Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Tel Aviv: El Al plant Nonstop-Flüge nach Melbourne und Tokio

Über Jahrzehnte hinweg war der Luftraum von Saudi-Arabien für Fluggesellschaften aus Israel tabu. Das änderte sich vor einigen Wochen, so dass beispielsweise El Al keine langen Umwege mehr fliegen muss. Nun denkt man über Nonstopflüge nach Melbourne und Tokio nach. Bedingt dadurch, dass beispielsweise El Al nun den Luftraum von Saudi-Arabien nutzen darf, entfallen zuvor praktizierte Umwege. Für den Carrier eröffnet das neue Möglichkeiten, die man ergreifen möchte. Ab der Homebase Tel Aviv will man Melbourne und Tokio aufnehmen, jedoch wurden noch keine konkreten Termine für die Erstflüge genannt. Rein theoretisch hätte man diese beiden Ziele auch schon vor der Aufhebung des Flugverbots im Luftraum von Saudi-Arabien anbieten können, jedoch vertrat man bei El Al die Ansicht, dass diese aufgrund der notwendigen Umwege unwirtschaftlich gewesen wären. Firmenchefin Dina Ben Tal Ganancia kündigte nun an, dass man Nonstop-Flüge nach Melbourne und Tokio aufnehmen möchte. Die Managerin sieht auch Potential zahlreiche Umsteiger, beispielsweise aus Europa, über Tel Aviv nach Japan und Australien befördern zu können. Derzeit laufen die Planungen für die Aufnahme der beiden Routen, jedoch stehen noch keine Termine für die Erstflüge fest.

weiterlesen »

Quartalszahlen: Air France-KLM kehrt in die Gewinnzone zurück

Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern Air France-KLM konnte im zweiten Quartal des Jahres 2022 einen Gewinn in der Höhe von 324 Millionen Euro schreiben. Das Betriebsergebnis lag bei 386 Millionen Euro. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum, der tief in den roten Zahlen war, konnte man sich um 1,8 Milliarden Euro steigern. Die der Firmengruppe angehörigen Fluggesellschaften konnten 22,8 Millionen Reisende befördern und sich damit im Jahresvergleich um 225 Prozent steigern. Hinsichtlich der Flotte gab es im zweiten Quartal 2022 bei KLM Neuzugänge: Die Tochtergesellschaft Cityhopper hat drei werksneue Embraer E195-E2 in Betrieb genommen. Bei Air France sind zwei Airbus A220-300 und drei A350-900 eingeflottet worden. Im Gegenzug hat man sich von einer Boeing 777-200, drei Airbus A319 und zwei A320 getrennt. Bei der Regionaltochter Hip wurden fünf Bombardier CRJ-1000 und zwei Embraer E170 ausgeflottet.

weiterlesen »

Russland will sich mit Ersatzteilen und Wartungsdienstleistungen aus dem Iran eindecken

Die Russische Föderation und der Iran haben ein Abkommen unterschrieben, das den Export von im Iran hergestellten Ersatzteilen und sonstigen Ausrüstungsgegenständen von Flugzeugen ermöglichen soll. Aufgrund von Sanktionen können beide Staaten derzeit auf dem regulären Weg nichts beziehen. Weiters soll der Vertrag auch Wartungsdienstleistungen sowie technische Unterstützung umfassen. Damit will Russland die Versorgung von Verkehrsflugzeugen, die im Westen gebaut wurden, sicherstellen. Der Iran verfügt über langjährige Erfahrung in der Beschaffung bzw. Herstellung von Ersatzteilen auf dem irregulären Weg. Dass sich die Russische Föderation an den Iran wendet, der aufgrund von U.S.-Sanktionen schon lange nicht mehr auf dem Weltmarkt einkaufen kann, kommt wenig überraschend. Man will sich offensichtlich das Know-how in Sachen Eigenversorgung nützlich machen. Allerdings können Maschinen, die mit Ersatzteilen „Marke Eigenbau“ versehen werden, massiv an Wert verlieren. Am Rande des genannten Abkommens wurde auch vereinbart, dass die Flugfrequenzen zwischen den beiden Staaten auf 35 Rotationen pro Woche angehoben werden sollen. Derzeit sind Mahan Air, Nordwind Airlines und Aeroflot im Russland-Iran-Verkehr tätig. Für Cargoflüge soll es künftig keine Beschränkungen mehr geben.

weiterlesen »

Fluggastzahlen: Österreich Flughäfen im ersten Halbjahr 2022 deutlich im Plus

Im ersten Halbjahr 2022 wurden die österreichischen Verkehrsflughäfen von insgesamt 10.675.485 Passagieren genutzt. Das Ergebnis liegt deutlich über der Leistung, die man im Vorjahreszeitraum hatte, jedoch hat man das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht. Durchgeführt wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 97.425 kommerzielle Flugbewegungen. Mit 81.017 Starts oder Landungen ist die überwiegende Mehrheit auf den größten Airport des Landes, Wien-Schwechat entfallen. Dieser hatte mit 9.237.544 Reisenden auch den Löwenanteil der Fluggäste. Mit 29.049 Passagieren hatte Klagenfurt mit großem Abstand die wenigsten Fluggäste. Innerhalb der ersten sechs Monate dies laufenden Jahres wurden ab diesem Airport lediglich 489 Starts oder Landungen durchgeführt. Salzburg hatte im gleichen Zeitraum 634.397 Reisende bei 6.354 Flugbewegungen. Damit war der Flughafen die Nummer Eins unter den Bundesländer-Airports. Flughafen Bewegungen 1.HJ. Passagiere 1. HJ. Wien   81 017  9 237 544 Graz   3 605   227 489 Innsbruck   4 350   463 537 Klagenfurt    489   29 049 Linz  1.610  83.469 Salzburg   6 354   634 397 Gesamt 1. HJ.   97 425  10 675 485 Wien: Kontinuierliche Erholung seit Jahresanfang 2022 In Wien-Schwechat ist seit Jahresbeginn eine kontinuierliche Steigerung der Nutzung zu beachten. Im Jänner 2022 hatte Österreichs größter Flughafen 819.674 Reisende, die auf 9.801 Bewegungen unterwegs waren. Lediglich im Feber 2022 hatte man weniger Flüge, jedoch waren diese besser ausgelastet, da man sich gegenüber Jänner 2022 steigern könnte. Im Mai 2022 konnte der Flughafen Wien-Schwechat wieder die Zwei-Millionen-Fluggäste Marke durchbrechen. Zuletzt hatte man im Juli 2022 2.400.515 Passagiere, die auf

weiterlesen »

Mit patriotischem Anschreiben: Bees Airlines sammelt Spenden

Nicht näher namentlich genannte Mitarbeiter der ukrainischen Billigfluggesellschaft Bees Airline haben einen Hilfsfonds ins Leben gerufen. Dieser sammelt Spenden für verschiedene Sozialprojekte in der Ukraine. Bereits kurz vor dem Beginn des Angriffs der Russischen Föderation gegen die Ukraine musste Bees Airline die komplette Boeing-737-Flotte ausfliegen. Hintergrund war, dass die Leasinggeber die sich zuspitzende Sicherheitslage als Risiko für ihr Eigentum betrachtet haben. Auch Mitbewerber wie SkyUp Airlines mussten die Flotten nach und nach außer Landes bringen. Bees Airline konnte den Flugbetrieb noch einige Tage aufrechterhalten, denn man bediente sich Wetlease-Gerät anderer Carrier. Allerdings war nach kurzer Zeit Schluss, denn unmittelbar nach dem Angriff der Russischen Föderation gegen die Ukraine wurde der Luftraum gesperrt. Dieser Zustand ist aufgrund des Krieges weiterhin aufrecht. In einem durchaus patriotischen Anschreiben erklärt der ukrainische Billigflieger, dass man aufgrund des Krieges alle Pläne „bis zum Sieg“ verschieben musste. Im Wortlaut schreibt das Unternehmen: „Wir sind das Team von Bees Airline und haben uns aufrichtig bemüht, die Luftfahrt und den Tourismus in der Ukraine zu entwickeln. Aber der Krieg zwang uns, den Flugbetrieb vollständig einzustellen und alle Pläne bis zum Sieg zu verschieben. Wir glauben aufrichtig, dass wir Sie in naher Zukunft auf unseren Flügen begrüßen können. Aber gleichzeitig können wir nicht tatenlos zusehen. Jeder von uns an unserer Front leistet seinen Beitrag zu einem solchen ersehnten Sieg“. Die Initiative „Future with Bees“ soll „für das Leben der Opfer zu kämpfen, ihre Rehabilitierung zu organisieren und gemeinsam mit fürsorglichen Menschen zum Wiederaufbau unseres Landes beizutragen“. Weiters ist zu

weiterlesen »

Drei russische Carrier interessieren sich für reaktivierte Flugzeuge

Drei russische Fluggesellschaften können sich vorstellen reaktivierte Maschinen aus lokaler Produktion in ihre Flotten aufzunehmen. Es handelt sich um insgesamt elf Flugzeuge, die von der United Aircraft Corporation flugfit gemacht werden. Das Handelsministerium der Russischen Föderation will umgerechnet rund 253 Millionen Euro bereitstellen, um eine Antonow An-124, zwei Ilyushin Il-96-400T und acht Tupolew Tu-204/214 zu reaktivieren und wieder in den Flugbetrieb zurückzubringen. Das Projekt soll bis spätestens 2024 abgeschlossen sein. Aviastar-TU, Red Wings und Volga-Dnepr Airlines haben gemäß einem Bericht der Zeitung Vedomosti deutliches Interesse am Betrieb dieser Flugzeuge signalisiert. Diese sollen zu stark vergünstigten Konditionen über eine staatliche Leasinggesellschaft verleast werden. Red Wings äußerte sich bereits dahingehend, dass man Gespräche über die acht Tu-204/214 führt. Nähere Einzelheiten wollte man aber noch nicht nennen. Die ersten reaktivierten Maschinen können um das Jahresende 2022 an Operators übergeben werden. Seitens der United Aircraft Corporation gibt man sich aber noch zugeknöpft an welche Fluggesellschaft diese gehen werden. Die Regierung der Russischen Föderation will mit der Reaktivierung älterer Flugzeuge, die jedoch als unwirtschaftlich gelten, auf den Umstand, dass man auf dem legalen Weg an keine Ersatzteile für westliche Muster kommt, reagieren. Auch „Marke Eigenbau“ hat man für Maschinen der Hersteller Boeing und Airbus ins Auge gefasst.

weiterlesen »

Bangkok: Defekter Backofen zwang AUA-B777 zur Umkehr

Die von Austrian Airlines betriebene Boeing 777-200 mit der Registrierung OE-LPB musste am 24. Juli 2022 kurz nach dem Start in Bangkok eine Rücklandung absolvieren. Die Crew meldete per Funk eine Fehlfunktion eines Ofens, der zum Aufwärmen von Speisen dient. Aus Sicherheitsgründen entschied sich der Kapitän rund eine halbe Stunde nach dem Start auf den thailändischen Flughafen Bangkok zurückzukehren. Dort landete das Langstreckenflugzeug sicher. Der defekte Backofen wurde von Technikern ausgebaut. Gegen 3 Uhr 15 Lokalzeit erhob sich die OE-LPB dann wieder in die Luft. Wien-Schwechat wurde mit einer Verspätung von knapp unter drei Stunden erreicht. Die betroffene Boeing 777-200 war zum Zeitpunkt des Vorfalls knapp 24 Jahre alt und wurde ursprünglich im Jahr 1998 an Lauda Air ausgeliefert. Im Jahr 2005 wurde diese Maschine an Austrian Airlines übertragen und versah zwischenzeitlich als „Sydney“ ihren Liniendienst ehe das Flugzeug in „Hearth of Europe“ umgetauft wurde. Bei Lauda Air trug die OE-LPB den Taufnamen „Ernest Hemingway“. Für die Passagiere war die Rücklandung in Bangkok mit hoher Wahrscheinlichkeit ärgerlich, jedoch handelte der Kapitän vorschriftsgemäß nach dem Grundsatz „Safety First“. Abgesehen vom defekten Backofen haben alle Insassen unbeschadet ihr Ziel (Wien-Schwechat) erreicht.

weiterlesen »

Swiss: Gesamtarbeitsvertrag bei Piloten durchgefallen

Die Mitglieder der Pilotengewerkschaft Aeropers haben den Gesamtarbeitsvertrag, den die Geschäftsleitung von Swiss und die Arbeitnehmervertreter ausverhandelt haben, mehrheitlich abgelehnt. Die Fluggesellschaft bedauert die Entscheidung der Flugzeugführer und prüft derzeit das weitere Vorgehen. Seitens der Geschäftsleitung der Lufthansa-Tochter geht man davon aus, dass das Abstimmungsergebnis keine Auswirkungen auf die Stabilität des Flugverkehrs haben wird. Die Mitglieder des Pilotenverbands Aeropers haben den von Swiss International Air Lines  und dem Aeropers-Vorstand vereinbarten Gesamtarbeitsvertrag (GAV2022) mit 80,5 Prozent der abgegebenen Stimmen abgelehnt. Das Resultat wurde heute von Aeropers nach je zweiwöchiger Kommentierungs- und Abstimmungsphase für die Mitglieder bekannt gegeben „Der fertig ausgehandelte GAV2022 hat einen Kompromiss dargestellt, welcher aus unserer Sicht die Interessen von SWISS und Aeropers ausgewogen berücksichtigte. Mit einer Annahme hätte der neue GAV für die kommenden vier Jahre vertragliche Stabilität in einem sehr volatilen Airlineumfeld geboten“, erklärt Oliver Buchhofer, Head of Operations und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung von Swiss. „Wir bedauern das Abstimmungsresultat, respektieren jedoch selbstverständlich diesen Mehrheitsentscheid“. Die Fluggesellschaft teilte mit, dass der seit 1. April 2022 bestehende Zustand ohne Gesamtarbeitsvertrag fortgeführt wird. „Ein neuer, zukunftsfähiger GAV für unser Cockpitpersonal bleibt eine Option“, so Buchhofer. „Dafür sind wir jedoch auf einen verlässlichen Verhandlungspartner angewiesen. Es ist ein Novum in der Sozialpartnerschaft von Swiss und des Pilotenverbands, dass der Aeropers-Vorstand nach mehrmonatigen intensiven Verhandlungen den gemeinsam erarbeiteten und unterzeichneten GAV ihren Mitgliedern nicht zur Annahme empfohlen hat“. Mit Ausnahme des Cockpitpersonals haben sämtliche Personalgruppen von Swiss mehrjährige Krisenvereinbarungen abgeschlossen. Gespräche mit Aeropers über eine solche Vereinbarung wurden Ende 2020 erfolglos

weiterlesen »

Air Berlin: Insolvenzverwalter Flöther klagt Ex-Chef Thomas Winkelmann

Rund fünf Jahre nach der Pleite von Air Berlin hat Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine Klage gegen den letzten Vorstandsvorsitzenden, Thomas Winkelmann, beim Berliner Landgericht eingebracht. Ein Termin für den Prozessauftakt steht noch nicht fest. Der Manager übernahm erst im Feber 2017 die Führung der Air Berlin Group und war zuvor jahrelang für Lufthansa tätig. Unter anderem war er Geschäftsführer der damaligen Billigfluggesellschaft Germanwings. Die Bestellung von Thomas Winkelmann an die Spitze der Air Berlin wurde damals als deutliche Annäherung an Lufthansa gedeutet. Unter anderem war man für Eurowings und Air Berlin in Form von Wetlease-Dienstleistungen tätig. Die einst zweitgrößte Fluggesellschaft galt als seit vielen Jahren finanziell stark angeschlagen und wurde unter anderem von Großaktionär Etihad Airways in der Luft gehalten. Beispielweise wurde das Vielfliegerprogramm zu einem völlig absurden Preis an den Golfcarrier verkauft. Der einzige Grund hierfür war, dass auf diesem Weg viel Geld in Air Berlin eingespeist werden konnte. In Abu Dhabi hatte man irgendwann die Schnauze voll davon permanent Finanzmittel an die schwer defizitären Beteiligungen zu überweisen. Zunächst drehte man Alitalia den Geldhahn ab und nach und nach auch allen anderen Töchtern. Diese sind dann wie ein Kartenhaus zusammengefallen, wobei Air Serbia und Air Seychelles nur dank des Umstands, dass die jeweiligen Regierungen eingesprungen sind, vor dem Kollaps bewahrt wurden. Air Berlin könnte wesentlich früher pleite gewesen sein Im Sommer 2017 stellte Etihad Airways auch die Zahlungen an Air Berlin ein. Die so genannte Patronatserklärung, die man erst wenige Wochen zuvor unterschrieben hatte, konnte oder wollte man nicht

weiterlesen »

Flughafen Innsbruck: Taxifahrer-Streit um Zigarette landete vor Gericht

In Innsbruck hatte sich ein Gericht mit einem handfesten Streit, der sich im Frühjahr vor dem Terminal des Flughafens ereignet hatte, zu befassen. Im Bereich des Taxistreifens gilt Rauchverbot, jedoch hielt sich ein Fahrer nicht daran. Das störte einen anderen Taxilenker offenbar massiv, so dass es nach einer lautstark geführten Diskussion dazu kam, dass der Raucher eine ordentliche „Watschn“ kassierte. Dabei soll dieser zu Boden gegangen sein und Verletzungen erlitten haben. Die Tiroler Tageszeitung berichtet, dass während dem Gerichtsverfahren die Verteidigung die Schwere der Verletzungen angezweifelt hat und den rauchenden Taxifahrer gar der Schauspielerei bezichtigt hat. Die Richterin verurteilte den Angreifer zu einer bedingten Geldstrafe in der Höhe von 800 Euro sowie einem Schmerzensgeld, das an das Opfer bezahlt werden muss, von 100 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

weiterlesen »