Jan Gruber

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Jan Gruber

Frankfurt: Fraport braucht keine Leiharbeiter aus der Türkei

Leasingpersonal aus der Türkei, das angeblich topqualifiziert wäre, sollte die Urlaube von Deutschen retten. Bislang hat noch kein einziger Leiharbeiter in Deutschland angefangen und nun verzichtet der größte Betreiber, Fraport, auf den Einsatz der „kurzfristigen“ Aushilfen. Rund 2.000 Leiharbeiter aus der Türkei sollten an deutschen Verkehrsflughäfen kurzfristig für Entlastung sorgen. Branchenverbände erklärten, dass man eine türkische Personalleasingfirma an der Hand habe, die entsprechendes Personal samt branchenspezifischer Ausbildungen und bester Deutschkenntnisse breitstellen könne. Branchenkenner haben schon von Anfang an Zweifel gehabt und offenbar lagen diese Skeptiker richtig, denn Deutschlands größter Flughafenbetreiber Fraport verzichtet nun auf Leiharbeiter aus der Türkei. Wie zunächst die „Frankfurter Rundschau“ berichtete, soll das Leasingpersonal nicht den Erwartungen des Fraport-Konzerns entsprechen. So sollen die versprochene Flughafen-Vorerfahrung sowie die Deutschkenntnisse nicht vorhanden sein. Auch soll die überwiegende Mehrheit der angebotenen Leiharbeiter die zugesicherten branchenspezifischen Qualifikationen gar nicht haben. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass man keine Leiharbeiter über die türkische Firma leasen wird. Die erwarteten Qualifikationen, Sprachkenntnisse und Vorerfahrungen wären nicht vorhanden. Man müsste das türkische Leasingpersonal zunächst schulen und das würde sich bei einem von der Bundesregierung auf maximal drei Monate beschränkten Einsatz schlichtweg nicht lohnen. Die Fraport AG zeigte sich im Gegensatz zu anderen Flughafenbetreibern von Anfang an dem Vorhaben gegenüber skeptisch. Während mehrere Branchenverbände regelrecht davon schwärmten, dass im Hochsommer 2022 Leiharbeiter aus der Türkei für Entspannung an den deutschen Airports sorgen werden, äußerte sich der Frankfurter Betreiber skeptisch und meinte, dass dies aufgrund zahlreicher Bestimmungen nicht möglich sein wird. Nun verzichtet Fraport komplett auf Leiharbeiter aus der

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Bosnien: Wizz Air reduziert Angebot ab Sarajevo

Der ungarische Billigflieger Wizz Air fährt die Präsenz auf dem Flughafen Sarajevo zurück. Vor Ort unterhält man eine Basis. Zumindest über den Winterflugplan 2022/23 wird man die Verbindungen nach Malmö, Göteborg, Charleroi, Sandefjord, Paris-Beauvais und Treviso nicht bedienen. Der Verkauf wurde eingestellt. Je nach Destination soll der vorläufig letzte Flug zwischen 7. Oktober und 28. Oktober 2022 durchgeführt werden. Die Verbindung ins deutsche Saarbrücken wird Wizz Air dem aktuellen Informationsstand ab Anfang Dezember 2022 bis voraussichtlich Mitte Jänner 2023 pausieren. Der Billigflieger begründete die Reduktion der Präsenz auf dem Hauptstadtflughafen von Bosnien-Herzegowina nicht explizit, jedoch zeigt sich, dass der Carrier nahezu im gesamten Streckennetz Kürzungen und temporäre Einstellungen vornimmt. Beispielsweise schickt man Mitte September 2022 die britische Basis Cardiff, die von Wizz Air UK betrieben wird, in eine Winterpause. Auf den ersten Blick scheinen die ab Sarajevo angebotenen Ziele auch weiterhin verfügbar zu sein. Allerdings handelt es sich dabei um Flüge von/nach Tuzla. Im ersten Buchungsschritt ist ein kleiner Hinweis sichtbar, der besagt, dass die Maschine in Tuzla landen wird. Derartigen Verkaufsmaßnahmen bedient sich der Billigflieger öfters. Beispielsweise steuert man ab Wien-Schwechat den Flughafen Rom-Ciampino gar nicht an. Dennoch lassen sich Tickets zum kleineren der beiden Flughäfen der italienischen Hauptstadt auswählen. Wizz Air weist jedoch im ersten Buchungschritt darauf hin, dass das Flugzeug in Fiumicino starten bzw. landen wird.

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Vereinigung Cockpit leitet Streik-Urabstimmung bei Eurowings ein

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit leitet bei der Lufthansa-Tochter Eurowings eine Urabstimmung über mögliche Streikmaßnahmen ein. Hintergrund ist, dass die Arbeitnehmervertreter der Ansicht sind, dass der Arbeitgeber „kein verhandlungsfähiges Angebot“ vorgelegt habe. Bis zum 31. August 2022 können die bei Eurowings arbeitenden Mitglieder der Vereinigung Cockpit an der Abstimmung über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen teilnehmen. Die Gewerkschaft teilte dazu unter anderem mit: „Die Tarifverhandlungen der Vereinigung Cockpit mit Eurowings sind ins Stocken geraten. Beim Manteltarifvertrag, der maßgeblich für die Arbeitsbedingungen in den Cockpits relevant ist, konnten trotz mehrerer Gesprächsrunden kaum Fortschritte darüber erzielt werden, wie die Belastungen der Beschäftigten künftig adäquat geregelt werden sollen. Der Arbeitgeber hat kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Die Tarifkommission der Eurowings hat gemeinsam mit dem VC-Vorstand deshalb beschlossen, eine Urabstimmung einzuleiten, die bis zum 31. August läuft“. Gleichzeitig betont die Vereinigung Cockpit, dass die Durchführung der Abstimmung unter den Gewerkschaftsmitgliedern noch nicht bedeutet, dass tatsächlich gestreikt wird. Allerdings ist allein das Ansetzen einer Urabstimmung durchaus ein Druckmittel auf den Arbeitgeber. Die VC kritisiert auch, dass die „ausgedünnte Personaldecke“ auf einen „starken Anstieg des Flugverkehrs getroffen ist“. Bislang „hat es keine vernünftigen Antworten auf diese Situation gegeben“, so die Arbeitnehmervertreter. „Eine Urabstimmung ist kein Streikbeschluss und kein Gesprächsabbruch. Wir sind selbstverständlich weiterhin gesprächsbereit und möchten eine Lösung auf dem Verhandlungsweg erreichen,“ sagt VC-Pressesprecher Lars Frontini. „Bei Eurowings haben wir seit Längerem aber sehr wenig Bewegung auf Seiten des Arbeitgebers erlebt. Deshalb fragen wir nun mit der Urabstimmung ein Meinungsbild bei den betroffenen Kolleginnen und Kollegen ab.“

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Wizz Air UK macht Basis Cardiff temporär dicht

Nach Doncaster macht die Billigfluggesellschaft Wizz Air UK mit Cardiff eine weitere Basis im Vereinigten Königreich dicht. Unternehmensangaben nach soll es sich aber nur um eine temporäre Schließung über den Winter 2022/23 handeln, denn im Frühjahr 2023 will man wieder nach Cardiff zurückkehren. Die Einstellung der genannten Basis erfolgt, da man im Winter ein „schwieriges makroökonomisches Umfeld“ erwartet. Man werde eine begrenzte Anzahl von Flügen ab der walisischen Hauptstadt durchführen, jedoch kommt dabei Fluggerät zum Einsatz, das an anderen Airports stationiert ist. Die vorläufige Schließung der Base erfolgt zum 19. September 2022. Die Maßnahme hat zur Folge, dass die Flüge nach Alicante, Lanzarote, Palma de Mallorca, Teneriffa Süd, Korfu, Heraklion, Faro, Larnaka und Sharm El Sheik ausgesetzt werden. Im Winterflugplan 2022/23 sollen neu die Ziele Mailand-Malpensa und Bukarest angeboten werden. Das Fluggerät stammt dabei aus Italien bzw. Rumänien. „Obwohl dies eine unglaublich schwierige Entscheidung für die Fluggesellschaft ist, wurde sie mit so viel Vorlauf wie möglich getroffen, um Stornierungen in letzter Minute zu minimieren und die Umbuchungsmöglichkeiten für Kunden zu maximieren“, so Wizz Air in einer Erklärung. „Wir schätzen nach wie vor unsere enge Zusammenarbeit mit dem Flughafen Cardiff und planen, den Flugbetrieb am Flughafen im nächsten Jahr wieder aufzunehmen. Wir haben bereits unseren gesamten Sommerflugplan für Cardiff zum Verkauf angeboten und führen zwei neue Winterrouten ein. Es braucht Zeit, um einen nachhaltigen Betrieb an einer Basis aufzubauen, und wir sind bereit, den Betrieb in Cardiff langfristig aufzubauen.“ „Es ist enttäuschend und frustrierend für unsere Kunden, deren Reisepläne durch die

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Flughafen Amsterdam-Schiphol will Passagiere entschädigen

Der niederländische Flughafen Amsterdam-Schiphol steht aufgrund enorm langer Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Zahlreiche Passagiere haben deswegen ihre Flüge verpasst. Nun will der Airport betroffene Reisende entschädigen. In Zusammenarbeit mit einer lokalen Konsumentenschutzorganisation hat man festgelegt, dass Passagiere, die zwischen 23. April und 11. August 2022 aufgrund der chaotischen Zustände ihre gebuchten Flugreisen nicht antreten konnten, Geld zurück bekommen sollen. Dabei sollen die Kosten für einen Ersatzflug sowie für etwaige Hotelkosten erstattet werden. Falls man auf ein anderes Verkehrsmittel ausweichen musste, sollen auch die Ausgaben für die Fahrkarten zurückbezahlt werden. Allerdings müssen Passagiere schnell sein, denn die Ansprüche müssen bis zum 30. September 2022 geltend gemacht werden. Für Abflüge nach dem 11. August 2022 soll es dem aktuellen Stand der Dinge nach keine Entschädigungen mehr geben. Der Airport musste wegen akutem Personalmangel die Anzahl der Passagiere, die Schiphol täglich nutzen können, deckeln. Diese Maßnahme soll bis mindestens Oktober 2022 beibehalten werden.

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Frau in Unterwäsche wollte zweimal in Jet2-Cockpit eindringen

Eine Frau, die sich bis auf die Unterwäsche ausgezogen hat, wollte gleich zweimal in ein Cockpit der britischen Billigfluggesellschaft Jet2 eindringen. Die Frau wurde laut Augenzeugenberichten von einem Passagier aufgehalten. Die Dame soll wiederholt „Allahu Akbar“ gebrüllt haben. Die Situation an Bord soll zunächst völlig normal gewesen sein. Plötzlich soll sich eine Frau bis auf die Unterwäsche ausgezogen haben, zum Cockpit gelaufen sein und dort „Allahu Akbar“-brüllend gegen die Tür geschlagen haben. Laut einem Bericht des britischen Mirrors soll ein Mann, der früher als Security tätig war, eingeschritten sein. Die Frau behauptete, dass sie für den Islamischen Staat tätig wäre und sich im Flugzeug Sprengstoff befinden würde. Der Vorfall an der Cockpit-Tür wiederholte sich, denn der rund 30-Jährigen gelang es den Flugbegleitern zu entwischen. Nun überwältigte der ehemalige Security den Unruly-Pax erneut und das Kabinenpersonal hat sie dann mit der Hilfe des Passagiers an einem Sitz fixiert. Die Jet2-Maschine befand sich auf dem Weg von Zypern nach Manchester. Der Kapitän entschied sich aus Sicherheitsgründen eine Zwischenlandung in Paris einzulegen. Dort wurde die Unterwäsche-Dame von der Exekutive abgeführt. Die Fluggesellschaft bestätigte, dass es Anfang der vergangenen Woche einen Vorfall auf einem Flug von Larnaka nach Manchester gegeben hatte. Aufgrund eines „störenden Passagiers“ habe man eine außerplanmäßige Zwischenlandung in Paris eingelegt. Auf nähere Einzelheiten wollte der Carrier auch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht eingehen.

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Ungarn-Sondersteuer: Ryanair will Kapazität nach Österreich, Rumänien, Kroatien und in die Slowakei verlegen

Die Fluggesellschaft Ryanair prüft derzeit das Flugangebot ab Kroatien, Österreich, Rumänien und der Slowakei zu Lasten jenes ab Ungarn auszubauen. Hintergrund ist die Sondersteuer, die seitens der Orban-Regierung seit 1. Juli 2022 auf Flugtickets eingehoben wird. Der Carrier hat bereits den Verkauf auf insgesamt acht Strecken, die bislang von der Tochtergesellschaft Buzz ab Budapest angeboten werden, eingestellt. Dazu erklärte Konzernchef Michael O’Leary gegenüber Medien unter anderem: „Wir bedauern diese Strecken- und Flugkürzungen, die einzig und allein auf die dumme und unlogische Entscheidung der ungarischen Regierung zurückzuführen sind, die verlustbringende Luftfahrtindustrie mit einer Steuer auf Gewinnüberschüsse zu belegen, die Flüge nach/von Ungarn teurer und weniger wettbewerbsfähig macht. Es ist unerklärlich, dass die verlustbringende ungarische Luftverkehrsbranche mit einer Steuer auf Gewinnüberschüsse belastet wird, während andere mitteleuropäische Flughäfen niedrigere Kosten haben und auch keine idiotische Steuer auf Gewinnüberschüsse erheben“. Da Ryanair Passagiere mit Tickets ab Budapest, die vor dem Inkrafttreten der neuen Sondersteuer gebucht hatten, nachträglich zur Kasse gebeten hatte, verhängte das ungarische Konsumentenschutzamt eine saftige Geldstrafe gegen den Carrier. Die Billigfluggesellschaft will gegen dieses juristisch vorgehen. Im Winterflugplan 2022/23 fährt auch der Mitbewerber Wizz Air die Präsenz in Budapest zurück. Beispielsweise reduziert man auf vielen Strecken die Frequenzen und setzt unter anderem die Verbindung nach Köln/Bonn aus. Im Gegensatz zu Ryanair äußert sich der pinkfarbene Mitbewerber nicht aggressiv gegen die neue Steuer. Der Billigflieger Ryanair will Teile der Kapazität, die man bislang ab Ungarn anbietet, in Nachbarstaaten verlegen. Explizit genannt wurden seitens der Konzernführung Kroatien, Rumänien, Slowakei und Österreich. Die Entscheidung begründet

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Luftwaffe: Deutschland setzt umstrittene Mali-Flüge vorerst aus

Die Bundesrepublik Deutschland wird den Bundeswehr-Einsatz in Mali vorläufig einstellen. Zuvor hatte die Militärregierung des westafrikanischen Staats ein Flugverbot verhängt. Dies führt dazu, dass die Maschinen der Luftwaffe keine Überflüge durchführen können. Die Streitkräfte von Deutschland sind seit einigen Jahren im Rahmen der UN-Mission Minusma in Mali im Einsatz. Es handelt sich um die größte Auslandsaktivität der Bundeswehr. Frankreich hatte sich bereits vor einigen Wochen aus Mali zurückgezogen, da man sich außer Stande sah die Mission weiterhin durchführen zu können. Die Militärregierung von Mali scheint wenig Freude über ausländische Streitkräfte bzw. die UN-Mission zu haben. Die Verweigerung der Überflugrechte bedeutet für die Bundeswehr, dass man den turnusmäßigen Personalwechsel nicht durchführen kann. Im Regelfall wurden hierfür stets Transportmaschinen des Typs Airbus A400M eingesetzt. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht erklärte nun, dass „die Operationen unserer Aufklärungskräfte und die Transportflüge“ vorläufig eingestellt werden. Von einem vollständigen Rückzug aus Mali will man aber nicht nicht sprechen und betont, dass insbesondere die Flüge zu einem späteren Zeitpunkt reaktiviert werden könnten. Ob es dazu kommen wird, bleibt abzuwarten.

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Wien: Ryanair bedient Suceava und Zadar nicht im Winter 2022/23

Die Ryanair Group wird das rumänische Ziel Suceava im Winterflugplan 2022/23 ab Wien-Schwechat nicht mehr anbieten. Die Strecke wird dem aktuellen Planungsstand nach am 28. Oktober 2022 vorerst letztmalig von Lauda Europe bedient. Derzeit ist noch offen, ob sich nur um eine temporäre Einstellung über den Winter 2022/23 handelt oder ob Ryanair diese Verbindung endgültig aufgibt. Jedenfalls behält man sich eine Wiederaufnahme zu einem späteren Zeitpunkt vor, verkauft jedoch keine Flugtickets für den Sommerflugplan 23. Ebenso wird es im Winter 2022/23 keine Nonstopflüge zwischen den Lauda-Europe-Bases Wien und Zadar geben. Diese Route wird am 28. Oktober 2022 – zumindest in diesem Jahr – letztmalig bedient. Derzeit sind noch keine Flugscheine für den Sommerflugplan 2023 buchbar, jedoch soll diese Route reaktiviert werden. Hintergrund der temporären Einstellung ist auch, dass es sich zum eine saisonale Strecke handelt und die Lauda-Europe-Basis Zadar ebenfalls nur saisonal während den Sommerflugplanperioden betrieben wird. Auch ab der Lauda-Europe-Basis Zagreb kommt es zu Veränderungen. Diese Base wird im Winterflugplan 2022/23 nur an den Verkehrstagen Freitag, Samstag, Sonntag und Montag aktiv sein. An den übrigen Tagen fliegen Maschinen der Konzernschwestern Malta Air und Ryanair von anderen Stützpunkten aus die kroatische Hauptstadt an. Die Destinationen Bratislava, Malmö und Thessaloniki werden im Winter 2022/23 nicht angeboten. Die Flüge ab der slowakischen Hauptstadt werden bislang von der polnischen Konzernschwester Buzz durchgeführt.

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Winter 2022/23: Ryanair fährt Präsenz in Budapest zurück

Der Billigflieger Ryanair reduziert im Winterflugplan 2022/23 die Präsenz am Flughafen Budapest. Einige Strecken werden bzw. bleiben vorläufig ausgesetzt. Der Carrier befindet sich mit der ungarischen Regierung aufgrund einer Sondersteuer, die Fluggesellschaften zu bezahlen haben, in einer Streitigkeit. Bereits nach der ersten Ankündigung der umstrittenen Besteuerung von Gewinnen, die Fluggesellschaften ab Ungarn erzielen, drohte der Lowcoster damit, dass man Kapazität abziehen könnte. Im Winterflugplan 2022/23 schafft man vorerst Fakten und fährt den Betrieb der von der polnischen Tochtergesellschaft betriebenen Basis Budapest zurück. Dem aktuellen Planungsstand nach werden bzw. bleiben die Ziele Köln/Bonn, Bordeaux, Krakau, Kaunas, Bournemouth, Riga, Turin und Lappeenranta über die Winterflugplanperiode 2022/23 temporär eingestellt. Erst kürzlich verhängte das ungarische Konsumentenschutzamt eine saftige Geldstrafe über Ryanair, da der Carrier die Passagiere aufgrund der Sondersteuer nachträglich zur Kasse gebeten hat. Gegen das Bußgeld will das Luftfahrtunternehmen ein Rechtsmittel einlegen. Auch der Mitbewerber Wizz Air Hungary fährt im Winterflugplan 2022/23 auf zahlreichen Strecken die Frequenzen zurück. Viele Routen werden temporär eingestellt und sollen im Sommer 2023 wieder reaktiviert werden. Bei Ryanair zeigt sich im Reservierungssystem ein ähnliches Bild. In der Luftfahrtbranche rechnet man damit, dass die Nachfrage im Winterflugplan 2022/23 aufgrund hoher Treibstoffpreise und damit steigender Ticketkosten, aber auch wegen möglicher neuer Coronamaßnahmen gegenüber dem Sommer 2022 deutlich geringer sein könnte. Ein Manager einer europäischen Fluggesellschaft meinte gegenüber Aviation.Direct, dass man sich auf einen „harten Winter“ vorbereite.

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