Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Good Bye in Downunder: Cobham hat letzten Jumbolino ausgeflottet

Mittlerweile ist der auch als Jumbolino bezeichnete Regionaljet des Typs BAe 146 nur noch selten anzutreffen. Letzter Operator in Deutschland war WDL, die mittlerweile als German Airways auftritt und ein Embraer-190-Operator geworden ist. In Australien führte Cobham Aviation Services Australia den letzten kommerziellen Flug mit diesem Muster durch. Dieses Luftfahrtunternehmen war einst einer der weltgrößten BAe-146-Operators. Seit 1990 hatte man über 33 Exemplare – inklusive des Nachfolgemodells Avro RJ – in Betrieb. Mit der VH-NJY legte man gegen Ende des Vorjahres das letzte Exemplar still. Der Regionaljet mit dieser Registrierung war ein Avro RJ100, der 1998 von Cityflyer Express für eine British-Airways-Operation übernommen wurde. Im Jahr 2021 wechselte der Vierstrahler nach Downunder. Der letzte BAe-146-Flug von Cobham wurde als so genannter “Fly In – Fly Out”-Charter zwischen Murrin Murrin und Perth durchgeführt. Dieser Maschinentyp war seit 1985 in Westaustralien im Einsatz. Ursprünglich brachten die mittlerweile nicht mehr existierende Ansett und National Jet Systems, aus der Cobham hervorgegangen ist, den britischen Vierstrahler nach Downunder. Die Nachfolgemodelle Avro RJ85/RJ100 waren seit 1998 bei Cobham im Einsatz. Der Betrieb der 20 Boeing 717, fünf de Havilland Dash 8-400 und vier Embraer 190 soll fortgesetzt werden. Mit dem zuerst genannten Flugzeugtyp ist man auch unter der Marke Qantas Link im Inlandsverkehr für Qantas tätig. Einen direkten Nachfolger für die ausgeflotteten BAe 146 gibt es nicht.

weiterlesen »

Air-Italy-Liquidatoren haben komplette Belegschaft gekündigt

Für die ehemalige Fluggesellschaft Air Italy gibt es offensichtlich keine Zukunft mehr, denn die Liquidatoren haben sämtlichen Mitarbeitern die Kündigung zugestellt. Die Dienstverhältnisse wurden per 1. Jänner 2022 mit sofortiger Wirkung beendet. Es wurden Abfindungen ausbezahlt. Im Jahr 2016 kaufte sich Qatar Airways bei der damaligen Meridiana ein und hatte große Wachstumspläne. So wurde rund ein Jahr später verkündet, dass 20 Boeing 737 Max 8 und 30 B787-9 eingeflottet werden sollen. Die Marke Air Italy wurde im Jahr 2018 eingeführt. Die Wachstumspläne zerschlugen sich bereits im Feber 2020, denn unter den Gesellschaftern herrschte Uneinigkeit darüber wer wie viel Kapital einschießen muss. Am 11. Feber 2020 wurde dann bekanntgegeben, dass Air Italy den Flugbetrieb einstellen wird und in die freiwillige Liquidation gehen wird. In einer kurzen Übergangsphase wurden einige Verbindungen mit Hilfe von Wetlease-Gerät aufrecht erhalten. Der Carrier wurde im Jahr 1963 als Alisarda gegründet. Der Name spielt auf den Firmensitz auf der italienischen Insel Sardinien an. Im Jahr 1990 fusionierte man mit einem spanischen Unternehmen und trat fortan als Meridiana auf ehe man sich in 2018 in Air Italy umbenannte. Zuletzt gehörte der Carrier einer Holdinggesellschaft, die zu 51 Prozent von Alisarda und zu 49 Prozent von Qatar Airways gehalten wurde. Der Finanzbedarf für Sanierung und Expansion war groß. Der Golfcarrier teilte rund um die Bekanntgabe der Liquidation mit, dass man weiterhin an das Konzept glaube, jedoch Finanzmittel von allen Gesellschaftern eingeschossen werden müssten. Das wollten oder konnten die italienischen Mehrheitseigentümer aber nicht mehr. Zuletzt versuchten die Liquidatoren noch einen

weiterlesen »

PS752: Kanadisches Gericht spricht Hinterbliebenen 83 Millionen U.S.-Dollar zu

Vor rund zwei Jahren wurde Ukraine-International-Flug PS752 kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen. Ein kanadisches Gericht entschied nun, dass der Iran 83 Millionen U.S.-Dollar an die Hinterbliebenen mit kanadischer Staatsbürgerschaft bezahlen muss. Am 8. Jänner 2020 wurde die Boeing 737-800 UR-PSR kurz nach dem Start in Teheran von zwei Flugabwehrraketen abgeschossen. Die 167 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder hatten keine Chance und kamen ums Leben. Der Iran leugnete dies zunächst, räumte den Abschuss jedoch ab dem 11. Jänner 2020 ein. Man habe das Passagierflugzeug irrtümlich für einen Marschflugkörper gehalten. In Kanada wurde der Staat Iran auf Schadenersatz verklagt. Der Ontario Superior Court sprach den Hinterbliebenen insgesamt 83 Millionen U.S.-Dollar zu. Allerdings ergibt sich aufgrund der internationalen Sanktionen ein Problem, denn im Falle einer Nichtzahlung wird das Urteil nur sehr schwer vollstreckbar sein.

weiterlesen »

Südafrika: Jetstream-Propeller gebrochen und in Kabine gekracht

Ein Charterflug der südafrikanischen Regionalfluggesellschaft SA Airlink erlitt am Montag einen Vogelschlag, der zum Bruch eines Propellerblatts der Jetstream 41 mit der Registrierung ZS-NRJ führte. Das “Bruchstück” durchschlug die Außenwand und ist in den Passagierraum geraten. Es kommt sehr selten vor, dass Propellerblätter brechen und noch dazu in die Kabine gelangen. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit haben diese so einiges an Kraft und somit sind Durchschläge in den Passagierraum durchaus gefährlich. Passiert ist im konkreten Fall zum Glück nichts, denn das kleine Turbopropflugzeug konnte sicher bei der Venetia-Mine in Südafrika landen. Laut lokalen Berichten kollidierte während dem Landeanflug ein größerer Vogel mit dem rechten Propeller der ZS-NRJ. Dadurch brach ein Blatt ab und krachte in die Kabine. Fotos, die in sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigen das nicht unerhebliche Ausmaß der Beschädigung. Die Jetstream 41 konnte sicher landen und die Fluggäste haben das Turbopropflugzeug unverletzt verlassen können. Der Vorfall ereignete sich am 3. Jänner 2022.

weiterlesen »

Wegen Quarantäne-Regeln: Cathay musste alle Frachtflüge absagen

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific sieht sich nicht mehr in der Lage Langstrecken-Frachtflüge durchzuführen. Hintergrund ist, dass die chinesische Sonderverwaltungszone die Quarantänezeit für Besatzungen, die im Ausland waren, von drei auf sieben Tage erhöht hat. Damit geht dem Carrier schlichtweg das Personal aus. Auslöser für die Verschärfung ist nur ein einziger Coronafall. Ein nicht näher bezeichnetes Cockpitmitglied soll fünf Tage nach seinem Flugdienst positiv getestet worden sein. Dies nahm die Regierung der Sonderwirtschaftszone zum Anlass dafür, dass Crews nun nach jedem Auslandsdienst länger in Absonderung müssen. Operativ führt das dazu, dass Cathay Pacific mittlerweile so akuten Personalmangel hat, dass man sämtliche Langstreckenflüge, die man mit Cargo-Maschinen und so genannten Preightern durchgeführt hat, temporär eingestellt hat. Man will nun den Closed-Loop-Betrieb aktivieren, jedoch bedarf dies so einiges an Vorlaufzeit. Dazu Flugbetriebsleiter Christ Kempis in einem Anschreiben an die Belegschaft: „Wir können nicht über Nacht auf Closed-Loop-Betrieb übergehen und müssen eine Verschnaufpause einlegen, um alle Abhängigkeiten, einschließlich der kritischen Verfügbarkeit von Hotelzimmern, vollständig zu berücksichtigen“. Geplant ist derzeit, dass voraussichtlich am 6. Jänner 2022 die Frachtflüge wieder anlaufen sollen. Dazu will man Crewmitglieder nach Los Angeles entsenden und auch die dortige Pilotenbasis reaktivieren.  Anders ausgedrückt: Man versucht mit Hilfe von Fahrzeugführern, die im Ausland stationiert sind, die angespannte Lage ein wenig zu lindern. Cathay Pacific gilt im Cargobereich als fünftgrößter Anbieter der Welt. Das Unternehmen war einst die Vorzeige-Airline Hongkongs, jedoch war man bereits vor der Coronakrise stark angeschlagen, denn die langwierigen Proteste haben sich nicht nur nachteilig auf die Nachfrage ausgewirkt, sondern

weiterlesen »

Kanada: Omikron legte Pacific Coastal Airlines lahm

Die kanadische Pacific Coastal Airlines stellte aufgrund der Omikron-Corona-Variante den Flugbetrieb temporär ein. Am 2. und 3. Jänner 2022 konnte man nicht fliegen, hob jedoch am 4. Jänner 2022 wieder ab. Dazu erklärte der Carrier unter anderem, dass sich in der Betriebsleitstelle die Omikron-Mutation stark ausgebreitet habe. Man wäre außer Stande gewesen den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten. Anlässlich des Neustarts teilte die Regionalfluggesellschaft mit: “Unsere Teams haben alle Optionen und Ressourcen ausgeschöpft, bevor die Entscheidung getroffen wurde, den Betrieb für diese zwei Tage auszusetzen. Es bricht mir das Herz, die Reisepläne so vieler Kunden zu beeinflussen, aber wir haben derzeit keine praktikable Alternative“, sagt Quentin Smith, Präsident von Pacific Coastal Airlines. „Wir ergreifen diese schnelle und notwendige Maßnahme, um die Integrität unseres langfristigen Zeitplans zu schützen und unseren Betrieb zu sichern”. Die Regionalfluggesellschaft bedient von Vancouver aus 17 Airports in British Columbia. Weiters ist man ab anderen Airports u.a. mit Seaplanes aktiv. Mit Westjet hat man ein Kooperationsabkommen und führt Flüge unter der Marke Westjet Link durch. Derzeit besteht die Flotte überwiegend aus dem Maschinentyp Saab 340.

weiterlesen »

Lessor Jetstream Aviation Capital bringt Saab-2000-Frachter auf den Markt

Die Saab 2000 gilt als eines der schnellsten Turbopropflugzeuge der Welt. Ein kommerzieller Erfolg war es als Passagiermaschine nicht, denn es wurden nur 63 Exemplare gebaut. Nun werden die ersten Maschinen in Frachter konvertiert. Ein Exemplar steht bereits kurz vor der Übergabe an einen Betreiber. Die schwedische Täby Air Maintenance baute eine Saab 2000 in ein reines Cargo-Flugzeug um. Die Arbeiten wurden in Örebro vorgenommen und sind weitgehend abgeschlossen. Die behördliche Zulassung steht jedoch noch aus. Man rechnet damit, dass man diese Saab 2000 gegen Ende März 2022 an den Leasinggeber Jetstream Aviation Capital übergeben kann. Bis dahin sollen die Genehmigungen von FAA und EASA vorliegen. Zusätzlich zu den bestehenden Frachtbereichen sollen sechs weitere Compartments zur Verfügung stehen. Das Volumen wird auf 55,4 Kubikmeter steigen. Das Floor-Loading-Limit beträgt 730 Kilogramm pro Quadratmeter. Der maximale Payload wird mit 6.622 Kilogramm angegeben, wobei für den Betrieb unter US FAR Part 135 der maximale Payload 3.402 Kilogramm beträgt.

weiterlesen »

Heathrow-Gebühren: Airlines und Flughafen weiterhin uneins

Der größte Flughafen des Vereinigten Königreichs will den Verdienstentgang, den man aufgrund der Corona-Pandemie hat, durch höhere Gebühren kompensieren. Im ersten Anlauf genehmigte die britische Zivilluftfahrtbehörde das geplante Ausmaß nicht. Teurer wurde es – zum Ärgernis von British Airways und Virgin Atlantic – trotzdem. Die beiden Platzhirsche laufen weiterhin gegen die Preiserhöhungen Sturm und drohen immer wieder ihre Präsenz in Heathrow zu reduzieren. Zur tatsächlichen Verlagerung im großen Stil ist es bislang aber noch nicht gekommen. Ganz so einfach ist das nämlich gar nicht, denn bei British Airways fungiert dieser Flughafen als Hauptdrehkreuz. Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass Ex-IAG-Chef Willie Walsh in seiner neuen Funktion als IATA-Präsident gegen das Management des Flughafens Heathrow poltert. Er wirft in einem offenen Brief “Gier” und “Rückkehr zu alten Tricks” vor. Gefordert wird, dass die Gebühren gesenkt und nicht erhöht werden. Der Flughafen Heathrow sieht die Angelegenheit gänzlich anders, denn beispielsweise im November 2021 lag das Aufkommen um rund 60 Prozent unter jenem von November 2019. Mitverantwortlich sind auch die vergleichsweise restriktiven Einreise- und Quarantänebestimmungen des Vereinigten Königreichs, die sich noch dazu häufig mit minimaler Vorlaufzeit ändern. Eigenen Angaben nach hat Heathrow seit dem Beginn der Corona-Pandemie Verluste in der Höhe von 3,4 Milliarden Pfund fabriziert. Den Fluggesellschaften stößt aber sauer auf, dass der größte Flughafen UKs gleichzeitig betont, dass man Cash-Reserven in der Höhe von 4,1 Milliarden Pfund zur Verfügung haben. Dem stehen aber Schulden in der Höhe von 15,4 Milliarden Pfund gegenüber. Für diese müssen Zinsen bezahlt werden, was letztlich

weiterlesen »

Einreisebestimmungen: Zypern verlangt bis zu drei Coronatests

Wer in den nächsten Tagen nach Larnaka oder Paphos fliegen möchte, muss künftig zwei bis drei Corona-Tests absolvieren. Auch Geimpfte und Genesene müssen bis mindestens 15. Jänner 2022 bei der Einreise einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorlegen. Zusätzlich muss unmittelbar nach der Einreise eine zweite PCR-Testung absolviert werden. Die Kosten sind selbst zu tragen und im Regelfall vorab bei der Terminbuchung oder an Ort und Stelle zu begleichen. Fällt der Befund ebenfalls negativ aus, kann man den Zypern-Urlaub ohne weitere Auflagen verbringen. Wichtig: Personen, die noch keine Auffrischungsimpfung (auch als “Drittimpfung” bezeichnet) nachweisen können, müssen sogar einen dritten Coronatest absolvieren. Dieser muss rund 72 Stunden nach der Einreise in den Inselstaat durchgeführt werden. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Testungen ist dann ein Antigen-Schnelltest vorgesehen. Auch für diesen müssen die Kosten aus eigener Tasche bezahlt werden. Die zypriotische Regierung will diese Einreisebestimmungen bis mindestens 15. Jänner 2022 praktizieren, wobei eine mögliche Verlängerung bereits in Aussicht gestellt wurde. Personen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind, müssen damit rechnen einen Quarantäne antreten zu müssen. Es gilt auch darauf hinzuweisen, dass alle Personen – unabhängig vom Impfstatus – den so genannten Cyprus Flight Pass online erstellen müssen.

weiterlesen »

Düsseldorf mit neuer Gebührenordnung ins neue Jahr gestartet

Am Flughafen Düsseldorf gilt seit 1. Jänner 2022 eine neue Gebührenordnung. Diese begünstigt modernes Fluggerät und soll gleichzeitig die Fluggesellschaft motivieren eher tagsüber den Airport zu nutzen. Gebührenordnungen deutscher Verkehrsflughäfen müssen behördlich bewilligt werden und setzten sich aus verschiedenen Leistungen, die von Nutzern der Flughäfen in Anspruch genommen werden können, zusammen. Das Entgelt, das für Starts und Landungen zu entrichten ist, orientiert sich in erster Linie am MTOW. Weitere Posten, die anfallen können sind beispielsweise Parkgebühren. “Mit der Genehmigung unserer neuen Entgeltordnung konnten wir ein sehr ambitioniertes Vorhaben umsetzen. Sie ist das Ergebnis einer intensiven Diskussion mit unseren Airlinepartnern. Es ist uns gelungen, eine transparente, nachvollziehbare und für alle Airlines gleichermaßen geltende Regelung zu finden, die zeigt, unter welchen Bedingungen Flugzeuge in Düsseldorf eingesetzt werden können. Sie ist eine verlässliche Basis für das weitere Engagement der Airlines an unserem Standort”, so Düsseldorfs Flughafendirektor Thomas Schnalke.

weiterlesen »