
Piloten mit russischer Lizenz können Jobs im Ausland nicht antreten
Piloten mit russischer Staatsbürgerschaft haben es derzeit schwer einen Job im Ausland zu verrichten. Grund dafür ist, dass die nationale Luftfahrtbehörde Rosaviatsia ihr wirksamstes Blockademittel anwendet und zwar die Bürokratie. Auskünfte, die normalerweise unkompliziert zwischen Zivilluftfahrtbehörden ausgetauscht werden, werden nicht mehr erteilt. Für die Flugzeugführer hat das zur Folge, dass diese neue Jobs bei nicht-russischen Airlines nicht antreten können, die die potentiellen Arbeitgeber die Lizenzierung und den bisherigen beruflichen Werdegang nicht über die Luftfahrtbehörde verifizieren kann. Rosaviatsia beruft sich auf den Datenschutz. Bereits vor dem kriegerischen Überfall auf die Ukraine legte die russische Bürokratie Flugzeugführern, die außerhalb Russlands arbeiten wollten, Steine in den Weg. Seit etwa sechs Jahren ziehen sich Verifizierungen mitunter enorm in die Länge. Nun hat man den internationalen Austausch mit anderen Zivilluftfahrtbehörden gänzlich eingestellt. Für Piloten ist das fatal, denn diese können nicht außerhalb Russlands arbeiten, denn die Gültigkeit der Lizenz und anderer Dokumente können nicht mehr verifiziert werden. Hinter der Vorgehensweise von Rosaviatsia steckt eine durchaus perfide Strategie: Da es außerhalb Russlands mehr Geld zu verdienen gibt, wollen viele russische Piloten im Ausland arbeiten. Dieser Trend hat sich seit dem kriegerischen Überfall gegen die Ukraine noch verschärft, denn zahlreiche Airlines haben Piloten abgebaut, da die Flugbetriebe drastisch eingeschränkt werden mussten. Außerhalb Russlands gibt es in vielen Ländern Bedarf, aber die russischen Behörden wollen verhindern, dass „ihre“ Piloten das Land verlassen und sich woanders neu orientieren. Man befürchtet gar, dass fliegerisches Knowhow dauerhaft verloren gehen könnte und in Russland ein Pilotenmangel entstehen könnte. Bis vor wenigen Jahren








