Jan Gruber

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Jan Gruber

Neustart wackelt: Flybe-Betriebsgenehmigung endgültig annulliert

Die Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs hat die Betriebsgenehmigung der insolventen Regionalfluggesellschaft Flybe endgültig annulliert. Das könnte nun erhebliche Auswirkungen auf den seitens Cyrus Capital geplanten Neustart haben, denn mit der Entscheidung der CAA sind auch die Slots dahin. Der Investor erwarb im Oktober 2020 einige Assets aus der Insolvenzmasse. Unter dem Namen Thyme Copco wurden die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung beantragt. Geplant war, dass die Slots auf die Neugründung übertragen werden sollen. Dieses Vorhaben ist gescheitert, denn die CAA hat die Operating License annulliert. Dieser Schritt kam nicht ohne Vorwarnung, denn am 26. Feber 2021 wurde eine Anhörung durchgeführt. Die Behörde hat sich vom Plan, dass die Neugründung auf vorerst auf Slots einer „Geisterairline“ fliegen soll, nicht überzeugen lassen. Laut Insolvenzverwalter ist von Flybe nur noch eine Art Hülle übrig. Ob sich jemals eine „neue Flybe“ in die Luft erheben wird, ist momentan völlig offen. Für den Neustart hat man sich bereits eine DHC Dash 8-400, die vormals bei Austrian Airlines im Einsatz war, gesichert. Derzeit werden die Auswirkungen der CAA-Entscheidung auf die Geschäftsplanung geprüft.

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FlyBosnia sucht 30 Flugbegleiter

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind freie Stellen für fliegendes Personal die absolute Ausnahme. Viele Airlines bauen eher ab. FlyBosnia ist auf der Suche nach 30 Flugbegleitern für den Restart. Die Einstellung soll jedoch nur befristet erfolgen. Die junge Firmengeschichte des Carriers ist äußerst bewegt, denn der eigene Flugbetrieb wurde vor einiger Zeit eingestellt. Auch hat man schrittweise alle Maschinen an die Lessoren zurückgeben. Sämtliche Flüge, die seither angeboten wurden, sind von anderen Airlines im Rahmen von ACMI-Vereinbarungen durchgeführt werden. FlyBosnia will wieder selbst fliegen und hat für den Sommer 2021 durchaus große Pläne. Zuletzt hob der Carrier im März 2020 mit eigenem Fluggerät ab. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs soll mit einem Airbus A320, der vormals bei Onur Air im Einsatz war, erfolgen. Den Neustart plant der Carrier für Sommer 2021 mit vier Airbus A320.

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Ohne Kundeninfo: British Airways verlangt mehr Avios

Das IAG-Mitglied British Airways verärgert derzeit die loyalsten Kunden, denn ohne vorherige Information wurden die für Freiflüge benötigten Avios erhöht. Betroffen sind alle Varianten bei denen die Steuern und Gebühren zugezahlt werden. Im Kundenbindungsprogramm der IAG haben Passagiere die Möglichkeit ihre gesammelten Avios gegen Freiflüge einzulösen. Je nachdem wie viele Bonuspunkte eingesetzt werden, desto niedriger ist die Zuzahlung. Unverändert bleibt die vollständige Bezahlung mit Avios, die jedoch bei cleveren Vielfliegern eher unbeliebt ist. Unabhängig davon wie viel zugezahlt werden soll, verlangt British Airways nun 750 Avios mehr. Laut dem Portal Loyalty Lobby wurde diese Änderung überraschend und ohne vorherige Information an die Teilnehmer des Vielfliegerprogramms eingeführt. Daher mutmaßt die Fachseite, dass der Konzern die vollständige Bezahlung mit Avios pushen will. Diese Vermutung ist nicht abwegig, denn für das Kundenbindungsprogramm muss die IAG hohe Rücklagen bilden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden verhältnismäßig wenige Avios gegen Freiflüge eingelöst. Das ist ein kleines aber feines Problem, da viel Geld im Bereich des Vielfliegerprogramms „gebunkert“ werden muss, jedoch nur bei Ticketbuchungen an die Konzernairlines „verschoben“ werden kann.

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Comeback: Flixbus fährt ab 25. März 2021 wieder

Der Fernbuslinien-Anbieter Flixbus wird am 25. März 2021 den Fahrbetrieb innerdeutsch und auf einigen internationalen Strecken reaktivieren. Innerhalb der Bundesrepublik will man vorerst etwa 40 Ziele bedienen. Auch das Comeback der Flixtrain-Züge ist angekündigt. Die grün lackierten Reisebusse standen im Vorjahr während dem ersten Lockdown still. Im Sommer 2020 bediente man wieder zahlreiche Strecken, stellte jedoch im November 2020 erneut den Fahrbetrieb ein. Das für Weihnachten 2020 angekündigte Comeback wurde unter Hinweis auf den Aufruf der deutschen Bundesregierung, dass nicht notwendige Reisen unterlassen werden sollen, kurzfristig abgesagt. Das Streckennetz von Flixbus soll langsam hochgefahren werden. In der ersten Phase werden Großstädte wie Frankfurt und München miteinander verbunden. Auch einige internationale Routen werden wieder angeboten. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass die Einreise- und Quarantänebestimmungen auch für Fahrgäste im Reisebus gelten. Auch FlixTrain die Wiederaufnahme des Betriebs. Spätestens zum Start der Sommerferien in den ersten Bundesländern am 24. Juni 2021 werden die grünen Züge auf die Schiene zurückkehren. Je nach Entwicklung der Lage ist auch eine frühere Aufnahme des FlixTrain-Betriebs möglich.

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Deutschland stützt Trendtours mit 23 Millionen Euro

Die Bundesrepublik Deutschland greift aufgrund der Corona-Pandemie dem Reiseveranstalter Trendtours mit 23 Millionen Euro unter die Arme. Die Mittel werden aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds bereitgestellt. Gegenüber der Wirtschaftswoche sagte ein Sprecher des Tour Operators, dass man sich so „rechtzeitig Spielräume für einen erfolgreichen Neustart“ schaffen würde. Der Reiseveranstalter hatte im Jahr 2019 rund 400.000 Kunden und ist auf ältere Reisende spezialisiert. Daher ist man optimistisch, dass in der Saison 2021 eine entsprechende Nachfrage besteht. Eigenen Angaben nach beschäftigt der Trendtours 170 Mitarbeiter in Deutschland. Die Bundesrepublik unterstützte den Mitbewerber Tui AG mehrmals mit einem milliardenschweren Betrag.

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Inlandsflüge: Ukraine vor Abschaffung der Mehrwertsteuer

Während beispielsweise in Deutschland oder Österreich die Regierungen das Fliegen durch höhere Besteuerung künstlich verteuert haben, will die Ukraine einen anderen Weg gehen. Die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Inlandsflüge ist geplant. Damit will man die angeschlagenen Airlines unterstützen. Premierminister Denys Shmyhal kündigte an, dass er die Kosten für Flüge innerhalb der Ukraine senken will. Einer der Wege, um dieses Ziel erreichen zu können, ist die geplante Abschaffung der 20-prozentigen Mehrwertsteuer auf Domestic-Verbindungen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Unian sagte Verkehrsminister Vlayislav Krikliy, dass er davon ausgeht, dass der Steuersatz auf null Prozent abgesenkt wird und die Umsetzung noch heuer erfolgen wird. „Es ist sehr wichtig, dass wir ein Zeichen setzen, das zeigt, dass die Luftfahrt für uns kein zweitrangiges Thema ist, sondern Priorität hat. Die Luftfahrt ist sehr wichtig für die Ukraine“, so der Minister gegenüber Unian. Unter anderem SkyUp und Ukraine International hatten in den letzten Monaten intensiv die Senkung der Mehrwertsteuer auf Inlandsflügen gefordert. Zuletzt brachte auch der britische Premierminister Boris Johnson eine Steuersenkung für Inlandsflüge ins Spiel. In Österreich wurde mitten in der Coronakrise die Besteuerung der Kurz- und Mittelstrecke drastisch erhöht. Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) kündigte im Sommer gar Mindestpreise für Flugtickets an. Diese sind europarechtlich bedenklich. Bislang wurde das umstrittene Vorhaben noch nicht umgesetzt.

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EU-Kommission winkt Finnair-Staatshilfe durch

Die EU-Kommission gab grünes Licht für eine Staatshilfe in der Höhe von 351,28 Millionen Euro für die Fluggesellschaft Finnair. Diese wird sowohl in Form eines so genannten Hybrid-Darlehens währt. Dabei ist eine Entschädigung für die Verluste, die zwischen 16. März und 31. Dezember 2020 entstanden sind, enthalten. Für den Zeitraum von 16. März bis 30. Juni 2020 erhält Finnair einen vollständigen Ersatz des gesamten Einkommensverlustes, der den Reisebeschränkungen geschuldet ist. Ab 1. Juli 2020 beschränkt sich dieser auf jene Routen, die weiterhin von Restriktionen betroffen waren. Die EU-Kommission bezeichnet diese Form der Beihilfe als „zweckmäßig“, da sie nicht über die tatsächlichen Schäden hinausgehen würde. Der als Darlehen gewährte Teil des Rettungspakets umfasst auch einen Rückforderungsmechanismus, bei dem eine mögliche öffentliche Unterstützung, die über den tatsächlich erlittenen Schaden hinausgeht, an den finnischen Staat zurückgezahlt werden muss.

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Ostern: Ryanair stockt das Angebot weiter auf

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair stockt das Angebot rund um Ostern weiter auf. Ab Berlin, Köln/Bonn, Memmingen und Frankfurt am Main fliegt der Carrier wieder nach Porto. Ab Deutchlands größtem Airport legt die Billigfluggesellschaft zusätzlich das spanische Valencia auf. Ryanair schreibt in einer Medienerklärung, dass man einen starken Anstieg der Buchungszahlen für die Zeit der Osterferien verzeichnete. Der Lowcoster verkündete auch die Aufstockung der Verbindungen in Richtung Palma de Mallorca. Rund um Ostern wird das Unternehmen 200 zusätzliche Flüge auf die Mittelmeerinsel anbieten. „Wir freuen uns, noch mehr Flüge von Deutschland zu Ostern ankündigen zu können, nachdem die Reisebeschränkungen zu Deutschlands beliebtesten Sonnenzielen in Europa gelockert wurden. Aufgrund der starken Kundennachfrage haben wir heute zusätzliche Flüge nach Porto und Valencia vom 28. März bis Mitte April aufgenommen“, so Jason McGuiness, Commercial Director bei Ryanair. Die zusätzlichen Osterstrecken auf einen Blick: Verbindung Flüge pro Woche Berlin-Porto 2 (+2) Köln/Bonn-Porto 1 (+1) Frankfurt International-Porto 2 (+2) Frankfurt International-Valencia 2 (+2) Memmingen-Porto 2 (+2)

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Easyjet verzeichnet „exponentiellen Buchungsanstieg“

Die Billigfluggesellschaft Easyjet verzeichnete eigenen Angaben nach kurz nachdem Deutschland und die Schweiz zumindest Teile von Portugal von den Risikolisten gestrichen haben einen deutlichen Anstieg der Neubuchungen. Dieser soll bereits wenige Stunden nach den Ankündigungen der jeweiligen Regierung eingetreten sein. Der Carrier beziffert, dass im direkten Vergleich zur Vorwoche um 170 Prozent mehr Tickets ab der Schweiz nach Portugal verkauft wurden. In Richtung Spanien beträgt das Plus laut Easyjet 15 Prozent. Ab der Eidgenossenschaft steuert Easyjet Switzerland ab Basel, Zürich und Genf unter die beiden europäischen Staaten an. José Lopes, Easyjet-Regionaldirektor in Portugal, sagte auch, dass in Deutschland ein „exponentieller Anstieg der Neubuchungen zu verzeichnen ist“. Die Nachfrage wäre seit der Aufhebung der Reisewarnung für einige Regionen Portugals und Spaniens äußerst stark angestiegen. Besonders rund um Ostern, aber auch für Pfingsten und den Sommer, würden die Deutschen „exponentiell mehr Tickets“ kaufen.

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Lübeck Air nimmt Salzburg auf

Die Hausmarke des Flughafens Lübeck wird im Sommerflugplan 2021 auch das österreichische Salzburg anfliegen. Zum Einsatz kommt die von Air Alsie betriebene ATR 72. Die Aufnahme der Verbindung, die vorerst Samstags angeboten werden soll, ist für den 3. Juli 2021 angekündigt. Mit dem Reiseveranstalter Eurotours, der Kooperationspartner auf der Strecke Salzburg- Lübeck ist, werden Passagieren, die nach Lübeck fliegen, abwechslungsreiche Reisepakete an die Ostsee angeboten. Für Gäste aus Deutschland hat ATeams-Reiseservice Angebote vorbereitet. „Es gibt wenige Flughäfen, die wie wir einen privaten Betreiber haben und dazu noch mit einer eigenen kleinen Airline aufwarten“, so Lübeck-Chef Jürgen Friedel. „Als junges Unternehmen mit einem Traditionsflughafen haben wir die Möglichkeit, neue Wege in der Luftfahrt zu gehen, was Komfort und Umwelt angeht. Wir sind unabhängiger von äußeren Faktoren, wie den Entwicklungen im Airline-Markt, und können unseren Fluggästen hier in Lübeck den besten Service aus einer Hand bieten. Wir freuen uns besonders auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Verbindung nach Salzburg. Österreich stellt auch im Winter eine überaus interessante touristische Destination dar, nicht nur für Skifahrer.“ Salzburgs Flughafendirektorin Bettina Ganghofer fügt hinzu: „Jede neue Strecke, die von und nach Salzburg führt, freut mich gerade in diesen Zeiten ganz besonders. Die Lübeck Air ist quasi ein junges Start-Up-Luftfahrtunternehmen, das mit dem richtigen Fluggerät die richtige Destination ansteuert und gut zu den Einzugsgebieten der jeweiligen Städte passt. Salzburg ist als eines der ersten Ziele mit an Bord. Ich kenne Lübeck, eine sehenswerte Stadt mit Geschichte und vielen Möglichkeiten seinen Urlaub zu verbringen. Die Ostsee ist nur einen Katzensprung

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