Jan Gruber

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Jan Gruber

Kreml bestätigt: Ilyushin Il-114-300 verzögert sich

Die ambitionierte Neuauflage des Tubropropflugzeugs Ilyushin Il-114 wird sich verzögern. Hintergrund ist, dass die gleichen Triebwerke wie beim kürzlich verunglückten Prototypen der Il-112V verbaut werden sollen. Das hat zur Folge, dass auch die Il-114-300 erst wesentlich später ausgeliefert werden kann. Dies wurde zwischenzeitlich seitens der russischen Regierung bestätigt. Derzeit ruhen die Tests, denn man muss zunächst die genaue Ursache für den Absturz der Il-112V herausfinden. Zunächst sprachen die UAC und die russische Regierung davon, dass sich der Zeitplan für die Neuauflage der Il-114-300 nicht ändern soll und die ersten Maschinen im Jahr 2023 an Kunden übergeben werden sollen. Das ist aber nicht mehr zu halten, denn nun wurde offiziell bestätigt, dass es zu Verzögerungen kommt und der Zeitplan entsprechend angepasst werden muss. Besonders die Triebwerke wird man genau unter die Lupe nehmen müssen und gegebenenfalls nachbessern müssen. In Russland steht das Projekt im Kreuzfeuer der Kritik, da man den Il-112V Flug trotz des Wissens, dass das TW7-117-Triebwerk zu Überhitzung neigt, durchgeführt hat. Dieses ist äußerst kompakt konstruiert und demnach sollen die Möglichkeiten der Kühlung stark eingeschränkt sein. Russische Luftfahrtexperten, darunter auch ehemalige UAC-Mitarbeiter, halten dieses Modell für nicht nachbesserungsfähig und empfehlen den Einkauf westlicher Antriebe. Dies wird aber vom Kreml strikt abgelehnt.

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Condor flottet zwei A330-200 ein

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor will die Umflottung auf das Muster Airbus A330 vorziehen und sich vorzeitig zwei Ceo-Modelle besorgen. Ab dem kommenden Jahr sollen dann insgesamt 16 A330neo übernommen werden. Gemäß einem Bericht des Portals CH-Aviation.com wird Condor gegen Jahresende den ersten Airbus A330-200 in der CEO-Ausführung erhalten. EIne zweite Maschine wird wenige Wochen später folgen. Die Einflottung der NEO-Modelle soll voraussichtlich im dritten Quartal des kommenden Jahres erfolgen. „Wir planen Ende des Jahres einen A330ceo für die Ausbildung von Cockpit- und Kabinenpersonal einzusetzen. Geplant ist Anfang 2022 eine zweite A330ceo für Condor einzusetzen. Der Hintergrund ist der gleiche: Die Besatzungen müssen geschult werden. Schließlich haben wir einen engen Zeitplan, denn die neuen A330neo werden bereits für Herbst 2022 erwartet“, so eine Condor-Sprecherin gegenüber CH-Aviation. Zahlreiche Boeing 767 von Condor sind geleast. Man hat angesichts des mittlerweile staatlichen Alters und der bereits erfolgten Entscheidung, dass auf A330-900 umgeflottet wird, die Verträge nicht mehr verlängert. Als temporärer Ersatz sollen nun zwei A330 in der “alten” Ausführung dienen. Condor will keine näheren Angaben zur Herkunft der beiden Airbus A330-200 machen. CH-Aviation.com berichtet allerdings, dass es sich um zwei ehemalige Etihad-Airways-Maschinen, die derzeit in Teruel im Long Time Storage sind, handeln wird. Die Maschinen befinden sich im Eigentum von Altavair.

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Israel: El Al baut weitere 1.500 Mitarbeiter ab

Die Fluggesellschaft El Al steht vor dem Abbau von 1.500 Stellen. Auch plant man die Flotte um 26 Maschinen zu verkleinern und die Chartermarke Sun d’Or aufzugeben. Die Gewerkschaft hat bereits Widerstand angekündigt. El Al will die derzeit aus 45 Maschinen bestehende Flotte auf 29 oder weniger Jets verkleinern. Aus einem Anschreiben an die Belegschaft geht hervor, dass man sich künftig auf das Nordamerika-Geschäft fokussieren will und daher zahlreiche Europa-Strecken aufgeben will. Daher wird der Flottenabbau überwiegend das Muster Boeing 737 treffen. Der Personalstand soll um 1.500 Mitarbeiter auf 2.800 Beschäftigte reduziert werden. Derzeit befinden sich noch etwa 1.400 Mitarbeiter in unbezahlten Urlauben. Seit dem Beginn der Coronapandemie wurden bereits etwa 2.000 Beschäftigte abgebaut bzw. viele davon haben El Al freiwillig verlassen und sich anderweitig neu orientiert. Die Gewerkschaft sieht die Maßnahmen kritisch, denn man geht davon aus, dass es im Zuge der Erholung des Luftverkehrs zu einem erhöhten Personalbedarf kommen wird. Daher hält man den Abbau von festangestellten Mitarbeitern für kontraproduktiv und fordert das Einschreiten der Regierung. Die Marke Sun d’Or, unter der seit 1977 Charter- und Ferienflüge durchgeführt werden, soll aufgegeben werden. Allerdings ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen, denn El-Al-Chef Avigal Soreq sagte, dass man die Aktivitäten im Bereich Pauschalreisen ausbauen will. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass für eine Fortführung des Ablegers die Verwaltungs- und Betriebskosten drastisch gesenkt werden müssen. Daher gilt es das weitere Schicksal von Sun d’Or abzuwarten.

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Hamburg: Condor und Eurowings nehmen Beirut auf

Gleich zwei Fluggesellschaften werden Anfang November 2021 Nonstop-Flüge von Hamburg nach Beirut aufnehmen. Dabei handelt es sich um Eurowings und Condor, die sich somit auf einer weiteren Libanon-Strecke Konkurrenz machen werden. Der Ferienflieger Condor beabsichtigt ab 5. November 2021 von Hamburg nach Beirut zu fliegen. Derzeit ist ein wöchentlicher Umlauf, der jeweils an Freitagen durchgeführt werden soll, geplant. Der Mitbewerber Eurowings will ab 7. November 2021 zunächst an Sonntagen fliegen. Zwischen 17. Dezember 2021 und 14. Jänner 2022 plant Eurowings zwei wöchentliche Rotationen, die jeweils an Freitagen und Sonntagen durchgeführt werden sollen. Ab 18. Feber 2022 will die Lufthansa-Tochter durchgehend zweimal pro Woche fliegen. Ab Deutschland liefern sich Sundair, Eurowings und Condor einen zunehmend härter werdenden Wettbewerb auf Strecken nach Beirut. Diese Route war vor der Corona-Pandemie eher ein Nischengeschäft, wurde jedoch mitten in der Krise von mehreren Fluggesellschaften entdeckt. Die Nachfrage im so genannten ethnischen Verkehr ist durchaus hoch.

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Vueling erlangt 18 Ex-Air-France-Slotpaare in Paris-Orly

Aufgrund einer Anordnung der EU-Kommission im Zusammenhang mit der Staatshilfe für Air France musste der Carrier am Flughafen Paris-Orly Slots abgeben. 18 Paare wurden der IAG-Tochter Vueling zugeschlagen. Unter Berücksichtigung des Umstands, dass die Start- und Landerechte der einstigen Level-Operation von OpenSkies ebenfalls bei Vueling gelandet sind, ist der spanische Billigflieger in der Lage eine groß angelegte Expansion ab Paris durchzuführen. Slots in Orly gelten als besonders begehrt, denn dieser Airport befindet sich wesentlich näher an der Innenstadt als Charles de Gaulle oder gar Beauvais. Bezüglich dem Zuschlag für die IAG-Tochter sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager: „Dies wird es Vueling ermöglichen, seine Aktivitäten an diesem stark überlasteten Flughafen auszuweiten und dazu beizutragen, faire Preise und eine größere Auswahl für europäische Verbraucher zu gewährleisten. Es trägt auch dazu bei, dass die erhebliche Kapitalunterstützung für Air France es der Fluggesellschaft ermöglicht hat, aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, ohne den Wettbewerb auf dem Binnenmarkt unangemessen zu verzerren.“

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Gol baut Mitflugplattform mit 250 E-Flugzeugen auf

Der Leasinggeber Avolon hat im Juni 2021 mitgeteilt, dass man 500 VA-X4-Elektroflugzeuge bestellt hat. Nun konnte man die Hälfte bei der brasilianischen Fluggesellschaft Gol unterbringen.  In Kooperation mit der Grupo Comporte will Gol eine Mitflugplattform ins Leben rufen. Dazu verpflichtete man sich gegenüber Avolon zur Abnahme von bis zu 250 VA-XE eVTOL-Flugzeugen. Die von Vertical Aerospace hergestellten Elektroflugzeuge sollen im Jahr 2024 auf den Markt kommen und vier Passagiere und einen Piloten bei einer Geschwindigkeit von rund 200 Meilen pro Stunde etwa 100 Meilen weit fliegen. Mit diesen E-Flugzeugen will Gol eine Mitflugplattform aufbauen und damit den Ultrakurzstreckenverkehr emissionsfrei durchführen. “Die heutige Ankündigung stellt einen bedeutenden Schritt beim Aufbau einer eVTOL-Mitflugplattform dar, die den kommerziellen Luftfahrtmarkt in Brasilien neu gestalten wird. Die Einsatzmöglichkeiten des VA-X4 sind enorm. Gol und Grupo Comporte bringen beide ein breites und vielfältiges Netzwerk sowie nachgewiesene Erfolgsbilanzen bei der Skalierung mehrerer Unternehmen mit, was sie zu idealen strategischen Partnern für Avolon macht. Ihr beispielloser Marktzugang, gepaart mit unseren fundierten Kenntnissen und Beziehungen zum brasilianischen Luftfahrtmarkt, verschafft uns eine starke Position, um von der erwarteten Nachfrage nach emissionsfreien VA-X4 Ultrakurzstrecken-Transporten zu profitieren”, erklärt Avolon-Chef Dómhnal Slattery.

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Griechenland: Orange2Fly meldet Insolvenz an

Die griechische Charterfluggesellschaft Orange2Fly ist pleite. Der Carrier musste beim zuständigen Gericht in Athen einen Insolvenzantrag einbringen. Gegründet wurde der Carrier im Jahr 2015 und hatte zuletzt vier Airbus A320 in Betrieb. Der Umsatz lag im Jahr 2020 bei 11,5 Millionen Euro. Der Carrier schrieb einen Nettoverlust in der Höhe von 3,7 Millionen Euro. Insgesamt häuften sich Verluste in der Höhe von 9,5 Millionen Euro. Bei Gläubigern soll Orange2Fly mit 11,6 Millionen Euro in der Kreide stehen. Weiters heißt es seitens Kreditschutzverbänden, dass die Fluggesellschaft keine offenen Bankkredite habe. Ob die kleine Fluggesellschaft fortgeführt werden kann oder nicht, ist noch offen. Zunächst übernimmt ein Insolvenzverwalter die Führung und wird sich einen Überblick über die tatsächliche Lage verschaffen.

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Bozen schließt temporär für Pistenverlängerung

Der Flughafen Bozen wird im November 2021 für zwei Wochen schließen. Die einzige Runway wird verlängert. Die Bauarbeiten sollen Ende November 2021 abgeschlossen werden. Die Hausmarke Skyalps beabsichtigt das Winterprogramm ab 3. Dezember 2021 zu bedienen. Unter anderem sind Flüge nach Berlin, Brüssel, Düsseldorf, Hamburg, London und Rotterdam geplant. Zielgruppe sind Wintersportler, die ihren Urlaub in Südtirol verbringen wollen. Die Verlängerung der Start- und Landebahn ist auch umstritten, denn es wird vorgeworfen, dass der Lebensraum einer seltenen Krötenart zerstört wurde. Die verlängerte Piste soll es ermöglichen, dass größere Verkehrsflugzeuge in Bozen starten und landen können. Ob man unter der Marke Skyalps die Größenklasse der DHC Dash 8-400 übersteigen will, lässt man offen. Im Sommer 2022 soll Luxwing zumindest eine weitere Maschine dieses Typs für Skyalps betreiben.

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Danish Air Transport will in Saarbrücken expandieren

Die Fluggesellschaft Danish Air Transport verzeichnet eigenen Angaben nach eine erhöhte Nachfrage auf den innerdeutschen Strecken von Saarbrücken nach Berlin und Hamburg Daher stockt man die Frequenzen auf und setzt größeres Fluggerät ein. Berlin wird dienstags bis donnerstags und mit Beginn des Winterflugplans auch freitags zwei Mal täglich bedient, sonntags und montags wird einmal geflogen. Nach Hamburg fliegt DAT bisher zwei Mal wöchentlich, mit Beginn des Winterflugplan drei Mal wöchentlich (montags, mittwochs und freitags). Die Fluggastzahlen sind im gleichen Zeitraum auf der Berlinstrecke von rund 1.100 im Juni auf über 3.000 (erwartete) Passagiere für den Oktober gestiegen. Die Zahlen auf der Hamburg-Verbindung zeigen nach dem Einstieg von DAT im Mai ebenfalls aufsteigende Tendenz: Im September werden mehr als 500 Passagiere erwartet. Ab 20. Oktober 2021 soll der Maschinentyp ATR72 zum Einsatz kommen. Bislang flog man im Regelfall mit der kleineren ATR42. Das hat zur Folge, dass pro Flug künftig 72 statt 48 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Auch kündigt der Carrier an, dass es ab dem Winterflugplan 2021/22 vergünstigte Angebote für Jugendliche geben soll. Im Sommerflugplan 2022 könnten weitere Strecken ab Saarbrücken aufgenommen werden. Voraussichtlich im Oktober 2021 sollen die entsprechenden Entscheidungen getroffen werden und dann will man die Ziele verkünden. Fix ist laut DAT, dass die Route Saarbrücken-Berlin im kommenden Sommer nach Bornholm verlängert wird. Über die weiteren Ziele will man sich aber noch nicht ausplauern.

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Marke Alitalia ab 290 Millionen Euro zu haben

Der Verkauf der Markenrechte von Alitalia ist nun offiziell ausgeschrieben. Das Mindestgebot liegt bei 290 Millionen Euro. Aufgrund des Umstands, dass die EU-Kommission darauf pocht, dass das Brand öffentlich versteigert werden muss, kann jede interessierte Person, die das notwendige Kleingeld aufbringen kann, mitbieten. Vom Ausgang der Versteigerung hängt auch ab unter welcher Marke der Nachfolger ITA an den Start gehen wird. Gelingt diesem der Zuschlag, so will man als Alitalia an den Start gehen. Wenn nicht, dann möglicherweise als ITA. Mitbewerber haben nun die Möglichkeit dem Projekt ordentlich Sand ins Getriebe zu streuen, in dem der Preis in die Höhe geboten wird oder aber die Markenrechte schlichtweg weggeschnappt werden. Parallel dazu verschärft sich der Arbeitskampf der italienischen Gewerkschaften, denn diese sind erbost darüber, dass nur ein kleiner Bruchteil der Alitalia-Belegschaft vom Nachfolger ITA übernommen werden soll. Die Verhandlungen wurden abgebrochen und am Freitag soll ein schon länger angekündigter Streik über die Bühne gehen. Derzeit hat Alitalia etwa 10.000 Beschäftigte. Der Nachfolger will aber nur 2.800 Mitarbeiter beschäftigen. Auch will man mit den Gewerkschaften keine Tarifverträge abschließen, was die Arbeitnehmervertreter zusätzlich entzürnt. Mittlerweile wird sogar mit einem Streik am 15. Oktober 2021, dem offiziellen Erstflugtag von ITA gedroht. Die weitere Entwicklung dieser durchaus komplizierten Angelegenheit bleibt daher abzuwarten.

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