Jan Gruber

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Jan Gruber

Piloten mit russischer Lizenz können Jobs im Ausland nicht antreten

Piloten mit russischer Staatsbürgerschaft haben es derzeit schwer einen Job im Ausland zu verrichten. Grund dafür ist, dass die nationale Luftfahrtbehörde Rosaviatsia ihr wirksamstes Blockademittel anwendet und zwar die Bürokratie. Auskünfte, die normalerweise unkompliziert zwischen Zivilluftfahrtbehörden ausgetauscht werden, werden nicht mehr erteilt. Für die Flugzeugführer hat das zur Folge, dass diese neue Jobs bei nicht-russischen Airlines nicht antreten können, die die potentiellen Arbeitgeber die Lizenzierung und den bisherigen beruflichen Werdegang nicht über die Luftfahrtbehörde verifizieren kann. Rosaviatsia beruft sich auf den Datenschutz. Bereits vor dem kriegerischen Überfall auf die Ukraine legte die russische Bürokratie Flugzeugführern, die außerhalb Russlands arbeiten wollten, Steine in den Weg. Seit etwa sechs Jahren ziehen sich Verifizierungen mitunter enorm in die Länge. Nun hat man den internationalen Austausch mit anderen Zivilluftfahrtbehörden gänzlich eingestellt. Für Piloten ist das fatal, denn diese können nicht außerhalb Russlands arbeiten, denn die Gültigkeit der Lizenz und anderer Dokumente können nicht mehr verifiziert werden. Hinter der Vorgehensweise von Rosaviatsia steckt eine durchaus perfide Strategie: Da es außerhalb Russlands mehr Geld zu verdienen gibt, wollen viele russische Piloten im Ausland arbeiten. Dieser Trend hat sich seit dem kriegerischen Überfall gegen die Ukraine noch verschärft, denn zahlreiche Airlines haben Piloten abgebaut, da die Flugbetriebe drastisch eingeschränkt werden mussten. Außerhalb Russlands gibt es in vielen Ländern Bedarf, aber die russischen Behörden wollen verhindern, dass „ihre“ Piloten das Land verlassen und sich woanders neu orientieren. Man befürchtet gar, dass fliegerisches Knowhow dauerhaft verloren gehen könnte und in Russland ein Pilotenmangel entstehen könnte. Bis vor wenigen Jahren

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Berlin: Einmalzahlungen und Lohnerhöhungen bei Easyjet

Die Gewerkschaft Verdi und die Geschäftsleitung von Easyjet in Deutschland haben sich auf Lohnerhöhungen und Einmalzahlungen für Flugbegleiter und Piloten geeinigt. Diese greifen ab Herbst 2022. Laut Erklärung der Arbeitnehmervertreter erhalten die deutschen Easyjet-Flugzeugführer im Oktober dieses Jahres Einmalzahlungen zwischen 1.125 und 3.000 Euro. Gleichzeitig werden die monatlichen Gehälter um zunächst 2,5 Prozent angeboten. Im April 2023 soll eine weitere Einmalzahlung von bis zu 1.500 Euro ausbezahlt werden. Die Bezüge werden dann erneut um 2,5 Prozent erhöht. Die dritte Gehaltserhöhung beträgt drei Prozent und soll im Oktober 2023 in Kraft treten. Flugbegleiter bekommen im Oktober dieses Jahres Einmalzahlungen von bis zu 4.500 Euro. Gleichzeitig werden die Löhne um fünf Prozent erhöht. Im April 2023 steigen die Bezüge abermals um 3,2 Prozent. Der Tarifvertrag, den beide Seiten bestätigt haben, läuft bis März 2024. „Wir wissen, dass dies eine schwierige Zeit für unsere Mitarbeitenden ist, und wir konzentrieren uns auf eine enge Zusammenarbeit mit Verdi im Interesse unserer Beschäftigten, dem langfristigen Erfolges des Unternehmens und um langfristig Arbeitsplätze zu sichern“, so Deutschland-Chef Stephan Erler. Nicht vom Tisch ist aber die von Easyjet angekündigte Verkleinerung der Basis Berlin-Brandenburg. Zum Winterflugplan 2022/23 soll die Anzahl der vor Ort stationierten Flugzeuge abermals reduziert werden. Auch will man rund 275 Mitarbeiter abbauen.

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Carsten Spohr: Lufthansa reaktiviert fünf weitere A340 und Swiss holt A330 zurück

Im Sommer 2023 will Lufthansa-Chef Carsten Spohr bis zu fünf Airbus A380 in die Luft bringen. Diese sollen voraussichtlich ab München eingesetzt werden. Noch ist nicht endgültig entschieden, ob man drei oder vier Superjumbos einsetzen und einen als Backup bereithalten wird. Im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung erklärte der Firmenchef auch, dass für den Sommerflugplan 2023 fünf weitere Airbus A340-600 reaktiviert werden sollen. Die Tochtergesellschaft Swiss soll jene A330, die momentan in Jordanien abgestellt sind, wieder in den Liniendienst stellen. Weiters räumte Spohr gegenüber der Belegschaft ein, dass man im Zuge der Freiwilligenprogramme zu viele Mitarbeiter abgebaut habe. Derzeit würde man zusätzlich darunter leiden, dass man viele Krankenstände habe. Dieses Problem haben auch Flughäfen und andere Partner. Auf den Lieferketten gibt es ebenfalls aufgrund des Personalmangels Unregelmäßigkeiten. Der Lufthansa-Konzernchef ist aber auch der Ansicht, dass es nichts bringt, wenn sich alle Beteiligten „gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben“. Es hätten alle – Flughäfen, Airlines, Reisebüros und Politik – Fehler gemacht. Die Geschwindigkeit der Erholung der Nachfrage wäre von allen „massiv unterschätzt“ worden. Schockiert zeigte sich Carsten Spohr aber über einen ganz anderen Umstand. Das Verhalten mancher Passagiere habe sich drastisch in Richtung Aggressivität gegenüber Mitarbeitern verändert. Es wäre in der Firmengeschichte einmalig, dass Sicherheitskräfte angeheuert werden mussten, um die Lufthansa-Beschäftigten zu schützen. Die Äußerung des Kranich-Chefs deckt sich mit Berichten von Lufthansa- und Flughafenmitarbeitern sowie fliegendem Personal diverser Airlines – inklusive LH. Gegenüber Aviation.Direct wurde immer wieder erklärt, dass man mit Beschimpfungen, Drohungen, aggressiver Wortwahl und zum Teil sogar körperlichen Attacken konfrontiert ist.

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Freitag: Verdi ruft zum Warnstreik am Flughafen Hamburg auf

Am Hamburger Flughafen brauchen Passagiere am Freitag noch stärkere Nerven, denn die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter im Bereich Real Estate Maintenance zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Diese Abteilung ist unter anderem für die Technik der Gepäckbeförderung sowie die technische Instandhaltung der Runways sowie der gesamten Infrastruktur zuständig. Derzeit ist unklar wie stark sich die Arbeitsniederlegungen auf den Flugbetrieb auswirken werden. Die Gewerkschaft Verdi fordert für ihre Mitglieder unter anderem 8,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von einem Jahr. Seitens der Arbeitgeber wurden bislang maximal vier Prozent bei zwei Jahren Laufzeit angeboten. In Hamburg kommt es bereits jetzt wegen Personalmangel zu längeren Wartezeiten. Mittlerweile hat sich auch bei den Gepäckstücken ein signifikanter Rückstau gebildet. Am Freitag gehen unter anderem Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in die Sommerferien. Beide Bundesländer befinden sich im Einzugsgebiet des Hamburger Flughafens.

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Deutsche Bahn tritt der Star Alliance bei

Die Star Alliance und die Deutsche Bahn AG wollen künftig eng zusammenarbeiten. Im Rahmen einer „intermodularen Partnerschaft“ will man die kombinierte Nutzung von Schienen- und Flugangeboten erleichtern. Der Beitritt der Deutschen Bahn AG zur Star Alliance wurde in den letzten Wochen wiederholt von Führungskräften der Allianz, aber auch der Lufthansa Group angedeutet. Beispielsweise sagte Star-Alliance-Chef Jeffrey Goh, dass in Kürze ein branchenfremdes Unternehmen beitreten wird. Weitere Manager schränkten ein, dass es ein Bahnunternehmen in Deutschland sein wird. Am kommenden Montag werden die Einzelheiten im Rahmen einer Pressekonferenz kommuniziert. Zu dieser haben Bahn-Vorstandsmitglied Michael Peterson und Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister bereits eingeladen. Es ist davon auszugehen, dass dann auch mitgeteilt wird welche Vorteile Miles&More-Mitglieder künftig bei der DB in Anspruch nehmen können.

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Ehemalige Adria-Airways-Zentrale für 4,7 Millionen Euro verkauft

Lange hat es gedauert, aber nun ist es dem Insolvenzverwalter von Adria Airways gelungen einen Käufer für die rund 4.400 Quadratmeter große ehemalige Firmenzentrale zu finden. Das Gebäude wurde im Jahr 2009 errichtet und verfügt über vier Stockwerke. Der erste Anlauf brachte wenig Erfolg, denn die Preisvorstellungen des Masseverwalters lagen über jenen potentieller Käufer. In der zweiten Auktion lag der Rufpreis bei 3,7 Millionen Euro und ging dann für 4,7 Millionen Euro weg. Insolvenzverwalter Janez Pustatičnik sagte, dass Sachverständige den Wert der Liegenschaft auf etwa 4,1 Millionen Euro geschätzt hätten. Zugeschlagen hat ein nicht näher genannter Investor aus dem Ausland. Adria Airways war einst die nationale Fluggesellschaft Sloweniens. Der Verkauf an das deutsche Unternehmen 4K Invest war nicht von Erfolg gekrönt, denn der Carrier musste musste im September 2019 den Flugbetrieb einstellen und anschließend Konkurs anmelden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seither in diversen Verfahren gegen eine Vielzahl von Personen.

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Zwei Airbus A321: Eurowings Discover baut Finnair-Wetlease aus

Eurowings Discover baut die Wetlease-Zusammenarbeit mit dem Oneworld-Mitglied Finnair weiter aus. Zu den drei Airbus A350, die bereits für die Lufthansa-Tochter fliegen, gesellen sich ab August 2022 zwei A321. Die eingemieteten Maschinen sollen laut Eurowings Discover primär ab Frankfurt am Main eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit mit Finnair wird somit auf fünf Maschinen ausgebaut. Dabei handelt es sich um drei Airbus A350, die ab Frankfurt und München für die Lufthansa-Tochter im Einsatz sind und zwei A321, die ab Frankfurt für Eurowings Discover fliegen sollen. Eine Firmensprecherin erklärte gegenüber Aviation.Direct: „Von August bis Ende Oktober 2022 erweitert Eurowings Discover die bestehende Wetlease-Vereinbarung mit ihrem Partner Finnair um zwei Airbus A321. Diesen Sommer sind bereits 3 Airbus A350 von Finnair auf der Langstrecke ab Frankfurt und München im Einsatz. Die Flugzeuge werden auf der Kurz- und Mittelstrecke ab Frankfurt eingesetzt. Mit den beiden A321 ergänzt Eurowings Discover ihre eigene, noch kleine Flotte und unterstützt damit ihre operative Stabilität in einem starken Reisesommer. Bis Ende des Jahres wächst die Flotte von Eurowings Discover auf 21 eigene Flugzeuge“.

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Air Cairo und Corendon mit zwei neuen Strecken ab Paderborn

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt konnte in den vergangenen Tagen zwei weitere Saison-Erstflüge feiern. Mit Corendon geht es neu nach Izmir und Air Cairo fliegt nach Hurghada. Die Türkei-Verbindung wird bis voraussichtlich Ende Oktober 2022 zweimal wöchentlich bedient. „Wir freuen uns sehr, dass es in engem Schulterschluss mit den Vertretern der türkisch-stämmigen Bevölkerung in unserer Region gelungen ist, diese Verbindung aufzubauen. Gemeinsame Besuche in der Türkei haben dazu geführt, die voraussichtliche Nachfrage deutlich zu machen und die Fluggesellschaft Corendon zum Einstieg in dieses Engagement zu bewegen“, erläutert Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser. Air Cairo ist neu am Airport Paderborn. Der Carrier führte am Montag die Erstlandung durch. Man kooperiert mit SunExpress, denn das türkische Luftfahrtunternehmen kann seit der Schließung von SunExpress Deutschland keine eigenen Ägypten-Flüge anbieten. Daher übernimmt die operative Durchführung der ägyptische Partner Air Cairo. Wöchentlich werden zwei Hurghada-Umläufe angeboten. „Wir freuen uns sehr über den neuen Partner an unserem Flughafen. Hurghada ist für die Menschen in unserer Region ein zusätzliches attraktives Ziel für den Urlaub in südlichen Gefilden“, betont Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser.

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Trotz Chaos: Austrian Airlines will keine Wetlease-Flugzeuge

Der Einsatz von Wetlease-Flugzeugen zur Abfederung von Ausfällen ist für Austrian Airlines momentan kein Thema, stellte ein Unternehmenssprecher gegenüber Aviation.Direct klar. Ungeachtet der vielen Flugausfälle der letzten Tage ist man davon überzeugt, dass man besonders während der Sommerferien 2022 stabil in der Luft sein wird. „Austrian Airlines hat sich zusammen mit ihren Partnern bestmöglich für den Hochsommer und die Feriensaison vorbereitet. Alle Flugzeuge sind wieder in der Luft, für eine vorausschauende Planung wurden über 200 Flugbegleiter eingestellt, die nach Abschluss ihrer Basisausbildung nun ab Sommer eingesetzt werden. Für einen reibungslosen Flugbetrieb ist aber auch das Zusammenspiel aller Partner im In- und Ausland notwendig (u.a. Flughäfen, Flugsicherung). Auch Streiks, wie beispielsweise der rezente Streik der Flugsicherung in Marseille, oder Unwetter sind Faktoren, die den Flugbetrieb beeinflussen bzw. Anpassungen erforderlich machen. Hinzu kommt, dass der rasante Anstieg an Corona-Erkrankten in Österreich sich auch in der Belegschaft von Austrian Airlines widerspiegelt“, erklärt ein Firmensprecher die Sichtweise der AUA. Weiters: „Um derzeitige Engpässe bei Flughäfen, Sicherheitskontrollen und anderen Systempartnern zu überbrücken bzw. generell das System zu entlasten und vor allem aber aufgrund von kurzfristigen Corona-Krankenständen des fliegenden Personals, musste Austrian Airlines am vergangenen Wochenende Anpassungen im Flugplan vornehmen. Heute ist wieder eine Stabilisierung des Flugbetriebs zu sehen. Wetlease – Flüge anderer Fluggesellschaften für Austrian Airlines sind daher aus aktueller Sicht nicht geplant. Austrian Airlines unternimmt alles, um eine größtmögliche Stabilität des Flugplans sicherzustellen und insbesondere Streichungen von klassischen Ferienflügen zu verhindern. Bei den betroffenen Flügen handelt es sich vorwiegend um Städteflüge bzw. Destinationen in

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Wizz-Air-Passagiere in London und Paris ohne jegliche Betreuung gestrandet

Gleich zweimal hat Wizz Air binnen weniger Tage Passagiere nach gestrichenen Flügen ohne jegliche Betreuung sitzen gelassen. Sowohl am Flughafen Paris-Orly als auch in London mussten Kunden der Airline selbst schauen wie es weitergeht, denn vom Carrier gab es keinerlei Hilfe. Eigentlich ist in der EU-Verordnung 261/2004 klar und deutlich festgelegt, dass Passagiere im Fall von Verspätungen und Ausfällen das Recht auf Betreuungsleistungen haben. Dazu zählen beispielsweise Getränke, Verpflegung und wenn nötig eine Hotelunterkunft. Auch haben Passagiere das Recht darauf, dass diese eine Ersatzbeförderung bekommen, die das Erreichen die Ziels zum frühestmöglichen Zeitpunkt ermöglicht. Wizz Air legt bereits seit Jahren das Thema Ersatzbeförderung äußerst kreativ aus und verweist Betroffene auf eine Passagage der AGB, die im Widerspruch zur Judikatur des Europäischen Gerichtshofs und des Obersten Gerichtshofs (Österreich) steht: Laut Wizz Air hätten Passagiere lediglich das Recht auf Umbuchung auf einen anderen Wizz-Air-Flug zu diesem Airport bzw. zu einem, der sich nahe dem Zielgebiet befindet. Somit beißen Kunden in den meisten Fällen beim Kundenservice auf Granit, so dass nichts anderes übrig bleibt als erst selbst in die Tasche zu greifen und anschließend mit Hilfe eines Rechtsanwalts oder einer Konsumentenschutzorganisation die Auslagen nötigenfalls gerichtlich geltend zu machen. Jene Passagiere, die zuletzt in London bzw. Paris gestrandet sind, haben vom Carrier keinerlei Betreuungsleistungen bekommen. Sie waren sich selbst überlassen und die Hotline konnte lediglich auf die App verweisen. Betroffene behaupten jedoch, dass in der App keinerlei Umbuchungs- und/oder Erstattungsmöglichkeiten angeboten wurden. Lediglich ein SMS bzw. E-Mail, in der über die Absage des Fluges

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