Jan Gruber

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Jan Gruber

SkyUp Airlines zieht stationiertes Flugzeug aus Saarbrücken ab

Die ukrainische Fluggesellschaft SkyUp Airlines wird im kommenden Sommerflugplan kein Flugzeug mehr am Flughafen Saarbrücken (SCN) stationieren. Dies bestätigte der Flughafen auf Anfrage. Die Maschine von SkyUp war im vergangenen Sommer im Auftrag des Reisekonzerns Tui im Einsatz und bediente von Saarbrücken aus verschiedene Urlaubsdestinationen. Dieser Abzug ist Teil einer strukturellen Neuausrichtung in den Planungen von Tui für das Jahr 2026. Die neuen Pläne sehen vor, dass die jeweiligen Reiseziele im Sommerflugplan direkt von den Zielflughäfen aus bedient werden. Ein Flughafensprecher erläuterte, dass aufgrund dieser Umstrukturierung keine dauerhafte Stationierung eines Flugzeugs durch Tui in Saarbrücken mehr notwendig sei. Tui bestätigte die Entwicklung, versicherte jedoch gleichzeitig, dass die bisherigen Urlaubsziele auch im Sommer 2026 weiterhin ab Saarbrücken angeboten werden sollen. Den Abzug der Skyup-Maschine bestätigte der Airport zunächst gegenüber Airliners.de. Um den Flugbetrieb ohne eigenes stationiertes Fluggerät aufrechtzuerhalten, setzt Tui auf Chartervereinbarungen und die Nutzung bestehender Kapazitäten anderer Fluggesellschaften. So sollen beispielsweise Flüge oder Sitzplätze bei Fluglinien wie Aegean Airlines für die Verbindung nach Rhodos, Freebird Airlines für Heraklion oder Eurowings für Palma de Mallorca gechartert werden. Die Strategie des Wet-Lease (das Anmieten von Flugzeugen inklusive Besatzung) oder des reinen Seat-Only-Charters ist ein gängiges Verfahren in der Touristikbranche, um das Angebot flexibel und bedarfsgerecht zu steuern. Das Saarbrücker Angebot wird somit durch die Integration externer Kapazitäten gesichert, womit die Anbindung an beliebte Mittelmeerziele für die Reisenden aus der Region bestehen bleibt.

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WienTourismus startet Kulinarik-Themenjahr 2026 mit Starkoch Tim Mälzer

Der WienTourismus hat zur Bewerbung seines kommenden kulinarischen Themenjahres 2026 den bekannten deutschen Fernsehkoch Tim Mälzer nach Wien eingeladen. Mälzer drehte im Oktober gemeinsam mit dem Wiener Michelin-Koch und Host Lukas Mraz eine Episode der YouTube-Serie „Hungry for More“. Die Folge wird als Auftakt des Themenjahres „Vienna Bites. Küche. Kultur. Charakter.“ Anfang 2026 veröffentlicht und soll die gastronomische Vielfalt der österreichischen Hauptstadt ins Rampenlicht rücken. Geschäftsführer Norbert Kettner vom WienTourismus betonte, dass Kulinarik neben Kunst und Kultur ein immer wichtigeres Reisemotiv darstelle. Das Jahresmotto „Vienna Bites“ zielt darauf ab, die gesamte Bandbreite der Wiener Küche abzubilden – von der Spitzengastronomie, die aktuell 14 Guide Michelin Sterne in Wiener Betrieben zählt (Recherche), bis zum klassischen Wiener Würstelstand. Tim Mälzer beschrieb die Wiener Küche als eine „großzügige Küche“, die historisch durch die multikulturellen Einflüsse der ehemaligen Donaumonarchie geprägt wurde und dadurch einen eigenständigen Speisenstil etabliert hat, den es weltweit nur in Wien gibt. Sternekoch Lukas Mraz hob insbesondere das Wiener Wirtshaus als einen einzigartigen Ort hervor, der alle Gesellschaftsschichten und Altersstufen zum Austausch vereine und qualitativ hochwertige, vergleichsweise günstige Küche biete. Mälzer und Mraz erkundeten für die vierte Staffel der Serie „Hungry for More“ Mraz‘ Lieblingslokale. Die Initiative wird durch eine eigens kuratierte Website und die City Guide App ivie begleitet, die Gästen in fünf Sprachen einen umfassenden Überblick über Wiens vielfältige Gastronomie-Szene mit rund 500 Lokalitäten bietet.

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Ryanair kritisiert österreichische Regierung wegen Luftverkehrsteuer – Lob für Deutschlands Steuersenkung

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat ihre Kritik an der österreichischen Luftfahrtpolitik verschärft und die Regierung zur Abschaffung der 12-Euro-Luftverkehrsteuer aufgefordert. Ryanair-Manager Andreas Gruber behauptet, die Abgabe sei ein Fehlschlag, der Österreich jährlich Milliarden an entgangenem Tourismus und Arbeitsplätzen koste, während sie dem Staat weniger als 160 Millionen Euro einbringe. Die Fluggesellschaft droht damit, Flugzeuge, Verkehr und Arbeitsplätze aus Wien zugunsten kostengünstigerer Nachbarländer wie die Slowakei, Ungarn und Italien abzuziehen. Gleichzeitig begrüßte Ryanair die Entscheidung der deutschen Koalitionsspitzen, die Erhöhung der deutschen Luftverkehrsteuer von 15 Euro auf 12 Euro pro Ticket zurückzunehmen. Dieser Schritt, der ab dem 1. Juli 2026 wirksam werden soll, wurde von Ryanair-Chef Michael O’Leary als „Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnet. Dennoch kritisierte O’Leary, Deutschland gehe nicht weit genug und verschiebe die Senkung auf einen zu späten Zeitpunkt. Er forderte die vollständige Abschaffung der Steuer bereits ab Januar 2026. Ryanair begründet seine Kritik an beiden Ländern mit der verlorenen Wettbewerbsfähigkeit. Während Märkte wie Italien und Spanien, laut O’Leary, bereits wieder 120 Prozent ihres Flugverkehrs vor der COVID-Pandemie erreicht hätten, liege Deutschland nur bei 83 Prozent. Dies sei auf erhebliche Steuern und Gebührenerhöhungen (Flugsicherung, Flughafengebühren) zurückzuführen. Länder wie Schweden, Ungarn, die Slowakei und einige italienische Regionen hätten ihre Flugverkehrsteuern bereits abgeschafft, um Wachstum und Tourismus anzukurbeln. Ryanair bekräftigt sein Angebot, einen Investitionsplan im Wert von einer Milliarde US-Dollar umzusetzen, der in Österreich ein Verkehrswachstum von 70 Prozent, zehn neue Flugzeuge, 40 neue Strecken und Tausende von Arbeitsplätzen schaffen würde. Dies sei jedoch nur möglich, wenn die österreichische Regierung

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Mitteldeutsche Flughäfen melden Passagierwachstum im Oktober 2025

Die Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle haben im Oktober 2025 deutlich höhere Passagierzahlen als im Vorjahresmonat verzeichnet, was auf die starke Reisetätigkeit während der Herbstferien zurückzuführen ist. Der Flughafen Leipzig/Halle erreichte mit 301.500 Passagieren das zweithöchste Oktober-Aufkommen seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 und übertraf das Vorjahresergebnis um mehr als sieben Prozent. Lediglich im Oktober 2019 wurden mehr Fluggäste gezählt, was die nahezu abgeschlossene Erholung des Passagierverkehrs in Mitteldeutschland unterstreicht. Der Flughafen Dresden verzeichnete mit über 116.200 Reisenden einen noch stärkeren Zuwachs von rund 17 Prozent im Vergleich zum Oktober 2024. Das Wachstum an beiden Standorten, die zur Mitteldeutschen Flughafen AG gehören und die Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt bedienen, wurde hauptsächlich durch den touristischen Verkehr getragen. Beide Flughäfen meldeten ein erhöhtes Angebot an Flugzielen für die Herbstferien, das die Frequenzen der vorangegangenen Sommerferien sogar übertraf. Ab Leipzig/Halle zählten die Betreiber während der Ferienzeit bis zu 236 wöchentliche Abflüge, von Dresden bis zu 113. Die Strategie, verstärkt auf Städte- und Sonnenziele zu setzen, hat sich damit ausgezahlt. Die Rückkehr zu historisch hohen Passagierzahlen belegt die anhaltend hohe Nachfrage und die Bedeutung der Flughäfen für die regionale Anbindung an europäische und touristische Zentren. Die Betreiber streben die Stabilisierung des Verkehrs auf diesem Vorkrisenniveau an.

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Condor-City-Business-Class mit viel Luft nach oben

Die Fluggesellschaft Condor, einst explizit als Ferienflieger positioniert, befindet sich momentan in einer Transformationsphase, die auch eigene Zubringerflüge nach Frankfurt am Main beinhaltet. Die so genannten „City-Flüge“ haben im Tarifsystem eine Sonderstellung. Angeboten wird auch eine „C“ – Aviation.Direct hat die Kurzstrecken-Business-Class der deutschen Airline genauer unter die Lupe genommen. Bis zum Jahr 2025 hatte Condor keine eigenen Feeder-Flüge zum Drehkreuz Frankfurt am Main, denn aus historischen Gründen nutzte man hierfür Dienstleistungen der einstigen Konzernmutter Lufthansa. Allerdings hat der Kranich den entsprechenden Vertrag, in dem Sonderkonditionen für die einst verscherbelte Tochtergesellschaft festgehalten sind, gekündigt. Nach langem juristischen Tauziehen sieht es ganz danach aus als würde Condor diese Sonderkonditionen dauerhaft verlieren. Lufthansa hat kein Interesse daran die Flüge der ehemaligen Tochter zu feedern, denn mit Discover Airlines hat man einen direkten Konkurrenten, der im gleichen Marktsegment tätig ist, aufgebaut. Condor ist daher mehr oder weniger gezwungen die Zubringerflüge in Eigenregie zu organisieren. Daher bietet man aus verschiedenen europäischen Städten, darunter Wien, aber auch innerdeutsch Feeder nach Frankfurt an. An Bord dieser Flüge, die hinsichtlich der inkludierten Leistungen eine Sonderstellung haben, bietet man sowohl Economy- als auch Business-Class an. Zur Route Wien-Frankfurt ist noch erwähnenswert, dass es auf dieser seit vielen Jahren überhaupt keinen echten Wettbewerb gab. Die Lufthansa Group war als Monopolist aktiv, so dass Point-to-Point das Preisniveau hoch war. Condor ist im Jahr 2025 zunächst mit einem täglichen Umlauf eingestiegen und hat erst mit Beginn der Winterflugplanperiode 2025/26 auf drei Rotationen pro Tag aufgestockt. Es ist sehr offensichtlich, dass man

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RegioJet verstärkt Angebot in Polen – Zweites Zugpaar zwischen Krakau und Warschau

Das tschechische Privatbahnunternehmen RegioJet baut seine Aktivitäten auf dem polnischen Schienennetz aus. Ab Montag, dem 17. November, verkehrt täglich ein zweites Zugpaar zwischen den beiden größten Städten Polens, Krakau und Warschau. Mit dieser Erweiterung des Fahrplans reagiert RegioJet auf die gestiegene Nachfrage und zielt darauf ab, Pendlern und Geschäftsreisenden mehr Flexibilität und Komfort auf dieser wichtigen innerpolnischen Korridorstrecke zu bieten. Die neue Frühverbindung startet bereits um 5:14 Uhr am Hauptbahnhof Krakau (Kraków Główny) und erreicht den Bahnhof Warschau Gdańska um 7:59 Uhr. Diese Fahrzeit von unter drei Stunden macht den Service zu einer attraktiven Option für Reisende, die ihren Zielort vor neun Uhr morgens erreichen müssen. Michał Plaza, RegioJet-Manager für Polen, hob hervor, dass der Morgenservice ideal für Geschäftstreffen, offizielle Termine oder Universitätsvorlesungen sei. Das Unternehmen wirbt weiterhin mit hohen Servicestandards und bietet den Passagieren unter anderem kostenlosen Kaffee und viel Platz zum Arbeiten oder Entspannen. Die neue Verbindung ergänzt den bestehenden Zugservice, der Krakau um 9:19 Uhr verlässt und mehrere Stationen in Warschau anfährt. Bemerkenswert ist, dass RegioJet zur Einführung des neuen Angebots Tickets zu einem außergewöhnlich günstigen Preis ab 9 PLN anbietet. Diese Preisaktion gilt voraussichtlich bis zum 13. Dezember 2025. Die Expansion von RegioJet in Polen ist Teil einer größeren Strategie, die den Wettbewerb auf dem polnischen Schienenmarkt fördert und Reisenden eine Alternative zu den staatlichen polnischen Bahngesellschaften bietet.

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Kölner Hauptbahnhof vor doppeltem Stillstand

Der Kölner Hauptbahnhof, einer der wichtigsten Knotenpunkte im europäischen Schienennetz, steht vor einer komplexen und potenziell weitreichenden Phase von Betriebseinschränkungen. Obwohl die ursprünglich geplante, zehntägige Sperrung für Regional- und Fernverkehrszüge vom 14. bis 24. November 2025 wie vorgesehen beginnt, hat ein technisches Problem die Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerks (ESTW) verhindert. Wie die Deutsche Bahn (DB) bestätigte, können Software-Probleme die geplante Umstellung nicht zulassen. Die Konsequenz: Der Kölner Hauptbahnhof wird in absehbarer Zeit zusätzlich zu der aktuellen Sperrung ein zweites Mal für den gesamten Fern- und Regionalverkehr gesperrt werden müssen. Die erste Sperrpause wird nun für dringende Vorarbeiten an Weichen und Oberleitungen genutzt, um die Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Für Reisende bedeutet dies eine Verlängerung der Unsicherheit und die Notwendigkeit, sich langfristig auf weitere massive Fahrplanänderungen im gesamten Rheinland einzustellen. Die erste Sperrphase: Fokus auf Infrastruktur Die erste, bereits angelaufene Sperrung des Hauptbahnhofs vom kommenden Freitag, dem 14. November, bis zum 24. November 2025, war ursprünglich vollständig der Inbetriebnahme des ESTW gewidmet. Aufgrund der nun aufgetretenen technischen Probleme musste dieser Plan revidiert werden. Die Deutsche Bahn nutzt die freie Zeit auf den Gleisanlagen nun für umfangreiche und wichtige physische Arbeiten: Der technische Stolperstein: Software-Probleme und die Folgen Die Verschiebung der Stellwerks-Inbetriebnahme ist auf unerwartete Software-Probleme zurückzuführen. Elektronische Stellwerke, wie sie in Köln installiert werden, sind hochkomplexe, rechnergesteuerte Systeme, die die gesamte Zugsteuerung, Signalgebung und Weichenlogik zentral regeln. Die fehlerfreie Funktion der Software ist absolut entscheidend für die Betriebssicherheit. Die Deutsche Bahn erklärte, dass die geplante Inbetriebnahme nicht umgesetzt

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Flughafen Frankfurt verzeichnet deutliches Passagierwachstum im Oktober 2025

Der Flughafen Frankfurt (FRA) verzeichnete im Oktober 2025 einen merklichen Anstieg der Passagierzahlen. Mit rund 6,0 Millionen Fluggästen wurde ein Zuwachs von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat registriert. Die Herbstferien wirkten sich als wesentlicher Treiber auf die Passagierstatistik aus, was sich insbesondere am 5. Oktober widerspiegelte, dem zweitstärksten Tag des Jahres mit etwa 221.000 abgefertigten Reisenden. Im innereuropäischen Verkehr waren Urlaubsziele hoch frequentiert; die Nachfrage nach Italien (+16,5 Prozent), Griechenland (+11,8 Prozent), Norwegen und Österreich war besonders hoch. Im interkontinentalen Verkehr verzeichneten Ziele in Südkorea (+23,9 Prozent), dem Nahen Osten (+22,8 Prozent) und Thailand (+20,3 Prozent) überdurchschnittliche Zuwächse. Währenddessen blieb das Frachtvolumen in Frankfurt (Luftfracht und Luftpost) nahezu stabil und stagnierte bei 179.543 Tonnen, was einem geringfügigen Rückgang von 0,1 Prozent entspricht. Die Anzahl der Flugbewegungen erhöhte sich jedoch um 6,6 Prozent auf 42.478 Starts und Landungen, und die kumulierten Höchststartgewichte (MTOWs) stiegen um 3,7 Prozent auf rund 2,6 Millionen Tonnen. Auch das globale Flughafennetzwerk des Betreibers Fraport verbuchte im Oktober mehrheitlich Zuwächse. Besonders auffällig war die Steigerung am Flughafen Ljubljana in Slowenien (+18,1 Prozent). In Brasilien stiegen die kombinierten Passagierzahlen der Flughäfen Fortaleza (FOR) und Porto Alegre (POA) um beachtliche 70,3 Prozent auf 1,2 Millionen Fluggäste, was jedoch auf den mehrmonatigen Ausfall von Porto Alegre im Vorjahr zurückzuführen ist. Der Flughafen Antalya an der türkischen Riviera registrierte 5,0 Millionen Passagiere (+9,3 Prozent). Lediglich der Flughafen Lima (LIM) in Peru verzeichnete einen leichten Rückgang der Passagierzahlen um 2,4 Prozent. Insgesamt wuchs die Passagierzahl an allen aktiv von Fraport gemanagten Flughäfen

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RegioJet fordert nach Beinahe-Unfall rasche ETCS-Einführung in der Slowakei

Die private Bahngesellschaft RegioJet hat das slowakische Verkehrsministerium und den staatlichen Infrastrukturbetreiber ŽSR (Železnice Slovenskej republiky) eindringlich aufgefordert, die Einführung des modernen Sicherheitssystems ETCS (European Train Control System) auf allen slowakischen Hauptstrecken zu beschleunigen. Hintergrund der Forderung ist ein gefährlicher Vorfall, der sich am Freitag, dem 7. November 2025, am Bahnhof Bratislava–Rača ereignete. Dort fuhr ein Personenzug der staatlichen ZSSK trotz eines Haltesignals in den Fahrweg eines RegioJet-Zuges (RJ 1045) ein. Nach Angaben von RegioJet konnte ein schwerer Unfall nur durch das schnelle Eingreifen des RegioJet-Lokführers verhindert werden, der den Zug umgehend zum Stehen brachte. Der betroffene Bahnhof Bratislava–Rača ist bisher noch nicht mit dem modernen ETCS-System ausgestattet. Das Fehlen dieser Technologie erhöhe die Sicherheitsrisiken im slowakischen Schienennetz erheblich, so das Unternehmen. ETCS ist ein standardisiertes europäisches Zugsicherungssystem, das im Falle eines Überfahrens eines Haltesignals automatisch eingreift und Züge bremst, wodurch menschliches Versagen kompensiert wird. RegioJet verlangt daher nicht nur die vollständige Ausrüstung aller slowakischen Haupt- und Nebenstrecken mit ETCS, sondern auch, dass auf diesen Linien ausschließlich Schienenfahrzeuge zugelassen werden, die ebenfalls mit diesem System ausgestattet sind. Radim Jančura, Eigentümer von RegioJet, betonte, die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeiter habe absolute Priorität. Die Slowakei hinkt im internationalen Vergleich bei der flächendeckenden Implementierung von ETCS auf Korridorstrecken oft hinterher, was von europäischen Bahnsicherheitsbehörden kritisch gesehen wird. Ohne die rasche Umsetzung dieser Maßnahmen bleibe der slowakische Eisenbahnbetrieb laut RegioJet einem ernsten Risiko tragischer Folgen ausgesetzt.

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Corendon Airlines stationiert zweites Flugzeug in Nürnberg

Corendon Airlines, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, baut ihr Engagement am Albrecht Dürer Airport Nürnberg (NUE) signifikant aus. Ab Mai 2026 wird die Fluggesellschaft ein zweites Flugzeug am Standort stationieren. Dieser Schritt gilt als starkes Bekenntnis zum fränkischen Flughafen und positioniert Corendon Airlines voraussichtlich als größten touristischen Anbieter in Nürnberg für den Sommerflugplan 2026. Seit der Eröffnung der Nürnberger Basis im Oktober 2019 hat Corendon bereits mehr als zwei Millionen Passagiere von und nach Nürnberg befördert. Die Erweiterung der Kapazitäten zielt darauf ab, die hohe Nachfrage nach Ferienzielen zu bedienen, wobei Corendon besonders den ägyptischen Markt in den Fokus rückt. Der Erstflug nach Sharm el-Sheikh markierte den Auftakt für ein erweitertes Winterprogramm, das neben weiteren Verbindungen nach Hurghada auch Klassiker wie Gran Canaria, Fuerteventura und Antalya umfasst. Traditionell spielt Corendon Airlines auch eine wichtige Rolle bei den Flugverbindungen in die Türkei, die sowohl für den Pauschaltourismus als auch für Menschen mit familiären Wurzeln in der Region eine wichtige Brücke darstellen. Die Stationierung eines zweiten Flugzeugs ist nicht nur operativ von Bedeutung, sondern löst laut Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe eine Wertschöpfung von rund 100 Millionen Euro für die Region aus. Corendon, die in ihrer zwanzigjährigen Geschichte rund 37,5 Millionen Fluggäste befördert hat, unterstreicht damit die langfristige Strategie, den Standort Nürnberg als zentralen Abflughafen in Nordbayern zu etablieren. Die enge Kooperation zwischen Corendon und dem Albrecht Dürer Airport ermöglicht der Metropolregion eine größere Auswahl an bequemen Direktverbindungen. Corendon arbeitet dabei sowohl mit Reiseveranstaltern zusammen als auch zunehmend im Direktvertrieb

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