Jan Gruber

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Jan Gruber

Lauda Europe: Flugbegleiter sollen mehr Alkohol verkaufen

Die Flugbegleiter der maltesischen Lauda Europe werden nun dazu gedrängt den Verkaufsfokus auf alkoholische Getränke und die umstrittenen Ryanair-Rubbelkarten zu legen. Auch neue „Service-Ansagen“ wurden eingeführt. Die Einhaltung der Anweisungen will das Unternehmen sogar mit Hilfe von Mystery-Passagieren kontrollieren. Dies geht aus einem Aviation.Direct vorliegenden Anschreiben, das der für Wien zuständige Base-Supervisor an die Flugbegleiter ausgeschickt hat, hervor. In diesem wird insbesondere angewiesen, dass der Verkauf von Alkohol und der umstrittenen Ryanair-Rubbelkarten „gepusht“ werden muss. Sinnbildlich ist, dass unter anderem auf Palma-Strecken verstärkt alkoholische Getränke angeboten werden sollen. Auszug aus der internen Anweisung, die in englischer Sprache vorliegt: “On MAD route, especially on late scheduled flights focus on Alcohol Service. On PMI route focus on alcohol service on the flight to PMI. On all Italian routes (BRI – CIA – CTA – MXP – NAP) always push on scratchcards and dedicated services for fragrances (20€/30€ perfumes service) On Portuguese routes (FAO – LIS – OPO) focus on Fresh Food and Alcohol. On German routes (DTM – CGN) focus on Alcohol and push on Scratchcards. On BLL and NYO main focus on D-Cart, especially Fragrances and Alcohol. On STN and MLA flights focus on Alcohol. On Greek routes focus on Alcohol, Scratchcards and Perfumes. On TLL and VAR focus on Perfumes and Alcohol. On OTP push on Perfumes.” Im dem internen E-Mail beigefügten Dokument sind die Service-Abläufe für einzelne Strecken verzeichnet. Diese sind laut dem Begleitschreiben penibel genau einzuhalten. Exemplarisch werden hier die Serviceabläufe für die Palma-Flüge aufzeigt. Bemerkenswert ist, dass

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Spicejet unternahm unfreiwilligen „Ausflug“ in den Iran

Am Freitag musste die Boeing 737-800 mit der Registrierung VT-SZN, betrieben von der indischen Billigfluggesellschaft Spicejet, eine Sicherheitslandung in Zahedan (Iran) einlegen. Die Airline bestätigte den Vorfall und gab an, dass die Windschutzscheibe des Cockpits gebrochen ist. Der Mittelstreckenjet befand sich auf dem Weg von Riyadh nach Lucknow. Flug SG9749 erlitt den Bruch der Windschutzscheibe. Aus diesem Grund begaben sich die Piloten rasch auf eine niedrigere Flughöhe und entschieden sich für eine Sicherheitslandung. Diese wurde im Iran auf dem Flughafen Zahedan erfolgreich durchgeführt. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten die Boeing 737-800 sicher verlassen. Die Maschine musste nicht im Iran verbleiben, denn dies gestaltet sich aufgrund des U.S.-Embargos in Sachen Ersatzteilbeschaffung traditionell kompliziert und bürokratisch. Die Piloten haben laut Spicejet die Windschutzscheibe ausführlich kontrolliert und festgestellt, dass der Riss, der im Bereich des Copiloten aufgetreten ist, nur die äußere Schicht betrifft. Nach knapp über fünf Stunden wurde der Weiterflug nach Delhi angetreten. Die Passagiere wurden anschließend innerhalb Indiens nach Zahedan weiterbefördert. Spicejet betonte, dass die Sicherheit der Reisenden oberste Priorität hat und sich herausgestellt hat, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Crew oder Passagiere bestand. Die VT-SZN erreichte Delhi in den frühen Morgenstunden des 17. April 2021.

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Deutschland streicht Vereinigtes Königreich von Risikoliste

Die Bundesrepublik Deutschland betrachtet das Vereinigte Königreich – mit Ausnahme von Überseegebieten – nicht mehr als „Risikogebiet“. Das hat zur Folge, dass die Einreise ohne Quarantänepflicht möglich ist. Aufgrund der Testpflicht muss dennoch ein negativer Befund vorgewiesen werden. Noch vor wenigen Wochen belegte Deutschland den Insel-Staat mit Flugverboten, da man meinte, dass durch die Untersagung von Nonstop-Flügen die Einschleppung der britischen Variante des Coronavirus verhindert werden kann. Weder in Österreich, noch in Deutschland war die Vorgehensweise von Erfolg geprägt, denn in beiden Staaten dominiert mittlerweile die UK-Mutation.

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Lufthansa will Condor-Vertrag bis März 2022 verlängern

Lufthansa gab im Zwist um die gekündigten Zubringerflüge für Condor nach und will das Special Prorate Agreement bis März 2022 verlängern. Dies bestätigte ein Kranich-Sprecher gegenüber Reuters. Zuvor zog Condor vor das Bundeskartellamt und das Gericht der Europäischen Union. Die Ferienfluggesellschaft unterhält für ihre Langstreckenverbindungen keine eigenen Feeder-Flüge. Dies ist durchaus historisch bedingt, denn Condor war früher eine Tochter der Lufthansa. Auch nach dem Verkauf arbeitete man zunächst eng zusammen. Gegen Ende 2020 schickte der Kranich allerdings einen „blauen Brief“, der zum 1. Juni 2021 wirksam geworden wäre. Dagegen ergriff Condor juristische Mittel. Das Bundeskartellamt äußerte sich nach der ersten Prüfung dahingehend, dass Lufthansa die marktbeherrschende Stellung zu Ungunsten von Condor missbrauchen würde. Auch die EU-Kommission schaltete sich ein und rügte die deutsche Bundesregierung verbal. Mit Eurowings Discover will der Kranich-Konzern selbst auf der touristischen Langstrecke wachsen und sich offensichtlich gegen Condor positionieren. Die Vorgehensweise wird von Gewerkschaften, EU-Kommission und Bundeskartellamt kritisiert. Lufthansa will dennoch den Vertrag mit Condor kündigen, zeigt sich nun aber dazu bereit den Kontrakt noch bis März 2022 zu verlängern. Dieser Vorschlag dürfte auch eine Botschaft in Richtung Bundeskartellamt sein, denn dieses könnte Lufthansa per Bescheid sogar zur Fortführung zwingen. Die betroffene Ferienfluggesellschaft wollte sich zu den jüngsten Entwicklungen nicht näher äußern. Eine Sprecherin verwies lediglich auf laufende Gespräche mit Lufthansa.

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Sommerurlaub: Nur 21 Prozent der Österreicher wollen ins Ausland

Eine aktuelle Umfrage, die von Unique Research im Auftrag des Nachrichtenmagazins Profil durchgeführt wurde, zeigt, dass nur 21 Prozent der Österreicher ihren Sommerurlaub im Ausland verbringen wollen. Sollte dies tatsächlich eintreten, so ist damit zu rechnen, dass Airlines und Veranstalter ihre Kapazitäten drastisch kürzen könnten. Ein weiterer Aspekt: So sich die Umfrage bewahrheiten sollte, wären erhebliche Überkapazitäten auf dem Markt. Diese führen zwangsläufig zu niedrigen Preisen, da besonders Billigfluggesellschaften irgendwann nervös werden und versuchen die Nachfrage über niedrige Ticketpreise anzukurbeln. Traditionell ist der zweite Schritt dann, dass Verbindungen und Strecken mit nur wenigen Buchungen gestrichen werden. Die Umfrage ergab weiters, dass 27 Prozent der Österreicher ihren Sommerurlaub im Inland verbringen wollen. 39 Prozent wollen zu Hause bleiben. Lediglich 13 Prozent sind noch unentschlossen. Damit haben sich die Urlaubspläne im Vergleich zum ersten Jahr der Pandemie nicht wesentlich verändert. Das zeigt ein Vergleich mit der gleichlautenden Umfrage im Mai 2020. Damals zog es 13 Prozent ins Ausland, 31 Prozent wollten in Österreich urlauben, 46 Prozent hatten gar keine Reisepläne. Befragt wurden 500 Personen. Die Schwankungsbreite liebt bei vier Prozent.

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Salzburg: Land will Flughafen an Red Bull verkaufen

In Salzburg diskutiert derzeit die Politik eine mögliche Teilprivatisierung des Flughafens und bringt dabei den Getränkehersteller Red Bull ins Gespräch. Dieser ist bereites Pächter des Areals, auf dem die Hangars 7 und 8 errichtet sind. Die Corona-Pandemie traf den Flughafen Salzburg hart, denn der Airport macht den Großteil des Jahresumsatzes in der Wintersaison. Diese ist heuer fast vollständig ausgefallen. Die logische Konsequenz daraus ist, dass die Finanzlage angespannt ist. Die Landespolitik denkt nun laut Österreichischem Rundfunk darüber nach, dass wertvolle Grundstücke verkauft werden sollen. Auch eine mögliche Teilprivatisierung des Flughafens wird nicht ausgeschlossen. Die Liegenschaften, die momentan von Red Bull genutzt werden, befinden sich auf Grund, der im Eigentum des Airports steht. Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) kann sich den Verkauf an den Getränkekonzern vorstellen und hat auch eine klare Vorstellung davon wofür die möglichen Einnahmen verwendet werden sollen: „Der Verkauf dieses Baurechts könnte Geld lukrieren für den notwendigen Bau des Terminal 1“. Gegenüber dem ORF äußerte sich Bernhard Auigner (SPÖ), Vizebürgermeister der Stadt Salzburg, zumindest nicht abgeneigt: „Darüber kann man sicher nachdenken. Es könnte frisches Geld hereinbringen, wenn das Angebot passt“. Land für Teilprivatisierung, Stadt stemmt sich dagegen Der zweitgrößte Flughafen Österreichs war über viele Jahre hinweg profitabel, doch die Corona-Pandemie änderte das quasi über Nacht. Eigentümer des Airports sind das Land Salzburg (75 Prozent) und die Stadt Salzburg (25 Prozent). Diese Konstellation könnte sich laut Landeshauptmann-Stellvertreter Stöckl ändern, denn eine Teilprivatisierung wird derzeit ernsthaft diskutiert. Dabei sieht man Red Bull als möglichen Partner. Dazu der Landespolitiker: „Es ist

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Basel: Air Canada eröffnet Cargo-Strecke nach Toronto

Die Fluggesellschaft Air Canada führte am 14. April 2021 erstmals einen reinen Frachtflug zwischen Toronto und Basel durch. Zum Einsatz kam ein Behelfsfrachter des Typs Boeing 787-900. Es handelt sich um die erste regelmäßige Cargo-Transatlantik-Verbindung seit dem Kollaps der Swissair Group. Seit dem 14. April 2021 fliegt Air Canada Cargo den Flughafen Basel-Mulhouse an und zwar zweimal wöchentlich, mittwochs und sonntags, mit Ankunft um 12:55 Uhr und Abflug um 20:00 Uhr aus Toronto kommend. Die neue Frachtroute wird mit der Boeing 787-900 Dreamliner bedient. Für die Flüge ab dem EuroAirport wird eine normale Passagierversion des Flugzeuges eingesetzt, wobei jedoch nur der Frachtraum für den Transport der Güter genutzt wird. Die neue Frachtverbindung wird den Warentransport zwischen der trinationalen Region um den EuroAirport und Nord- sowie Lateinamerika für Import und Export erleichtern. Zudem trägt sie zur wirtschaftlichen Entwicklung des deutsch-französisch-schweizerischen Gebiets bei und führt zu einer breiteren Abstützung der Frachtsparte des EuroAirport.

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Impfzentrum Flughafen Tempelhof wird temporär geschlossen

Das auf dem ehemaligen Zentralflughafen Berlin-Tempelhof angesiedelte Impfzentrum des Landes Berlin wird am 20. April 2021 temporär die Pforten schließen. An diesem Standort wurde bislang das Vakzin von AstraZeneca verabreicht. Laut Rundfunk Berlin-Brandenburg soll am „THF“ künftig primär das Vakzin von Biontech/Pfizer, aber auch jenes von Moderna, verimpft werden. Dazu müssen andere Kühlgeräte herangeschafft und Betrieb genommen werden. Die Dauer der „Umbaumaßnahmen“ werden seitens des Landes Berlin mit zwei Wochen angegeben. Personen, die in diesem Impfzentrum die erste Dosis AstraZeneca erhalten haben, sollen ihre zweite mit dem Mittel von Biontech/Pfizer verabreicht bekommen. Die deutsche Impfkommission hält dieses Vorgehen für sicher und sinnvoll. Die WHO, aber auch die EMA üben heftige Kritik am Vorgehen Deutschlands und halten diese gar für riskant. In der Europäischen Union ist Deutschland derzeit das einzige Land, das planmäßig Vakzine verschiedener Hersteller an gleiche Personen verabreicht. Die Vorgehensweise ist umstritten, doch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht gar von „boostern mit mRNA-Vakzinen“. Die WHO hält das Vorgehen für riskant.

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Quartalszahlen: Delta steckt tief in den roten Zahlen

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft Delta flog auch im ersten Quartal des laufenden Jahres tief in die roten Zahlen. Der Fehlbetrag lag bei rund 1,2 Milliarden U.S.-Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum hatte man einen Gewinn von 730 Millionen U.S.-Dollar. Das Startquartal war im vergangenen Jahr von den Auswirkungen der Corona-Pandemie weitgehend unbetroffen. Der Umsatz lag in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres bei 4,2 Milliarden U.S.-Dollar und damit um 60 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem vierten Quartal 2020 ist allerdings zumindest eine leichte Besserung eingetreten. Delta-Chef Ed Bastian geht davon aus, dass beim Fortgang der Erholung bereits im zweiten Halbjahr 2021 wieder mit schwarzen Zahlen zu rechnen ist. Auch ortet der Manager, dass die Zuversicht der Passagiere deutlich spürbar zugenommen habe. Dies drückt sich unter anderem darin aus, dass Vorausbuchungen wieder längerfristig getätigt werden.

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Wegen Schäden: Leipzig saniert die Nordbahn

Der Flughafen Leipzig/Halle muss die nördliche Start- und Landebahn sanieren. Hintergrund ist, dass Beschädigungen in Form von Rissen und Brüchen aufgetreten sind. Bis September 2021 soll der Belag abgefräst und anschließend neu aufgetragen werden, berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk unter Berufung auf einen Sprecher. Im ersten Schritt wird die Elektrik der Befeuerung demontiert. Leipzig/Halle wird während der Sanierung den Verkehr über die Südpiste abwickeln. Die Nordbahn ist rund 3.600 Meter lang und wurde vor rund 20 Jahren errichtet. Die Besonderheit ist, dass die Flugzeuge auf dem Weg zu dieser Runway eine Brücke über eine Autobahn überqueren. Leipzig/Halle konnte zuletzt einen beachtlichen Zuwachs im Frachtbereich erzielen.

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