Jan Gruber

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Jan Gruber

Kommentar: Imaginäre „Corona-Kontrollen“ am Schienenweg

Eigentlich sollte niemand nach Österreich ohne “Corona-Kontrolle” einreisen können. Die Betonung liegt klar auf “eigentlich”, denn auf dem Landweg weichen die Realität und die Darstellung der Regierung stark von einander ab. Gänzlich anders ist die Situation auf dem Luftweg, wo die “Corona-Dokumente” nahezu lückenlos durch das Bundesheer im Auftrag der jeweiligen Bezirks-Gesundheitsbehörde gesichtet werden. Anders ausgedrückt: Wer mit dem Flugzeug nach Österreich kommt wird mit einer an die 100 Prozent gehenden Wahrscheinlichkeit nach der Ankunft nach Test, Impfung oder Genesung gefragt werden. Nutzt man allerdings die Bahn oder das Auto, so sind Kontrollen nicht der Regelfall, sondern eher die Ausnahme. Im Straßenverkehr kommt es stark darauf an welcher Grenzübergang genutzt wird, denn die Gesundheitskontrollen konzentrieren sich stark auf die größeren Übergänge. An kleineren werden, wenn überhaupt, nur wenige Soldaten vorgehalten, die nicht selten den Verkehr auch einfach durchwinken. In den meisten Fällen handelt es sich ohnehin um Pendler, die fast jeden Tag fahren. Auf dem Schienenweg muss man geradezu Pech haben, dass behördliche “Corona-Kontrollen” stattfinden. Diese finden äußerst selten statt und zwar primär in Fernreisezügen wie InterCity, EuroCity oder Railjet. Im Nahverkehr wie Regionalzug oder Regionalexpress hingegen eher selten. Die Folge daraus: Es ist problemlos möglich ganz ohne 3G-Nachweis, anonym und unbemerkt nach Österreich einzureisen. Selbstredend: Es gibt deutlich mehr Möglichkeiten auf dem Straßen- oder Schienenweg von den Nachbarländern aus nach Österreich zu kommen, doch in gewisser Weise stellt sich schon die Frage warum der Luftweg fast lückenlos kontrolliert wird und der Landweg gefühlt fast gar nicht. Eine schlüssige Antwort

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Paris-Orly: Aer Lingus hilft Vueling mit Airbus A330 aus

Die IAG-Billigtochter Vueling ist einer der indirekten Nutznießer der Staatshilfe, die dem Air France-KLM-Konzern gewährt wurde. Man konnte am Flughafen Paris-Orly zahlreiche Slots erlangen, die nun beflogen werden müssen. Dazu kommen jene, die man von der aufgelösten Konzernschwester OpenSkies („Level France“) geerbt hat. Die Folge daraus: Vueling führt am stadtnahen Airport der französischen Hauptstadt eine großangelegte Expansion durch. Das Angebot wird auf fast 50 Ziele hochgefahren. Eigenen Angaben nach ist die Nachfrage sehr hoch. So hoch, dass man sich von der Konzernschwester Aer Lingus einen Airbus A330 zur Hilfe holt. Auf Anfrage bestätigte das IAG-Mitglied einen entsprechenden Medienbericht von Aviacioline. Im Eigenbetrieb wird man den Maschinentyp Airbus A321ceo vorwiegend ab Orly zum Einsatz bringen. Vueling bestätigte, dass nach und nach auf A321neo umgestellt wird. Dabei handelt es sich um Neuflugzeuge, die von Hersteller Airbus bezogen werden. Um der aktuell hohen Nachfrage Rechnung tragen zu können, wird temporär ein von Aer Lingus betriebener Airbus A330 im Rahmen eines ACMI-Vertrags für Vueling ab Orly fliegen.

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Bulgarien: Fly2Sky flottet zwei Airbus A321 ein

Die bulgarische Charterfluggesellschaft Fly2Sky baut die Flotte mit zwei Airbus A321 aus. Diese werden die Registrierungen LZ-MDL und LZ-MDF tragen. Es handelt sich um gebrauchte Flugzeuge. Derzeit betreibt das genannte Luftfahrtunternehmen insgesamt drei Airbus A320. Laut CH-Aviation.com wird die LZ-MDL von Gecas geleast und war zuletzt bei der nicht mehr existieren Atlasglobal im Einsatz. Ursprünglich wurde dieser Airbus A321 an Air Jamaica ausgeliefert. Beim zweiten Neuzugang handelt es sich ebenfalls um ein Leasingflugzeug des gleichen Eigentümers. Dieses trägt laut CH-Aviation.com die Interimsregistrieung OE-ILB und befand sich seit dem Grounding von Atlasglobal in Montpelier im Long-Time-Storage. Künftig wird dieser Airbus A321 die Registrierung LZ-MDF tragen. Fly2Sky will die beiden zusätzlichen Maschinen auch für Frachtzwecke anbieten. Daher soll die Kabine so konfiguriert werden, dass die Umrüstung zum „Preighter“ binnen kurzer Zeit möglich ist. Der Maschinentyp Airbus A321 ist im Cargosegment durchaus stark nachgefragt.

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Österreich: Neue Einreisebestimmungen ab 1. November 2021

Mit Wirksamkeit zum 1. November 2021 modifiziert Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) die Einreisebestimmungen. Die bisherige Verordnung wäre mit 31. Oktober 2021 durch Zeitablauf außer Kraft getreten. Die neuen Regeln gelten bis vorerst 31. Dezember 2021. Der Inhalt der Verordnung wurde nur minimal verändert, bringt jedoch für Zypern-Urlauber eine entscheidende Erleichterung. Der Paragraph 5a der Covid-Einreiseverordnung wird ersatzlos gestrichen. Das hat zur Folge, dass das verpflichtende Vorweisen eines negativen PCR-Befunds bzw. die Durchführung einer solchen Untersuchung binnen 24 Stunden nach Einreise entfallen. Zypern war zuletzt der letzte Herkunftsort, der dieser im Sommer 2021 eingeführten Regel unterlag. Unverändert bleibt, dass der 3G-Nachweis das Kernstück der Einreisebestimmungen bleibt. Es ist weiterhin möglich, dass Ungeimpfte die notwendige Testung innerhalb eines Tages nach ihrer Ankunft in Österreich vornehmen lassen können. Die grundsätzliche Aufteilung der Welt in „Staaten und Gebiete mit geringem epidemiologischem Risiko“, „Virusvariantengebiete und –staaten“ sowie quasi „alle anderen“ wird beibehalten. Das gilt auch für die Regeln bei der Einreise, die an den Grenzen vom Bundesheer im Auftrag der jeweiligen Bezirksgesundheitsbehörde kontrolliert werden sollen. Maßgebliche Änderungen bei der Einteilung sind wie folgt: Von der „grünen Liste“ werden Bosnien und Herzegowina sowie die Republik Moldau gestrichen. Im Gegenzug betrachtet das Gesundheitsministerium nun Kuwait und Ruanda Staaten mit geringem epidemiologischem Risiko. Von der „roten Liste“ werden Brasilien, Chile, Costa Rica und Suriname gestrichen. Neuaufnahmen in die Liste der Virusvariantengebiete gibt es nicht, so dass es keine rot gelisteten Staaten mehr gibt. Daraus ergibt sich mit Wirksamkeit zum 1. November 2021 die nachstehende „grüne Liste“: Andorra

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„Neue Flybe“ geht mit neuem Chef an den Start

Die „neue Flybe“ wird mit Dave Pflieger an der Spitze an den Start gehen. Der Manager wurde diese Woche als neuer CEO der Regionalfluggesellschaft vorgestellt. Zunächst will man innerhalb des Vereinigten Königreichs fliegen und gleichzeitig ausgewählte EU-Destinationen anfliegen. Cyrus Capital hatte einige Vermögenswerte aus der Konkursmasse der „alten Flybe“ herausgekauft und diese auf die Neugründung Thyme Opco aufgesetzt. Die zuletzt genannte Firma wurde in Flybe Limited umbenannt. Laut Erklärung des Unternehmens ist man für den Erstflug startklar. Die erste Maschine wurde bereits in das Design der „neuen Flybe“ umlackiert. Das Projekt war zeitweise ins Stocken geraten, denn die britische Zivilluftfahrtbehörde hatte die Betriebsgenehmigung der „alten Flybe“ annulliert. An dieser hafteten jedoch begehrte Start- und Landerechte, unter anderem in London-Heathrow und London-City. Diese sind verloren, so dass sich die „neue Flybe“ um Slots bemühen musste.

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Klimaticket: ÖBB evaluieren Integration der Vienna Airport Lines

Die von der ÖBB-Tochter Österreichische Postbus AG betriebenen Vienna Airport Lines sind derzeit nicht im neuen Klimaticket enthalten. Das könnte sich aber ändern, stellt ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen gegenüber Aviation Direct in Aussicht. Bereits vor der Einführung des Klimatickets waren die Postbusse, die zwischen der Bundeshauptstadt und dem Flughafen Wien-Schwechat unter der Marke Vienna Airport Lines verkehren, nicht in den Verkehrsverbund Ostregion integriert. Ein Sprecher der Muttergesellschaft betont gegenüber Aviation Direct: „Die Vienna Airport Lines sind eine eigenwirtschaftliche Leistung, die von Verbünden und öffentlichen Geldgebern unabhängig sind“. Derzeit sind die VAL, nebst dem City Airport Train, der jedoch schon länger in einer „Corona-Pause“ ist, nicht im Klimaticket enthalten. Bezüglich der Flughafenbusse könnten sich Änderungen ergeben, denn: „Die Vienna Airport Lines in das KlimaTicket aufzunehmen wird noch evaluiert“, so ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen. Hinsichtlich der momentanen Gültigkeit sagte der Medienreferent: „Mit dem KlimaTickte können, neben den Zügen und Straßenbahnen, nahezu alle Busse im Gebiet des jeweiligen Verkehrsverbundes genutzt werden. Davon ausgenommen sind unter anderem jedoch Tickets der Vienna Airport Lines“.

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Norse Atlantic Airways setzt auf Fort Lauderdale

Das Langstrecken-Startup Norse Atlantic Airways wird sein U.S.-amerikanisches Hauptquartier am Flughafen Fort Lauderdale einrichten. Gleichzeitig plant man ab diesem Airport die europäischen Städte Paris, London und Oslo anzufliegen. Die Aufnahme der Flüge soll laut Mitteilung des Unternehmens im Laufe des Jahres 2022 erfolgen. „Der Zeitpunkt ist perfekt für Norse, da der internationale Reiseverkehr von und nach Südflorida ansteigt“, so Firmenchef Bjørn Tore Larsen. Weiters hält er diesen Airport für den „Schlüssel zum Erfolg“. Ähnlich wie Norwegian in den Anfangszeiten wird Norse Atlantic Airways zunächst auf sekundäre Airports in den Vereinigten Staaten setzen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Ontario und Newburgh. Zunächst sollen Verbindungen ab dem norwegischen Oslo aufgenommen werden. In London-Gatwick will man einen UK-Ableger etablieren. Man erwartet, dass man im Laufe des Novembers 2021 seitens der norwegischen Behörden AOC und Betriebsgenehmigung erteilt bekommt. Im Sommerflugplan 2022 will Norse Atlantic Airways mit zwölf Boeing 787-9 und drei B787-8 fliegen.

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Klagenfurt: Gesellschafter uneins über Inhalt der Generalversammlung

Unter den Gesellschaftern des Klagenfurter Flughafens scheint es ordentlich Unstimmigkeiten über den Inhalt der jüngsten Generalversammlung zu geben. Das Büro von Landesrat Martin Gruber (ÖVP) teilte mit, dass man sich auf einen langfristigen Plan und Investments in der Höhe von 28 Millionen Euro geeinigt habe. Mehrheitseigentümer Lilihill dementiert das und fordert den Landesrat gar zur Rücknahme dieser Information auf. Klagenfurt befindet sich mehrheitlich im Eigentum der Lilihill Group. Diese kann den Inhalt der Medienerklärung des ÖVP-Landesrats so ganz und gar nicht teilen und betont, dass lediglich die Bestellung zweier weiterer Geschäftsführer sowie eines Wirtschaftsprüfers beschlossen wurden. Das Flughafenbudget wäre nur für das Jahr 2021 abgesegnet worden, nicht jedoch für die Folgejahre. Die Medienmitteilung von Landesrat Gruber würde „in keiner Weise den Tatsachen“ entsprechen, so Lilihill. Weiters verweist man darauf, dass die Investitionen von 28 Millionen Euro weder ein Tagesordnungspunkt waren, noch besprochen wurden. Man verlangt nun von den Minderheitsgesellschaftern der öffentlichen Hand eine Richtigstellung. Seitens der Kärntner Landesregierung wollte man zu dieser Angelegenheit keine Stellungnahme abgegeben.

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Wizz Air Abu Dhabi kündigt Moskau-Vnukovo an

Der Billigflieger Wizz Air Abu Dhabi wird künftig auch Moskau-Vnukovo anfliegen. Der Carrier kündigte an, dass der Erstflug am 15. Dezember 2021 durchgeführt werden soll. Vorerst sind vier Flüge pro Woche mit Airbus A321neo geplant. Die russische Hauptstadt wird auch von den Konzernschwestern Wizz Air UK ab London-Luton sowie Wizz Air Hungary ab Budapest angeflogen. Ab 13. Dezember 2021 will der Konzern auch ab dem ungarischen Debrecen nach Moskau-Vnukovo fliegen. Eine weitere Destination in Russland, die Wizz Air im Portfolio hat, ist Sankt Petersburg. Mit Ausnahme von Budapest befinden sich alle Routen in einer Dauerwarteschleife. Lediglich ab Turin und London-Luton verkauft man noch Flugscheine für ab Mitte Dezember 2021. Ab allen anderen Orten, darunter auch Salzburg, wurde bereits in den Sommerflugplan 2022 verschoben.

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Belavia: Leasinggeber kassiert drei Embraer 195-E2

Die Fluggesellschaft Belavia musste am 26. Oktober 2021 auf Anweisung des Leasinggebers drei Maschinen des Typs Embraer 195-E2 ausfliegen. Die drei Flugzeuge befinden sich im Eigentum der irischen Bandeira Aircraft Leasing Ltd und werden von AerCap verwaltet. Betroffen sind die EW-555PO, EW-560PO und die EW-563PO. Die drei Embraer 195-E2 sind am 26. Oktober 2021 unmittelbar hintereinander unter den Flugnummern B22023, B22025 und B22027 in Minsk mit dem Ziel Nur-Sultan gestartet. Auf dem kasachischen Airport werden diese auf Anweisung des irischen Eigentümers eingelagert. Damit kassierte der erste Lessor – wohl auf politischen Druck – an Belavia verleaste Flugzeuge ein. Weder die Fluggesellschaft noch der Eigentümer der drei Embraer 195-E2 wollte sich zur Rückholung der im vorherigen Absatz genannten Flugzeuge äußern. Auch ist unklar, ob weitere westliche Lessoren die Verträge mit Belavia unterbrechen oder beenden werden. Derzeit least die staatliche Fluggesellschaft Weißrussland Leasinggesellschaft rund 20 Maschinen von AerCap (sechs Flugzeuge), Air Lease Corporation (ein Flugzeug), Altavair (zwei Flugzeuge), Carpatair (ein Flugzeug), Merx Aviation Finance (ein Flugzeug), Nordic Aviation Capital (sieben Flugzeuge), SMBC Aviation Capital (ein Flugzeug) und Thunderbolt Aircraft Lease (ein Flugzeug). Nicht berücksichtigt sind Boeing 737-Max, die noch nicht ausgeliefert wurden.

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