Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Europaparlament behandelt Green Pass im Eilverfahren

Der für mögliche Reiseerleichterungen geplante „Green Pass“ nahm am Donnerstag eine weitere Hürde, denn die Abgeordneten des Europaparlaments erteilten ihre Zustimmung die Angelegenheit im Eilverfahren zu behandeln. Zuvor hatte die EU-Kommission auf die Dringlichkeit gedrängt, um rasch die gesetzliche Grundlage schaffen zu können. Derzeit ist geplant, dass der „Green Pass“ im Juni 2021 europaweit eingeführt werden soll. Inwiefern dieser für die Mitgliedsstaaten verbindlich sein wird, ist derzeit Gegenstand intensiver Verhandlungen. Der „Green Pass“ soll Impfungen, Tests und Genesungen dokumentieren. Ziel ist, dass die Einreise- und Quarantänebestimmungen fallen. Allerdings war in den ersten Gesprächen vorgesehen, dass die Nationalstaaten weiterhin vorgeben können mit welchen Dokumenten die App „aufgeladen“ werden muss. Somit ist noch nicht in trockenen Tüchern, dass freies Reisen möglich sein wird. Inhaltlich hat sich das Europaparlament bislang noch nicht mit dem „grünen Pass“ befasst. Beschlossen wurde bislang lediglich, dass das Gesetzgebungsverfahren mit Dringlichkeit durchgeführt werden soll. Der weitere Zeitplan muss noch vom Präsidium kommuniziert werden. In Österreich befasste sich am Donnerstag der Nationalrat mit der nationalen Umsetzung. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) forciert, dass der digitale Ausweis künftig auch bei Zutrittsbeschränkungen eingesetzt werden soll.

weiterlesen »

EASA genehmigt DHC Dash 8-400 mit 90 Sitzen

Bislang durften europäische Betreiber in Turbopropflugzeuge des Typs de Havilland Dash 8-400 maximal 78 Sitze einbauen. Die EASA gab nun grünes Licht für die Aufstockung auf bis zu 90 Plätze. Beispielsweise in Indien setzt Spicejet bereits seit einiger Zeit diese Konfiguration ein. In Europa wurde die Zulassung erst diese Woche erteilt. Laut Hersteller DHC bietet diese Genehmigung nun die Möglichkeit bestehende Maschinen umzubauen und so die Sitzplatzkapazität erhöhen zu können. Ab Werk könnten diese Variante auch bezogen werden, allerdings bald nur noch in der Theorie, denn de Havilland Aircraft of Canada setzt mangels Neubestellungen die Produktion auf unbestimmte Zeit aus. Derzeit ist nicht bekannt, ob es in Europa Airlines gibt, die sich für die erhöhte Sitzplatzkapazität der DHC Dash 8-400 interessieren. Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter Air Baltic, LOT und Austrian Airlines, haben bereits die Ausflottung des Turboprops angekündigt bzw. im Fall der Air Baltic bereits vollzogen. Die AUA wollte eigentlich Ende März 2021 den Dash-Betrieb einstellen, jedoch entschied man sich kurzfristig dafür, dass zwei Einheiten noch bis Ende Mai 2021 eingesetzt werden.

weiterlesen »

Gibraltar: Volotea nimmt Spanien-Verbindung auf

Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea wird am 2. Juli 2021 eine Nonstop-Verbindung zwischen Gibraltar und Bilbao aufnehmen. Damit endet eine lange Zeit der Anti-Konnektivität zwischen dem britischen Überseegebiet und Spanien. Zuletzt gab es im Jahr 2008 Flüge zwischen Gibraltar und dem Nachbaarstaat. Dieser streitet seit vielen Jahren mit dem Vereinigten Königreich, denn man betrachtet die schon äußerst lange zurückliegende Annexion bis heute als unrechtmäßig. Im Zuge der Brexit-Verhandlungen kam es aber zu einer Annäherung, denn das Überseegebiet gehört nun der Schengen-Region an. Das führt zum absurden Umstand, dass beispielsweise vor London-Flügen Passkontrollen durchgeführt werden. Formell handelt es sich um Inlandsflüge. Reguläre Linienflüge hatte man in Gibraltar auch vor der Corona-Pandemie nur wenige. Das Angebot beschränkte sich auf Ziele im Vereinigten Königreich und Marokko. Der Airport ist weltweit für eine einmalige Kuriosität bekannt: Die einzige Piste wird von einer öffentlichen Straße gekreuzt. Wenn Flugzeuge starten oder landen wird der Auto- und Fußgängerverkehr mittels Ampeln und Schranken gesperrt.

weiterlesen »

Anleihe: Fraport organisiert sich 1,15 Milliarden Euro

Der börsennotierte Flughafenbetreiber Fraport AG organisierte sich auf dem Kapitalmarkt 1,15 Milliarden Euro. Mit dieser Anleihe will der Konzern die Liquidität verbessern. Laut Unternehmenserklärung erfolgte die Ausgabe in zwei Tranchen. Die erste hat ein Volumen von 800 Millionen Euro und ist in sieben Jahren zur Rückzahlung fällig. Die zweite Tranche ist die Aufstockung einer bereits im Vorjahr aufgenommen Anleihe. Diese ist 350 Millionen Euro schwer und läuft bis Juli 2024.  Die jährliche Rendite für die neue siebenjährige Anleihe wurde auf 1,925 Prozent bei einem jährlichen Kupon von 1,875 Prozent festgelegt. Die jährliche Rendite für die erhöhte bestehende Anleihe wurde auf 1,034 Prozent festgelegt, während der jährliche Kupon der Anleihe unverändert bei 1,625 Prozent bleibt. Der Nennbetrag der Anleihe ist in Stückelungen von jeweils 1.000 Euro unterteilt. „Trotz des extrem geschäftigen Marktes für Unternehmensanleihen in dieser Woche – mit insgesamt 19 Transaktionen in der Eurozone in Höhe von rund 13 Milliarden Euro – haben wir unsere Liquiditätsposition zu besonders günstigen Konditionen weiter ausgebaut. In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 haben wir bereits insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro an neuen Mitteln aufgebracht, um Fraport eine hervorragende finanzielle Flexibilität zu gewährleisten. Mit der heutigen Anleiheemission wird sich der Betrag unserer liquiden Mittel und gesicherten Kreditlinien Ende März 2021 auf mehr als vier Milliarden erhöhen“, erklärt Fraport-Finanzchef Matthias Zieschang.

weiterlesen »

Einreise: Deutschland führt Testpflicht ein

Die deutsche Politik sorgte in den letzten Tagen mit einem Zick-Zack-Kurs für reichlich Verwirrung. Nun wurde offiziell bestätigt, dass alle Passagiere, die auf dem Luftweg nach Deutschland einreisen, ab 28. März 2021, 0 Uhr 00, einen negativen Covid-19-Befund vorlegen müssen. Das gilt ausdrücklich auch dann, wenn man aus Nicht-Risikogebieten kommt, so das deutsche Gesundheitsministerium. Die Fluggesellschaften werden angewiesen das Vorhandensein von Einreiseanmeldung und negativem Test spätestens beim Boarding zu kontrollieren. Wer dies nicht vorweisen kann, darf nicht befördert werden. In erster Linie trifft dies Mallorca-Urlauber, denn aus den meisten Staaten kommend besteht ohnehin bereits seit einigen Monaten die Verpflichtung einen negativen Covid-Befund vorzulegen. Die Kosten für die Testung sind selbst zu tragen. Allerdings können diese in vielen Ländern, darunter auch Österreich, beispielsweise in Apotheken kostenfrei vorgenommen werden. Laut Robert-Koch-Institut werden sowohl PCR- als auch Antigen-Befunde anerkannt. Die Abstrichnahme darf zum Zeitpunkt der Einreise nicht länger als 48 Stunden zurückliegen. Die Zwangsquarantäne bei der Einreise aus Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten bleibt weiterhin bestehen. Neu ist lediglich, dass eine generelle Vorlagepflicht negativer Befunde für alle – auch aus Nicht-Risikogebieten kommend –eingeführt wird. Zuletzt prüfte die deutsche Bundesregierung gar ein Verbot für Urlaubsreisen im Ausland. Dieses wäre nur schwer mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen. Offenbar hat man sich aus diesem Grund für die generelle Testpflicht entschieden. In den meisten europäischen Staaten sind private Covid-Untersuchungen mittlerweile leicht zugänglich.

weiterlesen »

AUA-Kündigungen: Opposition und Gewerkschaft kritisieren die Regierung

Angesichts des Umstands, dass Austrian Airlines zum wiederholten Male in der Firmengeschichte Staatshilfe erhalten hat, sind die Reaktionen auf die Ankündigung, dass weitere 650 Jobs abgebaut werden sollen, durchaus heftig. Die FPÖ fordert Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) zum Rücktritt auf. Wirklich überraschend kommt die Ankündigung von AUA-Chef Alexis von Hoensbroech allerdings nicht, denn Blicke zur Konzernmutter nach Deutschland zeigen deutlich, dass die Corona-Pandemie auch zum Stellenabbau geführt hat. Sowohl die Kurzarbeit als auch die staatlichen Beihilfen haben lediglich den kurzfristigen Finanzbedarf gedeckt, doch mittelfristig wird aufgrund der schwachen Nachfrage mit niedrigeren Einnahmen gerechnet. Unabhängig davon sieht sich Vida-Fachgruppenobmann Daniel Liebhart in seinen Befürchtungen, die er im Vorjahr geäußert hat, bestätigt: „Wir haben davor gewarnt: Jetzt rächen sich die von der Regierung ohne Job-Garantie für die Beschäftigten schlecht abgeschlossenen Verhandlungen zur 450-Millionen-Euro-Staathilfe für die AUA. Die Mitarbeiter haben mit einem schmerzvollen Sanierungspaket ihren Teil zur Rettung der Airline in der Corona-Krise beigetragen. Ihnen das jetzt mit weiteren Kündigungen ohne Jobalternativen zu vergelten, ist einfach nur schäbig“. Der Gewerkschafter fordert daher, dass das AUA-Management der Verantwortung gegenüber der Belegschaft nachkommen soll und alternative Jobs innerhalb des Unternehmens oder der Lufthansa Group vermitteln sollen. Doch auch in Richtung der Bundesregierung äußert Liebhart Kritik: „Das ständige Hüpfen von einem Lockdown in den nächsten sorgt nur für Verunsicherung. Die Regierung muss jetzt endlich in die Gänge kommen und verlässliche Perspektiven für den Luftfahrtstandort Wien und seine Arbeitsplätze entwickeln. Wir brauchen jetzt rasch nachhaltige Konzepte, damit die Luftfahrt wieder abheben kann“. FPÖ und SPÖ schäumen Naturgemäß

weiterlesen »

BGH: Zahlungsgebühren für Paypal sind erlaubt

Der deutsche Bundesgerichtshof befasste sich mit der Frage, ob man für das Bezahlen einer Rechnung eine Gebühr verlangen darf oder nicht. Eigentlich ist das aufgrund einer EU-Verordnung unzulässig, doch diese ist schwammig formuliert und lässt viel Raum für Interpretation offen. Der BGH entschied nun, dass bei Einschaltung eines externen Dienstleisters wie Paypal oder Klarna (Sofortüberweisung) Extrakosten in Rechnung gestellt werden dürfen. Die deutsche Rechtslage ist mit jener in Österreich nicht vergleichbar. In der Alpenrepublik ist das Erheben von Zahlungsentgelten generell unzulässig. Allerdings dürfen Händler eine bestimmte Zahlungsform mit einem Rabatt versehen. Das hinderte in der Vergangenheit insbesondere Fluggesellschaften nicht daran das Gesetz zu ignorieren. Der deutsche Bundesgerichtshof hatte sich aufgrund einer von der Wettbewerbszentrale gegen Flixbus geführten Klage mit der Frage zu befassen, ob das Erheben von Gebühren bei Bezahlung mit Paypal oder Klarna (Sofortüberweisung) zulässig ist oder nicht. Bei Bezahlung mittels Überweisung, SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte dürfen aus gesetzlichen Gründen keine Spesen erhoben werden. Clevere Händler kalkulieren diese einfach völlig legal in ihre Preisgestaltung ein. Flixbus erhob auch nach der Änderung der Rechtsgrundlage für die Nutzung der Zahlungsmöglichkeiten Paypal und Klarna (Sofortüberweisung) eine Gebühr. Die Praxis hat man zwar zwischenzeitlich eingestellt, jedoch argumentierte man unter anderem damit, dass die EU-Verordnung externe Dienstleister eben nicht erfasst und diese hohe Kosten verursachen. In der Tat ist Paypal einer der teuersten Zahlungswege, die es momentan auf dem Markt gibt. Händlern werden zum Teil horrende Provisionen abgeknöpft. Paypal selbst will keine Gebühren für Endkunden Der Bundesgerichtshof wies die Klage der Wettbewerbszentrale in letzter Instanz

weiterlesen »

AUA: OE-LAX vor letzter kommerzieller Rotation

Am Sonntag, den 28. März 2021 wird die Boeing 767-300ER mit der Registrierung OE-LAX letztmalig einen kommerziellen Umlauf für Austrian Airlines antreten. Anschließend wird der Langstreckenjet, der im Jahr 1992 an Lauda Air ausgeliefert wurde, außer Dienst gestellt. Am Sonntag soll die OE-LAX gegen 10 Uhr 35 als OS 93 in Richtung Washington abheben. Die Rückkunft ist für Montag gegen 8 Uhr 40 unter der Flugnummer OS 94 angekündigt. Dies teilte ein Firmensprecher gegenüber Aviation Direct mit. Das betroffene Flugzeug ist derzeit 28,3 Jahre alt und wurde bereits an ein Verwertungsunternehmen in den Vereinigten Staaten verkauft. Austrian Airlines trennt sich heuer von drei Boeing 767-300ER. Die OE-LAT wurde bereits Anfang des Monats ausgeflogen. Für die OE-LAW, die ebenfalls an MonoCoque Diversified Interests verkauft wurde, gibt es noch keinen fixen Termin für die Übergabe an den Käufer. Die Maschinen mit den Registrierungen OE-LAT, OE-LAX und OE-LAW werden in den Vereinigten Staaten zum Zweck der Ersatzteilgewinnung zerlegt.

weiterlesen »

Austrian-Airlines-Chef schließt Kündigungen nicht mehr aus

Austrian Airlines kündigte am Donnerstag an, dass aufgrund der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie und der damit verbundenen verhaltenen Nachfrage weitere Sparmaßnahmen gesetzt werden. Hinsichtlich der Ausflottung der Maschinentypen DHC Dash 8-400 und Airbus A319 befinde man sich in einer finalen Phase. Die Zentralisierung des Flugverkehrs in Wien und die damit verbundene Auflösung aller Bundesländer Crew- und Technik-Basen sowie einiger Stationen zur Passagierabfertigung läuft ebenfalls. Um neben der langfristigen Ergebnisentwicklung auch die Rückzahlung der Kredite zu sichern, konnten 2020 durch Vereinbarungen mit dem Personal sowie Lieferanten und Systempartnern umfassende und mehrjährige Krisenpakete geschnürt werden. Auch bei der Büro-Infrastruktur hatte Austrian zuletzt eine Reduktion angekündigt, bei der vier von acht Etagen des Austrian Head Office an die Flughafen Wien AG zurückgegeben werden. „Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern bewusst und wollen unsere Kreditschulden, sobald es zu einer Markterholung kommt, schnellstmöglich tilgen“, erklärt Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech. „Die Pandemie dauert deutlich länger als erwartet, und die Auswirkungen werden auch noch mehrere Jahre spürbar sein. Daher werden wir die Ergebnisziele, die wir uns im letzten Frühjahr gesetzt hatten, nicht mehr erreichen können. Aus diesem Grund setzen wir jetzt zusätzliche Maßnahmen, um die Zukunft unserer Austrian Airlines dauerhaft abzusichern.“ Personalabbau steht bevor Um das Risiko einer langsameren Markterholung in den kommenden Jahren zu begrenzen, sollen zwei weitere Airbus Flugzeuge in ein Long-Time-Storage gehen und somit die aktuelle Gesamtflotte von rund 80 Flugzeugen – zumindest bis 2024/2025 – auf 58 statt der bisher geplanten 60 Flugzeuge schrumpfen. Vorgesehen ist dabei auch

weiterlesen »

Ostern: Türkei und Mallorca beflügeln den Hannover-Flugplan

Während der Osterferien ist das Angebot auf dem Flughafen Hannover wieder erhöht. Tuifly, Condor und Eurowings bieten gemeinsam 21 Palma-Umläufe pro Woche an. Austrian Airlines feiert nach einigen Jahren Abwesenheit das Comeback. Vor wenigen Wochen gab die AUA bekannt, dass man die einst an Eurowings übergebene Route wieder selbst bedienen wird. Zuletzt lag die Strecke aufgrund der Corona-Pandemie brach. Vorerst soll Wien-Hannover niederfrequent bedient werden. Als Maschinentyp kommen vorerst überwiegend DHC Dash 8-400 und Embraer 195 zum Einsatz. Ein weiterer Schwerpunkt des Osterprogramms ab Hannover sind insgesamt 13 Ziele in der Türkei. Diese werden von drei Airlines angeboten und richten sich sowohl an den so genannten ethnischen Verkehr als auch an Urlauber. Personen, die sich in der Türkei aufgehalten haben, müssen nach ihrer Rückkunft nach Deutschland in Quarantäne, sofern sie nicht Ausnahmen für sich in Anspruch nehmen können.

weiterlesen »