Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

UK: CAA erteilt grünes Licht für Jetblue-Langstrecke

Die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Jetblue erhielt seitens der britischen Zivilluftfahrtbehörde die formelle Genehmigung ab New York und Boston nach London-Heathrow zu fliegen. Damit ist eine weitere Hürde gefallen. Jetblue will ab Sommer 2021 mit Maschinen des Typs Airbus A321LR auf die Langstrecke gehen. Zunächst will man ab den USA das Vereinigte Königreich anfliegen. Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Carrier noch nicht auf einen exakten Termin für den transatlantischen Erstflug festgelegt. Dieser soll in den nächsten Wochen kommuniziert werden. Laut Mitteilung der britischen CAA ist die an Jetblue erteilte Erlaubnis das erste Approval, das nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU an eine ausländische Fluggesellschaft erteilt wurde. Das Openskies-Abkommen zwischen den USA und der Europäischen Union ist nicht mehr anwendbar.

weiterlesen »

FAA ordnet Überprüfung aller Dreamliner an

Die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde FAA ordnet eine Überprüfung sämtlicher Langstreckenjets des Typs Boeing 787-8/-9/-10 an. Es geht um eine möglicherweise eingeschränkte Funktion der so genannten Dekompressionspaneele. Bislang ging die FAA davon aus, dass nur ein kleiner Teil der sich im Dienst befindlichen Dreamliner betroffen sein könnte. Nun ist die Aufsichtsbehörde anderer Ansicht und ordnete die Inspektion aller Maschinen dieses Typs an. Vorerst sind nur jene, die in den USA betrieben werden, betroffen. Die Lufttüchtigkeitsanweisung wurde auch den Behörden aller anderer Länder zur Kenntnis gebracht. Es daher davon auszugehen, dass beispielsweise die EASA in Kürze nachziehen könnte. Laut FAA handelt es sich um jene Paneele, die Kabine und Cargo-Raum voneinander trennen. Sollten diese sich lösen oder anderweitig korrodieren, so ist die ordnungsgemäße Funktion der Halon-Feuerlöscher im Frachtraum nicht mehr sichergestellt. Im Falle eines Brandes könnte dies fatale Konsequenzen für Flugzeug und Insassen haben. Die Behörde schreibt in ihrer Anweisung, dass nach aktuellen Kenntnisstand sämtliche Seriennummern von diesem Problem betroffen sein könnten.

weiterlesen »

Pauschalreisen: Tui führt Servicegebühren in Reisebüros ein

Bislang war die Buchung von Pauschalreisen in Reisebüros im Regelfall kostenlos, denn die Vermittler erhalten für Ihre Tätigkeit von den Veranstaltern üppige Provisionen. Der Reisekonzern Tui ändert das und verlangt ab Mai 2021 in den eigenbetriebenen Agenturen bis zu 39 Euro „Servicepauschale“ pro Buchung. Zahlreiche Tui-Reisebüros werden von selbstständigen Unternehmern, also Franchisenehmern, betrieben. Diese können eine Gebühr erheben, müssen dies jedoch nicht. Der Tui-Konzern hofft allerdings, dass sich Servicegebühren in Agenturen zum Branchenstandard entwickeln. Vertriebsdirektor Hubert Kluske ist der Ansicht, dass „guter Service honoriert werden muss“. Künftig wird es in den Tui-Reisebüros keine kostenfreie Erstberatung mehr geben. Die Bedarfsanalyse und der Preisvergleich sollen 15 Euro kosten, sofern die Reise nicht mehr als 499 Euro kostet. Ist sie teurer, so fallen 29 Euro pro Buchung an. Zum Preis von 39 Euro will man zusätzliche „Premium-Dienstleistungen“ anbieten. Gänzlich neu sind Servicepauschalen in Reisebüros nicht. Viele Agenturen schlagen für die Buchung von Bahn-, Schiffs- und Flugtickets ein Bearbeitungsentgelt auf. Hintergrund ist, dass die meisten Airlines keine Provisionen mehr bezahlen. Die Reisebüros müssen die Tickets daher zum öffentlichen Tarif einkaufen und erheben für ihre Dienstleistung ein frei kalkuliertes Entgelt. Bei Pauschalreisen waren Beratungspauschalen bislang die absolute Ausnahme.

weiterlesen »

Ab Mai: Air Malta baut den Flugbetrieb wieder aus

Die Fluggesellschaft Air Malta wird im Mai 2021 wieder mehr Destinationen anfliegen. Geplant sind 26 wöchentliche Rotationen zu 11 Zielen. In Deutschland wird man Frankfurt am Main ansteuern und in der Schweiz Zürich. Die Wiederaufnahme der Wien-Strecke ist frühestens für Juni 2021 avisiert. Derzeit ruhen die Angebote aller Anbieter zwischen der österreichischen Hauptstadt und dem maltesischen Luqa. Mit 1. Juni 2021 will sich Malta wieder für den Tourismus öffnen. Personen, die eine vollständige Impfung gegen Covid-19 nachweisen können, dürfen uneingeschränkt einreisen. Alle anderen müssen einen negativen Coronatest vorlegen. Dies gilt für Passagiere aus der Europäischen Union und jenen Staaten, mit denen bilaterale Abkommen geschlossen wurden bzw. noch werden. Ab Mai 2021 will Air Malta die Ziele Amsterdam, Brüssel, Catania, Frankfurt, London-Heathrow, Lyon, Mailand-Malpensa, Paris-Orly, Paris-Charles de Gaulle, Rom-Fiumicino und Zürich ansteuern. Insgesamt sind ab Luqa 26 wöchentliche Umläufe geplant. Ab Juni und Juli 2021 soll das Flugangebot weiter ausgebaut werden, wobei dies schrittweise entsprechend der Nachfrage erfolgen soll. Staatshilfe in Brüssel eingereicht Die maltesische Regierung hat in der vergangenen Woche bei der EU-Kommission eine staatliche Unterstützung für Air Malta beantragt. Diese beträgt 290 Millionen Euro und soll der Airline das Überleben sichern. Der Carrier erklärte im Feber 2021, dass man seit dem Beginn der Corona-Pandemie pro Tag im Schnitt 170.000 Euro verloren hat. Die Staatshilfe für Air Malta wird auch seitens der Regierung als harte Nuss betrachtet, denn man pumpte in der Vergangenheit viel Geld in den defizitären Carrier. Daraus resultiert, dass ein Beihilfeverbot besteht. Daher argumentiert man in Brüssel

weiterlesen »

British Airways: iPhone fackelte an Bord ab

Ein handelsübliches iPhone sorgte am 30. September 2020 auf British-Airways-Flug BA206 für Ärger, den laut Untersuchungsbericht der britischen Unfallermittler wurde dieses im Sitz ein wenig gequetscht und geriet dadurch in Brand. Dieser konnte von der Crew rasch eingedämmt werden, so dass weder Passagiere noch die Boeing 787-9 zu Schaden gekommen sind. Die Ermittler beschäftigte insbesondere die Frage warum das iPhone ohne offensichtliches Zutun in Flammen geraten ist. Dabei spielte offenbar die Konstruktion der so genannten Premium-Sitze eine entscheidende Rolle. Dieses verfügen über wesentlich mehr „Kleinteile“, an denen Mobiltelefone zerquetscht werden können. Dem Passagier dürfte das iPhone aus der Hosentasche gefallen sein und dieses fand dann seinen Weg in die Mechanik des Sessels. Bei der nächsten Bewegung wurde es dann ungewollt zerquetscht und geriet in Flammen. Unfallbericht hebt Verhalten professionelles der Crew positiv hervor Flug BA206 hob am Abend des 30. September 2020 am Flughafen Miami in Richtung London-Heathrow ab. Gegen 8 Uhr 00 des Folgetages stellte die Besatzung während der Reise fest, dass an einem First-Class-Sitz Rauch aufsteigt. Sofort wurden alle Maßnahmen, die in der Ausbildung oft trainiert werden, eingeleitet. So konnte verhindert werden, dass der iPhone-Brand schwerwiegende Konsequenzen hat. Nachdem die Flugbegleiter das Feuer gelöscht hatten, inspizierte der dritte Pilot die Situation und erstattete dem Kapitän Bericht. Dieser entschied dann, dass keine Gefahr besteht und die Reise fortgesetzt werden kann. Die Boeing 787-9 mit der Registrierung G-ZBFK befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa 35 Minuten vor London. Dennoch wurde ein so genannter Pan-Call abgesetzt. Die Vorgehensweise der Besatzung wird

weiterlesen »

München: Air Dolomiti verschiebt Forli erneut

Bereits seit einiger Zeit will Air Dolomiti eine Nonstop-Verbindung zwischen dem italienischen Forli und München aufnehmen. Bislang ist es dazu nicht gekommen, denn die ursprünglich per 1. Dezember 2020 angekündigte Aufnahme wurde wiederholt verschoben. Die Lufthansa-Tochter wird auch den 3. Mai 2021 nicht einhalten, berichten lokale Medien. Air Dolomiti bestätigte gegenüber Aviation Direct, dass nun der 2. Juni 2021 angestrebt wird. Die Route soll mit in München stationierten Embraer-Regionaljets bedient werden. Die Flotte des Carriers besteht derzeit aus 15 Embraer 195. Air Dolomiti war auch zu Zeiten von „Lufthansa Regional“ der einzige Operator, der unter eigener Marke unterwegs war. Daran hat sich bislang nichts geändert, denn im Gegensatz zu Cityline fliegt die italienische Tochter weiterhin unter eigenen Flugnummern und in eigener Livery. Weiters werden unter anderem ab München auch Verbindungen im Auftrag der Konzernmutter Lufthansa bedient.

weiterlesen »

Trotz OGH-Urteil: Ryanair gestaltet Check-In-Gebühren-Erstattung äußerst zäh

Der ehemaligen Fluggesellschaft Laudamotion untersagte der Oberste Gerichtshof im Mai 2020 die Erhebung von Check-In-Gebühren. Da diese für rechtswidrig erklärt wurde, haben betroffene Passagiere das Recht auf Rückzahlung, doch genau das soll laut einem Bericht der Kronen Zeitung nicht sonderlich flüssig funktionieren. Eigentlich sollte man annehmen, dass beim Vorliegen eines höchstrichterlichen Urteils die Rückforderung unrechtmäßig kassierter Gebühren einfach und unkompliziert möglich sein müsste. Laut dem Medienbericht lassen Laudamotion und Ryanair betroffene Fluggäste schon seit fast einem Jahr auf die Rückzahlung der vom OGH gekippten Check-in-Gebühr in der Höhe von 55 Euro pro Person und Strecke warten. Bereits in der Vergangenheit haben sich die beiden Carrier den Umstand, dass unter OE-Flugnummern (Laudamotion) geflogen wurde, aber der Verkauf der Flugscheine durch Ryanair (FR) erfolgte, gelegentlich nützlich gemacht. Vertragspartner der Reisenden war stets die irische Fluggesellschaft, jedoch schob diese die Zuständigkeit bei unliebsamen Anliegen in Richtung Schwechat zu Laudamotion und dort schickte man betroffene Reisende wieder zurück zum Ryanair-Kundenservice. Diese Praxis besteht nicht mehr, da Laudamotion keine Fluggesellschaft mehr ist und der Nachfolger Lauda Europe ausschließlich als eine Art Subunternehmer im Wetlease für die irische Konzernschwester fliegt. Doch was ist mit Passagieren, die vor dem OGH-Urteil am Check-In-Schalter pro Person und Strecke 55 Euro bezahlt haben? Laut einem Bericht der Kronen Zeitung sollen bislang weder Ryanair noch Laudamotion einer Familie insgesamt 220 Euro zurückbezahlt haben. Die Reisenden gaben an, dass der Web-Check-in nicht funktioniert habe und bezahlte dann am Flughafen, da andernfalls das Mitfliegen verweigert worden wäre. Der OGH urteilte im Mai 2020,

weiterlesen »

Hongkong deckt Covid-Cluster auf Vistara-Flug auf

Die Fluggesellschaft Vistara handelte sich in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong Ungemach ein, denn die Behörden werfen dem Carrier vor, dass auf einem einzelnen Flug gleich 47 Covid-Fälle importiert wurden. Sämtliche Reisenden konnten vor dem Abflug negative Befunde vorliegen, doch jene, die bei der Einreise in Hongkong vorgenommen wurden, fielen positiv aus. Für den Carrier bedeutet das erst mal: Flugverbot in die Sonderverwaltungszone. Die Einreisebestimmungen Hongkongs ähneln jenen von China, sind aber nicht vollständig ident. Grundsätzlich dürfen nur Einwohner und Personen, die unter wenige Ausnahmen fallen, in die Sonderverwaltungszone anreisen. Vor dem Abflug muss ein PCR-Test absolviert werden. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden sein. Nach der Landung wird seitens der Regierung Hongkongs ein weiterer Abstrich veranlasst. Die Personen müssen sich für 21 Tage in einer vorgegebenen Quarantäneunterkunft aufhalten. Währenddessen könnend weitere Testungen vorgenommen werden. Die Passagiere von Vistara Flug 6395, der von Delhi nach Hong Kong durchgeführt wurde, konnten allesamt einen negativen PCR-Befund vorweisen. Vor dem Antritt der Quarantäne wurden sämtliche Inassen nochmals getestet und dabei waren sechs Personen positiv. Ende vergangener Woche wurden weitere 25 Passagiere, die sich an Bord des besagten Fluges befunden haben, positiv getestet und am zwölften Tag kamen nochmals 22 positive Fälle hinzu. Bislang wurden 47 Passagiere positiv auf Covid-19 getestet. Alle befinden sich weiterhin in der von der Regierung Hongkongs zugewiesenen Quarantäneunterkunft. Ansteckungen vermutlich an Bord Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer Sitzplatzkarte, die im Internet kursiert. Aus dieser geht hervor, dass sich die Ausbreitung des Virus offenbar in de Economy-Class vollzogen hat.

weiterlesen »

Lauda Europe tauscht Crewlink-Flugbegleiter aus

Die für Lauda Europe tätige Leiharbeitsfirma Crewlink verlängerte in den letzten Tagen die befristeten Arbeitsverträge zahlreicher Flugbegleiter, die ab Wien-Schwechat im Einsatz waren, nicht. Zum Teil soll es bei jenen, die auf das Fortwirken des Kollektivvertrags Laudamotion gepocht haben, auch zu sofortigen Freistellungen gekommen sein. Bei Crewlink fährt man offensichtlich mit dem sprichwörtlichen „Eisenbesen“ durch die Firma und trennt sich von jenen Kabinenmitarbeitern, die als „aufmüpfig“ gelten. Als Personalleasingfirma hätte man den Kollektivvertrag für Arbeitskräfteüberlasser bzw. beim Einsatz bei Lauda Europe jenen von Laudamotion anzuwenden. Letzteres ist juristisch knifflig. Im Vorjahr drohte die Laudamotion-Geschäftsleitung mit der Schließung der Basis Wien, so die Sozialpartner keinen neuen Kollektivvertrag nach den Wünschen des Unternehmens abschließen sollte. Gleich zweimal gingen die Beschäftigten auf die Straße und sogar das demonstrative Ausfliegen der damals noch in Österreich registrierten Airbus A320 erfolgte. Nachdem sich die Sozialpartner auf ein Eckpunkte-Papier geeinigt hatten, forderte die Geschäftsführung die Belegschaft zur Zustimmung auf. Wer diese verweigerte, erhielt kurze Zeit später die Kündigung überreicht. Klagen bezüglich KV-Fortwirkung anhängig Laut Gewerkschaft Vida wurde der „neue Kollektivvertrag Laudamotion“ nicht endgültig abgeschlossen. Auch seitens der Wirtschaftskammer ist zu hören, dass der Kontakt plötzlich abgerissen ist, so dass der formale Abschluss nicht erfolgt ist. Im Sommer 2020 wurde bekannt, dass Laudamotion geschlossen wird und der maltesische Nachfolger Lauda Europe übernehmen soll. Die Bases Stuttgart und Düsseldorf wurden geschlossen und gleichzeitig trennte man sich von sämtlichen Beschäftigten. In Wien nutzte man den Wechsel auf Lauda Europe, um sich von weiteren Mitarbeitern zu trennen. Der Kollektivvertrag Laudamotion soll

weiterlesen »

Umfrage: Österreicher in Lockdown-Frage gespalten

Eine aktuelle Umfrage, die im Auftrag des Fernsehsenders ATV durchgeführt wurde, hat ergeben, dass die Mehrheit der Österreicher einen bundesweiten Lockdown ablehnt. Allerdings zeigt die Befragung auch, dass das Land gespalten ist, denn 49 Prozent sprachen sich für bundesweite Maßnahmen aus. Innerhalb jener 51 Prozent, die sich gegen neuerliche Lockdowns in ganz Österreich stemmen, zeigt sich ein bemerkenswertes Bild, denn 74 Prozent der FPÖ-Wähler sprechen sich strikt gegen derartige Maßnahmen aus. Bei SPÖ-Wählern hingegen sollen sich rund drei Viertel für bundesweite Lockdowns aussprechen. „So lange die Zahlen in den anderen Bundesländern stabil bleiben, wird man die Bevölkerung kaum von einem kurzen, harten Lockdown überzeugen können, um stabil in den Sommer zu kommen. Freiheitliche Wähler sowieso nicht. Bleibt nur die Hoffnung, dass die Zahlen stabil bleiben, bis die Impfkampagne wirkt“, so Meinungsforscher Peter Hajek.

weiterlesen »