Jan Gruber

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Jan Gruber

Austrian Airlines startet A319-Ausflottung im Juli 2021

Ende Mai 2021 wird Austrian Airlines die Ausflottung der Turbopropflugzeuge des Typs DHC Dash 8-400 abgeschlossen haben. Anschließend geht es den Airbus A319 sprichwörtlich an den Kragen, denn diese werden schrittweise aus der Produktion genommen und an die Konzernschwester Lufthansa Cityline übergeben. Der erste A319 wird im Juli 2021 die Flotte von Austrian Airlines verlassen. Anschließend soll ab August 2021 pro Monat eine Einheit aus der Produktion genommen werden. Derzeit verfügt die österreichische Fluggesellschaft über sieben Mittelstreckenjets dieses Typs. Das durchschnittliche Alter beträgt 16,3 Jahre. Betroffen von der Ausflottung bzw. Umflottung zu Lufthansa Cityline sind nachstehende Maschinen: OE-LDA (Seriennummer: 2131) OE-LDB (Seriennummer: 2174) OE-LDC (Seriennummer: 2262) OE-LDD (Seriennummer: 2416) OE-LDE (Seriennummer: 2494) OE-LDF (Seriennummer: 2547) OE-LDG (Seriennummer: 2852) „Die Flieger gehen an die Lufthansa CityLine. Die erste Maschine soll Austrian Airlines im Juli verlassen. Ab August wird dann monatlich bis zum Ende des Jahres je ein Flieger aus dem Betrieb genommen und nach den notwendigen Checks überstellt. Der Einsatz der Flugzeuge bei Lufthansa CityLine ist ab Jänner 2022 vorgesehen“, so ein Austrian-Airlines-Sprecher gegenüber Aviation Direct.

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AUA: Letzter Dash-Flug führt nach Innsbruck

Eigentlich wollte Austrian Airlines bereits Ende März 2021 sämtliche Turbopropflugzeuge des Typs DHC Dash 8-400 stillgelegt haben. Es kam aber anders, denn zwei Einheiten erhielten eine kurzfristige „Verlängerung“. Am 31. Mai 2021 soll aber endgültig Schluss sein, bestätigte ein Sprecher gegenüber Aviation Direct. Mittlerweile wurde auch fixiert auf welcher Strecke letztmalig das Muster DHC Dash 8-400 zum Einsatz kommen wird. Ein Sprecher sagte gegenüber Aviation Direct: „Der Letztflug soll am 31. Mai als OS 905/6 von Wien nach Innsbruck und zurück stattfinden“. Anschließend werden auch die letzten beiden Turboprops stillgelegt und für die Übergabe an andere Betreiber vorbereitet. Mit der Ausflottung der letzten beiden Maschinen des Typs DHC Dash 8-400 endet bei Austrian Airlines eine langjährige Ära, denn die einstige Tochtergesellschaft Tyrolean verdankt ihren Aufstieg Turbopropflugzeugen aus dem Hause de Havilland. Einst hatte man auch so ziemlich alle Vorgängervarianten in Betrieb.

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Thyme Opco bekräftigt Flybe-Neustart

Der geplante Neustart der insolventen Regionalfluggesellschaft Flybe verlief bislang holprig. Nun bekräftigten Thyme Opco und der Insolvenzverwalter die Pläne zum Neustart. Das Unternehmen wird als „Flybe Ltd.“ auftreten und soll im Sommer 2021 zahlreiche ehemalige Flybe-Routen reaktivieren. Die Regionalfluggesellschaft musste im März 2020 Insolvenz anmelden. Cyrus Capital erwarb im Herbst 2020 einige Assets aus der Masse. Unter dem Namen Thyme Opco suchte man bei der britischen Zivilluftfahrtbehörde um die Erteilung von AOC und Betriebsbewilligung an. Die Zertifikate von Flybe waren weiterhin aufrecht. Geplant war, dass die Slots auf die Neugründung übertragen werden sollen, doch die CAA legte sich quer. Die Betriebsgenehmigung wurde erst vor wenigen Wochen endgültig suspendiert. Genau diese Angelegenheit ist noch nicht ausgestanden, denn Thyme Opco legte gegen den Beschluss der CAA ein Rechtsmittel ein. Daran hängt viel, denn die als besonders wertvoll betrachteten Slots in Heathrow scheinen für den Start der „neuen Flybe“ besonders wichtig zu sein. Der tatsächliche Neustart der Regionalfluggesellschaft dürfte daher primär von der Entscheidung der Zivilluftfahrtbehörde abhängen. Als erstes Fluggerät hat man bereits die ehemalige OE-LGA als G-CLXC ins britische Register eingetragen. Diese DHC Dash 8-400 flog zuletzt für Austrian Airlines.

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Prag: Smartwings nimmt St. Petersburg auf

Die tschechische Fluggesellschaft Smartwings beabsichtigt am 29. April 2021 die Flugverbindung zwischen Prag und St. Petersburg zu reaktivieren. Diese soll zunächst an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag bedient werden. Aus streckenrechtlichen Gründen muss man aber zu einer bemerkenswerten Konstruktion greifen. Die Tochtergesellschaft CSA musste vor wenigen Wochen Insolvenz anmelden. Die Zukunft des ehemaligen Flagcarriers der einstigen Tschechoslowakei hängt an einem seidenen Faden. Vorsorglich wurde bereits der gesamten Belegschaft die Kündigung ausgesprochen. Doch nun braucht Smartwings die Tochter, denn diese verfügt über die entsprechenden Streckenrechte für Prag-St. Petersburg. Daher wird eine Art „virtueller Codeshare“ geschaffen. Auf dem Papier handelt es sich um CSA-Flüge, die operativ von Smartwings durchgeführt werden. Als Fluggerät sind Maschinen des Typs Boeing 737-800 vorgesehen. Vermarktet wird die Verbindung allerdings als Smartwings-Flüge so auch entsprechende Flugnummern angelegt wurden. Mittelfristig will sich der Lowcoster selbst um die Rechte für Russland-Flüge bemühen, was im Fall von St. Petersburg keine sonderlich hohe Hürde darstellen wird. In welcher Form die Tochtergesellschaft CSA fortgeführt werden kann, hängt von den Entscheidungen des Gerichts und der Gläubiger ab.

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London: Leasinggeber verklagt Spicejet

Wilmington Trust und zwei weitere Lessoren ziehen in London gegen die indische Billigfluggesellschaft Spicejet vor Gericht. Es geht um eine Summe von 16,2 Millionen U.S.-Dollar, die der Carrier den Lessoren schulden soll. Die klagende Partei drängt darauf, dass der Fall aufgrund der Aktenlage ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung entschieden werden soll, berichtet CH-Aviation.com unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Die Gegenseite hingegen argumentiert, dass zunächst Vergleichsverhandlungen durchgeführt werden sollen, jedoch auf eine mündliche Verhandlung nicht verzichtet werden darf. Spicejet handelte sich in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe von Klagen ein. Beispielsweise unterlag man in erster Instanz gegen den kanadischen Flugzeugbauer de Havilland. Dieser machte nicht geleistete Anzahlungen für bestellte DHC Dash 8-400 als Schadenersatz geltend und obsiegte. Spicejet kündigte an, dass das Rechtsmittel der Berufung erhoben wird. In der Luftfahrt wird häufig das Vereinigte Königreich als Gerichtsort für Streitigkeiten vereinbart.

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Eurowings soll wieder auf Expansionskurs gehen

Vor der Corona-Pandemie expandierte Eurowings äußerst schnell, möglicherweise sogar zu schnell. Das Ziel war einen paneuropäischen Carrier zu schaffen, doch bislang wurden außerhalb Deutschlands lediglich in Salzburg, Pristina und Palma Bases eröffnet. Jene in Wien-Schwechat wurde defacto geschlossen. Im Zuge des virtuell abgehaltenen Capa-Meetings kündigte Firmenchef Jens Bischof an, dass in den nächsten Jahren die Weichen wieder auf Expansion gestellt werden sollen. Eurowings soll stark außerhalb Deutschlands wachsen. Den Fokus wird man weniger auf Geschäftsreisende legen, sondern verstärkt im Leisure-Segment fischen. „Wir haben weitere Stützpunkte eröffnet, wie in Salzburg und Wien, in Pristina und auch in Palma de Mallorca. Und jetzt werden wir immer europaweiter und fügen diesen mehr Basen hinzu“, so Bischof während dem Capa-Meeting. Die Basis Wien existiert zwar auf dem Papier, jedoch wurde das Flugangebot auf den Deutschland-Österreich-Verkehr reduziert und das bereits vor der Corona-Pandemie. Über die Zukunft des Wetlease-Vertrags zwischen Austrian Airlines und Eurowings Europe ist derzeit nichts bekannt. Bischof sieht den von ihm geleiteten Carrier auf Augenhöhe mit dem Mitbewerber Easyjet. Hinsichtlich Ryanair meinte er, dass man nicht billiger sein kann als die Iren und müsse sich da auch nichts vormachen. Allerdings will man besser sein als Ryanair. Hinsichtlich der optionalen Extras sieht man sich besser aufgestellt als die Konkurrenz. „Wir sind vielleicht ein bisschen teurer, aber unsere Umsatzposition ist auch ein bisschen besser als die eines Ryanair, und das spiegelt sich in unserer Rentabilität wider, wenn wir aus dieser Situation von Corona herauskommen“, so Jens Bischof.

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Bozen: Skyalps will mit zwei DHC Dash 8-400 starten

Das Südtiroler Startup Skyalps sicherte sich zwei DHC Dash 8-400, die vormals in Diensten von Flybe standen. Dabei handelt es sich laut Mitteilung des Unternehmens um die Maschinen mit den Seriennummern 4230 und 4237. Leasinggeber ist Chorus Aviation Capital. Der Flugbetrieb soll im Juni 2021 aufgenommen werden. Nebst Flügen in die italienische Hauptstadt Rom plant man auch diverse Feriendestinationen. Bemerkenswert ist, dass Skyalps beabsichtigt sowohl Ciampino als auch Fiumicino anzufliegen. Mittelfristig stehen ab Bozen auch Ziele wie Wien und München in der Pipeline. Da das Unternehmen keine eigenen Zertifikate hat, greift man auf die Dienstleistungen der maltesischen Luxwings zurück. Diese wird die beiden Dash 8-400 betreiben. Aus diesem Grund werden diese im maltesischen Register eingetragen.

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UFO-Mitglieder haben neuen Vorstand gewählt

Die deutsche Flugbegleitergewerkschaft UFO führte am Mittwoch die Neuwahl des Vorstands durch. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde diese elektronisch und auf dem Postweg durchgeführt. Gewählt wurden insgesamt sieben Vorstandsmitglieder, wobei Vorsitzende Anja Bronstert im Amt bestätigt wurde. „Mein Vorstandskollege Wolfgang Heriban und ich freuen uns sehr, dass der Vorstand nun wieder vollständig mit sieben hochmotivierten Menschen besetzt ist. Die Konstituierung des neuen Vorstands ist für den 28. April geplant. Ab diesem Zeitpunkt wird der neue Vorstand, zu dem ich dank der Wahl der Mitglieder auch wieder gehöre, lösungs- und zielorientiert die UFO gemeinsam mit allen Gremien neu aufstellen, so dass die internen Querelen der Vergangenheit angehören“, so Anja Bronstert, UFO-Vorsitzende. Auf der letzten Mitgliederversammlung im Februar dieses Jahres hatten die UFO-Mitglieder zuvor auf Antrag der gewerkschaftsinternen Grundsatzkommission (GruKo) die Satzung und Wahlordnung geändert. An die Stelle der bisher üblichen Teamwahl rückte infolgedessen die Persönlichkeitswahl. Insgesamt traten 10 Kandidatinnen und Kandidaten aus vier Flugbetrieben zur Wahl an. Aus Gründen des  Minderheitenschutzes stehen laut UFO-Satzung mittleren und kleineren Fluggesellschaften insgesamt drei der sieben Vorstandssitze zu. Der neue UFO-Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Katharina Berndt, Lufthansa Christian Bötte-Lüdemann, Condor Anja Bronstert, Germanwings Anja Junck, Lufthansa Daniel Kassa Mbuambi, Lufthansa Stefan Schwerthelm, Lufthansa Joachim Vázquez Bürger, Lufthansa CityLine

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Lufthansa baut eigene Impfzentren auf

Lufthansa hat in Frankfurt, München und Hamburg konzerneigene Impfzentren aufgebaut, um die Beschäftigten in Eigenregie regen das Coronavirus impfen zu können. Laut einem Sprecher hält man eine Kapazität für etwa 400 Mitarbeiter pro Tag vor. Derzeit aber nur „virtuell“, denn der Kranich hat noch keine Vakzine. Ein Sprecher der Lufthansa erklärte, dass die Impfstraßen ab Montag einsatzbereit sein sollen. Impfstoff hat man noch nicht zur Verfügung, denn dieser muss noch von der Bundes- bzw. jeweiligen Landesregierung im Rahmen des Impfplans zugeteilt werden. Man will sich nicht „vordrängeln“ und nach Start der konzerneigenen Kampagne zunächst mit jenen Mitarbeitern beginnen, die direkten Kundenkontakt haben.

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Alitalia: EU-Kommission besteht auf harten Schnitt

Im Ringen um die Zukunft der insolventen Alitalia bzw. ihres Nachfolgers Ita zeigt sich die EU-Kommission weiterhin hart. Die Übertragung von Assets, insbesondere der Namensrechte, wird weiterhin abgelehnt. Brüssel fordert einen harten Schnitt. Die italienische Regierung versucht noch immer die Wettbewerbshüter umzustimmen. Die Zeit drängt, denn Alitalia geht wieder mal das Geld aus. Im März 2021 konnte man die Löhne der Belegschaft nicht mehr vollständig bezahlen. Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage von wenigen Wochen ist der nur mittels staatlicher Beihilfen in der Luft gehaltene Carrier endgültig mittellos sein wird. Am Mittwoch hielten zahlreiche Bedienstete der Alitalia eine Demonstration vor dem italienischen Verkehrsministerium ab. Italien plant, dass die Neugründung Italia Trasporto Aereo künftig unter dem Namen Alitalia fliegen soll. Man versucht erneut Alitalia in eine „Bad Airline“ (Alitalia) und eine „Good Airline“ (Ita) aufzuteilen. Dieses Verfahren wandte man in der Vergangenheit wiederholt an, doch auch die jeweiligen Neugründungen gerieten nach wenigen Jahren in finanzielle Schieflage. Diesmal will die EU-Kommission nicht, dass es zu einem nahtlosen Übergang kommt. Vielmehr soll sich Ita die gewünschten Assets im Rahmen einer Ausschreibung aus der Insolvenzmasse kaufen. Das birgt ein gewisses Risiko, denn Mitbewerber könnten Slots, Wartung, Kundendaten, Marke und so weiter kaufen. Das will die italienische Regierung, die sich das Ita-Projekt bis zu drei Milliarden Euro kosten lassen will, verhindern.

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