Jan Gruber

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Jan Gruber

Apeleon führte erste Flugtests durch

Die österreichische Volare GmbH führte erfolgreiche Tests mit ihrem Apeleon-Prototyp durch. In einem mehrstufigen Testprogramm wurden die Flugeigenschaften des Luftfahrzeuges evaluiert und wichtige Erkenntnisse für die nächste Phase, die Prototypenentwicklung, gesammelt „Die Flugerprobung ist ein wichtiger Bestandteil einer Luftfahrzeugentwicklung, um mathematische Modelle und letztendlich das neuartige Konzept zu validieren. Die Tests zeigen, an welchen Schrauben wir in Zukunft noch drehen müssen“, so Geschäftsführer Andreas Fürlinger. Der Demonstrator wird, wie eine Drohne als RPAS (Remotely Piloted Aircraft System), also von einem Piloten vom Boden aus, in Sichtverbindung betrieben. Dafür benötigt es eine Betriebsgenehmigung der österreichischen Luftfahrtbehörde Austro Control. Nach intensiver Zusammenarbeit, erhielt Apeleon von Austro Control die Flugerprobungsbewilligung für ihren Demonstrator in der „Specific“ Kategorie für UAS (Unmanned Aircraft Systems). Dafür musste eine sogenannte SORA – Specific Operations Risk Assessment durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um ein mehrstufiges, standardisiertes Risikoanalyseverfahren für den Einsatz von zivilen Drohnen um sicherzustellen, dass der Drohnenflug ohne Gefährdung oder Störung unbeteiligter Dritter durchgeführt werden kann. „Der gesamte Drohnenbereich durchläuft derzeit eine unglaublich dynamische Entwicklung. Innovative Ideen und neue technologische Möglichkeiten eröffnen immer vielfältigere Anwendungsgebiete. Austro Control unterstützt als Luftfahrtbehörde junge Unternehmen wie Apeleon, wenn es darum geht, die Erprobung neuer technischer Lösungen in einem sicheren Rahmen zu ermöglichen”, sagt Valerie Hackl, Geschäftsführerin von Austro Control. Die nächste Phase ist die Prototypenentwicklung. In den nächsten Jahren soll das Luftfahrzeug in Originalgröße entwickelt und gebaut werden und als Basis für eine Luftfahrzeugzulassung und Serienproduktion dienen. Fürlinger betont: „Es ist wichtig auch in Österreich innovative und zukunftsweisende Themen

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Regionalflotte: Lufthansa liebäugelt mit Airbus A220

Derzeit kommt der Maschinentyp Airbus A220 bei der Lufthansa Group nur bei Swiss zum Einsatz. Das könnte sich aber ändern, denn laut Bloomberg News evaluiert man eine Umstellung der kompletten Regionalflotte auf die A220-Reihe. Lufthansa setzt derzeit auf die Muster Embraer 190/195 sowie Bombardier CRJ-900. Bei Swiss sind A220-100 und A220-300 im Einsatz. Offensichtlich ist, dass sich sowohl Airbus als auch der brasilianische Mitbewerber Embraer um einen möglichen Großauftrag für die Erneuerung der E190/95 sowie CRJ-900-Flotten bemühen. Zuletzt wurde kolportiert, dass für Air Dolomiti die E2-Reihe favorisiert wird. Bloomberg News will aber erfahren haben, dass das Konkurrenzmodell A220 derzeit bessere Karten haben soll und zwar als Ersatz für die Muster E190/95- und CRJ-900. Konzernchef Carsten Spohr wollte darauf noch nicht näher eingehen und verweist darauf, dass man sich in einem frühen Stadium befinde und mit allen potentiell relevanten Herstellern Gespräche führe. Eine definitive Entscheidung wurde noch nicht getroffen, stellte Spohr während einer Telefonkonferenz anlässlich der jüngsten Zahlen fest. Sowohl Embraer als auch Airbus währen offen im Rennen.

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SAF-Variante: ATR kündigt ATR42-600S an

Der europäische Flugzeugbauer ATR feierte am 4. November 2021 sein 40-jähriges Bestandjubiläum. Gleichzeitig kündigt der Hersteller die Fertigung einer neuen Variante der ATR42 an. Diese soll alternativ angetrieben werden. Es war der 4. November 1981: An diesem Tag unterschrieben Aérospatiale und Aeritalia eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung eines Turbopropflugzeugs. Das war gleichzeitig auch die Geburtsstunde von ATR. Zwischenzeitlich konnte das Unternehmen etwa 1.700 Maschinen an Kunden übergeben. Bis zum Jahr 2025 will man der ATR 42-600S eine STOL-fähige Variante, die mit nachhaltigem Kraftstoff (SAF) angetrieben wird, in die Luft bringen. Man sieht für diese einen großen Bedarf, denn auf etwa 500 Airports, die STOL-fähiges Fluggerät erfordern, könnte dieser Maschinentyp eingesetzt werden. Mit der SAF-Version will man Vorreiter im Bereich Turbopropflugzeuge sein. Im Cargobereich sieht ATR Potential für etwa 460 ATR72-600F, die innerhalb der nächsten 20 Jahre gefertigt werden könnten. „Unsere Geschichte ist eine Geschichte von Innovation und Fortschritt. In den letzten vier Jahrzehnten haben wir in den abgelegensten Regionen der Welt Konnektivität und wirtschaftliche Möglichkeiten geschaffen. Und wir werden auch in den nächsten 40 Jahren einen Unterschied machen und Menschen, Unternehmen und lokale Gemeinschaften auf nachhaltige Weise verbinden. Wir werden unsere Kunden weiterhin mit den neuesten verfügbaren Technologien unterstützen und den Weg für eine emissionsfreie Luftfahrt bis 2050 ebnen“, so ATR-Chef Stefano Bortoli.

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Wizz Air in den schwarzen Zahlen, aber Abwärtstrend bei den Passagieren

Die Wizz Air Group beförderte im Oktober 2021 insgesamt 2.977.286 Passagiere und damit weniger als in den Monaten August und September 2021. Die Auslastung wird seitens der Firmengruppe mit 79,5 Prozent beziffert. Dem Mitbewerber Ryanair ist es zuletzt gelungen einen steigenden Passagiertrend auszuweisen. Man hatte im Oktober 2021 mehr Reisende als im traditionell aufkommensstarken August. Wizz Air ist das nicht gelungen. Der August 2021 war beim pinkfarbenen Billigflieger mit 3.581.788 Fluggästen das vorerst stärkste Einzelmonat im laufenden Jahr. Seither zeichnet sich ein Abwärtstrend ab. So hatte man im September 2021 mit 2.998.797 Passagieren weniger Reisende an Bord. Im Oktober 2021 waren es – wenn auch nur minimal – weniger: 2.977.286 Fluggäste. Die rückläufige Entwicklung dürfte nicht nur mit der sich neuerlich im Umbruch befindlichen Nachfrage zusammenhängen, sondern auch mit dem Umstand, dass Wizz Air im gesamten Streckennetz Frequenzen zurückgenommen hat und die Aufnahme bzw. Wiederaufnahme diverser Routen neuerlich nach hinten verschoben hat. Finanziell soll es bei Wizz Air zwischen April und September 2021 ganz gut gelaufen sein. Man konnte eigenen Angaben nach einen Gewinn in der Höhe von 57 Millionen Euro einfliegen. Auch betont man, dass die angebotenen Kapazitäten schon fast wieder das Vorkrisenniveau erreicht hätten. Man geht davon aus, dass dies im kommenden Jahr dann gelingen wird.

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Wien: S7 Airlines stockt Moskau DME auf

Die russische S7 Airlines stockt die Nonstop-Verbindung zwischen Moskau-Domodedovo und Wien auf. Ab 17. Dezember 2021 sollen zwei wöchentliche Umläufe durchgeführt werden. Der Carrier wird ab dem genannten Termin an den Verkehrstagen Freitag und Sonntag zwischen den beiden Hauptstädten pendeln. Als Fluggerät kommen Maschinen des Typs Airbus A320neo zum Einsatz. Der S7-Flugplan auf einen Blick: Flugnummer Strecke Abflug Ankunft Flugtage S73568 Wien-Moskau DME 14 Uhr 15 19 Uhr 00 Freitag, Sonntag S73567 Moskau DME-Wien 12 Uhr 10 13 Uhr 20 Freitag, Sonntag

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Hahn: Erste Interessenten melden sich beim Insolvenzverwalter

Für den Flughafen Frankfurt-Hahn sollen sich bereits erste Investoren interessieren. Masseverwalter Jan Markus Plathner kündigte an, dass international nach potentiellen Käufern gesucht werden soll. Die Betreibergesellschaft geriet in den Strudel der Pleite des Mehrheitseigentümers HNA und musste selbst Insolvenz anmelden. Laut Verwalter Plathner soll nun im Rahmen eines internationalen Investorenprozesses eine Lösung gefunden werden. Von dieser sollen insbesondere die Gläubiger des Regionalflughafens profitieren. Der Flugbetrieb soll weiter fortgeführt werden. Die insolvente HNA Group hält 82,5 Prozent des Flughafens Frankfurt-Hahn. Das deutsche Bundesland Hessen ist als Minderheitsgesellschafter mit einer 17,5-prozentigen Einlage beteiligt.

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Schauinsland Reisen hofft auf Rückkehr zum Vorkrisenniveau

Der deutsche Reiseveranstalter Schauinsland konnte das Geschäftsjahr 2020/21 am 31. Oktober 2021 mit einem Umsatz in der Höhe von 661 Millionen Euro abschließen. Gegenüber der vorherigen Periode konnte man sich damit um rund ein Viertel steigern. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/2020 hatte man um etwa 24 Prozent mehr Reiseteilnehmer. Eigenen Angaben nach hatte man etwa 672.000 Kunden. Zu den gefragtesten Destinationen zählten im Eigenanreisesektor Deutschland, per Fluganreise Spanien, Portugal, Bulgarien, Türkei und Griechenland. Griechenland erwies sich erneut deutlich als stärkste nachgefragte Destination im abgelaufenen Sommer. „Die Krise ist noch nicht ganz vorbei, aber die Branche hat einen guten Weg gefunden, sicheres Reisen zu ermöglichen. Unser Geschäftsmodell hat sich abermals als äußerst tragfähig bewiesen. Dank einer guten Teamleistung unserer Mitarbeiter und Partner sowie treuer Stammkunden konnte das Geschäftsjahr nicht nur umsatzmäßig positiv abgeschlossen werden, sondern auch wirtschaftlich mit einem positiven Ergebnis. Diese gute Entwicklung stimmt uns äußerst zuversichtlich für das kommende Geschäftsjahr“, so Geschäftsführer Gerald Kassner. Das neue Geschäftsjahr läuft aktuell sehr stark an und lässt Hoffnungen zu, schon in diesem Jahr das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen.

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Portugal: Ryanair mit Luftfahrtbehörde im Clinch

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair und die Zivilluftfahrtbehörde Portugals befinden sich derzeit in einem Clinch. Es geht um drei Strecken nach Marokko und der Lowcoster aufnehmen wollte, jedoch das Amt unter anderem erklärt, dass der Carrier Fristen und Auflagen nicht eingehalten habe. Konkret geht es um Flüge von Lissabon nach Agadir, Fés und Marrakesch im Zeitraum von 31. Oktober bis 5. November 2021. Diese wurden nicht bewilligt. Ein Sprecher der ANAC sagte unter anderem, dass der Carrier „trotz mehrfacher Aufforderung die zur Bewilligung notwendigen Unterlagen nicht eingereicht habe“. Als Folge draus habe man keine Genehmigungen ausstellen können. „Ryanair hat bereits die Verkehrsrechte, um von Portugal nach Marokko zu fliegen und führt seit über drei Jahren erfolgreich Flüge zwischen Portugal und Marokko durch, und es gibt keinen triftigen Grund für diese rechtswidrige Handlung, die einen klaren Verstoß gegen das Recht der Europäischen Union beim Betrieb der EU Open Skies-Abkommen darstellt“, hält der Commercial-Director Jason McGuinness dagegen. Von den Streichungen wären etwa 3.000 Passagiere betroffen gewesen. Weiters führt der Manager unter anderem aus, dass die Behörde bürokratisch wäre und durch die Blume wird die Andeutung gemacht, dass in gewisser Weise TAP Air Portugal protegiert werde. Hierzu spielt man darauf an, dass derzeit nicht genutzte Slots am Flughafen Lissabon nicht freigegeben werden, sondern weiterhin für TAP reserviert sind. Somit wird die nächste „Baustelle“ eröffnet, denn Ryanair kündigt in diesem Zusammenhang eine Beschwerde bei der EU-Kommission an.

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FlyWestair ist jetzt FlyNamibia

Die Fluggesellschaft FlyWestair tritt seit dem 2. November 2021 unter der Marke FlyNamibia auf. Mit dieser will man die Herkunft stärker hervorheben, denn die staatliche Air Namibia musste Anfang dieses Jahres den Flugbetrieb einstellen. Der Betrieb der Inlands- und Regionalstrecken, die bislang als FlyWestair angeboten wurden, soll fortgeführt werden. Gleichzeitig will man ab April 2022 expandieren und weitere Ziele anbieten. Firmenchef Henry van Schalwyk nannte dabei einige touristische Destinationen. Unter dem „Safaria-Plan“ sollen diese angeboten werden. Die am stärksten nachgefragten Touristik-Hotspots in Namibia sowie Ländern im Süden Afrikas sollen bedient werden. Als Konzernmutter fungiert weiterhin Westair Aviation. Schrittweise sollen alle Maschinen in das neue FlyNamibia-Design umlackiert werden. Laut CH-Aviation fliegen bereits zwei Embraer 145 im neuen Design.

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Senegal: Blue Air fliegt im Wetlease für Transair

Die rumänische Billigfluggesellschaft Blue Air konnte einen Wetlease-Auftrag aus dem Senegal an Land ziehen. Die Boeing 737-500 mit der Registrierung YR-AMD wurde bereits nach Dakar überstellt. Dort wird der Mittelstreckenjet im Auftrag von Transair fliegen. Laut CH-Aviation.com wurde die YR-AMD bereits am 28. Oktober 2021 von Bukarest (Banesa) über Málaga nach Dakar geflogen. Welche Routen diese Maschine bedienen wird ist noch offen, denn bislang wurden noch keine Flugpläne mit dem Muster Boeing 737-500 als Fluggerät geladen. Die Flotte von Transair besteht derzeit aus zwei Embraer 145, einem Embraer 120 und zwei Beech 1900C. Die samt Besatzung angemietete Boeing 737-500 ist somit deutlich größer als die im Eigenbetrieb vorhandenen Flugzeuge.

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