Jan Gruber

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Jan Gruber

Nur ein Euro Vergütung: Reisebüros fühlen sich von Lufthansa verhöhnt

Eigentlich bezahlt Lufthansa den Reisebüros seit vielen Jahren keine Vermittlungsprovisionen mehr. Doch nun legt man „großzügige Prämien“ für Flugscheine, die noch im August und September 2022 abgeflogen werden auf. Den Agenturen winkt eine Vergütung von nur einem Euro pro Ticket. Das Vorgehen der größten Fluggesellschaft Deutschlands sorgt unter den Reisebüroverbänden für Kopfschütteln, den im Anschreiben, das von Key-Accoung-Managerin Rosamunde Rubino gezeichnet ist, schreibt das Unternehmen: „Da die Mehrarbeit, die auf euch lastet, uns durchaus bewusst ist, hat man einen speziellen Summer Incentive zur Anerkennung eurer Arbeitsleistung ins Leben gerufen“. Daher wolle man die Mehrarbeit für alle Europa-Einzeltickets, die noch im August und September 2022 mit einem Bonus von einem Euro incentivieren. Die geringe Höhe der Vergütung wird von gleich mehreren Verbänden als blanker Hohn aufgefasst, denn den Agenturen würde durch ständige Streichungen, die von Lufthansa vorgenommen werden, erhebliche Mehrarbeit entstehen. Sind nur einzelne Segmente von Absagen betroffen, so können diese oftmals nicht über GDS oder vergleichbare Plattformen von den Agenturen geändert werden, sondern nur über eine spezielle Hotline. Der zusätzliche Arbeitsaufwand wird jedoch von Lufthansa nicht abgegolten. Während im Anschreiben an die Reisebüros unmissverständlich die Rede davon ist, dass mit dem einen Euro, den es pro vermitteltem Ticket gibt, der Mehraufwand abgegolten werden soll, dementiert dies die Medienstelle des Kranich-Konzerns. Eine Sprecherin erklärte unter anderem, dass das aktuelle Programm in keinem Zusammenhang mit dem Mehraufwand stehen soll. Sie hob hervor: „Durch die hohe Anzahl verkaufter Flugsegmente ergeben sich aufgrund der verkauften Menge trotz eines geringen Bonus signifikante Auszahlungen“. Doch genau

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Ab 3. Oktober 2022: Wizz Air will Russland-Flüge reaktivieren

Noch vor wenigen Wochen meinte Wizz-Air-Präsident Robert Carey, dass man längerfristig nicht nach Russland fliegen wird. Nun kündigt Michael Berlouis, Geschäftsführer des in Abu Dhabi ansässigen Ablegers an, dass die Moskau-Flüge per 3. Oktober 2022 reaktiviert werden sollen. Wizz Air Abu Dhabi hat im Dezember 2021 eine Nonstopverbindung zwischen den beiden Hauptstädten aufgenommen. In Moskau steuerte man den Flughafen Vnukovo an. Unmittelbar nach dem Einmarsch der Armee der Russischen Föderation in die Ukraine stellte die Wizz Air Group sämtliche Russland-Flüge ein. Zunächst verschob man die Wiederaufnahmen in die beiden Staaten mehrmals nach hinten, ehe man den Verkauf für die gesamte Sommerflugplanperiode 2022/23 eingestellt hat. Erst vor wenigen Wochen erklärte Wizz-Air-Group-Präsident Robert Carey im Zuge eines Mediengesprächs in Wien, dass man längerfristig nicht nach Russland fliegen wird. Diese Entscheidung hat man offensichtlich verworfen, denn die in Abu Dhabi ansässige Tochtergesellschaft will am 3. Oktober 2022 wieder zwischen der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und Moskau-Vnukovo fliegen. Die VAE haben keine Sanktionen gegen die Russische Föderation verhängt. Allerdings gibt es einige „Hausaufgaben“, die Wizz Air Abu Dhabi vor der Wiederaufnahme der Russland-Flüge zu erledigen hat. Beispielsweise hat der Konzern amerikanische Investoren und Leasinggeber. Aufgrund der harten U.S.-Gesetzgebung könnten diese dem Vorhaben noch einen Strich durch die Rechnung machen. Die komplette Flotte der Wizz Air Group ist geleast, wie Stephen Jones vor einiger Zeit in seiner damaligen Funktion als Geschäftsführer von Wizz Air Hungary gegenüber Aviation.Direct bestätigte. Mittlerweile ist der genannte Manager in Kanada für Flair als CEO tätig. Gegenüber Gulf News erklärte

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Leipzig: SunExpress stockt Antalya auf

Die türkische Ferienfluggesellschaft SunExpress reagiert auf den Umstand, dass der Mitbewerber Corendon Airlines ab vielen deutschen Airports das Angebot stark zurückfährt. Betroffen ist auch der Verkehr zwischen der Bundesrepublik und der Türkei – eigentlich traditionelle Kerngeschäft von Corendon. SunExpress baut zunächst ab dem Flughafen Leipzig/Halle das Flugangebot von/nach Antalya auf. Derzeit bietet das Joint-Venture von Lufthansa und Turkish Airlines bis zu 13 wöchentliche Umläufe zwischen den beiden Städten an. In zwei Schritten erhöht man das Angebot auf 18 Rotationen pro Woche. Zunächst hebt man mit Wirksamkeit zum 13. September 2022 die wöchentlichen Flüge um zwei Umläufe auf 15 Rotationen an. Die zweite Aufstockung ist für den 25. September 2022 angekündigt und bringt drei weitere Umläufe. Die erhöhte Bedienung wird seitens des Carriers mit besonders großer Nachfrage begründet. Vorerst ist geplant, dass bis inklusive 21. Oktober 2022 bis zu 18 wöchentliche Rotationen zwischen Leipzig/Halle und Antalya durchgeführt werden. Eine Verlängerung ist bei anhaltend hohen Buchungszahlen vorstellbar. Der direkte Konkurrent Corendon Airlines und seine maltesische Tochtergesellschaft Corendon Europe hat erst kürzlich den Rotstift im Deutschland-Flugplan angesetzt. Ab nahezu allen Airports, die man in der Bundesrepublik ansteuert, hat man massive Kürzungen vorgenommen. Viele Routen, gerade im Deutschland-Türkei-Verkehr, werden vorzeitig eingestellt. Auf manchen Ferienstrecken kommt es auch zur Zusammenlegung von Flügen. Ein aktueller Tripreport über Corendon findet sich unter diesem Link.

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Luftfracht: Gewessler-Ministerium hält Flughafen Linz für „nicht systemkritisch“

Aus dem Umstand, dass Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) keine sonderliche Freundin der Luftfahrt ist, machte die Politikerin noch nie einen Hehl. Nun liegt sie mit dem Flughafen Linz-Hörsching in einem ungewöhnlichen Clinch. Der Airport soll nicht als „kritische Infrastruktur“ eingestuft sein. Der oberösterreichische Flughafen spielt im Frachtbereich eine immer größere Rolle. Beispielsweise unterhält der Logistikkonzern DHL hier einen Umschlagplatz. Auch zahlreiche andere Cargoairlines steuern Linz-Hörsching planmäßig an. Wenn es aber um für Heizzwecke benötigtes Erdgas geht, soll der Airport laut „Klimaschutzministerium“ nicht systemrelevant sein. Dagegen tritt Flughafendirektor Norbert Draskovits energisch an und hat einen umfangreichen Brief an Leonore Gewessler verfasst. Unter anderem schreibt der Manager: „Hinsichtlich der aktuellen Gaskrise teilen wir Ihnen mit, dass die Flughafen Linz GesmbH im Notfall Gas für Heizzwecke benötigt. Der Fracht- und Hangarbereich kann ausschließlich mit Gas beheizt werden. (…) Wir ersuchen Sie, zur Aufrechterhaltung der Lieferketten und zur Versorgung der Menschen in Österreich unseren Airport als kritische Infrastruktur auch im Notfall mit Gas zu versorgen, damit wir neben Wien die Daseinsvorsorge gewährleisten können“. Gerade während der Corona-Pandemie wurden viele Schutzartikel wie Masken, Handschuhe, aber auch Impfstoffe des Herstellers Biontech/Pfizer über den Flughafen Linz-Hörsching eingeflogen. Draskovits hebt auch hervor, dass er oberösterreichische Airport rund um die Uhr angeflogen werden darf und gerade deshalb im Cargobereich zur kritischen Infrastruktur zählt. Verkehrsministerin Leonore Gewessler lässt nur selten Gelegenheiten aus, um die österreichische Luftfahrt künstlich schlecht zu reden. Bislang brillierte sie jedoch nur mit Ankündigungen, die bis dato nicht umgesetzt wurden, weil sie schwere unionsrechtliche Bedenken beim

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Motorboote dürfen in Kroatien nicht ohne Führerschein gefahren werden

Im Sommerurlaub eine kleine Ausfahrt mit einem Motorboot machen ist für viele eine Freude. Diese kann jedoch in Kroatien bereits vor der Abfahrt enden, wenn man kein entsprechendes Patent hat. Der Mittelmeerstaat verlangt im Gegensatz zu anderen Staaten bereits ab dem ersten PS Motorisierung einen gültigen Bootsführerschein. In der Europäischen Union gibt es keine einheitliche Regelung wie stark ein Wasserfahrzeug angetrieben sein darf, um es patentfrei steuern zu dürfen. Grundsätzlich ist man auf der sicheren Seite, wenn man einen gültigen Sportbootführerschein vorweisen kann. Damit verfügt man über ein amtliches Dokument, das nachweist, dass man befähigt ist ein Wasserfahrzeug zu steuern. Das führerscheinfreie Lenken ist enorm unterschiedlich geregelt. Beispielsweise darf man in Griechenland bis zu 70 PS ohne Schein fahren. In Italien sind es 40 PS und in Deutschland und Spanien jeweils 15 PS. In der Bundesrepublik gibt es noch die Besonderheit, dass das Wasserfahrzeug bis zu 15 Meter lang sein darf. Kroatien hingegen verlangt bereits ab dem ersten PS eine gültige Lizenz. Die Organisation AC Nautic kritisiert die uneinheitliche Praxis, da deren Ansicht nach viele EU-Staaten das Patentwesen defacto in private Hände gelegt hätten. Oft werden die Theorie Prüfungen für die Bootsführerscheine mittels Multiple Choice gemacht. Gelernt wird mittlerweile auch sehr oft nur mehr mittels Apps. Eine verpflichtende Theorie Ausbildung ist in den meisten EU-Ländern nicht gesetzlich vorschrieben. Eine mündliche Prüfung ist oft auch nicht vorgesehen! Daher reicht oft das Lernen von vorgefertigten Antworten und Fragen für die Prüfung. Der Umstand, dass in vielen EU-Ländern zumindest kleinere Boote ohne Patent

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GlobalX will ehemalige Volotea-Boeing-717 betreiben

Der Maschinentyp Boeing 717, der noch von McDonnell Douglas entwickelt wurde, ist mittlerweile immer seltener anzutreffen. In den Vereinigten Staaten von Amerika interessiert sich GlobalX für die Einflottung dieses Musters. Man befindet sich bereits auf der Suche nach Piloten mit entsprechender Musterberechtigung. In den USA dürfte es kein all zu großes Problem darstellen, dass GlobalX Flugzeugführer, die den Anforderungen laut Stellenanzeige entsprechen findet, da beispielsweise Delta dieses Muster noch aktiv betreibt und erst im Zuge der Corona-Pandemie die letzten Einheiten der MD-80-Reihe ausgeflottet hat. Die genannte Airline ist derzeit weltgrößter Betreiber der Boeing 717, die ursprünglich von McDonnell Douglas als MD-95 entwickelt wurde. Laut einem Bericht von CH-Aviation.com soll GlobalX diesen Maschinen Typ von BCC Equipment Leasing leasen. Es handelt sich um einen konzerneigenen Lessor des Herstellers Boeing. Konkret sollen die ehemaligen Volotea-B717 künftig von GlobalX betrieben werden. Konkret geht es um 13 Maschinen, denn die übrigen vier Jets dieses Typs gehören anderen Leasinggebern. Mittlerweile ist der Kreis der Boeing-717-Operator klein geworden. In Europa war Volotea der letzte Betreiber dieses Musters. Weltweit setzen nur noch drei Airlines dieses Muster im großen Stil ein und mit GlobalX kommt ein vierter Betreiber hinzu. Mit 88 Einheiten ist Delta Air Lines der weltgrößte B717-Operator. Hawaiian Airlines setzt 20 Stück ein und Cobham Aviation Services 19 Exemplare. Delta flottet dieses Muster bis zum Jahr 2025 aus, so dass in größerem Umfang Gebrauchtflugzeuge verfügbar sein werden. Als Ersatz dienen Airbus A220.

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DHL: Singapore Airlines hat erste Boeing 777-200F übernommen

Die Frachtflugsparte von Singapore Airlines hat die erste von vorläufig fünf Boeing 777-200F, die im Rahmen einer Kooperation mit dem Logistikkonzern DHL betrieben werden sollen, übernommen. Die Maschine trägt die Registrierung 9V-DHA. Das Cargoflugzeug wurde am 3. August 2022 von Everett nach Singaur Changi überstellt. In Kürze soll diese Boeing 777-200F in den Fracht-Liniendienst gestellt werden. Voraussichtlich im Oktober 2022 soll eine zweite Einheit ausgeliefert werden. Die übrigen Exemplare erwartet Singapore Airlines im kommenden Jahr. Im Eigenbetrieb setzt der Carrier derzeit sieben Boeing 747-400FSCD ein. Die Neuzugänge sind für die Kooperation mit DHL bestimmt. Die insgesamt fünf B777-200F sollen von Singapur aus im Streckennetz der Deutsche-Post-Tochter eingesetzt werden. Aus diesem Grund trägt bereits die erste Einheit eine Hybrid-Livery von DHL und Singapore Airlines.

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Ungarn: Orban-Regierung verhängt 760.797 Euro Geldstrafe über Ryanair

Die ungarische Regierung rund um Viktor Orban hat im Streit mit der Billigfluggesellschaft Ryanair die nächste Eskalationsstufe aufgefahren und gegen den Carrier eine Geldstrafe in der Höhe von umgerechnet 760.797 Euro verhängt. Hintergrund ist, dass sich der Lowcoster massiv gegen die Sondersteuer für Fluggesellschaften zur Wehr setzt. Die Orban-Regierung hat vor einigen Wochen beschlossen, dass so genannte Übergewinne von Unternehmen abgeschöpft werden sollen. Dabei hat man auch die Luftfahrtbranche ins Auge gefasst. Während sich Wizz Air auffällig ruhig verhält, poltert die Führung des irischen Konkurrenten laut gegen diese Sondersteuer und kündigte auch an, dass man diese den Passagieren in Rechnung stellen wird. Wer diese nicht bezahlen will, wird nicht mitgenommen. Ryanair verschickte kurz nach Inkrafttreten des Dekrets von Viktor Orban Nachforderungen an die Fluggäste. Konkret bedeutet das, dass man auch bei bestehenden Buchungen die Sondersteuer nachträglich kassiert. Wer nicht bereit ist die Nachzahlung zu leisten, wird nicht befördert. Genau das wollte die Orban-Regierung aber nicht, denn diese hat angeordnet, dass die Sonderabgabe von den Unternehmen zu leisten ist und eben nicht an Fluggäste durchgereicht werden darf. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Verhaltens von Ryanair polterte der Konsumentenschutzminister, dass man „ungarische Familien schützen müsse“. Die Vorgehensweise der Obran-Regierung ist in der Luftfahrtbranche umstritten, denn nicht alle Carrier sind in die Gewinnzone zurückgekehrt und gerade ab ungarischen Airports sind aufgrund geringer Kaufkraft die Margen recht gering. Auffällig ist aber, dass sich die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air, die außerhalb Ungarns nur selten mit Kritik an der Politik spart, wortkarg verhält. Es werde lange

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Skyexpress kündigt München-Athen an

Die griechische Fluggesellschaft Skyexpress kündigt die Aufnahme von drei neuen Strecken ab Athen an. Es handelt sich dabei um München, Mailand-Malpensa und Sofia. Diese sollen im Regelfall mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320neo bedient werden. Die Landeshauptstadt Bayerns will man ab dem 2. November 2022 erstmals ansteuern. Derzeit ist geplant, dass an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag Airbus A320neo zwischen der griechischen Hauptstadt und dem zweitgrößten Airport Deutschlands pendeln sollen. Skyexpress hatte bislang ab Deutschland eher kleinere Airports im Programm und hat sich von großen Drehkreuzen wie Frankfurt oder München ferngehalten. Mit Beginn der Winterflugplanperiode 2022/23 wird sich das ändern, denn man nimmt die Landeshauptstadt Bayerns ins Programm auf. Da der Carrier über zahlreiche Interlining-Abkommen verfügt, ist damit zu rechnen, dass man auch darauf aus ist Umsteiger schon in München und nicht erst in Athen ins eigene Streckennetz zu bekommen. Ebenfalls ab dem 2. November 2022 will Skyexpress fünfmal wöchentlich die Strecke Sofia-Athen bedienen. Einen Tag später soll Mailand-Malpensa ins Streckennetz aufgenommen werden. Auch auf dieser Route plant der Carrier fünf Umläufe pro Woche. Aviation.Direct hat vor einigen Monaten das Produkt von Skyexpress getestet und in diesem Bericht vorgestellt.

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Deutsche Luftwaffe hat weitere C130-J Super Hercules übernommen

Die deutsche Bundeswehr hat mit der 55+02 eine weitere Maschine des Typs C130-J Super Hercules übernommen. Insgesamt hat die Luftwaffe sechs Stück bestellt. Das erste Flugzeug wurde bereits gegen im Feber 2022 übernommen und trägt die Registrierung 55+01. Gemeinsam mit der französischen Armée de l´Air et de l´Espace baut die Luftwaffe in Evreux eine Staffel auf. Deutschland und Frankreich werden sich Flugzeuge, Techniker, Soldaten und die Infrastruktur teilen. Gestartet wird zunächst mit vier französischen Super Hercules C-130J, zwei davon in der Tankerversion. 2024 ist die Staffel mit zusätzlich sechs deutschen Maschinen komplett. Zum Verband werden dann insgesamt rund 300 Soldatinnen und Soldaten beider Nationen gehören. Das Besondere an diesem Verband ist die komplette Integration: Zum allersten Mal leben, trainieren und arbeiten hier französische und deutsche Piloten, Mechaniker, Avioniker und technische Ladungsmeister gemeinsam. Binationale Crews fliegen die Einsätze und am Boden werden deutsche und französische Maschinen ebenfalls gemeinsam gewartet. Die Flotte der deutsch-französischen Lufttransportstaffel wird künftig aus zehn Super-Hercules-Maschinen der Firma Lockheed Martin bestehen: fünf C-130J-30 und fünf 5 KC-130J (Tankerversion). Frankreich stellt zwei C-130J-30 und zwei KC-130J. Deutschland stellt drei C-130J-30 und drei KC-130J. Die C-130J-30 ist die Langversion der C-130J, die KC-130J verfügt über die Fähigkeit zur Luftbetankung. Die vier französischen Flugzeuge wurden zwischen Januar 2018 und Februar 2020 ausgeliefert und sind derzeit noch in Orléans-Bricy stationiert. Die erste deutsche Super Hercules wurde am 19. Februar 2022 ausgeliefert. Die weiteren folgen jeweils im Abstand von etwa sechs Monaten, so dass die Flotte 2024 komplett ist.

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