Jan Gruber

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Jan Gruber

German Airways entzieht Ego Airways einziges Flugzeug

Die italienische Ego Airways ist schon länger nicht mehr in der Luft und die Zukunft der jungen Fluggesellschaft ist völlig unklar. German Airways, von der man im Rahmen einer Drylease-Vereinbarung einen Embraer 190 ohne Crew geleast hatte, hat das Flugzeug zurückgeholt. Das deutsche Luftfahrtunternehmen, das aus WDL hervorgegangen ist, teilte mit: “Nachdem es mehrere Monate unterschiedliche Auffassungen über die Auslegung des Vertrages gegeben hatte, wurde das Flugzeug nun an German Airways zurück gegeben.” In Italien kursieren schon seit einigen Wochen Gerüchte, dass sich Ego Airways gleich zum Start verhoben und verkalkuliert haben könnte. Ob dieser Anbieter jemals wieder wachsen wird, ist völlig unklar. Auf das Fluggerät der Zeitfracht-Tochter muss man jedenfalls verzichten: “German Airways hat die Zusammenarbeit mit der italienischen Startup-Airline Ego Airways mit sofortiger Wirkung beendet. Die Kölner Airline hatte der italienischen Fluggesellschaft seit Ende Oktober vergangenen Jahres ein Flugzeug vom Typ Embraer E190 ohne Crews überlassen (Dry Lease). Damit hatte diese versucht, ein Streckennetz von ihrer Basis in Mailand aus aufbauen und kleinere italienische Airports wie Venedig, Verona, Pisa, Florenz oder Pescara anzufliegen”. Der als I-EGOA registrierte Embraer 190 wurde nach Deutschland ausgeflogen und wird in Kürze wieder auf German Airways in Deutschland eingetragen sein. Personal hat man bereits vor ein paar Tagen für diese Maschine gesucht. Ärger auch mit Ticketverkäufer Green Airlines Es ist nicht das erste Mal im Jahr 2021, dass sich German Airways mit einem Start-up-Unternehmen die Finger verbrannt hat. In Deutschland flog man kurzzeitig mit Embraer 190 für den Ticketverkäufer Green Airlines, zog jedoch

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Getestet: Mit dem Klimaticket in der Westbahn-„Premium Economy“ durch Österreich

Die private Eisenbahngesellschaft Westbahn hat mit Fahrplanwechsel, der am 12. Dezember 2021 vollzogen wurde, mit der Comfort-Class ein Pendant zur Premium-Economy-Class der Fluggesellschaften auf die Schiene gebracht. Die “Zweite-Klasse-Plus” kann mit dem österreichischen Klimaticket ohne Aufpreis genutzt werden. Bislang ist in Österreich noch keine Eisenbahngesellschaft auf die Idee gekommen eine “Premium-Economy” auf die Schiene zu bringen. Mit der Inbetriebnahme der neuen Stadler-Kiss-III-Triebwägen wagt die Westbahn diesen Vorstoß. Der Mitbewerber ÖBB hat in den Railjets zwar auch drei Beförderungsklassen, allerdings keine, die explizit zwischen Erster und Zweiter angesiedelt ist.  Doch wer ist eigentlich bereit auf der Strecke Wien-Salzburg einen Aufpreis für ein bisschen mehr Komfort zu bezahlen und das auch noch bei einer Eisenbahngesellschaft, deren “Holzklasse” auf dem Niveau der Ersten Klasse anderer Carrier ist? Stammkunden, denen man ein bisschen mehr bieten möchte und wenn diese das Klimaticket haben, gibt es das Upgrade sogar kostenlos. Auch die Reservierung des Wunschsitzplatzes ist unentgeltlich über die Westbahn-Homepage möglich. Vielfahrern und allen, die es noch werden könnten, mehr Komfort bieten und damit Kundenbindung erreichen ist also die offensichtliche Strategie der Westbahn. „Premium-Eco“ mit dem Klimaticket ohne Aufpreis Kann das aufgehen? Offenbar schon, denn eine von Aviation.Direct durchgeführte Probefahrt, von der Westbahn erst nachträglich erfahren hat und somit keine Möglichkeit hatte sich für diesen Bericht vorzubereiten, zeigte, dass die Comfort-Class äußerst gut ausgelastet ist. Alle Sitzplätze waren nicht nur reserviert, sondern auch von Fahrgästen genutzt. Wie bei Bahnfahrten üblich gab es bei den Zwischenstopps Einstiege und Ausstiege, jedoch war die “Premium-Eco” stets voll. Die überwiegende

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Kassel-Calden: Weniger Verlust trotz weniger Passagiere

Der deutsche Regionalflughafen Kassel-Calden war bereits vor seiner Errichtung massiv umstritten. Die damals mit Hilfe von Gutachten versprochenen Passagierzahlen konnten auch ganz ohne Corona-Pandemie nicht erreicht werden. Jahr für Jahr schreibt der Airport Verluste. Interessanterweise ist es dem Regionalflughafen während der Krise gelungen das Defizit zu verringern. Gegenüber der DPA erklärte ein Sprecher der Landesregierung, dass sich dieser von 5,6 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 5,47 Millionen Euro im Jahr 2020 reduziert habe. Bei den Passagierzahlen sieht es aber ganz anders aus, denn im Vorjahr hatte man nur 27.500 Reisende. Für das laufende Jahr werden in etwa 37.500 Fluggäste erwartet.

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Unruly PAX drohte Wizz-Air-Crew und -Passagieren mit dem Tod

Die Besatzung von Wizz-Air-Flug W6 4278 (Billund-Tuzla) hatte am 28. Dezember 2021 aufgrund eines außerordentlich aggressiven Passagiers keinen einfachen Job. In Tuzla herrschte dichter Nebel, weshalb der Kapitän entschied nach Belgrad auszuweichen. Einem Fluggast passte das so ganz und gar nicht in den Kram. Der Reisende erklärte zunächst lautstark, dass er nicht in Serbien landen wolle und verlor nach und nach die Kontrolle über sich selbst. Er drohte gar alle Insassen des Flugzeugs zu töten. Die Kabinencrew des Billigfliegers schritt ein und hielt den Mann am Boden fest. Die Art und Weise wie sich der “unruly PAX” verhalten hatte, gab ausreichend Anlass, dass das Verhalten als bedrohlich eingestuft werden konnte. Laut Mitteilung der serbischen Polizei soll der Störenfried dänischer Staatsbürger sein, jedoch bosnische Wurzeln haben. Aufgrund seiner Aussagen und Drohungen, die an Bord des Airbus A320 mit der Registrierung HA-LPK losgelassen wurden, besteht die zumindest nicht unbegründete Vermutung, dass rassistische Motive der Auslöser für seine totale Entgleisung gewesen sein könnte. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass er serbisches Staatsgebiet betreten muss. In der Balkan-Region bestehen zum Teil noch immer erhebliche Spannungen unter den einzelnen Nationalitäten. Die Wizz-Air-Crew, die den Vorfall in den Griff bekommen konnte, melde den Zwischenfall in der Kabine der serbischen Exekutive. Diese betrat kurz nach der Landung den Airbus A320 und führte den Randalierer ab. Gegen diesen wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen verschiedener strafbarer Delikte geführt. Einige Fluggäste hielten das Treiben an Bord mit ihren Handykameras fest. Exemplarisch wird ein kurzes Video, das auf YouTube veröffentlicht

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Deutschland erklärt Italien, Malta und Kanada zu Hochrisikogebieten

Die deutsche Bundesregierung stuft nun auch Italien, Malta, San Marino und Kanada als sogenannte Corona-Hochrisikogebiete ein. Von dieser “schwarzen Liste” gestrichen wurde Mauritius. Die Umstufungen treten mit 1. Januar 2022 in Kraft. Während sich für Genesene und Geimpfte kaum Änderungen ergeben, müssen ungeimpfte Personen aus sogenannten Hochrisikogebieten kommend einen negativen Coronatest vorlegen und sich anschließen zehn Tage in Quarantäne begeben. Die Möglichkeit des Freitestens nach fünf Tagen besteht. Von den Veränderungen sind auch Personen umfasst, die sich momentan in jenen Ländern, die es neu auf die schwarze Liste geschafft haben, aufhalten. In Österreich ist die Nachfrage nach Kanada-Flügen bereits eingebrochen, so dass Austrian Airlines die Route von Wien nach Montreal temporär aussetzt. Der Star-Alliance-Partner Air Canada wird die Toronto-Route temporär einstellen.

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Wien: Wizz Air nimmt Abu Dhabi und Dubai auf

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air beabsichtigt künftig ab Wien-Schwechat auch Dubai und Abu Dhabi anzubieten. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate soll ab dem 28. März 2022 vorerst zweimal pro Woche angesteuert werden. Die operative Durchführung der Flüge soll durch Wizz Air Hungary, die in Wien eine Basis unterhält, erfolgten. Der Verkauf der Flugscheine wurde bereits aufgenommen. Abu Dhabi wird derzeit auch von Etihad Airways angeboten. In der Vergangenheit flog kurzzeitig die nicht mehr existierende NIki auf dieser Route. Noch vor der Aufnahme der Abu-Dhabi-Flüge geht es nach Dubai. DIese Route soll temporär in der Zeit vom 11. Feber 2022 bis zum 25. März 2022 angeboten werden. Geplant sind bis zu drei Umläufe pro Woche. Eine Fortführung ist derzeit nicht nicht vorgesehen, da man sich in den VAE auf Abu Dhabi fokussiert, wo man auch einen regionalen Ableger unterhält. Paulina Gosk, Sprecherin von Wizz Air, sagte: „Wir freuen uns immer, neue Destinationen für unsere Kunden anzukündigen und unser Netzwerk kontinuierlich zu erweitern. Mit einer Verbindung in die Vereinigten Arabischen Emirate können wir ein außergewöhnliches Reiseziel anbieten und so die Wien-Basis nicht nur weiter ausbauen, sondern allen voran Flugreisen für alle erschwinglich machen.“

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Klagenfurt startet Incentive-Programm für Fluggesellschaften

Der Klagenfurter Flughafen will im kommenden Jahr mit Hilfe von Incentives neue Airlines anlocken. Rund drei Millionen Euro sollen aufgebracht werden, um Airlines einen Anreiz zu geben den Kärntner Airport anzufliegen. Mehrheitseigentümer Lilihill sagte im Zuge des Kaufs der Mehrheit des Flughafens Klagenfurt unter anderem zu, dass man bis 2026 die Nutzung auf rund 500.000 Passagiere pro Jahr anheben will. Die Corona-Pandemie führte dazu, dass dieses Ziel etwas heruntergeschraubt wurde. Laut einem Bericht des Magazins Monat geht man momentan von rund 350.000 Reisenden, die mit Billigfliegern von/nach Klagenfurt fliegen sollen. Dies würde dann in etwa 70 Prozent des Gesamtaufkommens entsprechen. Derzeit hat man außer der Verbindungen nach Köln/Bonn (Eurowings) und Wien (Austrian Airlines) keine anderen Linienverbindungen. Das Incentive-Programm, das ab 1. Jänner 2022 greifen soll, soll diese Situation ändern. Noch gibt man sich aber hinsichtlich möglicher Lowcoster, die Klagenfurt (wieder) ins Streckennetz aufnehmen, bedeckt. In der Vergangenheit lockte der damals noch von der öffentlichen Hand geführte Kärnten-Airport unter anderem Hapag-Llyod Express (später Air Berlin) und Ryanair mit Zuschüssen an. Zeitweise charterte man auch eine Boeing 757 von Condor für Flüge nach Deutschland. “Das ist eine übliche Vorgehensweise auf allen Flughäfen, um Wachstum zu generieren und Strecken gemeinsam mit den Airline-Partnern langfristig erfolgreich zu etablieren. it der Einführung eines attraktiven Incentive-Programms ab 1. Jänner 2022 werden vor allem neue Destinationen gefördert, aber auch Passagierwachstum auf den aktuell bedienten Routen incentiviert”, erklärt Lilihill-Sprecher Gerhard Seifried gegenüber “Monat”.

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Merillair beantragt AOC und Betriebsgenehmigung in Malta

Unter dem Namen Merillair entsteht auf Malta eine weitere Fluggesellschaft. Das Unternehmen befindet sich derzeit im behördlichen Zulassungsverfahren und geht davon aus, dass man den kommerziellen Flugbetrieb im zweiten Quartal des kommenden Jahres aufnehmen kann. Gegenüber CH-Aviation.com bestätigte Eigentümer John Seth-Watkins, dass man bei der maltesischen Zivilluftfahrtbehörde AOC und Betriebsgenehmigung beantragt hat. Die entsprechenden Anträge wurden übermittelt und in Kürze beginnt man mit dem Schreiben der Operations Manuals. Die maltesische CAD bestätigte die Angaben. Dem Medienbericht nach plant Merillair als Charter Broker und Aircraft Manager an den Start zu gehen. Eigene Flugzeuge will man vorerst nicht anschaffen. Mit zwei nicht näher bezeichneten Kunden habe man bereits Verträge für das Management von Boeing 757 unterzeichnet.  “Es wird ein mittelgroßer Airbus oder eine Boeing sein, die Entscheidung liegt beim Kunden, aber wir wollen in den nächsten drei Jahren fünf mittelgroße Jets hinzufügen. Für die Vermittlung verbinden wir Menschen, die ein Flugzeug von A nach B bringen möchten, mit Menschen, die ein Flugzeug zur Verfügung haben. Für das AOC sind wir nicht bereit, das finanzielle Risiko des Leasings oder Kaufs von Flugzeugen zu übernehmen. Wir suchen also nach Kunden, die über genügend Mittel verfügen, um selbst ein Flugzeug zu leasen oder zu besitzen, die jedoch nicht die Komplexität oder Details des tatsächlichen Betriebs eines AOC haben möchten. Daher werden wir ein AOC einrichten, um die Flugzeuge dieser Kunden zu betreuen und Charter- und ACMI-Dienste für die breitere Industrie bereitzustellen”, so der Firmengründer gegenüber CH-Aviation.com. Das Büro der Neugründung wird in der maltesischen Hauptstadt

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Türkei: Onur Air droht endgültiges Aus

Die türkische Fluggesellschaft Onur Air befindet sich neuerlich in schweren Turbulenzen, denn die Zivilluftfahrtbehörde kündigte dem Carrier an, dass das AOC nicht mehr verlängert wird. Leasinggeber haben weitere Maschinen abgezogen. Offenbar sind intensive Rettungs- und Verkaufsversuche gescheitert. Onur Air steht momentan vor den schwersten Tagen in der Unternehmensgeschichte, denn man kann derzeit die Kriterien, die für die Verlängerung von AOC und Betriebsgenehmigung erforderlich sind, nicht mehr erfüllen. Die Corona-Pandemie hat den Carrier, der schon lange auf dem Markt ist und bislang auch zahlreiche Turbulenzen meistern konnte, finanziell regelrecht ausgeblutet. Das einst umfangreiche Streckennetz ist seit März 2020 auf die Inlandsstrecke Istanbul-Antalya zusammengeschrumpft und selbst diese wurde noch noch sporadisch bedient. Der Verkauf von Flugscheinen über die eigene Homepage ist derzeit ausgesetzt. Die Eigentümer und die Geschäftsführung haben sich seit März 2020 darum bemüht einen Käufer für Onur Air zu finden. Scheinbar war das Vorhaben (noch) nicht erfolgreich, denn die Zivilluftfahrtbehörde der Türkei verliert nun die Geduld. Der Carrier hat ein Ansuchen um Fristverlängerung gestellt, jedoch ist es fraglich, ob dieses ohne weiteren Nachweis der verbesserten finanziellen Leistungsfähigkeit bewilligt wird. Flugzeuge wurden gepändet, Leasinggeber holten ihr Eigentum zurück Im Sommer 2021 sorgte Onur Air für Aufsehen, denn der Flughafen Antalya hat aufgrund unbezahlter Rechnungen acht Maschinen an die Kette legen lassen. Rund um diesen Vorfall zogen Lessoren ihre Maschinen ab. Offiziell wollte sich kein Leasinggeber dazu äußern, doch unter vorgehaltener Hand hieß es, dass Zahlungsanstände die Ursache hierfür waren. Dies setzte sich in den letzten Tagen fort, denn AerCap hat am

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Köln: European Air Charter fliegt im Wetlease für Condor

Im Auftrag der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor wird die bulgarische European Air Charter ab Köln/Bonn zwei Sommerziele bedienen. Es handelt sich um Palma de Mallorca, das ab 14. Mai 2022 täglich angesteuert werden soll sowie um Heraklion. Die griechische Destination soll an den Verkehrstagen Mittwoch, Freitag und Sonntag bedient werden. Der Erstflug ist für den 15. Mai 2022 angekündigt. Geflogen wird zwar unter Condor-Flugnummern, jedoch erfolgt die operative Durchführung im Rahmen eines Wetlease-Vertrags durch European Air Charter. Das bulgarische Luftfahrtunternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und änderte heuer den Markennamen von Bulgarian Air Charter in European Air Charter. Die Flotte besteht derzeit aus sieben Airbus A320 und neun McDonnell Douglas MD-82. Das durchschnittliche Alter beträgt 29,9 Jahre. Ein Kurzportrait mit Fotos von Videos über European Air Charter hat Aviation.Direct unter diesem Link bereitgestellt.

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