Jan Gruber

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Jan Gruber

Winterflugplan 2022/23: Air Baltic fliegt mit sechs Airbus A220-300 für Swiss

Im Winterflugplan 2022/23 will Swiss bis zu sechs Airbus A220-300 von Air Baltic ins Wetlease nehmen. Die Maschinen sollen zusätzlich zu den Embraer-Jets, die Helvetic im Auftrag der Lufthansa-Tochter betreibt, eingesetzt werden. In der laufenden Sommerperiode 2022 ist Air Baltic unter anderem für Eurowings, Eurowings Discover und SAS im Wetlease-Einsatz. Für die zuerst genannte Airline fliegen fünf Airbus A220-300 ab Düsseldorf und EW Discover hat zwei Einheiten für den Einsatz ab München angemietet. Swiss will die voraussichtlich sechs Wetlease-Maschinen überwiegend ab Zürich-Kloten einsetzen. Man hat sich bewusst für Air Baltic bzw. das Muster A220-300 entschieden, da man bereits 21 Flugzeuge dieses Typs im Eigenbetrieb hat. Die Jets werden Flüge übernehmen, welche bis anhin mit Swiss Fluggerät geplant waren. Sie werden auf dem gesamten europäischen Streckennetz zum Einsatz kommen. „Mit dieser Zusammenarbeit wird Swiss ihren Flugplan weiter stabilisieren und die Planungssicherheit für ihre Kund:innen erhöhen. Darüber hinaus soll damit eine zusätzliche Entlastung für die Kabinenmitarbeitenden einhergehen“, so Tamur Goudarzi Pour, Chief Commercial Officer von Swiss. „Die Fluggesellschaft Air Baltic ist ein idealer Wetlease-Partner für uns, da sie wie Swiss die hochmodernen, umweltschonenden und innovativen Flugzeuge vom Typ Airbus A220-300 betreibt. Zudem hat Air Baltic diesen Sommer mit großer Zuverlässigkeit bereits Flüge für andere Fluggesellschaften der Lufthansa Group durchgeführt“. Unabhängig davon wird die Lufthansa-Tochter weiterhin sukzessive eigenes Kabinenpersonal einstellen und ausbilden. Des Weiteren ist die Kooperation mit Air Baltic als Ergänzung der bestehenden Partnerschaft mit Helvetic Airways geplant. Zusätzlich zu den sechs ganzjährig für Swiss betriebenen Helvetic-Flugzeugen können zwecks Abdeckung von Nachfragespitzen

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Kommentar: Für neun Euro in überfüllten Regionalzügen das Klima retten?

Dass Passagiere so allerhand Strapazen auf sich nehmen, wenn es billig ist, ist von Lowcost-Airlines bekannt. Die An- und Abreise zum jeweiligen Airport kann schon mal länger dauern als der eigentliche Flug und allerhand Schikanen der Billigfluggesellschaften werden in Kauf genommen, um für möglichst wenig Geld von A nach B zu kommen. Ein vergleichbares Phänomen zeigt sich seit einigen Wochen im deutschen Schienenverkehr, denn das Neun-Euro-Ticket findet nicht nur enorm viele Abnehmer, sondern viele Reisende nutzen dies auch. Eigentlich wollte die deutsche Bundesregierung mit dieser auf drei Monate befristeten Aktion primär Pendlern unter die Arme greifen bzw. Autofahrer zum Umstieg auf Bahn und Bus bewegen. Der Umstand, dass der Löwenanteil des Zeitraums, in dem dieser Billigfahrschein angeboten wird, in die Sommerferien fällt, hat bereits im Vorfeld erahnen lassen, dass auch Urlaube und Ausflüge im großen Stil gemacht werden. Für lediglich neun Euro pro Monat kann man in Deutschland in den Monaten Juni, Juli und August 2022 nahezu alle Angebote des Regionalverkehrs nutzen. Fernzüge wie Intercity, Eurocity und IntercityExpress sind nicht inkludiert. Die Folge daraus: Die Auslastung im Fernverkehr ist drastisch gesunken, denn viele nutzen lieber die langsameren, aber im Billigticket inkludierten Regionalzüge. Diese sind vielerorts so stark überfüllt, dass Fahrkartenkontrollen gar nicht durchgeführt werden können, denn den Zugbegleitern ist es schlichtweg unmöglich durch die Waggons zu kommen. Zu Spitzenzeiten ist jeder Quadratzentimeter mit Fahrgästen besetzt und wenn man nirgendwo anders Platz findet, wird auch die Toilette zum „Ersatzabteil“. Flughäfen jammern wegen Parkplatz-Umsatzrückgängen Gleichzeitig entwickelte sich unter deutschen Journalisten ein neues

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Ukraine entzieht Bees Airline AOC und Betriebsgenehmigung

Geflogen ist die ukrainische Billigfluggesellschaft Bees Airline bereits vor dem Einmarsch der Armee der Russischen Föderation in die Ukraine nicht mehr selbst. Die Leasinggeber haben die Maschinen aufgrund akuter Kriegsgefahr eingezogen. Nun ist der Lowcoster auch AOC und Betriebsgenehmigung los. Unmittelbar vor des von Russland angezettelten Kriegs in der Ukraine haben zahlreiche Lessoren verlangt, dass ihre Flugzeuge sofort außer Landes gebracht werden müssen. Nebst SkyUp, Ukraine International und anderen Anbietern war auch Bees Airline betroffen. Auf einen Schlag hatte man keine Maschinen mehr zur Verfügung. Übergangsweise behalf man sich mit ACMI-Lösungen, jedoch ein paar Tage später verfügte die Regierung aufgrund des Angriffs der Russen ein generelles Flugverbot für zivile Maschine. Dieses dauert noch immer an. Bees Airlines ist seit einigen Monaten keinen Meter geflogen. Unabhängig von der weiteren Kriegsentwicklung könnte es noch sehr lange dauern bis dieser Carrier wieder abheben kann, denn die Zivilluftfahrtbehörde der Ukraine hat AOC und Betriebsgenehmigung entzogen. Das Unternehmen erfüllt die Voraussetzungen nicht mehr. Es ist zwar möglich, dass man dieses – bei Erfüllung aller Vorschriften – zurückerhalten kann, jedoch ist ein Prüfverfahren neu zu durchlaufen. Erst vor wenigen Tagen sorgte Bees Airline mit einem patriotisch formulierten Kundenanschreiben für Aufsehen. In diesem bat man um Spenden für Projekte, die von der eigens gegründeten Organisation „Bees fur Future“ unterstützt werden sollen. Das Wording rund um den Aufruf wich stark von vergleichbaren Schreiben ab. Aviation.Direct hat vor einiger Zeit das Produkt des Billigfliegers auf der Strecke Eriwan-Odessa gestestet. Der Bericht findet sich unter diesem Link.

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Sansted: Ehemaliger Lauda-Europe-Flugbegleiter wegen Saufgelage vor Gericht

Jener Kabinenmitarbeiter der Ryanair-Tochter Lauda Europe, der im Mai während einem Flug von Polen nach London-Stansted alkoholische Getränke wie Jack Daniels konsumierte und dies auch noch mit entsprechenden Posen im Internet teilte, wurde nun im Vereinigten Königreich vor Gericht gestellt. Der ehemalige Flugbegleiter ist der Ansicht, dass er „kein Krimineller“ ist. Der Vorfall sorgte europaweit für Aufsehen, denn am 18. Mai 2022 bediente sich der damalige Lauda-Europe-Flugbegleiter aus den Vorräten, die eigentlich zum Verkauf an die Passagiere bestimmt waren, und nahm kräftige Schlücke aus Jack-Daniels- und Wein-Flaschen. Er posierte entsprechend für Fotos, die anschließend – auch von ihm selbst – im Internet geteilt wurden. Lauda Europe sprach unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls die fristlose Entlassung aus. Die Strafverfolgungsbehörden des Vereinigten Königreich haben zwischenzeitlich Anklage erhoben. Der Prozess fand diese Woche vor dem Chelmsford Magistrates‘ Court in Essex statt. Das Gericht hat noch kein Urteil verkündet, sondern für den 31. August 2022 zur Urteilsverkündung geladen. Laut Staatsanwaltschaft ist der Fall für die britische Justiz durchaus kompliziert, weil es aufgrund der Seltenheit derartiger Vorfälle „keine Richtlinien für die Verurteilung“ gibt. Dies könnte auch der Grund dafür sein, dass sich das Gericht mehr Zeit für die Entscheidung nimmt. Dem jungen Mann kann eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren oder aber eine Geldstrafe blühen. Auch die Übertragung an die nächst höhere Instanz steht im Raum. Der gesetzliche Grenzwert für Luftfahrtpersonal liegt bei 9 mcg Alkohol pro 100 ml Atemluft, was niedriger ist als der gesetzliche Grenzwert für das Führen von Fahrzeugen von 35

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Kosovo: Staatsanwaltschaft verhaftet Prishtinajet-Eigentümer

Die beiden Eigentümer der „Fake-Airline“ Prishtinajet wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Pristina verhaftet. Einer der beiden fungierte auch als Geschäftsführer der Briefkastenfirma, die offiziell in München sitzt, jedoch eine Geschäftsanschrift in Düsseldorf angibt.Den Managern wird vorgeworfen, dass diese im großen Stil Tickets für nichtexistierende Charterflüge verkauft haben sollen. Für alle Verdächtigten gilt die Unschuldsvermutung. In sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram warb Prishtinajet mit Fotos von Flugzeugen von Air Malta und Malta MedAir mit besonders günstigen Preisen um Kundschaft. Über die eigene Homepage verkaufte man die „Tickets“ zu besonders günstigen Preisen. Auf den „Bestätigungen“ wurde dann der Two-Letter-Code von Heston Airlines verwendet. Alle genannten Fluggesellschaften erklärten gegenüber Aviation.Direct, dass man mit Prishtinajet in keiner Geschäftsbeziehung steht und definitiv für dieses Unternehmen keine Charterflüge durchführt. Auch sämtliche Airports, die Prishtinajet im „Streckennetz“ hatte, wussten nichts von deren Charterflügen. Flüge gab es keine und nur dann, wenn die Geschädigten hartnäckig mit Strafanzeigen gedroht haben, soll das bezahlte Geld zurückgeflossen sein. Während die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland, wo Prishtinajet offiziell sitzt, eher zurückhaltend sind, hat man im Kosovo Fakten geschaffen. Die dortige Staatsanwaltschaft hat die beiden Eigentümer der deutschen Prishtinajet UG verhaftet. Betroffen ist auch der Geschäftsführer. Die Strafverfolgungsbehörde teilte mit, dass man auch Hausdurchsuchungen durchgeführt hat und dabei Beweismaterial, das den Anfangsverdacht erhärtet haben soll, gefunden und beschlagnahmt habe. Die Beschuldigten, für die die Unschuldsvermutung gilt, werden in Kürze einem Untersuchungsrichter vorgeführt, der darüber entscheidet, ob die Untersuchungshaft fortgeführt wird. Die Staatsanwaltschaft geht nach heutigem Stand der Dinge davon aus, dass man Anklage

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Mietwagen-Vermittler will sinkende Preise wahrnehmen

Die gewerblichen Vermieter von Kraftfahrzeugen haben heuer die Preise drastisch angehoben. Punktuell kommt es auch zu Engpässen, denn die momentane Nachfrage schein den einen oder anderen Anbieter zu überraschen. Der Vermittler Sunny Cars ist aber der Ansicht, dass es derzeit wieder zu Preissenkungen kommt. An manchen Destinationen scheint aufgrund hoher Preise die Nachfrage stark rückläufig zu sein. Darauf reagieren manche Vermieter mit Vergünstigungen. Sunny Cars hält diese Entwicklung für nicht vorhersehbar. „Die Auswirkungen des fallenden Konsumklima-Index spürt nun auch der Mietwagenmarkt. Bei den Urlaubsautos beginnt eine unerwartete Trendwende. Dabei ändert sich die Marktsituation, weist dabei jedoch kein einheitliches Bild auf. Vielmehr entwickelt sie sich ähnlich tagesaktuell wie die Aktienbörse“, so das Unternehmen. Mit 75 Prozent beziehen sich die meisten im Juli 2022 eingegangenen Buchungen auf die Hauptsaison von Juli bis September 2022. Dabei zeigt sich weiterhin die kleinste Fahrzeugkategorie „Economy“ als Liebling der Reisenden: Rund 65 Prozent aller Buchungen entfallen auf diese Kategorie der Klein- und Kleinstwagen. Die durchschnittliche Buchungsdauer stieg um 0,4 Tage an, verglichen mit der Zeit vor Corona. Durchschnittlicher Buchungswert Sunny Cars / Year to date: 2019/Juli: 352 Euro 2022/Juni: 647 Euro 2022/Juli: 581 Euro 2019/Juli vs. 2022/Juli = +65 % Wert pro Buchung zu Vor-Corona 2022/Juni vs. 2022/Juli = -10,2 % Wert pro Buchung zum Vor-Monat Die meisten Buchungen im Juli 2022 fielen auf diese fünf Zielgebiete: Spanien Griechenland Italien Portugal USA

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Juli 2022: Ryanair hatte 16,8 Millionen Passagiere an Bord

Die Ryanair Group beförderte im Juli 2022 rund 16,8 Millionen Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum konnte sich der Billigflieger um 81 Prozent verbessern. Die Auslastung wird mit 96 Prozent kommuniziert und liegt somit um 16 Prozentpunkte über jener, die man im Juni 2021 hatte. Seit Jahresanfang hatte die Ryanair Group eigenen Angaben nach 142 Millionen Passagiere an Bord. Damit liegt man erheblich über dem Aufkommen der ersten sieben Monate von 2021, denn damals nutzten 40 Millionen Reisende den irischen Billigflieger. Der Ladefaktor verbesserte sich um 14 Prozentpunkte auf 87 Prozent. Ryanair-Zahlen auf einen Blick: Monat (2022) Passagiere Auslastung Dezember   9.5m 81% Januar   7.0m 79% Februar   8.7m 86% März 11.2m 87% April 14.2m 91% Mai 15.4m 92% Juni 15.9m 95% Juli 16.8m 96%

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Australien: McDonalds-Menü brockte Passagier 1.820 Euro Geldstrafe ein

Die Einfuhr von Lebensmitteln tierischer Herkunft ist Reisenden in vielen Staaten, darunter auch der EU-Schengen-Raum, zumeist nicht gestattet. Besonders streng handhabt dies beispielsweise Australien. Ein Passagier, der von einem Bali-Urlaub nach Darwin nach Hause geflogen ist, musste wegen einem mitgebrachten McDonalds-Menü eine saftige Geldstrafe von umgerechnet 1.820 Euro bezahlen. Das Corpus Delicti: Ein in Indonesien im Fastfood-Lokal gekauftes Menü, das aus zwei Eier-Muffins und einem Schinkencroissant bestand. Diese hätte der Australier nicht mit nach Hause nehmen dürfen, denn die lokalen Bestimmungen besagten, dass derartige Lebensmittel von Privatpersonen nicht eingeführt werden sollen. Der Passagier wurde im Zuge einer Kontrolle von einem speziell ausgebildeten Spürhund erwischt. Für den Verstoß kassierte der Australier eine saftige Geldstrafe in der Höhe von 2.664 Australischen Dollar (ungefähr 1.820 Euro). Ironischerweise hätte er das selbige Menü wesentlich billiger in einer Macca’s (unter diesem Namen tritt McDonalds seit einigen Jahren in Australien auf) in Darwin kaufen können. „Dies wird die teuerste Maccas-Mahlzeit sein, die dieser Passagier je zu sich genommen hat. Die Geldstrafe ist doppelt so hoch wie ein Flug nach Bali, aber ich habe kein Mitleid mit Menschen, die die strengen australischen Biosicherheitsmaßnahmen missachten, und die jüngsten Nachweise zeigen, dass Sie erwischt werden. Australien ist MKS-frei, und wir wollen, dass das auch so bleibt. … Biosicherheit ist kein Witz – sie hilft, Arbeitsplätze, unsere Farmen und Lebensmittel zu schützen und die Wirtschaft zu unterstützen“, erklärt Australiens Landwirtschaftsminister Murray Watt. Strenge Quarantänevorschriften auch für Tiere Downunder praktiziert schon sehr lange äußerst strikte Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel tierischen Ursprungs. Auch

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Flughafen Wien AG korrigiert Gewinnprognose nach oben

Die Flughafen Wien AG rechnet damit, dass man heuer einen Umsatz in der Höhe von 670 Millionen Euro erzielen wird. Dies bisherige Prognose wurde um 30 Millionen Euro angehoben. Auch soll der prognostizierte Gewinn höher ausfallen. Das börsennotierte Unternehmen teilte am Mittwoch ad hoc mit, dass man mit einem positiven Ebitda in der Höhe von „zumindest rund 290 Millionen Euro“ rechnet. Dies vormalige Prognose wurde damit um 30 Millionen Euro nach oben korrigiert. Das Jahresergebnis soll mit „mindestens 100 Millionen Euro“ positiv ausfallen. Vormals rechnete man mit etwa 80 Millionen Euro. Allerdings weist der Vorstand der Flughafen Wien AG auch darauf hin, dass es Faktoren gibt, die die Vorausschau negativ beeinflussen können. Dazu schreibt das Unternehmen: „Die angepassten Werte erfolgen unter der Annahme, dass es im Herbst und Winter zu keinen pandemiebedingten Lock Downs oder massiven Verkehrsbeschränkungen kommt. Die Investitionen werden bei rund € 84 Mio. liegen. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt der heute nicht abschätzbare weitere Verlauf des Krieges in der Ukraine und dessen Folgen für den Luftverkehr“.

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EASA hat Preighter-Ära beendet

Seit 1. August 2022 sind so genannte „Preighter“ in der Europäischen Union Geschichte, denn die EASA hat die seit Frühjahr 2020 bestehende Ausnahmeregelung nicht mehr verlängert. Man hält dies für nicht mehr notwendig. Zu Beginn der Corona-Pandemie waren Passagierflüge aufgrund von Grenzschließungen bzw. nahezu unüberwindbaren Einreise- und Quarantänebestimmungen, die panikartig ohne jegliche wissenschaftliche Evidenz erlassen wurden, so ganz und gar nicht gefragt. Viele Fluggesellschaften haben ihren Betrieb temporär eingestellt bzw. konnten sich zumindest teilweise ins Frachtgewerbe „flüchten“. Temporär bestand eine äußerst hohe Nachfrage, so dass auch Passagierflugzeuge für den Transport von Masken und sonstigen Gütern herangezogen wurden. Auch die österreichische Austrian Airlines funktionierte Maschinen, mit denen normalerweise Passagiere transportiert werden, temporär in so genannte „Preighter“ um. Für den genannten Carrier war es aber eher ein „Groscherlgeschäft“, denn in Österreich gab es – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern – keinen Frachtboom. Im Gegenteil: Das Aufkommen war sogar stark rückläufig. Die EASA sieht nun keine Notwendigkeit für den weiteren Einsatz von Passagierflugzeugen als so genannte „Preighter“. Die Ausnahmeregelung ist am 31. Juli 2022 ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Dazu erklärt die europäische Behörde:  Die Ausnahmeregelungen wurden nicht über den 31. Juli 2022 hinaus verlängert. Das Gleiche gilt für bestehende Genehmigungen, die auf der Grundlage der Abweichung für die Beförderung von Fracht in Fahrgasträumen erteilt wurden. Es wird erwartet, dass die Frachtkapazität in den Laderäumen von Passagierflugzeugen bis zum Sommer 2022 zunehmen wird, was den Druck auf die Logistikkette verringern wird“.

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