Jan Gruber

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Jan Gruber

Deutschland prüft Lockerung der Einreisebestimmungen

Deutschland plant die derzeit durchaus harten Einreisebestimmungen deutlich zu lockern. Können sich Bund und Länder auf den aktuellen Entwurf einigen, würde bei der Einreise aus so genannten Risikogebieten ein Antigen-Schnelltest ausreichen, um Quarantäne vermeiden zu können. Hat man sich in so genannten „Hochinzidenzgebieten“ aufgehalten, müssen zwei negative Tests vorgelegt werden, um sich nach fünf Tagen „freitesten“ zu können. Aus dem aktuellen Entwurf, der Aviation Direct vorliegt, kann entnommen werden, dass auch hierfür Schnelltests ausreichend sein werden. Lediglich aus „Variantengebieten“ kommend soll eine 14-tägige Quarantäne – ohne Möglichkeit des „Freitestens“ – bleiben. Der Ablauf könnte sich grundlegend ändern, denn die Befunde sollen über das Portal, über das die Einreiseanmeldung zu tätigen ist, hochgeladen werden. Das soll auch für den „Freitester“ gelten. Auch wird die Einrichtung so genannter Flugkorridore diskutiert. Diese werden als mögliche Option für nicht näher bezeichnete Nicht-EU-Staaten betrachtet. Fix ist jedoch noch nichts, denn es handelt sich derzeit nur um einen Entwurf. Anzunehmen ist, dass darüber noch viel verhandelt wird und die Lobbyverbände der Reisebranche sich bemühen werden, dass es möglichst einfach wird. Inwiefern der seitens der EU geplante „Green Pass“ einbezogen wird, ist unklar.

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Slowenien bläst Plan für neuen Staatscarrier ab

Kurz nach der Insolvenz von Adria Airways trieb die slowenische Regierung Pläne für einen neuen Staatscarrier voran. Nun teilte das Wirtschaftsministerium mit, dass das Projekt fallengelassen wurde. Hintergrund ist auch, dass die EU-Kommission Bedenken geäußert hat. Slowenien beabsichtigte die Finanzierung aus Corona-Hilfstöpfen. Das Ministerium teilte mit, dass das Vorhaben nicht mit den Richtlinien der Europäischen Union in Einklang gebracht werden konnte. Daher habe man den entsprechenden Antrag zurückgezogen und somit auch das Airlineprojekt – zumindest vorläufig – fallen gelassen. Mit Air Serbia werden jedoch intensive Gespräche, die in der Eröffnung einer Basis in Ljubljana münden könnten, geführt. Die Gründung einer neuen staatlichen Fluggesellschaft für Slowenien ist derzeit in weite Ferne gerückt. Eine Basis einer bestehenden Airline dürfte wesentlich günstiger kommen. In einer frühen Phase der „Staatspläne“ suchte man eine Beteiligung von Lufthansa. Der Kranich-Konzern winkte allerdings dankend ab.

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Sommerurlaube: UK blickt mit Sorge auf die EU

Das in der Europäischen Union langsame Impftempo bereitet nun der Regierung des Vereinigten Königreichs Sorgen, denn am 17. Mai 2021 will man das internationale Reisen wieder weitgehend ermöglichen. Dieser Termin wackelt nun. Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon äußerte sich bereits dahingehend, dass ihrer Ansicht nach Auslandsreisen bzw. die Einreise ins Vereinigte Königreich ohne Einschränkungen ab 17. Mai 2021 noch nicht möglich sein werden. Sie geht davon aus, dass Testungen vor und nach der Landung „noch einige Zeit“ fortgeführt werden müssen. Sie will nun mit Veranstaltern und Airlines Gespräche führen und dann entscheiden welche Ziele eventuell von Testpflichten befreit werden könnten. Ihr Amtskollege in Wales sieht es ähnlich, drückt sich jedoch drastischer aus: „Das EU-Impfstoff-Chaos könnte die Sommerferien treffen. Selbst wenn wir alle geimpft wurden, wird es schwierig sein woanders hinzugehen“. Premierminister Boris Johnson will am 12. April 2021 über den weiteren Fahrplan entscheiden. Dann wird bekanntgegeben, ob es ab 17. Mai 2021 zu einer vollständigen Öffnung für internationale Reisen kommen wird oder welche Voraussetzung erfüllt werden müssen. Bis dahin wird hinter den Kulissen intensiv verhandelt.

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Volotea beantragt Umwelt-Förderungen in Brüssel

Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea reichte beim Aufbauplan der EU-Kommission (Recovery and Resilience Facility) Förderanträge in der Höhe von 70 Millionen Euro ein. Insgesamt wurden drei Projekte vorgestellt, die primär die Digitalisierung und den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß der Luftfahrt senken sollen. Der Topf ist mit 672 Milliarden Euro gefüllt und soll sowohl die Digitalisierung als auch den Klimaschutz pushen. Weiters werden aus diesem Fonds auch Covid-Unterstützungsleistungen an EU-Mitglieder ausbezahlt. Volotea reichte ein Projekt, das sich mit der Elektrifizierung von Kurz- und Mittelstreckenflügen befasst ein. Dieses ist auch auf Maschinen bis zu 19 Sitzen spezialisiert und soll laut dem Carrier auch die Anbindung abgelegener Regionen und Inseln ermöglichen. Das zweite Vorhaben befasst sich mit der Digitalisierung im Bereich des Treibstoffverbrauchs, das zu einer Einsparung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes führen soll. Die Nummer drei betrifft Elektrofahrzeuge in den Bereichen Handling und Wartung.

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Die Ausflüge von Sebastian Kurz im „Oligarchen-Jet“…

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) scheint offenbar das Reisen besonders stark vermisst zu haben, denn in den letzten Wochen jettet er wieder häufiger mit dem Privatjet durch die Welt. Die Bevölkerung wird aber mittels Zwangsquarantäne und verängstigenden Worten vom Reisen ins Ausland regelrecht abgehalten. Soweit die Behauptungen von Zack-Zack. Was steckt wirklich dahinter? Freilich braucht Kurz bei der Wiedereinreise nach Österreich weder Test noch Quarantäne, denn auf die Ausnahme für Regierungsmitglieder hat Rudolf Anschober (Grüne) selbstredend nicht vergessen. Es mutet aber obskur an, dass Kurz, der stets „stay home“ predigte in einer laut seinem Gesundheitsminister „schwierigen Phase“ der Pandemie nicht mehr auf Videokonferenzen zurückgreift, sondern auf Kosten der Steuerzahler mit Privatjets durch die Welt fliegt. Wohlgemerkt aber dienstlich in seiner Funktion als Regierungschef und nicht privat zum Spaß. Am 4. März 2021 bekam dies in den Augen von Zack Zack eine „schiefe Optik“, denn von seinem Besuch in Israel soll er sich mit der OE-IRK „abholen“ haben lassen. Die Maschine wird von Avcon Jet AG betrieben und eigentlich war es ein ganz normaler Flug. Das von Peter Pilz betriebene Portal Zack Zack „deckte auf“, dass sich besagter Businessjet im Eigentum eines ukrainischen Oligarchen befindet namens Dmytro Firtasch befindet. Die Vereinigten Staaten haben vor langer Zeit ein Auslieferungsansuchen an Österreich gestellt, jedoch wurde über dieses bis dato nicht entscheiden. Das soll nun ein großer Skandal sein, doch genau genommen ist es heiße Luft, die politisch motiviert „aufgeblasen“ wurde. In dem Bericht werden zahlreiche Zusammenhänge, die bis hin zu Wirecard gehen, dargestellt.

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Ryanair verlängert britischen Staatskredit

Nur zu gerne verschweigt die Ryanair Group, dass man im Vorjahr im Vereinigten Königreich ein staatliches Darlehen in der Höhe von 600 Millionen Pfund angenommen hat. Dieses wäre im April 2021 zur Rückzahlung fällig geworden. Nun einigte man sich mit der Regierung auf einen Aufschub um 12 Monate. Der irische Konzern schäumt gegen sämtliche Staatshilfen und –kredite, die verschiedene Regierungen der EU-Staaten an Airlines gewähren. Beispielsweise die Tochtergesellschaft Lauda forderte erst, dass man zwei Dritten jener Unterstützung, die Austrian Airlines erhalten hat, haben will. Einen Antrag hat man jedoch nie gestellt und lieber die lange geplante Ausflaggung nach Malta fortgeführt. Als börsennotiertes Unternehmen war die Ryanair Holdings plc verpflichtet die Verlängerung des von der britischen Regierung gewährten Darlehens mitzuteilen. Gleichzeitig schreibt man in besagtem Börsendokument, dass man damit rechnet, dass der Cashbestand mit Monatsende bei etwa drei Milliarden Euro liegen wird. Weiters erklärt Ryanair, dass 80 Prozent der Flotte unbelastetes Eigentum ist.

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Israel kauft El Al Tickets für 210 Millionen Dollar ab

So kann man einer Airline auch unter die Flügel greifen: Die Regierung Israels kauft El Al und der Ferienflugabteilung Sun d’Or Flugscheine im Wert von 210 Millionen U.S.-Dollar ab. Dies geht aus einer Börsenmitteilung hervor. Der Ankauf der Tickets ist Teil des Hilfspakets, das die Regierung und das Management ausgehandelt haben. Dem Vernehmen nach führen derzeit Mitbewerber entsprechende Verhandlungen mit dem Finanzministerium, die ebenfalls zum Ankauf von Flugscheinen und Hilfsmaßnahmen führen könnten. Israel hat sich seit dem Beginn der Coronakrise weitgehend abgeschottet. Die Einreise ist nur eigenen Staatsbürgern, Personen mit Aufenthaltstitel und Diplomaten gestattet. In besonders wichtigen Fällen kann die Regierung auf Antrag Ausnahmen bewilligen, wobei die gestellten Anforderungen sehr hoch sind. Die Flughäfen des Landes wurden mehrfach geschlossen.

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München: Deutlich mehr Flüge in der Osterzeit

Rund um Ostern haben die Fluggesellschaften ab München rund 3.600 Flüge geplant. Der Airport rechnet mit einer erhöhten Nachfrage. Diese resultiert unter anderem der Aufhebung der deutschen Reisewarnung für die Balearen. Waren im Februar 2021 lediglich 61 Ziele ab München erreichbar, wollen die Luftverkehrsgesellschaften in der Ferienzeit wieder rund 100 Destinationen anfliegen. Für den Zeitraum vom 26. März bis einschließlich 11. April 2021 sind nach den bisher vorliegenden Anmeldungen der Airlines rund 3.600 Flüge von und nach München geplant. Zum Vergleich: Während der Osterferien 2019 waren es mit rund 18.000 Flugbewegungen noch fünf Mal so viel. Neben klassischen Urlaubszielen rund um das Mittelmeer wird in den Osterferien auch eine größere Anzahl an Flügen zu europäischen Metropolen wie Amsterdam, Istanbul, Lissabon, Mailand, Paris, Rom und Stockholm angeboten. Bei den Urlaubsdestinationen finden sich unter anderem bekannte, spanische Ferieninseln wie Palma de Mallorca, Ibiza, Fuerteventura, Gran Canaria oder Teneriffa. In Ägypten stehen Kairo und Hurghada zur Auswahl, in Griechenland können Passagiere neben Athen auch Thessaloniki, Kreta und Rhodos ansteuern. Zu den französischen Destinationen gehören unter anderem Nizza und Toulouse. Wer in die Türkei reisen will, dem stehen Abflüge nach Antalya, Ankara und Izmir zur Verfügung. In Italien werden die Städte Florenz, Neapel und Verona bedient. Am Flughafen München werden derzeit sämtliche Ankünfte und Abflüge über das Terminal 2 geführt. Eine Ausnahme gilt für Passagiere der British Airways und Pegasus Airlines, die vom 26. März an im Zentralbereich einchecken. Auch die Einkaufsmöglichkeiten am Münchner Flughafen werden wieder etwas erweitert: Dauerhaft geöffnet haben Läden für

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Wien: Terminals 1 und 1A seit einem Jahr geschlossen

Genau heute vor einem Jahr wurden am Flughafen Wien-Schwechat die Terminals 1 und 1A bislang letztmalig für die Abfertigung von Passagieren genutzt. Auch das sich im Umbau befindliche Terminal 2, das nur noch als Durchgang diente, ist seither geschlossen. Die Flughafen Wien AG begründete am 18. März 2020 die temporäre Verlegung aller Flüge in das Terminal 3 mit folgenden Worten: „Aufgrund des aktuell sehr geringen Passagieraufkommens aufgrund zahlreicher Flugstreichungen führt der Flughafen Wien die Abfertigungstätigkeiten aller noch stattfindenden Linienflüge ab morgen, 19.3.2020 temporär in den Terminal 3 zusammen“. Noch ist eine Wiederinbetriebnahme der derzeit inaktiven Abfertigungsgebäude nicht absehbar, denn das Fluggastaufkommen ist weiterhin aufgrund der Corona-Pandemie auf äußerst niedrigem Niveau. Das Terminal 3 ist nicht einmal annähernd ausgelastet, denn die komplizierten Einreise- und Quarantänebestimmungen verschiedenster Länder führen weiterhin zu einer geringen Nachfrage. Die wenigen Flüge, die derzeit angeboten werden, sind zum Teil äußerst schwach ausgelastet. Wien ist aber kein Einzelfall, denn in fast ganz Europa leiden Airlines, Flughäfen, Reiseveranstalter, Hotels und viele andere Branchen unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zwar hoffen alle auf eine rasche Erholung, doch das langsame Impftempo und das Desaster rund um das Vakzin von AstraZeneca dämpfen mittlerweile den Optimismus. Offiziell ist das Terminal 1 des Wiener Flughafens gänzlich geschlossen. Das ist aber nicht vollständig richtig, denn es gibt einen Mieter, der aus gesetzlichen Gründen gar nicht schließen darf. Es handelt sich um die Flughafen-Apotheke, die sich im Übergang zwischen dem Parkhaus und dem Check-In-Bereich befindet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Apotheke halten einsam die Stellung und

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Verkehrszahlen: Österreichs Flughäfen kurz vor Null

Die sechs österreichischen Verkehrsflughäfen zählten im Jänner 2021 nur noch 203.352 Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Rückgang um 92 Prozent. Die Anzahl der Flugbewegungen ging um 84 Prozent auf 4.052 Starts und Landungen zurück. Die aufgrund der harten Einreise- und Quarantänebestimmungen niedrige Nachfrage wirkt sich daher enorm negativ auf die Verkehrszahlen aus. Die fünf Airports in den österreichischen Bundesländern kamen sehr unterschiedlich durch den Jänner 2021. Graz kam mit 2.714 Reisenden und 115 Flugbewegungen vergleichsweise „gut“ durch das Monat. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sind die Werte jedoch ein Desaster: 89 Prozent weniger Flugbewegungen und ein Passagierrückgang um 96 Prozent. Innsbruck zählte im Jänner 2021 insgesamt 1.298 Fluggäste – ein Minus von 99 Prozent. Die Anzahl der Starts und Landungen reduzierte sich um 95 Prozent auf 77 Flugbewegungen. In Klagenfurt wurden nur vier Flüge, die 48 Passagiere an Bord hatten, durchgeführt. Somit hatte der Kärntner Flughafen um 98 Prozent weniger Starts und Landungen sowie rechnerisch um 100 Prozent weniger Reisende. Überhaupt keine Passagiere hatte im Jänner der Flughafen Linz. Durchgeführt wurden 48 Starts und Landungen, die beispielsweise auf das Cargo-Segment entfallen. Somit lag der oberösterreichische Airport hinsichtlich der Flugbewegungen um 78 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonat. In Salzburg reduzierte sich die Anzahl der Starts und Landungen auf 38 Stück. Genutzt wurde der Airport von 997 Passagieren. Rechnerisch ergibt sich somit ein Rückgang um 100 Prozent. Auch auf dem größten Flughafen Österreichs, Wien-Schwechat, wirkte sich die Corona-Pandemie kräftig aus. Das Fluggastaufkommen reduzierte sich um

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