Jan Gruber

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Jan Gruber

Transavia soll zu Lasten von Air France wachsen

Der Air France-KLM-Konzern wird künftig verstärkt über die beiden Transavia-Fluggesellschaften wachsen. Besonders in Frankreich soll sukzessive Kapazität von der Mainline auf die Billigtochter verlagert werden. Gruppenchef Ben Smith ist der Ansicht, dass klassische Produkte innerhalb Frankreichs und Europas ausgedient haben. Während einer Veranstaltung in Paris sagte der Manager, dass er das Standard-Modell von Air France für nicht mehr wettbewerbsfähig hält. Besonders auf der Kurz- und Mittelstrecke wären Lowcost-Produkte deutlich gefragter. Um in diesem Segment wettbewerbsfähig bleiben zu können werde man mit den Gewerkschaften verhandeln. Konkret bedeutet das, dass Ben Smith die Tochtergesellschaft Transavia France zu Lasten der Mainline ausbauen will. Bereits vor einiger Zeit konnte man den Pilotengewerkschaften Zugeständnisse in Sachen der Scope-Klausel abringen. Die Anzahl der Maschinen, die Transavia France betreiben darf, wurde angeboten. Nun will Smith die Arbeitnehmervertreter erneut an den Verhandlungstisch bitten, um im Idealfall die Klausel komplett aufheben zu können. Transavia France soll schrittweise mehr Inlands- und Europastrecken übernehmen. Die Zukunft sieht der Air-France-KLM-Chef im Lowcost-Segement, das zu Lasten von Air France gestärkt werden soll.

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Bann: Weißrussland sperrt die Ukraine aus

Flugzeuge, die in der Ukraine gestartet sind oder dort landen wollen sind nun über dem Gebiet von Weißrussland nicht mehr erwünscht. Damit beantwortet man die Luftraumsperre der Ukraine, denn das Land hat sich dem Bann der Europäischen Union angeschlossen. In Reaktion auf die nicht ganz freiwillige Landung einer Boeing 737-800 von Buzz auf dem Flughafen Minsk entschied die Europäische Union, dass Airlines aus Belarus im Unionsgebiet unerwünscht sind. Es wurde ein umfangreicher Bann ausgesprochen. Diesem hat sich die Ukraine angeschlossen. Weißrussland kontert nun und sperrt ebenfalls aus.

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Griechenland akzeptiert jetzt auch Schnelltests

Kurz vor dem Beginn der Hauptsaison setzt Griechenland eine Ankündigung in die Tat um: Ab sofort werden auch Befunde von Antigen-Schnelltests für die Einreise akzeptiert. Voraussetzung ist, dass diese nicht älter als 48 Stunden sind. Alternativ können PCR-, Impf- oder Genesungszertifikat vorgewiesen werden. Für Urlauber besonders wichtig ist aber, dass die Online-Registrierung durchgeführt wird. Diese ist weiterhin verpflichtend. Fluggesellschaften sind angewiesen zu kontrollieren, ob der QR-Code auf Papier oder auf dem Smartphone vorhanden ist und bei Missachtung die Beförderung zu verweigert. Sollte man dennoch „durchwitschen“, so können in Griechenland saftige Geldstrafen blühen.

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Cargo: Smartlynx Malta übernimmt ersten Airbus A330

Die Fluggesellschaft Smartlynx Malta befindet sich mitten im Umbau zum Frachtspezialisten innerhalb der Smartynx-Firmengruppe. Kürzlich wurde der erste A321F für DHL in den Liniendienst gestellt. Nun hat man auch den ersten Airbus A330-343 übernommen. Die 9H-SMA ist am Donnerstag aus Birmingham kommend in Luqa eingetroffen. In den nächsten Tagen wird der Widebody von Beamten der maltesischen Luftfahrtbehörde TM-CAD überprüft und anschließend offiziell auf dem AOC von Smartlynx Malta registriert. Damit wird der Carrier erstmals in der Firmengeschichte Langstreckengerät betreiben. Smartlynx bündelt das Frachtgeschäft bei der maltesischen Tochter und kündigte kürzlich an, dass nebst den zu Frachtern umgebauten Airbus A321 auch fünf Airbus A330-Cargoflugzeuge eingeflottet werden.

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AUA beginnt Airbus A319-Ausflottung

Im Juli 2021 startet bei Austrian Airlines die Ausflottung des Maschinentyps Airbus A319. Die Flugzeuge werden an die Konzernschwester Lufthansa Cityline übergeben und sollen dort ab Jänner 2022 betrieben werden. Die sieben Airbus A319 stehen über so genannte Objektgesellschaften (z.B. A319 LDA-LDB-LDC Ltd und A319 LDD-LDE-LDF Ltd) im Eigentum von Austrian Airlines. Das durchschnittliche Alter der Teilflotte beträgt 16,5 Jahre. Mit Ausnahme der OE-LDG, die auf dem Flughafen Bratislava abgestellt ist, sind die übrigen sechs A319 im aktiven Liniendienst. „Die erste Maschine soll Austrian Airlines im Juli verlassen. Ab August wird dann monatlich je ein Flieger aus dem Betrieb genommen und nach den notwendigen Checks überstellt. Der Einsatz der Flugzeuge in der Operation bei Lufthansa CityLine ist ab Jänner nächsten Jahres vorgesehen“, so ein Sprecher der Austrian Airlines. Verkauf oder Drylease – AUA schweigt Die Frage, ob es im Zuge der Umflottung zur Konzernschwester Cityline zu einer Eigentumsübertragung kommen wird oder ob die sieben Airbus A319 dry an diese verleast werden, wollte Austrian Airlines nicht beantworten. Bei der ersten Möglichkeit würde es sich um einen konzerninternen Verkauf der Flugzeuge handeln und bei der zweiten würde die AUA weiterhin Eigentümerin der sieben A319 bleiben, jedoch monatliche Leasingraten bezahlt bekommen. Das will man allerdings geheim halten: „Zu den vereinbarten Konditionen äußern wir uns nicht, bitte um Verständnis“, so ein Sprecher zu diesem Thema. Dem aktuellen Planungsstand nach soll die OE-LDA als erster Airbus A319 aus der Produktion genommen werden. Anschließend folgt je eine Maschine pro Monat. Vorbehaltlich von Änderungen und Umplanungen ist

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Zürich: Edelweiss fliegt mit Airbus A340 nach Pristina

Die Ferienfluggesellschaft Edelweiss Air wird aufgrund hoher Nachfrage im Juli und August das Muster Airbus A340-300 wiederholt zwischen Zürich und Pristina einsetzen. Normalerweise wird diese Strecke mit A320 bedient. Die Nachfrage scheint jedoch so hoch zu sein, dass sich Edelweiss dazu entschlossen hat im Juli und August 2021 dreimal pro Woche mit dem Vierstrahler zwischen der Schweiz und dem Kosovo zu fliegen. Das Muster soll ab dem kommenden Monat bis Ende August 2021 an den Verkehrstagen Montag, Dienstag und Freitag zum Einsatz kommen.

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Lauda Europe: Dicke Luft in Palma nach Kündigung eines Gewerkschafters

Weil sich ein Gewerkschaftsfunktionär der spanischen USO Illes Balears weigerte einen Kollegen zu denunzieren, bekam er von Lauda Europe die Kündigung ausgesprochen. Laut Arbeitnehmervertreter steckt dahinter, dass aufgrund des Bezahlungssystems ratsuchend an den Betriebsrat gewandt hatte und nachdem dieser sich strikt weigerte die Identität des Mitarbeiters preiszugeben, wurde einfach der Arbeitnehmervertreter vor die Tür gesetzt. Die Fluggesellschaft Lauda Europe führte per 1. Jänner 2021 an der Basis Palma de Mallorca ein neues Lohnsystem ein. Dieses setzt sich – wie zuvor auch – aus einem Grundlohn und flugstundenabhängiger Bezahlung zusammen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde im Winter wenig geflogen, so dass viele Flugbegleiter nur den Grundlohn überwiesen bekommen haben. Auf der Insel Mallorca sind die Wohnungsmieten sehr hoch, so dass für viele sprichwörtlich eng wurde. Im aktuellen Fall soll sich der Arbeitnehmervertreter zusätzlich in Elternschutz befinden, weshalb laut Gewerkschaft eine Kündigung gar nicht zulässig sein soll. Dementsprechend zieht man nun gegen die Auflösung des Arbeitsvertrags vor Gericht. Mal wieder, denn USO führt sowohl gegen Konzernmutter Ryanair als auch gegen die Töchter Laudamotion und Lauda Europe diverse Verfahren. Zahlreiche Gerichtsverfahren in Spanien anhängig Unter anderem wirft man vor, dass rund um die Corona-Pandemie die Löhne unrechtmäßig gekürzt worden sein sollen. Weiters nahm Lauda Unterstützung aus dem ERTE-Programm, das mit der österreichischen Kurzarbeit vergleichbar ist, in Anspruch. USO wirft vor, dass man im vergangenen Sommer als Laudamotion das spanische Personal lieber am Boden gelassen hat und stattdessen Flugbegleiter und Piloten aus Deutschland und Österreich eingeflogen hat. Der Vorwurf: So wurden die Spanier weiterhin vom

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Urlaub: So wird das Smartphone nicht zur Kostenfalle

Das Smartphone ist mittlerweile bei den meisten Menschen ein alltäglicher Begleiter, der auch im Urlaub nicht fehlen darf, denn mit Fotos vom Stand sollen Freunde und Verwandte ein bisschen eifersüchtig gemacht werden. Es gibt allerdings auch Kostenfallen, die insbesondere außerhalb der Europäischen Union zuschlagen können. Während es innerhalb der EU eine klare Verordnung für das Roaming gibt und in den meisten Fällen sowohl für Daten als auch für Telefonie und SMS die gleichen Preise wie zu Hause gelten, können die Mobilfunkbetreiber außerhalb der Union fast alles verlangen was sie wollen. Innerhalb der EU sollte ausdrücklich vor dem Reiseantritt geprüft werden wie viele Gigabyte im EU-Gebiet genutzt werden können. Gelegentlich kann es eine Begrenzung geben. Außerhalb der EU kann sich sogar der Kauf einer lokalen Prepaid-Karte lohnen, denn Preise von drei Euro pro Minute oder fünf Euro pro Megabyte können im Extremfall anfallen. Es ist daher sehr ratsam sich vor der Abreise mit den Roamingpreisen zu befassen und gegebenenfalls nach Alternativen zu suchen oder Pauschalen zu buchen. Irrtum 1: Wenn der Angerufene im Ausland ist, dann zahlt der Anrufer mehr Dieser Unsinn ist leider sehr weit verbreitet und noch immer sind viele der Meinung, dass wenn sie jemanden anrufen, der gerade im Ausland im Roaming ist, dass dann der Anrufer mehr bezahlen muss. Stimmt einfach nicht. Für den Angerufenen kann es aber außerhalb der Europäischen Union richtig teuer werden, denn es fallen so genannte Passivgebühren an. Sprich: Auch wenn man angerufen wird, zahlt man pro Minute eine Gebühr. Diese kann sehr

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Embraer will neuen Turboprop schon nächstes Jahr starten

Es ist schon länger her, dass der brasilianische Flugzeugbauer Embraer ein neues Turbopropflugzeug in die Luft gebracht hat. Um genau zu sein: Am 27. Juli 1983 hob der Embraer 120, der einst das Rückgrat vieler Regioflotten war, erstmals ab. Im Jahr 2007 wurde die Produktion eingestellt. Läuft alles nach Plan soll schon im nächsten Jahr der Launch für ein neuentwickeltes Turboprop-Muster erfolgen. Am Rande der Übergabe-Zeremonie des ersten Embraer 195-E2 an Helvetic Airways sagte der Commmercial-Aviation-Chef des brasilianischen Flugzeugbauers, Arjan Meijer, dass mit dem Launch des neuen Turbopropflugzeugs im Laufe des Jahres 2022 zu rechnen ist. Die Auslieferung an den ersten Kunden wird für das Jahr 2027 angestrebt. Das Design der Maschine wird an den Embraer 120 erinnern, jedoch handelt es sich um ein komplett neu entwickeltes Flugzeug, das mit der ATR72 und der Dash 8-400 in den Wettbewerb treten soll. Geplant ist, dass zwei Varianten angeboten werden sollen: Etwa 70 Sitzplätze und rund 90 Sitze. Der Treibstoffverbrauch soll deutlich unter den E2-Regionaljets liegen. Embraer rechnet mit etwa 20 Prozent weniger Fuel Burn. Der Markt der Turbopropflugzeuge ist momentan sehr schwierig. Bei ATR stockt der Absatz für die Muster ATR42/72 und DHC musste gar die vorläufige Einstellung der Produktion der Dash 8-400 verkünden. Somit begibt sich Embraer in ein schwieriges Umfeld, jedoch könnte für eine komplette Neuentwicklung durchaus Potential geben, denn die Konkurrenzmodelle sind hinsichtlich der Konstruktion durchaus in die Jahre gekommen.

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Aer Lingus braucht frisches Geld

Das irische IAG-Konzernmitglied Aer Lingus benötigt laut Firmenchefin Lynne Embleton „mehrere hundert Millionen Euro an zusätzlicher Liquidität“ um über die Runden zu kommen. Sie rechnet nicht damit, dass es in den nächsten Wochen zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage kommen wird. Irland praktiziert weiterhin restriktive Einreise- und Quarantänevorschriften. Zwar sollen diese ab 1. Juli 2021 zumindest leicht gelockert werden, jedoch nicht in einem Ausmaß, das mit anderen europäischen Staaten vergleichbar wäre. Das ist ein ernsthaftes Problem für Aer Lingus, denn auch die neue Basis in Manchester wurde wegen der dortigen Quarantänebestimmungen nach hinten verschoben. Gegenüber der Belfast Times erklärte die Airline-Chefin, dass Aer Lingus seit dem Beginn der Corona-Pandemie rund eine Milliarde Euro verloren haben. „Wir wollen unsere Liquidität in Höhe von einigen hundert Millionen Euro wiederherstellen. Die genauen Zahlen hängen davon ab, woher wir auf Liquidität zugreifen können, von den Bedingungen dieser Liquidität und tatsächlich von der Anzahl der Tage, an denen wir weiterhin Bargeld verbrennen“, so Embleton. Reuters berichtet unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass Verhandlungen mit der Regierung über ein weiteres Darlehen laufen sollen. Im Vorjahr wurden rund 150 Millionen Euro gewährt. Aer Lingus baute im Zuge der Pandemie viele Stellen ab. Unter anderem wurde die Basis Shannon geschlossen.

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