Jan Gruber

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Jan Gruber

Helvetic: Bazl nimmt Häufung von „Rutschen-Schüssen“ unter die Lupe

Fast jedes Verkehrsflugzeug ist mit so genannten Notrutschen ausgerüstet. Fehlerhafte Bedienung kann nicht nur für die Airline teuer werden, sondern auch ein Untersuchungsverfahren durch die Aufsichtsbehörde verursachen. Ein solches hat Helvetic Airways am Hals. Laut einem Bericht der „Sonntags Zeitung“ wird der Regionalfluggesellschaft vorgeworfen, dass in zumindest drei Fällen das Kabinenpersonal nach der Landung vergessen habe die Slides zu deaktivieren. Es handelt sich um sicherheitsrelevante Vorfälle, die zwar keine Gefahr darstellen, jedoch für die Airline finanziell kostspielig sind. Unter Flugbegleitern nennt man solche Missgeschicke auch „Rutschen schießen“, denn werden die Türen nicht „entschärft“ lösen die Slides automatisch aus. Das soll auch so sein, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde und es ist schlichtweg nicht vorhersehbar, ob bei einem Unfall ein Passagier oder ein Besatzungsmitglied der Erste am Notausgang ist. Wenn aber kein Notfall ist, sondern die Fluggäste ganz normal aussteigen sollen, ist es ärgerlich, wenn eine solche Rutsche herausschießt. Das kostet die Fluggesellschaft viel Geld, denn Techniker müssen das Notsystem wieder in Stand setzen und solange muss das Flugzeug am Boden bleiben. Die „Sonntags Zeitung“ behauptet, dass das versehentliche „Rutschen schießen“ auch auf übermüdete Flugbegleiter zurückzuführen sein soll. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat eine offizielle Untersuchung der jüngsten Vorfälle eingeleitet. Es handle sich um sicherheitsrelevante Vorfälle, aber eine Gefahr für die Passagiere bestand nicht. Vorstellbar ist, dass das Bazl der Fluggesellschaft Helvetic Airways Nachschulungen ihrer Flugbegleiter auferlegen könnte oder bestimmte Vorgänge verändert werden müssen, so dass die Rutschen nicht versehentlich ausgelöst werden. Ein Sprecher des betroffenen Carriers erklärte gegenüber dem

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Austrian Airlines hilft im Juli und August 2022 bei Swiss aus

Lufthansa und ihre Töchter Swiss, Brussels Airlines und Eurowings haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Flüge, die während der Haupturlaubszeit 2022 geplant waren, gestrichen und aus dem Verkauf genommen. Bei Austrian Airlines ist man der Ansicht, dass man zu so drastischen Maßnahmen nicht greifen muss. Dennoch kann Austrian Airlines nicht ausschließen, dass es im Verlauf des Sommers 2022 zu „einzelnen Streichungen“ kommen könnte. Innerhalb der Firmengruppe greift man beispielsweise der Konzernschwester Swiss unter die Flügel und übernimmt im Juli und August 2022 sämtliche Verbindungen zwischen Wien und Zürich, erklärte ein Sprecher gegenüber Aviation.Direct. Die Gewerkschaft Vida ist der Ansicht, dass es während der österreichischen Sommerferien zu Engpässen kommen könnten. Fachbereichsleiter Daniel Liebhart verweist darauf, dass bei der Flugsicherung, bei den Flughäfen und Dienstleistern viele Mitarbeiter fehlen würden. Es wäre „alles angerichtet“ für ein Sommerchaos, so der Arbeiternehmervertreter. Auch haben einige Fluggesellschaften zu wenige Flugbegleiter. Austrian Airlines erklärte auf die Frage wie man sich auf den Sommer 2022 vorbereitet habe wie folgt: „Für einen reibungslosen Flugbetrieb ist das Zusammenspiel unserer Partner im In- und Ausland notwendig (wie zum Beispiel mit Flughäfen oder der Flugsicherung). Austrian Airlines hat sich bestmöglich für den Hochsommer und die Feriensaison vorbereitet, 150 neue Flugbegleiter eingestellt und ist vor allem mit den Partnern am Standort Wien im guten Austausch. Aus aktueller Sicht sollte ein stabiler Flugbetrieb möglich sein, einzelne Streichungen über den Verlauf des Sommers sind – wie auch in anderen Jahren – generell nicht auszuschließen. Zusammen mit den anderen Airlines der Lufthansa Gruppe versucht Austrian Airlines

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Oslo: Flyr gibt einige Strecken auf

Der junge Billigflieger Flyr reduziert das Streckenangebot ab Oslo. Der Carrier gibt insgesamt sechs Strecken auf. Teilweise handelt es sich um saisonale Sommerrouten, die früher als ursprünglich angekündigt, in die „Winterpause“ geschickt werden. Die Nonstop-Verbindung zwischen den Hauptstädten von Norwegen und der Tschechischen Republik wird zum 24. Juli 2022 aufgegeben. Generell zeigt sich in Prag auch bei anderen Fluggesellschaften, dass einige Routen nicht die erhofften Ergebnisse gebracht haben. Eurowings hat ebenfalls einzelne Strecken eingestellt bzw. erst gar nicht aufgenommen. Per 8. August 2022 wird Flyr auch die Verbindung zwischen Oslo und Edinburgh aufgeben. Am 14. August 2022 soll die Billund-Strecke aufgegeben werden. Thessaloniki steuert man am 27. August 2022 vorerst letztmalig an. Die Ziele Zadar und Venedig werden am 24. September 2022 bzw. 25. September 2022 in die vorzeitige „Winterpause“ geschickt.

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Berlin: Verdi ruft Easyjet-Mitarbeiter am Freitag zum Warnstreik auf

Passagiere der Billigfluggesellschaft Easyjet müssen sich am Freitag, den 10. Juni 2022, am Flughafen Berlin-Brandenburg auf zahlreiche Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft die rund 450 Flugbegleiter zum Warnstreik auf. Die Arbeitnehmervertreter haben bereits vor einigen Tagen angedeutet, dass es zu einer solchen Arbeitskampfmaßnahme kommen könnte, wenn die Easyjet-Geschäftsleitung kein nachgebessertes Angebot vorlegt. Laut Erklärung von Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler habe man kein solches bekommen und ruft nun die Mitglieder zur Arbeitsniederlegung auf. Vereinfacht gesagt geht es nebst dem von Easyjet angekündigten Stellenabbau am Standort Berlin-Brandenburg um die Löhne der Flugbegleiter. Diese sollen in den letzten beiden Jahren nicht erhöht worden sein. Easyjet hat für das kommende Jahr ein Gehaltsplus sowie eine Einmalzahlung angeboten. Aus der Sicht der Gewerkschaft Verdi ist das momentane Angebot des Carriers aber zu niedrig und würde weder die aktuelle Mehrbelastung noch die stark gestiegenen Lebensshaltungskosten berücksichtigen. Am Standort Berlin-Brandenburg soll im Zeitraum von 5 Uhr 00 bis 10 Uhr 00 am Freitag, den 10. Juni 2022 gestreikt werden. Zur Arbeitsniederlegung ist das von Verdi vertretene Kabinenpersonal aufgerufen. Derzeit ist nicht absehbar wie viele Flugbegleiter sich tatsächlich am Warnstreik beteiligen werden. Passagiere müssen über den gesamten Tag hinweg mit vielen Ausfällen und erheblichen Verspätungen rechnen.

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Graz: Burgas-Charter finden heuer nicht statt

Die Schwarzmeer-Destinationen Burgas und Varna bekommen die Auswirkungen des Ukraine-Krieges indirekt zu spüren, denn die Buchungszahlen sind drastisch eingebrochen. Offensichtlich wollen viele potentielle Kunden ihre Urlaub nicht an einem Meer verbringen, an dessen anderem Ende ein Krieg geführt wird. Die mangelnde Nachfrage hat nicht vor vor Ort Auswirkungen auf die Hotels und sonstigen touristischen Betriebe, sondern auch auf Fluggesellschaften und Reiseveranstalter, die darauf gesetzt haben, dass die Nachfrage nach günstigen Urlauben in Varna und Burgas heuer stark steigen wird. Viele potentielle Bulgarien-Urlauber haben sich heuer für die Türkei entschieden. Klammheimlich haben in Österreich sämtliche Fluggesellschaften, die Varna und/oder Burgas im Streckennetz haben, die Frequenzen reduziert. Mangels Nachfrage werden die ab Graz geplanten European-Aircharter-Flüge nach Burgas heuer nicht stattfinden. Die Reiseveranstalter konnten zu wenige Kunden für diese Destination gewinnen, so dass ein paar Wochen vor den Sommerferien die Absage erfolgt. Es ist damit zu rechnen, dass auch ab Deutschland der eine oder andere Reiseanbieter geplante Charterflüge an die bulgarische Küste absagen könnte. Aus Reisebürokreisen ist zu hören, dass Bulgarien-Urlaube heuer so ganz und gar nicht nachgefragt werden und allenfalls ein kleiner Kreis von Stammkunden dieses Jahr nach Burgas bzw. Varna fliegen möchte.

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Winter 2022/23: Vier Kanaren-Inseln ab Memmingen erreichbar

Der irische Billigflieger Ryanair plant ab 5. November 2022 jeweils an Samstagen die Destination Lanzarote ab Memmingen anzubieten. Damit sind nun vier kanarische Inseln ab dem bayerischen Airport erreichbar. Verband Ryanair bisher bereits die Flughäfen Teneriffa Süd und Las Palmas auf Gran Canaria mit Memmingen, so kommt mit dem Aeropuerto César Manrique-Lanzarote, wie er im Original heißt, eine weitere Drehscheibe für den Kanaren-Urlaub hinzu. Ab November steht auch Fuerteventura wieder auf dem Memminger Flugplan. Die Insel wird von Corendon angeflogen. Insgesamt verfügen die Kanaren über acht bewohnte und fünf unbewohnte Inseln und zählen zum spanischen Hoheitsgebiet. Als Ferienziele sind sie gerade während der kühleren Jahreszeit in Mitteleuropa überaus beliebt. „Nun haben sie die Wahl unter den großen Vier auf den Kanaren. Das ist ein tolles Angebot für all jene, die den angenehmen Temperaturen auf den Kanaren den Vorzug vor Schnee und Eis geben“, so Memmingen-Vertriebsleiter Marcel Schütz.

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Personalmangel: Eurowings und Lufthansa kürzen die Flugpläne

Wegen Personalmangel müssen Lufthansa und Eurowings im Juli 2022 hunderte Flüge streichen. Allein beim Kranich wurden an den Hubs München und Frankfurt am Main rund 900 Verbindungen gestrichen und aus dem Reservierungssystem entfernt. Hintergrund ist, dass man selbst, aber auch Dienstleister an vielen Flughäfen zu wenig Personal zur Verfügung hat. Bei Lufthansa betreffen die Kürzungen hauptsächlich die in der Urlaubszeit reisestarken Verkehrstage Freitag, Samstag und Sonntag. Man hat in etwa fünf Prozent der Gesamtkapazität, die man für die Wochenenden geplant hatte, abgesagt. Unternehmensangaben nach soll nicht etwa mangelnde Nachfrage der Grund sein, sondern Personalmangel. Dies betrifft nicht nur Lufthansa selbst, sondern auch beispielsweise Sicherheitsfirmen, die im Auftrag der Behörden die Kontrollen durchführen, Vorfeldtätigkeiten und sonstige Dienstleistungen an Flughäfen. Auch bei der Tochtergesellschaft Eurowings musste der Sommerflugplan 2022 überarbeitet werden. Der Lowcoster hat allein im Kalendermonat Juli 2022 hunderte Flüge gestrichen und aus dem Verkauf genommen. Man will damit sicherstellen, dass der Flugbetrieb – besonders während der Sommerferien – stabil durchgeführt werden kann. Die gesamte Branche leidet derzeit unter akutem Personalmangel. Zu Beginn der Pandemie haben sich viele Arbeitgeber von zahlreichen Beschäftigten getrennt bzw. beispielsweise in Deutschland diese mit dem in der Bundesrepublik enorm niedrigen Kurzarbeitergeld abgespeist. Von letzterem konnten viele nicht leben und haben sich daher in anderen Branchen neu orientiert. Obwohl es bei Flughäfen, Airlines und Dienstleistern viele freie Stellen gibt, erhalten die Firmen nur vereinzelte Bewerbungen. Das Vertrauen in den “sicheren Arbeitgeber Luftfahrt” scheint durch die Pandemie und das Verhalten vieler Dienstgeber dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen worden zu

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Schluss nach nur einem Flug: Niceair hat keine UK-Genehmigung

Nur einen einzigen Flug konnte Niceair bislang von Akureyri ins Vereinigte Königreich durchführen. Seither ruhen die von Hifly Malta durchgeführten Charterflüge. Unternehmensangaben nach hat man Probleme mit der Genehmigung. Diese wären “brexit-bedingt” und so nicht vorhersehbar gewesen. Temporär bucht man Passagiere mit gültigen Tickets auf Verbindungen mit anderen Fluggesellschaften um. Lokalen Medienberichten nach hat man ein Problem mit der Genehmigung der Charterflüge, denn diese sind derzeit nur von Akureyri nach London-Stansted bewilligt. Die Rückflüge jedoch nicht. Das hat zur Folge, dass man leer zurück nach Island fliegen müsste. Dazu kommt, dass mit Hifly Malta ein EU-Carrier operativ tätig ist, so dass es bilateraler Vereinbarungen zwischen UK und Island bedarf. Niceair-Chef Þorvaldur Lúðvik Sigurjónsson hofft, dass in den nächsten Tagen eine Lösung gefunden werden kann. Für den Erstflug am vergangenen Freitag wurde eine Ausnahmebewilligung für die Beförderung ins Vereinigte Königreich, nicht jedoch retour, erteilt. Die angekündigten Manchester-Flüge wurden aus diesem Grund erst gar nicht aufgenommen. Wie lange die Komplikationen mangels Genehmigung andauern werden, kann Niceair derzeit nicht abschätzen.

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Easyjet fährt Frequenzen am Flughafen Berlin-Brandenburg zurück

Die Billigfluggesellschaft Easyjet fährt ab Ende Juni 2022 die Frequenzen auf zahlreichen Strecken zurück. Betroffene Passagiere erhalten nach und nach Benachrichtigungen des Carriers, in denen Umbuchungen bzw. Erstattungen angeboten werden. Hintergrund der Maßnahme dürfte sein, dass Easyjet trotz guter Buchungslage am Standort Berlin-Brandenburg zu wenig fliegendes Personal zur Verfügung hat. Am Pfingstwochenende musste der Carrier unter anderem aus diesem Grund viele Flüge ab dem BER streichen. Die nunmehrigen Kürzungen betreffen vorerst 27 Strecken. Es handelt sich dabei sowohl im City-Ziele als auch um klassische Urlaubsstrecken. Das Ausmaß der Kürzungen schwankt je nach Destination von einem zurückgezogenen Umlauf bis hin zu acht Rotationen pro Woche weniger. Im Einzelnen werden ab Ende Juni 2022 nachstehende Easyjet-Ziele seltener ab dem Flughafen Berlin-Brandenburg angeflogen: Athen, Basel, Stockholm-Arlanda, Bristol, Cagliari, Paris-Charles de Gaulle, Köln/Bonn, Kopenhagen, Catania, Faro, Rom-FCO, Genf, Helsinki, Ibiza, London-Gatwick, London-Luton, Mailand-Linate, Mailand-Malpensa, Manchester, Neapel, Olbia, Palma de Mallorca, Pristina, Preveza, Thessaloniki, Tel Aviv und Venedig (Marco Polo).

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EU-Kommission winkt Staatshilfe für Sata durch

Die EU-Kommission hat einer für den Luftfahrtkonzern Sata bestimmten staatlichen Beihilfe grünes Licht erteilt. Diese ist daran geknüpft, dass die Unternehmensgruppe umfangreiche Änderungen an der Struktur vornimmt. Künftig soll eine Holdinggesellschaft über die operativen Fluggesellschaften Sata, Azores Airlines und SGA gestellt werden. 51 Prozent von Azores Airlines sollen verkauft werden, um zusätzliches Geld in die Kasse zu bringen. Der Sata-Konzern gilt als defizitär und häufte während der Corona-Pandemie zusätzliche Verluste an. An Zuschüssen sollen nun 453,25 Millionen Euro fließen. Während Sata auf den Regionalverkehr spezialisiert ist, führt Azores Airlines Kurz- und Mittelstreckenflüge, auch in die USA, durch. Besonders das Inselgeschäft, das teilweise PSO-subventioniert ist, gilt als wenig rentabel. Das Unternehmen drohte wiederholt mit der Einstellung von Strecken, da man diese ohne Zuschüsse aus finanziellen Gründen nicht aufrechterhalten könne. Mittlerweile wurden auch einige Routen neu ausgeschrieben.

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