Jan Gruber

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Jan Gruber

Deutscher Luftverkehr stagniert im europäischen Vergleich: Rekordhohe Standortkosten bremsen Erholung

Die deutsche Luftfahrtindustrie droht den Anschluss an das europäische Wachstum zu verlieren. Während das Flugangebot in Europa das Vorkrisenniveau von 2019 deutlich übertrifft, verharrt die Erholungsquote in Deutschland unter 90 Prozent und stagniert im ersten Halbjahr 2026. Branchenverbände sehen die Hauptursache in den im internationalen Vergleich überzogenen staatlichen Abgaben und Gebühren. Der deutsche Luftverkehrsstandort kommt bei der Bewältigung der durch die globale Krise verursachten Einbußen nicht voran. Nach aktuellen Angaben des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) wird die Erholungsquote des deutschen Luftverkehrs gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 auch im Jahr 2025 unter 90 Prozent bleiben. Die Branche schlägt Alarm: Für das erste Halbjahr 2026 wird sogar eine vollständige Stagnation befürchtet. Demnach wird die Erholungsrate im Sitzplatzangebot bei lediglich 89 Prozent verharren. Im Gegensatz dazu setzt der Luftverkehr im übrigen Europa seinen Wachstumspfad ungebremst fort und erreicht eine Erholungsquote von voraussichtlich 112 Prozent gegenüber 2019. Die Wachstumslücke zwischen Deutschland und dem europäischen Durchschnitt erreicht damit einen neuen Höchstwert von 23 Prozentpunkten. Dr. Michael Engel, Geschäftsführer des BDF, warnte in einer deutlichen Stellungnahme, dass der Ausblick auf das kommende Jahr so schlecht sei wie seit dem Ende der globalen Einschränkungen nicht mehr. Deutschland drohe nun, den Anschluss an die Entwicklung des Luftverkehrs in den anderen europäischen Ländern vollends zu verlieren. Diese alarmierende Entwicklung wird als eine direkte Folge der im internationalen Vergleich extrem hohen staatlich veranlassten Standortkosten gesehen, die die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen und Fluggesellschaften massiv untergraben. Massive Kostenbelastung als zentrales Problem Branchenanalysen und die Aussagen führender Luftfahrtvertreter identifizieren die exorbitant gestiegenen staatlichen

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Fraport-Konzern erreicht wieder Passagierzahlen von 2019 – Frankfurt hinkt hinterher

Die Fraport Gruppe hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 eine deutliche Erholung ihrer Kennzahlen verzeichnet. Die Passagierzahlen des gesamten Konzerns, der Flughäfen weltweit betreibt, erreichten erstmals seit 2019 wieder das Niveau vor der Pandemie. Der Konzernumsatz stieg, bereinigt um Einnahmen aus Bau- und Erweiterungsmaßnahmen gemäß IFRIC 12, um 7,8 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis (Nettogewinn) erhöhte sich leicht um 1,7 Prozent auf 442 Millionen Euro. Insgesamt verzeichneten die Fraport-Flughäfen weltweit ein Passagierwachstum von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 144 Millionen Reisende. Das internationale Portfolio zeigte sich dabei als Wachstumstreiber: Die griechischen Flughäfen lagen 21,3 Prozent über dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019, der Flughafen Lima in Peru 8,1 Prozent und der Flughafen Antalya an der türkischen Riviera 6,8 Prozent. Demgegenüber blieb der Heimatflughafen Frankfurt (FRA) deutlich hinter der Entwicklung zurück. Die Passagierzahlen erreichten in den ersten neun Monaten 2025 nur 87,8 Prozent des Niveaus von 2019. Fraport CEO Dr. Stefan Schulte führte dies auf die in Deutschland „aussergewöhnlich hohen regulierungsbedingten Kosten“ zurück, darunter Luftverkehrssteuern, Luftsicherheitsgebühren und Kosten der Flugsicherung. Diese hohen Abgaben würden ein dynamischeres Wachstum am Hauptstandort bremsen. Ein besonders starkes Ergebnis erzielte Fraport beim Free Cash Flow. Dieser stieg in den ersten neun Monaten 2025 um 366 Millionen Euro auf 48 Millionen Euro und war damit erstmals seit 2018 wieder positiv in einer Neunmonatsperiode. Im dritten Quartal erreichte der Free Cash Flow mit über 373 Millionen Euro sogar ein neues Hoch für ein Juli-bis-September-Quartal. Laut Dr. Schulte ist dieser Anstieg direkt auf

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Grünes Licht aus Brüssel: Oberösterreich startet Ausschreibung für subventionierte Flugroute Linz–Frankfurt

Die Europäische Kommission in Brüssel hat am 7. November 2025 grünes Licht für die geplante Verpflichtung zur Erbringung öffentlicher Dienstleistungen (Public Service Obligation, PSO) auf der Flugstrecke Linz–Frankfurt erteilt. Damit ist eine entscheidende Hürde für die Wiederaufnahme dieser für das Bundesland Oberösterreich als essenziell erachteten Verbindung zum globalen Luftverkehrsnetz gefallen. Die Zustimmung aus Brüssel ermöglicht es dem Land Oberösterreich nun, die europaweite Ausschreibung für den Betrieb der Route offiziell zu starten. Ziel ist es, ein Luftfahrtunternehmen zu finden, das die Strecke wieder regelmäßig und zuverlässig bedient und damit die Anbindung des führenden Industrie- und Exportbundeslandes Österreichs an das internationale Drehkreuz Frankfurt am Main sichert. Die Wiederherstellung der Flugverbindung nach Frankfurt wird in Oberösterreich parteiübergreifend als ein Akt von höchster wirtschaftspolitischer Priorität betrachtet. Die Unterbrechung dieser Route hatte in den letzten Jahren erhebliche logistische und zeitliche Herausforderungen für die exportorientierte Wirtschaft des Bundeslandes mit sich gebracht. Die Genehmigung der PSO durch die EU-Kommission ist ein formaler, aber fundamental wichtiger Schritt, der es staatlichen Stellen unter klar definierten Auflagen erlaubt, einen Betriebszuschuss zu gewähren, um eine wirtschaftlich nicht ausreichend rentable, aber gesellschaftlich und volkswirtschaftlich notwendige Verkehrsleistung sicherzustellen. Die Fluggesellschaft, die den Zuschlag erhält, muss die Frequenz und Qualität der Verbindung gemäß den Ausschreibungsbestimmungen erbringen. Frankfurt als Tor zur Welt – Regionale Wettbewerbsfähigkeit im Fokus Die Bedeutung der Flugverbindung Linz–Frankfurt geht weit über den reinen Personenverkehr hinaus. Frankfurt am Main ist eines der größten und wichtigsten internationalen Luftverkehrsdrehkreuze Europas und dient als essenzieller Knotenpunkt für Geschäftsreisen, den weltweiten Warentransport sowie für interkontinentale Passagierflüge.

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American Airlines strafft die Organisation

American Airlines, eine der größten Fluggesellschaften der Vereinigten Staaten, hat einen Abbau von Management- und Support-Positionen angekündigt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die betriebliche Effizienz zu steigern und die Organisation an die aktuellen Geschäftsanforderungen anzupassen. Die Personalreduktion, die überwiegend in der Konzernzentrale in Dallas/Fort Worth erfolgen soll, kommt nach einem Quartal, das das Unternehmen mit einem Nettoverlust abschloss, und einem deutlich niedrigeren Jahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr. Die Fluggesellschaft betonte, dass diese „kleine“ Verringerung der Mitarbeiterzahl Teil laufender Bemühungen sei, die Leistung zu optimieren und die Effizienz über alle Bereiche hinweg zu erhöhen. Die genaue Anzahl der betroffenen Arbeitsplätze wurde von American Airlines nicht genannt. Berichte aus der Branche und von Analysten deuten jedoch darauf hin, dass die Kürzungen ein breites Spektrum von Support- und Managementfunktionen umfassen, teilweise auch in wichtigen IT-Bereichen. Solche gezielten Personalreduktionen im Management- und Verwaltungsbereich sind in der Luftfahrtindustrie ein gängiges Instrument, um Fixkosten zu senken und die Hierarchien abzuflachen. Die Fluggesellschaft erklärte, dass sie weiterhin gezielt in Bereiche investieren wolle, die die langfristigen Geschäftsziele unterstützen, um das Unternehmen für anhaltenden Erfolg zu positionieren. Nettoverlust im dritten Quartal und deutlicher Gewinnrückgang im Jahresverlauf Die Ankündigung der Stellenstreichungen folgt auf eine gemischte finanzielle Bilanz, die American Airlines kürzlich vorgelegt hatte. Für das dritte Quartal 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von 114 Millionen US-Dollar. Auch wenn die Ergebnisse teilweise besser waren als von einigen Analysten befürchtet und das Unternehmen die Umsatzprognosen leicht übertraf, signalisiert der Verlust im traditionell starken Sommerquartal eine anhaltende Herausforderung im Kostenmanagement und operativen

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Sun Express erweitert Deutschland-Angebot: Memmingen neu im Programm

Die Fluggesellschaft Sun Express, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, baut ihr Flugangebot ab Deutschland im kommenden Sommerflugplan 2026 deutlich aus. Die Airline nimmt insgesamt zehn neue europäische Verbindungen in ihr Streckennetz auf, wovon vier neue Routen Deutschland betreffen. Mit diesem Wachstum wird Sun Express insgesamt 23 Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit 21 Zielen in der Türkei verbinden. Erstmals fliegt Sun Express ab März 2026 den Flughafen Memmingen (Allgäu Airport) an. Die neue Verbindung wird die Region fünfmal pro Woche mit dem türkischen Urlaubszentrum Antalya verknüpfen. Während der Hauptsaison, konkret vom 11. Mai bis 24. Juni 2026 sowie vom 2. August bis 19. September 2026, wird die Strecke sogar täglich bedient. Darüber hinaus erweitert die Fluggesellschaft ihr Angebot an weiteren deutschen Flughäfen. Neu sind jeweils zwei wöchentliche Flüge von Hannover und München in die westtürkische Stadt Edremit. Ab Düsseldorf nimmt Sun Express eine wöchentliche Verbindung in die anatolische Stadt Hatay in den Flugplan auf. Commercial Director Helmut Wölfel erklärte, dass die neuen Strecken nach Edremit und Hatay insbesondere auf die hohe Nachfrage im sogenannten ethnischen Reiseverkehr zwischen Deutschland und der Türkei reagieren. Diese gezielte Erweiterung des Streckennetzes unterstreicht die Strategie von Sun Express, die Marktpräsenz im europäischen Ferienflugsegment gezielt auszubauen. Die Airline profitiert dabei von der starken Präsenz beider Mutterkonzerne in ihren jeweiligen Kernmärkten. Neben den vier neuen Routen ab Deutschland werden im Sommer 2026 unter anderem drei weitere Verbindungen ab Großbritannien hinzukommen. Mit den neuen Routen positioniert sich Sun Express als eine der wichtigsten Airlines

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Ticketsteuer im Zentrum der politischen Debatte: FPÖ fordert Abschaffung – Ryanair verstärkt Druck auf die Regierung

Die österreichische Luftverkehrssteuer wird zum zentralen Streitpunkt in der nationalen Wirtschaftspolitik. Die Oppositionspartei FPÖ hat einen Antrag zur sofortigen Abschaffung der Abgabe eingebracht, der von der Fluggesellschaft Ryanair vehement unterstützt wird. Der Billigflieger droht erneut mit dem weiteren Abzug von Kapazitäten und verknüpft einen milliardenschweren Investitionsplan mit der Aufhebung der Steuer, die als wesentlicher Faktor für den Rückstand Österreichs im europäischen Luftverkehr gesehen wird. Die Diskussion um die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Luftverkehrsstandortes hat eine neue politische Dimension erreicht. Am Dienstag, dem 11. November 2025, begrüßte Ryanair den parlamentarischen Antrag der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), die geltende Luftverkehrssteuer bis zum 31. Dezember 2025 vollständig abzuschaffen. Dieser politische Vorstoß belebt die seit Monaten geführte Debatte über die hohen Standortkosten, die Fluggesellschaften und Tourismusverbände für die derzeitige Stagnation im österreichischen Luftverkehr verantwortlich machen. Ryanair, Europas größter Billigflieger, nutzt den parlamentarischen Antrag der FPÖ, um den Druck auf die österreichische Bundesregierung, insbesondere auf Bundeskanzler Stocker und Infrastrukturminister Hanke, massiv zu erhöhen. Die Airline argumentiert, dass die Steuer, die pro Passagier 12 Euro beträgt, Österreich zu einem der teuersten Luftverkehrsmärkte Europas gemacht habe. Dies habe zur Folge, dass Flüge, Strecken und Arbeitsplätze in kostengünstigere Nachbarländer abwanderten. Ryanair bekräftigte, dass die Steuer, die weniger als 160 Millionen Euro pro Jahr in den Staatshaushalt einbringe, den nationalen Luftverkehr und Tourismus um Milliardenhöhe schwäche. Geringer fiskalischer Nutzen trifft auf hohe Kosten für die Wirtschaft Die Luftverkehrssteuer wird von der Branche als eine kontraproduktive Maßnahme kritisiert. Ryanair und andere Fluggesellschaften weisen darauf hin, dass die jährlichen Einnahmen von unter

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Politischer Stillstand im Luftverkehr: Ryanair verschärft Ton gegen österreichische Regierung

Der irische Billigflieger Ryanair attackiert Infrastrukturminister Peter Hanke und die österreichische Bundesregierung scharf wegen der anhaltenden Untätigkeit bezüglich eines vorgeschlagenen milliardenschweren Investitionsplans. Das Unternehmen fordert die sofortige Abschaffung der Luftverkehrsteuer und droht mit einem weiteren Abzug von Flugzeugen, da Österreich im Wettbewerb mit Nachbarländern massiv an Boden verliere. Der Streit zwischen der Billigfluggesellschaft Ryanair und der österreichischen Regierung um die zukünftige Ausrichtung des Luftverkehrsstandorts eskaliert. Am 11. November 2025 reagierte Ryanair öffentlich auf die Äußerungen von Infrastrukturminister Peter Hanke, der sich mehr Zeit für die Prüfung eines von Ryanair vorgelegten Investitionsvorschlags erbeten hatte. Der Vorschlag, der eine Investition in Höhe von einer Milliarde US-Dollar und ein Verkehrswachstum von 70 Prozent vorsieht, wurde dem Minister laut Ryanair-CEO Michael O’Leary bereits am 12. Juni durch den CEO von Lauda Motion übermittelt. Ryanair-Chef Michael O’Leary kritisierte die Verzögerung von fast fünf Monaten und die Nichteinhaltung der eigenen Zusage des Ministers, bis Ende September zu antworten, mit scharfen Worten. Er warf Minister Hanke „Untätigkeit“ und mangelndes Entscheidungsvermögen vor. O’Leary stellte die Rhetorik des Ministers zur Funktionsweise der Politik infrage und betonte, dass eine Politik, die eine Wachstumsinitiative über fünf Monate unbeantwortet lasse, in Österreich nicht funktioniere, was zum Rückstand des Landes im europäischen Luftverkehr beitrage. Luftverkehrsteuer und steigende Flughafengebühren treiben Airlines aus Österreich Im Zentrum des Konflikts steht die in Österreich erhobene Luftverkehrsteuer in Höhe von derzeit 12 Euro pro Passagier. Michael O’Leary argumentiert, dass diese Abgabe – die jährlich weniger als 160 Millionen Euro in den Staatshaushalt einbringe – „untold damage“ anrichte und

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Frühzeitige Ferienplanung für den Sommer 2026 dringend empfohlen

Die Organisation der Kinderbetreuung für die Sommerferien 2026 beginnt für viele berufstätige Eltern bereits im November, um Engpässe zu vermeiden. Mit durchschnittlich neun Wochen schulfreier Zeit stehen Eltern vor der Herausforderung, die Betreuungslücke zu schließen, da der eigene Urlaubsanspruch oft nur fünf Wochen beträgt. Eine Erhebung der Arbeiterkammer aus dem Jahr 2024 zeigte, dass sechs von zehn Eltern die Ferienplanung als große Belastung empfinden. Experten raten Eltern, bei der Auswahl von Feriencamps besonderen Wert auf die pädagogische Qualität und ein nachweislich gelebtes Kinderschutzkonzept zu legen. Der österreichische Bildungsminister hat sich in diesem Zusammenhang für einen Ausbau der Betreuungsangebote im Sommer ausgesprochen, um Familien zu entlasten. Da die beliebtesten Ferienplätze schnell vergeben sind, wird eine frühzeitige Buchung empfohlen. Der Ferienhort am Wolfgangsee, der auf eine über 130-jährige Tradition zurückblickt, gilt in Österreich als Vorreiter für sichere und strukturierte Ferienbetreuung. Er bietet unter anderem ein durchdachtes vierwöchiges „Classic-Camp“ an, das einen Großteil der Betreuungszeit im Juli abdeckt. Um die Qualität im Bereich Kinderschutz zu sichern, hat die österreichische Bundesregierung eine Qualitätssicherungsstelle beim Bundeskanzleramt eingerichtet. Diese bietet Organisationen die Möglichkeit, ihre Kinderschutzkonzepte zertifizieren zu lassen. Diese Zertifizierung prüft nicht nur die Existenz des Konzepts, sondern auch dessen aktive Umsetzung in der Praxis. Der Ferienhort am Wolfgangsee befindet sich aktuell im Prozess dieser Zertifizierung, was die Priorität der Sicherheit unterstreicht. Geschäftsführer Jakob Walter betonte die regelmäßige Schulung der Betreuer und die laufende Überprüfung des Konzepts. Die Anmeldung für die Camps des Jahres 2026 läuft bereits.

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Ryanair-Chef attackiert Österreichs Regierung: Investitionsangebot von Milliarden ignoriert

FPÖ-Generalsekretär und Verkehrssprecher Christian Hafenecker hat die scharfe Kritik von Ryanair-Chef Michael O’Leary an der österreichischen Bundesregierung, bestehend aus ÖVP, SPÖ und NEOS, als „Offenbarungseid“ bezeichnet. O’Leary hatte Kanzler Christian Stocker (ÖVP) und Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) in einem Interview schwere Vorwürfe gemacht. Die irische Airline wirft der Regierung vor, ein umfassendes Investitionsangebot von einer Milliarde Euro zur massiven Stärkung des Standorts Wien durch pure Untätigkeit zu ignorieren. Laut O’Leary, der Kanzler Stocker als „faul“ und Minister Hanke als „Lügner“ bezeichnete, hatte Ryanair der Regierung einen konkreten Wachstumsplan präsentiert. Dieser sah vor, bis zum Jahr 2030 das Passagieraufkommen am Flughafen Wien um 70 Prozent auf zwölf Millionen Reisende pro Jahr zu steigern und dafür zehn neue Boeing 737 am Standort zu stationieren. Trotz eines Treffens mit dem Bundeskanzler und dessen Zusage, bis Ende September 2025 eine Rückmeldung zu geben, sei keine Antwort erfolgt. Der Hauptgrund für die harsche Kritik und die nun von Ryanair angekündigten Kürzungen des Angebots in Wien sind die aus Sicht der Airline überhöhte Luftverkehrssteuer von zwölf Euro sowie hohe Flughafengebühren, die im internationalen Vergleich die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts schmälern. Ryanair hatte bereits Flugzeuge aus Wien abgezogen und weitere Streichungen für den Sommer 2026 angekündigt. Diese Kapazitäten sollen in Länder wie die Slowakei, Italien oder Ungarn verlagert werden, wo die Regierungen Flugabgaben abgeschafft oder gesenkt haben, um den Luftverkehr zu fördern. FPÖ-General Hafenecker wertete die Untätigkeit der Regierung als „wirtschaftsfeindliche Sabotage-Politik“ und als Gefahr für den Wirtschaftsstandort. Er betonte, das verpasste Milliarden-Investitionspaket hätte tausende Arbeitsplätze schaffen und

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Studie zeigt große Unterschiede bei Pünktlichkeit im US-Ferienflugverkehr

Eine aktuelle Analyse von Daten des US-Verkehrsministeriums (Department of Transportation) zu Flugverspätungen und fehlerhaft behandeltem Gepäck der letzten vier US-amerikanischen Reisesaisons zu Thanksgiving und Weihnachten (November und Dezember 2021 bis 2024) hat erhebliche Unterschiede in der Zuverlässigkeit der großen Fluggesellschaften aufgezeigt. Während der betrachteten Zeiträume wurden mehr als 3,3 Millionen Flüge durchgeführt. Die Auswertung ergab, dass mehr als jeder fünfte Flug – insgesamt 18,89 Prozent aller Flüge – verspätet war oder annulliert werden musste. Als zuverlässigster Carrier in der Ferienzeit erwies sich Delta Air Lines. Delta wies mit nur 13,73 Prozent die mit Abstand niedrigste Verspätungsrate auf und lag mit einer Annullierungsquote von lediglich 0,67 Prozent deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 1,43 Prozent. Andere große US-Fluggesellschaften wie American Airlines und United Airlines verzeichneten ebenfalls vergleichsweise niedrige Annullierungsraten von 0,85 Prozent beziehungsweise 0,94 Prozent. Am anderen Ende der Skala stand JetBlue, bei der 27,51 Prozent der Flüge verspätet waren – der höchste Wert aller analysierten Fluglinien. Bei JetBlue dauerten die Verspätungen im Durchschnitt rund 70 Minuten, was ebenfalls zu den längsten Wartezeiten in der Branche zählt. Auch die sogenannten Ultra-Low-Cost-Carrier Allegiant Air (26,62 %) und Frontier Airlines (25,64 %) fielen mit sehr hohen Verspätungsquoten auf. Bei den Annullierungen verzeichneten Alaska Airlines (2,49 %) und Southwest Airlines (2,36 %) die schlechtesten Ergebnisse. Die Analyse untersuchte auch die Handhabung von Gepäck. Insgesamt wurden in den letzten vier Ferienzeiten über 320 Millionen Gepäckstücke von den großen US-Airlines abgefertigt. Von diesen wurden fast 1,9 Millionen beschädigt oder kamen abhanden, was einer Quote von 0,58 Prozent

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