Jan Gruber

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Jan Gruber

EU hat Luftfahrt-Sanktionen gegen Russland minimal gelockert

Die Europäische Union hat die gegen die Russische Föderation ausgesprochenen Sanktionen neuerlich angepasst. Im Bereich von Ersatzteile für Verkehrsflugzeuge kommt es zu minimalen Lockerungen, die an der Börse Moskau regelrecht gefeiert wurden, denn die Aktie von Aeroflot legte deutlich zu. Während in den meisten Bereichen die Sanktionen ausführlich ausformuliert sind, ist der Bereich Verkehrsluftfahrt eher kurz gehalten. Die EU-Kommission hält es nun für „angemessen“, „den Austausch von technischer Unterstützung mit Russland für Luftfahrtgüter und -technologien zuzulassen, soweit dies erforderlich ist, um die Arbeit der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) zur Festlegung technischer Industrienormen zu gewährleisten“. Die westlichen Sanktionen verbieten die Ausfuhr und den Verkauf oder die Weitergabe aller Flugzeuge, Teile und Ausrüstungen an das Land sowie alle damit verbundenen Reparatur-, Wartungs- und Finanzdienstleistungen und das Leasing. Die nunmehrige Änderung bedeutet eine minimale Lockerung.

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Etihad Airways wertet Wien-Präsenz auf und baut aus

Mit Wirksamkeit zum 1. August 2022 ändert Golfcarrier Etihad Airways das Wien-Konzept. Der Zwischenstopp in Mailand-Malpensa, der bislang noch auf einigen Umläufen praktiziert wurde, entfällt dann. Die österreichische Bundeshauptstadt soll künftig fünfmal wöchentlich nonstop – in beide Richtungen – mit Abu Dhabi verbunden werden. Bei der Aufnahme wurde die Route mit Zwischenlandung in Malpensa angeboten. Zuletzt hatten noch zwei Umläufe auf dem Weg nach Wien einen Stopp auf Mailands größtem Flughafen. Ab 1. August 2022 wird Etihad Airways sämtliche Flüge zwischen Wien und Abu Dhabi als Nonstopflüge durchführen. Weiterhin soll im Regelfall Fluggerät des Typs Boeing 787-9 zum Einsatz kommen. Auf die Flüge ab der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate nach Mailand-Malpensa hat dies zur Folge, dass zweimal pro Woche der Umweg über Wien entfällt. Weiterhin werden sieben Umläufe auf dieser Route angeboten. Etihad Airways plant ab voraussichtlich 1. Jänner 2023 täglich zwischen Abu Dhabi und der österreichischen Hauptstadt zu fliegen. Konkret bedeutet das, dass zwei zusätzliche Umläufe dazu kommen werden. Auf dieser Strecke steht mit in direktem Wettbewerb mit dem Billigflieger Wizz Air, der ebenfalls mehrmals wöchentlich unterwegs ist.

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Lufthansa hat bereits am Dienstag 45 Flüge gestrichen

Der Streik des Lufthansa-Bodenpersonals hat noch gar nicht begonnen, jedoch hat der Carrier eigenen Angaben nach bereits am Dienstag rund 7.500 Passagiere nicht geflogen. Die Schuld dafür sucht man bei der Gewerkschaft Verdi und das obwohl noch gar nicht gestreikt wurde. Lufthansa teilte mit, dass man am Dienstag ab Frankfurt und München rund 45 Flüge gestrichen hat. Dabei soll es sich fast ausschließlich um Langstreckenverbindungen, die angeblich ausgebucht waren, gehandelt haben. Betroffen sind laut Kranich-Airline unter anderem die Flüge aus Bangkok, Singapur, Boston, Denver, New York, Chicago, Los Angeles, San Francisco und Seoul nach München. In Richtung Frankfurt am Main sind unter anderem Buenos Aires, Johannesburg, Miami und Neu-Delhi abgesagt worden. Für Mittwoch hat Lufthansa aufgrund des Streiks des Bodenpersonals fast alle Flüge gestrichen. Damit wirkt sich der Streik bereits heute auf Gäste aus, die morgen planmäßig in München oder Frankfurt gelandet wären. Lufthansa erklärt weiters, dass man „mit Hochdruck“ daran arbeiten würde den Flugbetrieb bis zum Wochenende zu stabilisieren. In den nächsten Tagen ist mit Nachwirkungen in Form weiterer Ausfälle und Verspätungen zu rechnen. Auch die Konzernschwester Austrian Airlines hat alle für Mittwoch geplanten Verbindungen nach Frankfurt und München gestrichen.

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Russland: Airlines verzeichnen deutlichen Fluggastrückgang

In der Russischen Föderation sind die Fluggastzahlen im Nachgang des kriegerischen Angriffs auf die Ukraine stark zurückgegangen. Allein die temporäre Schließung der Airports in Südrussland sorgt im Jahr 2022 für einen Fluggastrückgang von etwa 19 Millionen Passagieren. Auch wenn es von Politikern immer wieder beschwichtigt wird: Die Ersatzteilversorgung für Maschinen, die außerhalb der Russischen Föderation gebaut wurden, erweist sich für viele Carrier als immer problematischer. Die Lager neigen sich dem Ende zu und die Importlösungen über China bzw. „Marke Eigenbau“ sind noch nicht ins Laufen gekommen. Derzeit sind insgesamt elf Airports in Russland sowie auf der Krim, über deren Status die Russische Föderation und beispielsweise die EU unterschiedlicher Ansicht sind, geschlossen. Auch die Lufträume rund um diese Flughäfen können nur eingeschränkt genutzt werden. Die Schließung wurde aufgrund des Krieges gegen die Ukraine verfügt und bislang mehrfach verlängert. Die Zeitung „Wedomosti“ berichtet, dass die Folgen für die Fluggesellschaften durchaus signifikant sind: Allein im Juni 2022 mussten die Carrier einen Rückgang um 2,7 Millionen Passagiere verzeichnen. Für die traditionell reisestarken Monate Juli und August 2022 prognostiziert man einen Abgang zwischen 3,2 und 3,3 Fluggästen. Die Regierung will den Airlines mit Staatshilfen in der Höhe von etwa 1,7 Milliarden Euro unter die Flügel greifen.

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Easyjet weiterhin tief in den roten Zahlen

Die Billigfluggesellschaft Easyjet hat das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das Ende Juni 2022 endete, mit einem Verlust in der Höhe von 114 Millionen Pfund vor Steuern und Sondereffekten abgeschlossen. Markant ist, dass man allein 133 Millionen Pfund für Betriebsausfälle und Flugstreichungen aufwenden musste. Im Vorjahreszeitraum, der von deutlich geringerer Nachfrage geprägt war, lag der Fehlbetrag bei 318 Millionen Pfund. Die Geschäftsleitung von Easyjet gibt sich zuversichtlich, dass man bis Ende September 2022 das Angebot auf 90 Prozent des Vorkrisenniveaus ausweiten kann. Derzeit liege man bei etwa 87 Prozent. Der Umsatz verbesserte sich auf rund 1,8 Milliarden Pfund. An Bord hatte man 22 Millionen Passagiere und damit ist im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum eine Versiebenfachung eingetreten. Allerdings musste man in mehreren Schritten das Angebot deutlich reduzieren. Beispielsweise hat man in Berlin-Brandenburg, London-Gatwick und Amsterdam viele Flüge aus den Planungen genommen. Als Begründung wurde jeweils Personalmangel angegeben.

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Maersk lässt drei B767-300F von Amerijet betreiben

Die kürzlich von Maersk Air Cargo erworbenen Frachtflugzeuge des Typs Boeing 767-300F will das Unternehmen von Amerijet International betreiben lassen. Man wird die Maschinen an die Fluggesellschaft vermieten und dann samt Personal „zurückmieten“. Das Portal Freightwaves berichtet unter Berufung auf die beiden Unternehmen, dass der Deal drei Boeing 767-300F umfasst. Die Flugzeuge sollen in den Vereinigten Staaten von Amerika stationiert werden und zunächst auf Asien-Strecken eingesetzt werden. Laut Cargofacts wird es sich um die Boeing 767-300F mit den Seriennummern 67025, 67026 und 67027 handeln. Dem aktuellen Informationsstand nach soll der Erstflug zwischen den USA und China durchgeführt werden, wobei sich dies noch ändern kann.

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Lufthansa-Streik: AUA streicht alle Flüge nach Frankfurt und München

Der für den morgigen Mittwoch angekündigte Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals hat auch Auswirkungen auf die Flugangebote der Tochtergesellschaften, darunter auch Austrian Airlines. Das österreichische Luftfahrtunternehmen hat für den 27. Juli 2022 alle 18 Flüge nach Frankfurt und München gestrichen. Auch am 28. Juli 2022 wird ein weiterer Umlauf ausfallen. Derzeit geht Austrian Airlines davon aus, dass rund 2.100 Fluggäste betroffen sein werden. Die Verbindungen zu anderen Airports in Deutschland sind dem aktuellen Informationsstand nach nicht betroffen, da die AUA dort andere Ground-Handling-Anbieter beauftragt hat. „Fluggäste, die von einer Flugstreichung von/nach Frankfurt oder München betroffen sind, werden umgehend informiert. Betroffene werden von Austrian kostenlos und in der Regel automatisch auf einen anderen Flug umgebucht und über die Mobilfunknummer oder per Mail informiert. Aufgrund der Hauptreisezeit sind die verfügbaren Kapazitäten allerdings sehr begrenzt und es kann daher im Moment phasenweise länger dauern eine adäquate bzw. zeitnahe Umbuchungslösung zu finden. Fluggäste können auch online unter „Meine Buchungen“ den aktuellen Stand der Buchung abrufen. Sollten Fluggäste sich selbst um eine alternative Reisemöglichkeit kümmern (z.B. Bus, Zug), wird empfohlen alle Rechnungen für eine nachträgliche Kostenerstattung aufzubewahren. Dasselbe gilt auch für eine eventuelle Hotelübernachtung. Kostenrückerstattungen können auf der austrian.com Website eingereicht werden“, so eine Sprecherin der Austrian Airlines gegenüber Aviation.Direct. Nicht nur bei Lufthansa und Austrian Airlines, sondern auch bei Swiss, Brussels Airlines, Eurowings und Eurowings Discover werden aufgrund des Streiks des Lufthansa-Bodenpersonals zahlreiche Flüge ausfallen. Ebenso betroffen sind „Drittairlines“, die den Kranich mit dem Ground Handling beauftragt haben. „Hotspots“ sind Frankfurt und München. An anderen Airports

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Streik des Bodenpersonals: Lufthansa muss fast alle Flüge ab Frankfurt und München streichen

Derzeit geht Lufthansa davon aus, dass der für Mittwoch seitens der Gewerkschaft Verdi angekündigte deutschlandweite Warnstreik des Bodenpersonals massive Auswirkungen haben wird: In Frankfurt am Main und München muss man laut Mitteilung des Kranich-Konzerns „nahezu das gesamte Flugprogramm absagen“. Auch kann Lufthansa nicht ausschließen, dass es am Donnerstag und Freitag noch zu Nachwirkungen, also weiteren Ausfällen und Verspätungen kommen kann. Man arbeite auch im Hinblick auf den Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg an einer möglichst raschen Stabilisierung des Flugbetriebs, jedoch kann man Nachwirkungen eben nicht ausschließen. In Frankfurt müssen insgesamt 678 Flüge gestrichen werden, davon 32 bereits am heutigen Dienstag und 646 am Mittwoch. Betroffen sind voraussichtlich 92.000 Fluggäste. Am Drehkreuz in München müssen insgesamt 345 Flüge gestrichen werden, davon 15 bereits am heutigen Dienstag und 330 am Mittwoch. Betroffen sind voraussichtlich 42.000 Fluggäste. „Die frühe Eskalation nach nur zwei Verhandlungstagen in einer bislang konstruktiv verlaufenden Tarifrunde richtet enorme Schäden an. Das betrifft vor allem unsere Fluggäste in der Hauptreisezeit. Und es belastet unsere Mitarbeitenden in einer ohnehin schwierigen Phase des Luftverkehrs zusätzlich stark. Angesichts unseres hohen Angebots mit sehr substantiellen Vergütungssteigerungen im Zeitraum der nächsten 12 Monate von mehr als 10 Prozent Plus in den Vergütungsgruppen bis 3.000 Euro und rund 6 Prozent Plus bei 6.500 Euro monatlicher Grundvergütung ist dieser sogenannte Warnstreik mitten in der Hauptreisezeit schlicht nicht mehr verhältnismäßig“, erklärt Personalvorstand Michael Niggemann.

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E195-E2: Embraer führte Typenerstlandung in London City durch

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer will, dass künftig Maschinen des Typs E195-E2 auf dem London City Airport starten und landen dürfen. Man sieht großes Potential für dieses Muster am innerstädtischen Flughafen der britischen Hauptstadt. Aus diesem Grund wurde vergangene Woche ein Testflug durchgeführt. Gleichzeitig bedeutet das, dass in diesem Rahmen die Typenerstlandung auf dem London City Airport durchgeführt wurde. Embraer-Präsident Arjan Meijer rechnet damit, dass man bis Ende des Jahres 2022 die notwendige Zertifizierung erteilt bekommen wird. Der Manager argumentiert für den Einsatz am London City Airport unter anderem, dass dieses Muster um 65 Prozent leiser sein soll als vergleichbare Flugzeuge. Um den innerstädtischen Flughafen ansteuern zu dürfen ist eine spezielle Steilanflugzulassung notwendig. Embraer befindet sich derzeit mitten im Zulassungsverfahren.

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März 2023: Delta will Atlanta-Stuttgart reaktivieren

Die U.S.-amerikanische Delta Air Lines führte bis zum Beginn der Corona-Pandemie die einzige Transatlantikverbindung zwischen Stuttgart und den Vereinigten Staaten durch. Bislang wurde diese Route nicht reaktiviert, jedoch soll sich das Ende März 2023 ändern. Delta beabsichtigt ab 26. März 2023 viermal wöchentlich zwischen dem Drehkreuz Atlanta und der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg zu fliegen. Im Regelfall sollen Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 767-300 zum Einsatz kommen. In der Vergangenheit war der U.S.-amerikanische Carrier der einzige Anbieter von Transatlantikflügen ab Stuttgart. Derzeit ist geplant, dass die Flüge ex Atlanta an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag durchgeführt werden sollen. Von Stuttgart aus soll es an Montagen, Dienstagen, Donnerstagen und Samstagen zurück in die Vereinigten Staaten von Amerika gehen. Die Route ist eine der letzten, die bislang noch nicht reaktiviert wurden. Allerdings hat Delta Air Lines wiederholt das Comeback in Stuttgart verschoben, so dass alles andere als fix ist, dass der neue Termin hält.

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