta Air Lines bietet erstmals seit 1993 wieder Nonstop-Flüge zwischen Genf und New York-JFK an. Der Carrier plant diese Route am 10. April 2023 aufzunehmen. Man wird in den direkten Wettbewerb mit Swiss treten. Derzeit ist geplant, dass man diese Route täglich bedient. Als Fluggerät sollen Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 767-400 zum Einsatz kommen. Das Comeback in Genf ist durchaus überraschend, denn auf dieser Route hat man nicht nur mit Swiss einen etablierten Konkurrenten, sondern zuletzt steuerte Delta die schweizerische Stadt ab New York im Jahr 1993 an. Damals hatte man die mittlerweile nicht mehr existierende Swissair als Codesharepartner. Wiederaufnahmen auch in Deutschland angekündigt Delta Air Lines will vom JFK aus auch wieder nach Berlin-Brandenburg fliegen. Das Unternehmen geht davon aus, dass man ab 25. Mai 2023 wieder täglich mit Boeing 767-300 zwischen den beiden Metropolen fliegen wird. Mit Düsseldorf und Stuttgart hat man auch zwei weitere Deutschland-Ziele, die schon länger brachliegen, wieder im Fokus. Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg soll dem aktuellen Planungsstand nach ab 26. März 2023 mit Boeing 767-300 von Atlanta aus angesteuert werden. Die Flüge in Richtung Stuttgart sind für die Verkehrstage Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag geplant. Nach Atlanta soll es an es an folgenden Tagen gehen: Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag. Ebenso von Atlanta aus will Delta Air Lines wieder nach Düsseldorf fliegen. Die Wiederaufnahme ist derzeit für den 9. Mai 2023 angekündigt. Von den USA in die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen soll es mit Boeing 767-300 an den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag und Samstag

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Flybe nimmt Kurs auf die Isle of Man

Die britische Regionalfluggesellschaft Flybe beabsichtigt ab 30. Oktober 2022 die Isle of Man ab London-Heathrow und Belfast-City mehrmals wöchentlich anzusteuern. Als Fluggerät kommen Turbopropflugzeuge des Typs de Havilland Dash 8-400 zum Einsatz. Von Belfast-City aus will Flybe sechsmal wöchentlich fliegen. Tickets will man ab 29,99 Pfund-Sterling anbieten. Ab London-Heathrow will der Regio-Carrier fünf Umläufe pro Woche anbieten. Die Flugscheine ab der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs verkauft das Luftfahrtunternehmen ab 79,99 Pfund-Sterling. „Das gesamte Team von Flybe freut sich über unser anhaltendes Wachstum und den erweiterten Winterflugplan, der nicht nur die Erweiterung unserer Flotte und unseres Streckennetzes innerhalb Großbritanniens und Nordirlands, sondern auch in Europa widerspiegelt. Noch stolzer sind wir darauf, dass unsere neue Fluggesellschaft den Kunden auf der Isle of Man, in Belfast und in anderen wichtigen Regionen zusätzliche Reisemöglichkeiten und noch günstigere Angebote bieten wird – gerade jetzt, wo sie am meisten gebraucht werden, um alle Menschen mit ihren Lieben, Erlebnissen und Reisezielen zu verbinden, die in diesem Winter und in der Ferienzeit am wichtigsten sind“, so Flybe-Geschäftsführer Dave Pflieger.

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Bukarest: HiSky Europe legt zwei neue Strecken auf

Auch die rumänische Fluggesellschaft HiSky Europe reagiert auf den Umstand, dass sich der Mitbewerber Blue Air in schweren Turbulenzen befindet. Man legt ab Bukarest zwei weitere Strecken auf. Diese sollen mit Airbus A320 bedient werden. Blue Air musste vor einigen Wochen den Flugbetrieb einstellen. Zunächst ging man davon aus, dass man ab 12. September 2022 wieder abheben kann, jedoch konnte man den Termin nicht einhalten. Derzeit hofft der Billigflieger, dass es am 10. Oktober 2022 soweit sein wird. Allerdings sind noch viele Fragen offen. In der Zwischenzeit haben Mitbewerber wie Wizz Air reagiert und angekündigt, dass die Präsenz in Rumänien deutlich aufgestockt wird. HiSky ist eine Fluggesellschaft mit Sitz in der Republik Moldau. Kürzlich wurde bekannt, dass man über einen Leasinggeber zwei Airbus A321LR beziehen wird. Unter dem Namen HiSky Europe unterhält man in Rumänien eine EU-Tochter. Diese wird im Winterflugplan 2022/23 die Destinationen Brüssel und Dublin neu ab Bukarest anbieten. Beide Routen sollen mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320 bedient werden. Die belgische Hauptstadt soll ab 4. November 2022 an den Verkehrstagen Montag und Freitag bedient werden. Zwischen 30. November 2022 und vorerst 27. Jänner 2023 plant man zusätzlich auch mittwochs zu fliegen. Dublin will man ab 7. Dezember 2023 jeweils an den Tagen Mittwoch, Samstag und Sonntag ansteuern.

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KLM stockt Graz-Amsterdam auf

Die niederländische Fluggesellschaft KLM stockt im Winterflugplan 2022/23 auf der Strecke Graz-Amsterdam auf zehn wöchentliche Umläufe auf. Die Route wird von der Tochtergesellschaft KLM Cityhopper mit Embraer 175 und Embraer 195-E2 bedient. Über das Drehkreuz Amsterdam-Schiphol stehen Passagieren aus der Steiermark Umsteigemöglichkeiten zu 167 Destinationen offen. Dabei handelt es sich um 96 Ziele innerhalb Europas sowie um 71 interkontinentale Strecken. „Es freut uns sehr, dass wir kurz nach dem 5ten Geburtstag der Strecke von Graz nach Amsterdam diese guten Nachrichten haben. Die zusätzlichen Flüge sind nicht nur für den Lokalverkehr zwischen Graz und Amsterdam interessant sondern ermöglichen signifikant bessere Anschlüsse zu vielen Destinationen im weltweiten Streckennetz der KLM“, so Guido Hackl, Country Sales Manager Air France-KLM Austria, Czech Republic & Slovakia. Winterflugplan ab Graz auf einen Blick: KL1895 Amsterdam- Graz: 11:55-13:35 KL1896 Graz-Amsterdam: 14:05-15:55 (Diese Flüge werden täglich durchgeführt.) Neu dazu kommen folgende Flüge: KL1901 Amsterdam-Graz: 17:10-18.:50 KL1902 Graz-Amsterdam: 19:30-21:20 (Diese Flüge werden montags/freitags und sonntags durchgeführt).

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Rumänien: Legend Airlines hat AOC für A340-Betrieb in der Tasche

Die junge Fluggesellschaft Legend Airlines hat seitens der rumänischen Zivilluftfahrtbehörde die AOC-Zulassung für den Maschinentyp Airbus A340 erhalten. Der Vierstrahler mit der Registrierung YR-LRC darf nun für Passagier- und Frachtflüge eingesetzt werden. Die erste Maschine des Start-Ups trägt die Seriennummer 844 und war vormals bei Air Belgium im Einsatz. Vor der Registrierung in Rumänien wurden auf dem Flughafen Amman umfangreiche Wartungsarbeiten vorgenommen. In Kürze wird Legend Airlines mit der künftigen YR-LRB einen weiteren Airbus A340-300 erhalten. Auch dieser war zuvor bei Air Belgium im Einsatz. Beide Flugzeuge werden von Airbus Financial Services geleast. Legend Airlines teilte mit, dass der Flugbetrieb in naher Zukunft aufgenommen werden soll. Man hält die Genehmigung für die Durchführung von Passagier- und Frachtflügen. Das AOC und die Betriebsgenehmigung wurden von der rumänischen Zivilluftfahrtbehörde erteilt.

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