Jan Gruber

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Jan Gruber

Gläubiger genehmigen Sundair-Sanierungsplan

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Sundair kann das Schutzschirmverfahren verlassen. Die Gläubiger haben die notwendige Zustimmung erteilt. Geschäftsführer Marcos Rossello sagte, dass die von ihm geleitete Fluggesellschaft „als saniertes und profitables Unternehmen“ aus dem Verfahren hervorgeht. Im Gegensatz zu Lufthansa hat Sundair keine Staatshilfe erhalten. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Einnahmen drastisch eingebrochen. Im Oktober 2020 meldete die Ferienfluggesellschaft ein so genanntes Schutzschirmverfahren an. Dabei handelt es sich um eine Sonderform im deutschen Insolvenzrecht, das beispielsweise Condor angewandt hatte. Auch der Flughafen Friedrichshafen befindet sich derzeit in einem solchen Verfahren. Die Aufsicht über den Sundair-Schutzschirm hatte Rechtsanwalt Lucas Flöther, der bereits bei Condor und Air Berlin als Sachwalter fungierte. In einer Medienerklärung sagt der Jurist, dass die Annahme des Sanierungsplans durch die Gläubiger ein „eindrucksvoller Vertrauensbeweis in den Sanierungsplan und die Geschäftsführung“ ist. Im Zuge des Schutzschirmverfahrens führte Sundair diverse Maßnahmen durch, um die Fixkosten senken zu können. Exemplarisch aufgezeigt wird hier der Austausch der Flotte. Zur Reduktion der Leasingkosten gab man die ursprüngliche Flotte an die Eigentümer zurück und least stattdessen andere Maschinen. Die „neuen“ Airbus-Jets haben niedrigere monatliche Leasingraten.

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Alitalia kann März-Löhne nicht mehr vollständig bezahlen

Für die insolvente Fluggesellschaft Alitalia wird die Luft immer dünner. Der Carrier konnte zuletzt nur noch die Hälfte der März-Gehälter an die rund 10.500 Mitarbeiter ausbezahlen. Das Geld wird jetzt richtig knapp und gleichzeitig bleiben nur noch etwa drei Wochen, um eine Lösung in Form des Nachfolgers Ita zu finden. Laut einem Bericht der Tageszeitung Corriere della Sera sind die Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung noch immer nicht abgeschlossen. Die Knackpunkte sind unter anderem die weitere Nutzung der Marke Alitalia sowie die Übertragung der Slots. Die Wettbewerbshüter in Brüssel wollen einen harten Neustart, der auch zur Folge haben soll, dass sich Italia Trasporto Aereo neu um Start- und Landerechte bewerben muss. Genau das will Rom verhindern. Seit 2017 befindet sich Alitalia in einem Insolvenzverfahren und ist nur aufgrund wiederholter staatlicher Zuschüsse und Kredite in der Luft. Mehrere Verkaufsanläufe schlugen fehl. In den letzten Jahren flossen mehr als fünf Milliarden Euro in die marode Fluggesellschaft. Italien wollte den Carrier auf die Neugründung ITA aufsetzen, jedoch will die EU-Kommission die Wiederholung der „Neugründung“ diesmal nicht mehr einfach so durchwinken. Nochmalige Staatshilfe für Alitalia steht im Raum Das hat zur Folge, dass verlangt wird, dass Alitalia-Assets zum Verkauf ausgeschrieben werden müssen und Italia Trasporto Aereo hierfür marktübliche Preise zu bezahlen hat. Wenn die Marke Alitalia und die Slots am Flughafen Linate weiterhin genutzt werden sollen, dann müssen diese erworben werden. Diese können aber nicht für einen Euro verschoben werden, sondern der Insolvenzverwalter hat diese öffentlich auszuschreiben und jede interessierte Person

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Rostock rechnet mit sechs Flügen pro Woche

Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Linienflugbetrieb in Rostock-Laage bereits seit längerer Zeit faktisch nicht mehr existent. Das soll sich im Sommer 2021 ändern, denn pro Woche sind sechs Umläufe geplant. Die genauen Aufnahmetermine hängen allerdings noch in der Luft. In diesem Zusammenhang sagte Geschäftsführerin Dörthe Hausmann gegenüber der DPA, dass der Airport eine Vorlaufzeit von etwa 14 Tagen benötigen wird. Momentan gibt es in Rostock-Laage im zivilen Bereich nur General Aviation. Charter- oder Linienflüge hat der ostdeutsche Airport schon länger nicht mehr gesehen. Im Sommer 2021 sollen Ziele in Richtung Ägypten, Griechenland, Türkei und Luxemburg angeboten werden. Wann und ob die Anbindung an das Lufthansa-Drehkreuz München reaktiviert wird, ist noch offen. Der Fokus liegt im Sommer jedenfalls auf Warmwasser-Zielen. Wie sich die Einreise- und Quarantänebestimmungen entwickelt werden, ist derzeit nicht abschätzbar.

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Budapest: Wizz Air vor Aufnahme von Peking-Flügen

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air Hungary könnte noch heuer Flüge zwischen Budapest und Peking aufnehmen. Da die Reichweite der Flotte nicht ausreichend ist, soll ein Zwischenstopp in Nur-Sultan eingelegt werden. Die Verbindung in die kasachische Hauptstadt soll im Juni 2021 reaktiviert werden. Damit Wizz Air Hungary von Budapest über Nur-Sultan nach Peking fliegen kann, müssen die Regierungen zunächst entsprechende Abkommen unterfertigten. In diesem Zusammenhang äußerte sich der ungarische Außenminister, Péter Szijjártó, wie folgt: „Die direkte Luftverbindung zwischen den Hauptstädten Budapest und Nur-Sultan wird im Juni dieses Jahres reaktiviert. Der Flug Budapest-Nur-Sultan-Peking wird ebenfalls gestartet“. Wizz Air selbst gibt sich noch bedecket. Zunächst muss auf diplomatischer Ebene geklärt werden, ob zwischen Nur-Sultan und Peking Tickets verkauft werden oder aber nur von Budapest aus. Ein Abkommen zwischen Ungarn und China wurde bislang nicht unterzeichnet. Dieses ist aber notwendig, da zwischen der Europäischen Union und China kein Open-Skies-Abkommen vorhanden ist. Bereits vor der Corona-Pandemie wurde Wizz Air immer wieder nachgesagt, dass Flüge mit Zwischenstopp in St. Petersburg und/oder Nur-Sultan geplant sind. Bis dato wurde jedoch nichts umgesetzt, wobei hierfür primär die Corona-Pandemie verantwortlich sein dürfte. Es bleibt also abzuwarten, ob Wizz Air die erste echte Langstreckendestionation aufnehmen wird oder nicht. Als Fluggerät sind Maschinen des Typs Airbus A320 vorgesehen.

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Chair Airlines schreibt HB-JOH als wirtschaftlichen Totalschaden ab

Der von Chair Airlines betriebene Airbus A319 mit der Registrierung HB-JOH wurde im Zuge einer Wartung so schwer beschädigt, dass die Maschine als wirtschaftlicher Totalschaden eingestuft wurrde. Laut Firmenchef Shpend Ibrahimi soll der Mittelstreckenjet durch das Tor eines Hangars in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Flotte von Chair Airlines bestand zuletzt aus drei A319. Das unglückliche Exemplar wird laut Travel Inside nicht repariert, sondern als Ersatzteilspender fungieren. Ibrahimi bestätigte gegenüber dem Medium, dass ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt. Das bedeutet, dass die Instandsetzung zu teuer wäre. Da der Flugbetrieb aufgrund der Pandemie ohnehin reduziert ist, hat der Totalschaden keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Chair ist nun auf der Suche nach einem geeigneten Ersatz, der noch vor dem Sommer 2021 in Dienst gestellt werden soll. Die HB-JOH wurde im Jahr 2008 ursprünglich an Hamburg International ausgeliefert.

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Michael O’Leary: Ryanair-Verlust soll niedriger ausfallen

Die Ryanair Group beförderte im März 2021 rund 0,5 Millionen Passagiere. Damit lag der Konzern um 91 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Gegenüber Feber 2021 konnte sich der Billigflieger nicht nennenswert verändern. Ryanair teilte mit, dass man mit einem Verlust in der Höhe von 800 bis 850 Millionen Euro rechnet. Damit wurde die Prognose verbessert, denn zuletzt ging man von einem Fehlbetrag von bis zu 950 Millionen Euro aus. Das Geschäftsjahr des Lowcosters endete am 31. März 2021. Eine Prognose für die seit 1. April 2021 laufende Periode wollte Konzernchef Michael O’Leary unter Hinweis auf die dynamische Pandemielage nicht abgeben. Es wurde angedeutet, dass möglicherweise erneut rote Zahlen eingeflogen werden könnten. Das voraussichtliche Fluggastaufkommen wurde auf 80 bis 120 Millionen Reisende nach unten korrigiert. Dies begründete O’Leary mit dem langsamen Impffortschritt in der Europäischen Union.

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Wizz Air konnte im März 2021 leicht zulegen

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air konnte im März 2021 streckennetzweit 480.203 Passagiere befördern. Im Direkten Vergleich mit Feber 2021 konnte man sich um etwa 25 Prozent steigern. Gegenüber dem Vorjahresmonat, der nur teilweise von der Corona-Pandemie betroffen war, beträgt der Rückgang 72,62 Prozent. Die Auslastung entwickelte sich bei Wizz Air im ersten Quartal 2021 unterschiedlich. Im Jänner meldete man 61 Prozent, im Feber 69,8 Prozent und zuletzt im März wurde der Ladefaktor mit 62,5 Prozent kommuniziert. Dem gegenüberstehen Werte zwischen 90,2 Prozent und 93 Prozent, die in den Vorjahresmonaten erzielt wurden.

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EASA gibt grünes Licht für Boeing 737 Max 200

Dem kommerziellen Einsatz der Boeing 737 Max 200 durch die Ryanair Group steht nun nichts mehr im Weg. Die europäische Luftfahrtbehörde EASA erteilte am Dienstag grünes Licht. Zwar will der irische Konzern noch im April 2021 den Erstflug mit diesem Muster durchführen, doch werden bis Sommer 2021 nur 16 Exemplare ausgeliefert werden. Die Ryanair Group ist Boeings einziger europäischer Kunde für diese spezielle Billigflieger-Variante der B737 Max 8. Formell wird diese als „Boeing 737-8200“ bezeichnet. Der europäische Erstkunde will die Maschinen laut Ryanair-DAC-Chef Eddie Wilson zunächst bei Ryanair UK zum Einsatz bringen. Die Töchter Buzz und Malta Air werden ebenfalls mit diesen Flugzeugen ausgerüstet. Mit der Einflottung der B737 Max 200 werden die beiden genannten Airlines auch in eigener Livery unterwegs sein. Derzeit ist das nur beim Airbus-Operator Lauda Europe der Fall. In der nachstehenden Slideshow sind Fotos von Boeing 737 Max 200 in den Lackierungen von Buzz, Malta Air und Ryanair dargestellt. Noch gibt sich Konzernchef Michael O’Leary hinsichtlich der Stationierung der Neuauslieferungen bedeckt. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass in der Bevölkerung gewisse Vorbehalte gegen die Max bestehen. In diesem Zusammenhang muss Hersteller Boeing noch viel Überzeugungsarbeit leisten. Die für die Ryanair Group bestimmten B737 Max 200 sind mit bis zu 210 Sitzen und Air-Stairs ausgerüstet.

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Quartalszahlen: Dortmund meldet 75 Prozent Rückgang

Der deutsche Flughafen Dortmund wurde im ersten Quartal des Jahres 2021 von 120.957 Passagieren genutzt. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um rund 75 Prozent. Die Anzahl der Flugbewegungen ging um 31 Prozent zurück. Es zeigt sich allerdings, dass der Linienverkehr mit minus 70 Prozent deutlich nachgelassen hat. Gleichzeitig stieg laut Flughafen Dortmund die Nutzung in den Bereichen General Aviation und kleingewerbliche Flüge deutlich an. Diese haben den Rückgang maßgeblich reduziert. Gezählt wurden 4.772 Starts und Landungen. Davon entfallen 1.086 auf die Linienflüge. Der Januar begann mit vergleichsweise verkehrsstarken Tagen, da Reisende, die über die Weihnachtstage und Neujahr ihre Familie im Ausland besucht haben, zurückgekehrt sind. Die leichte Reisewelle zu Beginn des Jahres, flachte jedoch im Verlauf des Januars wieder ab. Mit 46.407 Passagieren nutzten 77 Prozent weniger den Airport als im Januar 2020. Im Februar sank die Zahl der Passagiere deutlich auf 28.107 (minus 86 Prozent). Die beginnenden Osterferien und der Wechsel auf den Sommerflugplan sorgten im März für eine leichte Erholung der Fluggastzahlen. Im Vergleich zu März 2020 sank die Anzahl der Passagiere um 51 Prozent auf 46.443. Allerdings war der März 2020 aufgrund der Pandemie der erste Monat, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich schwächer war. Im Vergleich zum Rekordjahr 2019 sank die Anzahl der Passagiere im März 2021 um 77 Prozent.

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Umfrage: Schweizer sehnen sich nach Urlaub im Ausland

Der Reiseveranstalter Hotelplan Suisse geht von einer hohen Nachfrage im Bereich Urlaube im Ausland aus. Dabei beruft sich das Unternehmen auf eine Umfrage, an der rund 13.000 Personen teilgenommen haben. Die Resultate zeigen laut Hotelplan, dass das Bedürfnis nach Ferien außerhalb der Schweiz groß ist. 65 Prozent der befragten Romands gaben an, dass sie aktuell sehr grosse Lust nach Ferien haben. In der Deutschschweiz sind es 47 Prozent, die aktuell in die Ferien reisen möchten. Der Großteil aller Befragten (60 Prozent) gab jedoch an, dass die Pandemie sie aktuell noch davon abhält, ins Ausland zu reisen. „Die Umfrage zeigt, dass das Nachholbedürfnis bei unseren Kundinnen und Kunden gross ist und sie sich eine Auszeit von den Corona-Maßnahmen in der Schweiz wünschen. Die volatilen Reisebestimmungen der verschiedenen Länder sowie die Testpflicht bei Ein- und Rückreise hält sie aktuell jedoch noch davon ab, ihre nächsten Ferien zu planen und zu buchen“, sagt Tim Bachmann, CEO Hotelplan Suisse. 47 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie wieder ins Ausland reisen werden, sobald sie gegen Covid-19 geimpft sind und 63 Prozent ziehen eine Auslandreise in Betracht, sofern sie für ihre Reise keinen Covid-19 Test machen müssen. Zudem gaben 44 Prozent der Befragten an, aktuell nicht ins Ausland zu reisen, da die Sorge vor einer Corona-Erkrankung groß ist oder dass sie aufgrund ihrer sozialen Verantwortung momentan nicht Reisen möchten (47 Prozent aller Befragten). Wie den Auswertungen der Kundenumfrage weiter zu entnehmen ist, wünschen sich 76 Prozent der Kundinnen und Kunden Sicherheit sowie flexible Annullationsbedingungen von

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