
Kommentar: Imaginäre „Corona-Kontrollen“ am Schienenweg
Eigentlich sollte niemand nach Österreich ohne “Corona-Kontrolle” einreisen können. Die Betonung liegt klar auf “eigentlich”, denn auf dem Landweg weichen die Realität und die Darstellung der Regierung stark von einander ab. Gänzlich anders ist die Situation auf dem Luftweg, wo die “Corona-Dokumente” nahezu lückenlos durch das Bundesheer im Auftrag der jeweiligen Bezirks-Gesundheitsbehörde gesichtet werden. Anders ausgedrückt: Wer mit dem Flugzeug nach Österreich kommt wird mit einer an die 100 Prozent gehenden Wahrscheinlichkeit nach der Ankunft nach Test, Impfung oder Genesung gefragt werden. Nutzt man allerdings die Bahn oder das Auto, so sind Kontrollen nicht der Regelfall, sondern eher die Ausnahme. Im Straßenverkehr kommt es stark darauf an welcher Grenzübergang genutzt wird, denn die Gesundheitskontrollen konzentrieren sich stark auf die größeren Übergänge. An kleineren werden, wenn überhaupt, nur wenige Soldaten vorgehalten, die nicht selten den Verkehr auch einfach durchwinken. In den meisten Fällen handelt es sich ohnehin um Pendler, die fast jeden Tag fahren. Auf dem Schienenweg muss man geradezu Pech haben, dass behördliche “Corona-Kontrollen” stattfinden. Diese finden äußerst selten statt und zwar primär in Fernreisezügen wie InterCity, EuroCity oder Railjet. Im Nahverkehr wie Regionalzug oder Regionalexpress hingegen eher selten. Die Folge daraus: Es ist problemlos möglich ganz ohne 3G-Nachweis, anonym und unbemerkt nach Österreich einzureisen. Selbstredend: Es gibt deutlich mehr Möglichkeiten auf dem Straßen- oder Schienenweg von den Nachbarländern aus nach Österreich zu kommen, doch in gewisser Weise stellt sich schon die Frage warum der Luftweg fast lückenlos kontrolliert wird und der Landweg gefühlt fast gar nicht. Eine schlüssige Antwort






