Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Fraport organisiert Sicherheitsaufgaben neu

Die Fraport AG organisiert ihre Tochtergesellschaft Fraport Security Services GmbH neu. Mit Wirkung zum 1. Juli 2021 wurden die operativen Geschäftsbereiche Luftsicherheit, Flughafensicherheit und Services zweckgebunden zusammengefasst und in drei neu gegründete Tochtergesellschaften ausgegliedert. Das hat zur Folge, dass die Kontrolldienstleistungen nach §5 Luftsicherheitsgesetz von der FraSec Luftsicherheit GmbH durchgeführt werden. Jene, die unter die Paragraphen 8 und 9 fallen sowie klassische Security-Aufgaben werden nun von der FraSec Flughafensicherheit GmbH erbracht. Die Agenden aus dem Bereich Service sind nun in der FraSec Services GmbH angesiedelt. Aufgaben und Personal der Zentralbereiche sowie der FraSec Academy verbleiben in der Dachgesellschaft FraSec Fraport Security Services GmbH. Die neuen Tochterunternehmen gehören zunächst zu 100 Prozent zur FraSec Fraport Security Services GmbH. Die neue Unternehmensstruktur bietet jedoch die Möglichkeit für Kooperationen, um da, wo es sinnvoll ist, den jeweiligen Bereich weiter zu stärken. „Viele Unternehmen insbesondere im Luftverkehr sind durch die Corona-Pandemie dazu gezwungen, die eigenen Strukturen und Geschäftsmodelle zu hinterfragen. Wir haben uns daher sehr intensiv mit der Frage beschäftigt, wie sich das Unternehmen strategisch sinnvoll und zukunftsfähig ausrichten lässt. Die Restrukturierung der FraSec-Unternehmensgruppe ist ein wesentlicher Schritt, um der Verantwortung gegenüber unseren rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerecht zu werden sowie die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe nachhaltig zu sichern“, erklärt Martin Budweth, Vorsitzender der FraSec Geschäftsführung. Zusätzlich dazu wurde die Reorganisation unter anderem auch durch die zwischen der Fraport AG und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) beschlossene Steuerungsübernahme im Bereich der Passagierkontrollen erforderlich. Ab dem 1. Januar

weiterlesen »

Kommentar: Grüngewaschene 737-300 und Einkaufen im Schlaf – geht’s noch?

In den letzten Tagen gab es in der Luftfahrt mal wieder einige äußerst merkwürdige Facetten. Beispielsweise vermarktet das Charterunternehmen Flüge, die mit fast 30 Jahre alten Boeing 737-300 durchgeführt werden als umweltfreundlich und „grün“ oder aber bei Lauda hat der für Wien zuständige Base-Supervisor mutmaßlich vergessen, dass er für eine Airline und nicht für eine Drückerkolonne oder einen Geheimdienst arbeitet. Green Airlines ist – anders als es der Name vermuten lässt – keine Fluggesellschaft, denn man hat kein AOC und keine Betriebsbewilligung. Man chartert in die Jahre gekommene Maschinen und vermarktet die Sitzplätze auf eigene Rechnung. Durch das „Greenwashing“ im Marketing stellt man Embraer 190, Airbus A319 und sogar fast 30 Jahre alte Boeing 737-300 als „grün“ dar. Niemand kann die angeblichen Kompensationen und Projekte, die auf der Homepage dargestellt werden, überprüfen. Bemerkenswerterweise verliert das Unternehmen, das seinen Sitz in Karlsruhe bei einem einschlägigen Briefkastenanbieter hat, auch schon länger kein Wort mehr darüber was man denn nun so super für die Umwelt macht. Anbieter wechselt „Flugpartner“ wie Unterwäsche Auffällig ist, dass dieses Charterunternehmen die Fluggesellschaften, die gechartet werden, regelrecht wie Unterwäsche auswechselt. Zunächst sollte Air Alsie fliegen, doch diese stieg dem Vernehmen nach noch vor dem Erstflug aus. Chalair führte wenige Legs zwischen Karlsruhe und Sylt doch, ehe dann kurze Zeit PAD Aviation mit Businessjets unterwegs war und dann German Airways mit Embraer 190. Nun rückte am Donnerstag eine fast 30 Jahre alte Boeing 737-300 der bulgarischen ALK Air an. Dieser Maschinentyp ist ein regelrechter Spritfresser und in keiner Art

weiterlesen »

Salzburg feiert Comebacks von Hamburg und Istanbul

Der Salzburger Flughafen ist nun wieder mit Istanbul und Hamburg verbunden. Der Airport sieht das Comeback von Turkish Airlines und die Wiederaufnahme durch Eurowings als deutlichen Lichtstreif am Horizont. Dazu Prokurist Christopher Losmann: „Endlich kommen nun nach und nach die Airlines zurück nach Salzburg. Waren es in den letzten Wochen unsere Urlaubsdestinationen, so starten jetzt auch unsere Hub- und Städteverbindungen wieder durch. Seit heute wird Istanbul wieder 10x wöchentlich und Hamburg 4x wöchentlich direkt angeflogen“. Die aktualisierte Einreiseverordnung, die geimpften, genesenen und getesteten Personen aus deutlich mehr Staaten kommend die quarantänefreie Einreise ermöglicht, sieht man am Flughafen Salzburg positiv. Man geht davon aus, dass diese dem Tourismus in Österreich und in der EU „sehr gut tun“ wird. „Die Anpassung der Einreisevorschriften erleichtert es Fluggästen aus Drittländern, wie etwa Saudi-Arabien oder der Türkei, wieder nach Österreich zu kommen und umgekehrt werden Geschäftsreisedestinationen wieder mit Leben gefüllt. Jetzt heißt es für uns volle Fahrt voraus und für die Salzburger und Bayern: bucht Eure Flüge und fliegt ab Salzburg“, so Losmann.

weiterlesen »

Aktueller Hinweis: Einreise nach Kroatien nur noch mit Nachweis

Das bei Urlaubern hoch im Kurs stehende Kroatien hat ohne Vorlaufzeit die Einreisebestimmungen geändert. Mit sofortiger Wirkung ist bei der Grenzkontrolle der Grüne Pass vorzulegen. Alternativ können negative Testbefunde oder Impf- bzw. Genesungsnachweise verwendet werden. Die Änderung kommt überraschend und trifft insbesondere Urlauber, die auf dem Landweg anreisen, sprichwörtlich eiskalt, denn an den Grenzübergängen soll es laut lokalen Medienberichten bereits zu stundenlangen Wartezeiten gekommen sein. Nach Angaben der kroatischen Polizei sind mit sofortiger Wirkung nachstehende Nachweise bei der Einreise vorzulegen. Diese sollen lückenlos im Zuge der Grenzkontrolle, die in Kroatien aufgrund des Umstands, dass man kein Schengen-Mitglied ist ohnehin standardmäßig durchgeführt werden, kontrolliert werden: EU-Impfzertifikat („Grüner Pass“) EU-Genesungszertifikat („Grüner Pass“) EU-Testzertifikat Antigen („Grüner Pass“), maximal 48 Stunden alt EU-Testzertifikat PCR („Grüner Pass“), maximal 72 Stunden alt Testbefund Antigen, maximal 48 Stunden alt Testbefund PCR, maximal 72 Stunden alt Impfnachweis z.B. Impfpass oder Bescheinigung behördlicher Genesungsnachweis Personen, die nach Kroatien einreisen, müssen zumindest eines der oben genannten Dokumente vorlegen können. Seitens der Nachbarländer wurde Kritik an der Vorgehensweise ausgeübt, denn man habe derartig kurzfristig darüber informiert, dass keinerlei Vorbereitungen gemacht werden konnten. Zuvor gestattete Kroatien allen Bürgern aus Mitgliedsländern der EU, die niedrige Inzidenzen aufweisen, die Einreise gänzlich ohne Auflagen und Testpflichten. Das wurde kurzfristig ohne Vorankündigung zum Nachteil von Urlaubern geändert. Der „Fall Kroatien“ zeigt neuerlich, dass sich Reisende immer wieder und insbesondere kurz vor der Abfahrt bzw. dem Abflug über die aktuell gültigen Einreisebestimmungen für ihr Zielland informieren sollen. Diese können sich äußerst kurzfristig ändern – Grüner Pass hin

weiterlesen »

Linz weiter im Fracht-Aufwind

Als einziger Flughafen Österreichs konnte Linz im „Corona-Jahr 2020“ im Bereich der Luftfahrt signifikant zulegen. Die anderen Airports, auch Wien, waren in diesem Segment stark rückläufig. Im Gegensatz zu Deutschland gab es in der Alpenrepublik keinen „Fracht-Boom“ – ganz im Gegenteil, denn gemeinsam haben die Airports einen starken Rückgang erlitten. Linz ist aber eine Ausnahme, denn der Airport konnte entgegen dem „österreichischen Trend“ um rund 37 Prozent zulegen. Allein seit Anfang März wurden über 40 Charterrotationen abgefertigt und der Boom hält weiter an. Damit konnte Linz Airport Cargo erneut seine Führungsposition an der Spitze der regionalen Frachtflughäfen  Österreichs sowie den 11. Platz innerhalb der gesamten D-A-CH-Region eindrucksvoll  unterstreichen. „Wir sind förmlich aus der Pandemie gewachsen und haben es geschafft mit vollem Einsatz, Flexibilität und einem hohen Maß an Servicequalität, unsere Kunden zu überzeugen und  beinahe Unmögliches möglich zu machen. Damit hat sich Linz Airport Cargo mit seiner zentralen Lage als zuverlässiger Partner gerade in dieser außergewöhnlichen Zeit erneut erwiesen und international einen Namen gemacht“, zeigt sich Norbert Draskovits,  Geschäftsführer der Flughafen Linz GesmbH erfreut. Frachtflugverbindung mit Turkish Cargo ab Linz Neben der seit Jahren bestehenden regelmäßigen Frachtflugverbindung – mit DHL ExpressAustria von Linz nach Leipzig bzw. Belgrad und Brüssel (5 Verkehrstage pro Woche) – konnte der Linz Airport zu Beginn der Pandemie im April 2020 einen zusätzlichen regulären Frachtcarrier gewinnen. Turkish Cargo fliegt mit einer Boeing B777F und einem Airbus A330F  2x wöchentlich jeweils von Linz nach Istanbul.

weiterlesen »

Saudia feiert Comeback in Wien

Nach weit über einem Jahr „Corona-Pause“ ist Saudi Arabian Airlines wieder zurück auf dem Flughafen Wien-Schwechat. Seit Donnerstag bedient der Carrier wieder die Ziele Riad und Dschidda. Vollständig geimpfte Personen können laut aktueller Verordnung 14 Tage nach der letzten Dosis ohne Quarantäne nach Österreich einreisen. Saudia bietet die beiden Ziele jeweils zweimal pro Woche an. Als Fluggerät kommen Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320 zum Einsatz. Riad wird an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag bedient. Dschidda an Dienstagen und Samstagen.

weiterlesen »

Gewerkschaft empört über neue Schikanen bei Lauda Europe

Die Gewerkschaft Vida zeigt sich in einer ersten Reaktion empört auf den Verkaufsdruck, den die Stationsleitung der Lauda-Europa-Basis-Wien auf die Flugbegleiter ausübt. Aviation Direct berichtete unter anderem, dass die Mitarbeiter laut einem Rundschreiben rechtfertigen müssen, wenn zwischen zwei Verkaufstransaktionen mehr als 15 Minuten vergehen. „Den Beschäftigten Angst machen, bleibt weiterhin das Motto des Ryanair-Konzerns“, verurteil Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft Vida, diese Methoden. „Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter kaufen jetzt vor lauter Angst mit ihren Hungerlöhnen Produkte aus dem Bordverkauf. Sonst droht ihnen der Rausschmiss aus dem Unternehmen.“ In dieses Bild passe auch „wie gegossen, dass sich Ryanair mit dem Unternehmen Laudamotion aus Wien zurückgezogen hat, da es einen Betriebsrat und Kollektivvertrag hatte. Das war dem Ryanair-Konzern schon immer ein Dorn im Auge, der die geregelten Arbeitsbedingungen und Mitbestimmungsrechte der Belegschaft in Wien mit der Gründung des Unternehmens Lauda Europe in der Steueroase Malta umgeht“, sagt Liebhart. Der Gewerkschafter ist der Ansicht, dass die Bundesregierung handeln muss. Dazu sagte er unter anderem, dass die neuen Anordnungen bei Ryanair „erneut die Dringlichkeit der Frage auf, wann die zuständigen in der Bundesregierung, Ministerin Gewessler und Staatssekretär Brunner, endlich wie versprochen Regeln gegen das moderne Sklaventum bei Billigairlines zusammenbringen“ zeigen. Weiters erneuert Liebhart die Forderung nach einem Branchen-Kollektivvertrag. Dieser soll – so der Gewerkschafter – „mittelalterliche Arbeitsbedingungen in der Luftfahrt“ verhindern.

weiterlesen »

Edelweiss: Kurzstrecken-Angebot auf dem Niveau von 2019

Die schweizerische Ferienfluggesellschaft bietet eigenen Angaben nach in der Sommer-Hochsaison auf der Kurzstrecke die gleiche Kapazität wie im Sommer 2019 an. Auf der Langstrecke sind sieben Ziele in sechs Ländern im Angebot. Die Kurz- und Mittelstrecke umfasst im Juli und August 2021 insgesamt 48 Destinationen in 17 Staaten. Zu den bestehenden Ferienzielen hat Edelweiss für diesen Sommer sechs neue Destinationen ins Streckennetz aufgenommen. Ab Juli wird Montego Bay in Jamaika und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik angeflogen. Ebenfalls ab Juli werden Reykjavik/Keflavik in Island, Preveza/Lefkada und Skiathos in Griechenland sowie Tivat in Montenegro angeflogen. „Wir sehen bei der Schweizer Bevölkerung ein großes Bedürfnis für Ferien im Ausland. Aufgrund der steigenden Nachfrage haben wir uns entschieden, beliebte Ferienziele mehrmals täglich oder mit einem größeren Flugzeug-Typ anzufliegen“, so Patrick Heymann, Chief Commercial Officer von Edelweiss. Die höchsten Buchungszahlen verzeichnet die Swiss-Tochter derzeit in Richtung Heraklion, gefolgt von Ibiza, Palma de Mallorca, Mykonos und Teneriffa. Auf der Langstrecke ist Punta Cana derzeit besonders gefragt.

weiterlesen »

Lübeck Air erstmals in Bern gelandet

Dass der Flughafen Bern „ausrücken“ darf, um einen neuen Anbieter auf dem Vorfeld begrüßen zu können, ist zu einem seltenen Ereignis geworden. Am Donnerstag war es so weit: Air Alsie führte im Auftrag von Lübeck Air die erste Rotation Lübeck-Bern-Lübeck durch. Bis voraussichtlich 24. Oktober 2021 wird diese Route zweimal pro Woche angeboten. Während an Donnerstagen nonstop zwischen den beiden Städten geflogen wird, legt man Sonntags einen Zwischenstopp in Stuttgart-Echterdingen ein. Tickets zwischen Bern und der Landeshauptstadt Baden-Württembergs können in beide Richtungen gebucht werden. Am Samstag wird Air Alsie für Lübeck Air die Strecke Salzburg-Lübeck aufnehmen. Diese soll bis voraussichtlich 18. September 2021 einmal pro Woche angeboten werden. Unter anderem Eurotours bietet Radfahr-Pauschalreisen mit Lübeck-Air-Flugsegmenten an. Diese sind beispielsweise über Hofer Reisen buchbar.

weiterlesen »

Mai 2021: Leichter Aufwind auf Deutschlands Flughäfen

Die deutschen Flughäfen zählten im Mai 2021 insgesamt 3.254.164 Passagiere. Gegenüber dem Vorkrisenmonat Mai 2019 bedeutet dieser Wert einen Rückgang um 85,5 Prozent. Verglichen mit Mai 2020 hatte man in etwa 2,8 Millionen Reisende mehr. Das Cargo-Aufkommen performt weiterhin mit +24,4 Prozent und 461.288 Tonnen (gegenüber 2019 +11,3 Prozent) fort auf hohem Niveau. Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen liegt mit +97,5 Prozent über dem Vorjahr, aber gegenüber 2019 mit -61,0 Prozent deutlich niedriger. 67.011 Starts und Landungen verzeichneten die Flughäfen. Der innerdeutsche Verkehr konnte im direkten Vergleich mit Mai 2020 um 225,8 Prozent zulegen, lag jedoch um 89,5 Prozent unter dem Wert, der im Jahr 2019 erreicht wurde. Die Europaflüge konnten sich um 817,3 Prozent auf 2,29 Millionen Reisende verbessern, doch gegenüber Mai 2019 war dies ein Minus von 84,1 Prozent.  Die Interkont-Nachfrage wächst um +535,9 Prozent auf knapp 500.000 Passagiere. Im Vergleich zum Mai 2019 aber ist dies ein Rückgang um -86 Prozent zurück.

weiterlesen »