Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Condor-Zubringer: Kartellamt ortet Marktmissbrauch durch Lufthansa

In Sachen der seitens Lufthansa aufgekündigten Zubringerflüge gibt es nun auch vom Bundeskartellamt Rückendeckung. Die erste Prüfung habe ergeben, dass der Missbrauch der Marktmacht im Segment der touristischen Langstrecke vorliegen könnte. Die Bundesrepublik bekam zwischenzeitlich auch aus Brüssel Druck, denn das Verhalten des Kranichs wäre nicht mit den Bedingungen, unter denen die Staatshilfe bewilligt wurde, in Einklang zu bringen. Zwischenzeitlich ruderte Lufthansa zurück und stellte öffentlich in Aussicht, dass eine Fortführung des Zubringervertrags mit Condor möglich erscheint. Der Ferienflieger brachte zuvor eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ein und klagt zusätzlich vor dem Gericht der Europäischen Union gegen die Bewilligung der Kranich-Staatshilfe. Das Kartellamt hofft nun darauf, dass Lufthansa tatsächlich einlenkt, denn nach vorläufiger Prüfung ist man der Ansicht, dass die Marktmacht missbraucht wird. Bis 7. April 2021 können beide Parteien eine Stellungnahme zu den bisherigen Ergebnissen einbringen. Anschließend entscheidet das Bundeskartellamt, ob möglicherweise einstweilige Anordnungen getroffen werden. Diese sollen Condor eine Planbarkeit des Vertriebs ermöglichen. Da der Ferienflieger – bedingt durch seine einstige Zugehörigkeit zum Lufthansa-Konzern – keine eigenen Zubringer unterhält, ist dieser auf das Kranich-Streckennetz angewiesen. Dieser will aber die neue Tochter Eurowings Discover pushen. Die Neugründung soll eine regelrechte Blaupause des bisherigen Condor-Netzes bedienen.

weiterlesen »

Österreich unmittelbar vor Sputnik-V-Großbestellung

Österreich steht offenbar unmittelbar vor der Bestellung von einer Million Dosen des russischen Covid-Impfstoffs Sputnik V. Das Bundeskanzleramt bestätigte auf Anfrage entsprechende Verhandlungen, betonte jedoch, dass noch kein Kaufvertrag unterschrieben wurde. Damit schließt sich Österreich nach Ungarn, Tschechien, Kroatien, Italien und der Slowakei einer ganzen Reihe von Staaten an, die den von der Europäischen Union verursachten Engpass so kompensieren wollen. Österreich könnte bis Juni 2021 eine Million Impfdosen aus Russland geliefert bekommen, wobei auch über eine Lizenzproduktion in der Alpenrepublik verhandelt wird. Italien schloss bereits einen solchen Vertrag mit Russland ab und will demnächst die Produktion von Sputnik V aufnehmen. Erste Dosen wurden bereits zu Testzwecken an Rom ausgeliefert. Bereits vor einigen Wochen drängte Österreichs Bundeskanzler darauf, dass die Vakzine aus Russland und China rasch zugelassen werden. Derzeit läuft bei der EMA ein entsprechendes Zulassungsverfahren, doch es gibt erste Anzeichen dafür, dass sich Österreich von der bisherigen Praxis verabschieden könnte und ähnlich wie Ungarn, Tschechien und die Slowakei nationale Zulassungen erteilen könnte. Darüber will das von Rudolf Anschober (Grüne) geführte Gesundheitsministerium in der Öffentlichkeit noch nicht sprechen. Im Parlament betonte der genannte Politiker, dass jedes eingesetzte Vakzin sicher sein müsse. Neue Probleme mit AstraZeneca in Deutschland In Deutschland traten mit dem Mittel von AstraZeneca erneute Probleme auf. Die ersten Bundesländer haben das Verimpfen an Personen unter 55 Jahren mit sofortiger Wirkung eingestellt. Da die Europäische Union von diesem Vakzin außergewöhnlich große Mengen bestellt hat, jedoch der Hersteller auch im zweiten Quartal nur etwa 30 Prozent der vereinbarten Menge liefern will

weiterlesen »

Linz: AUA meldet 26 Mitarbeiter zum AMS-Frühwarnsystem an

Austrian Airlines hat sämtliche Mitarbeiter der Bodenstation Linz beim Arbeitsmarktservice zum Frühwarnsystem angemeldet. Der Carrier will künftig am oberösterreichischen Airport keine Bodenverkehrsdienstleistungen anbieten. Mit ISS befindet man sich in Verhandlungen, die in einen Betriebsübergang münden sollen. Linz-Hörsching wird künftig nicht mehr linienmäßig von Austrian Airlines angeflogen. Die Anbindung an das Drehkreuz Wien wurde bereits vor einigen Jahren aufgegeben bzw. auf die Schiene verlagert. Die Düsseldorf-Strecke ruht seit über einem Jahr und soll künftig ex Deutschland von Eurowings geflogen werden. Die für den 12. April 2021 Aufnahme wurde allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Bodenstationen auf den Bundesländerflughäfen gehen auf die einstige AUA-Regionaltochter AAS (Austrian Air Services) zurück. Diese wurde ursprünglich als Joint-Venture von AUA und den Regio-Airports gegründet. In den 1990er-Jahren wurde die AAS mit Tyrolean Airways fusioniert. Die Bodendienstleistungen in Linz, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt kamen daher mit einer weiteren Fusion zu Austrian Airlines. Während man diese Tätigkeit in Graz, Salzburg und Klagenfurt bereits aufgegeben hat, steht man in Linz kurz davor. Lediglich in Innsbruck gibt es laut AUA derzeit keine entsprechenden Pläne. 26 Arbeitsplätze in Linz-Hörsching betroffen In Linz soll den 26 betroffenen Mitarbeitern im Rahmen eines Betriebsübergangs eine Beschäftigung bei ISS Ground Services angeboten werden. Über diesen laufen derzeit noch intensive Verhandlungen. Dennoch wurden die oberösterreichischen Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice zum Frühwarnsystem angemeldet. Laut einem Sprecher der Austrian Airlines hat dies folgenden Grund: “Eine Information an das AMS zu möglichen freiwilligen einvernehmlichen Vertragsauflösungen ist gesetzlich vorgegeben und daher ein normaler Schritt – vor allem, da die

weiterlesen »

Ryanair kündigt Lauda-Basis in Zagreb an

Die maltesische Fluggesellschaft Lauda Europe wird nebst Zadar auch in der kroatischen Hauptstadt Zagreb Maschinen des Typs Airbus A320 für Ryanair betreiben. Dies kündigte Konzernchef Michael O’Leary an. Beschäftigt werden sollen 20 Piloten und 40 Flugbegleiter. Lauda Europe wird ab Zagreb diverse Routen unter FR-Flugnummern bedienen. Vor wenigen Wochen wurde seitens Geschäftsführer David O’Brien bestätigt, dass die im Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie verschobene Basis Zadar ab Mai 2021 eröffnet werden soll. Die Eröffnung der Base Zagreb soll im September 2021 mit vorerst zwei Airbus A320 erfolgen. Zuvor werden über den Sommer die Routen von Ryanair, Malta Air und Buzz ab anderen Stützpunkten bedient. Nachstehende Routen sollen in Zukunft ab der kroatischen Hauptstadt mit von Lauda Europe betriebenen A320 für Ryanair geflogen werden: London-Stansted, Frankfurt-Hahn, Paris-Beauvais, Charleroi, Memmingen, Rom-Ciampino, Sandefjord, Bergamo, Dortmund, Karlsruhe/Baden-Baden, Podgorica und Göteborg. Lauda Europe wird dem aktuellen Informationsstand nach künftig Bases in Wien, Palma de Mallorca, Zadar und Zagreb betreiben. Jene in Düsseldorf und Stuttgart, die noch von Vorgänger Laudamotion betrieben wurden, sind im Herbst des Vorjahres geschlossen werden. Beide genannten Airports sind derzeit im Streckennetz der Ryanair Group nicht mehr enthalten.

weiterlesen »

Thomas Cook: Deutschland klagt Zürich-Versicherung

Die deutsche Bundesregierung ist der Ansicht, dass die Zürich-Versicherung im Nachgang der Thomas-Cook-Pleite zu wenig an die Geschädigten ausbezahlt habe. Daher wurde nun eine Klage beim Landgericht Frankfurt eingebracht. Da aus gesetzlichen Gründen die Haftung der Assekuranz mit 110 Millionen Euro gedeckelt war, entschädigte diese nur aliquot. Die Zürich Versicherung bezahlte laut deutschem Verbraucherschutzministerium rund 26,38 Prozent der Reisekosten zurück. Dies wurde auf Basis der Annahme, dass die Thomas-Cook-Pleite einen Schaden in der Höhe von 287,4 Millionen Euro zuzüglich rund 59,6 Millionen Euro für die Rückholungen verursacht hat, berechnet. Die insgesamt 110 Millionen Euro übersteigende Summe wurde von der Bundesrepublik Deutschland übernommen, da die EU-Pauschalreiserichtlinie mangelhaft umgesetzt wurde. Die Regierung ist der Ansicht, dass die Kosten für die Rückholung gestrandeter Urlauber nicht in den 110-Millionen-Euro-Deckel einzurechnen sind und daher von der Assekuranz zusätzlich zu übernehmen sind. Das lehnt die Zürich Versicherung ab und nun brachte die Bundesrepublik Deutschland eine Klage ein. Der Versicherer vertritt die Ansicht, dass das Begehren der Regierung unberechtigt ist. Vielmehr habe Deutschland die EU-Pauschalreiserichtlinie mangelhaft umgesetzt, weshalb sich eine Staatshaftung ergibt. Weiters verweist man diesbezüglich auf ein entsprechendes Gutachten. Die Bundesrepublik hat zahlreiche Reisende entschädigt, jedoch haben auch viele nie einen Erstattungsantrag eingebracht.

weiterlesen »

Deutschland: Reiseverbot ist vom Tisch

Das von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeitweise angedachte Verbot von Urlaubsreisen ins Ausland ist nun vom Tisch. Laut einem Regierungssprecher wurde das von ihr beauftragte Prüfverfahren formal abgeschlossen. Stattdessen wurde eine Testpflicht eingeführt. Hintergrund war, dass nach der Streichung der Balearen von der RKI-Risikoliste die Buchungszahlen rund um Ostern stark angestiegen sind. Gleichzeitig dürfen aber in Deutschland Hotels nicht öffnen und manche Landkreise schränken gar die Bewegung ein. Ein generelles Ausreiseverbot zu touristischen Zwecken – wie es beispielsweise Belgien und das Vereinigte Königreich praktizieren – wäre hinsichtlich dem Grundgesetz eine durchaus harte Nuss. Neu ist nun, dass Personen, die auf dem Luftweg nach Deutschland einreisen wollen, einen negativen Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorlegen müssen. Die Fluggesellschaften sind angewiesen, dass beim Fehlen des Nachweises die Beförderung verweigert werden muss. Die neue Regelung gilt ausdrücklich auch für sogenannte Nicht-Risikogebiete und ist bis vorerst 12. Mai 2021 befristet.

weiterlesen »

Lufthansa Consulting berät Staats-Startup ToMontenegro

Der künftige Staatscarrier ToMontenegro holt sich Unterstützung aus dem Kranich-Konzern ins Haus. Lufthansa Consulting konnte sich in einer Ausschreibung durchsetzen und wird das Startup als Berater betreuen. Eine Beteiligung oder Kooperation mit der Fluggesellschaft ergibt sich daraus aber nicht. Gegenüber der Nachrichtenagentur Mina teilte das Verkehrsministerium mit, dass der Auftrag öffentlich ausgeschrieben wurde und sich Lufthansa Consulting mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis durchsetzen haben können. Der Vertrag würde Ende März 2021 starten. Einen offiziellen Zeitplan für den Erstflug gibt es nicht, jedoch ist davon auszugehen, dass “baldigst möglich” gestartet werden soll. Der Vorgänger Montenegro Airlines bekam Finanzmittel, um eine Mindestkonnektivität aufrechterhalten zu können. Eigentlich wollte man die Abwicklung schon längst einleiten, doch benötigt man die Dienste noch bis ToMontenegro in der Luft ist. Auch will man einige Assets auf die Neugründung übertragen. Diese soll mit Regionaljets des Typs Embraer 195 abheben.

weiterlesen »

Griechenland: Ryanair kündigt drei neue Bases an

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair rechnet damit, dass im Sommer 2021 eine hohe Griechenland-Nachfrage bestehen wird. Die im Jahr 2018 geschlossene Basis Chania wird reaktiviert. Gleichzeitig kündigt der Lowcoster auch die Stationierung von Flugzeugen auf Korfu und Rhodos an. Alle drei Insel-Bases sollen vorerst saisonal zwischen Juli und Oktober 2021 betrieben werden. Ab den drei genannten Airports werden insgesamt 46 neue Strecken aufgenommen. Enthalten sind auch einige zusätzliche Ziele in Deutschland. In Kerkyra (Korfu) sollen zwei Boeing 737-800 stationiert werden. Mit diesen sollen 18 neue Strecken (Aarhus, Kopenhagen, Weeze, Münster/Osnabrück, Wroclaw, Krakau, Nürnberg, Karlsruhe/Baden-Baden, Mailand-Malpensa, Verona, Marseilles, Barceolna, Odessa, Subiu, Santorini, Heraklion, Paphos und Tel Aviv) beident werden. Ab Rhodos sollen mit einer Boeing 737-800 die Ziele Dublin, Birmingham, Warschau-Modlin, Memmingen, Venedig Treviso, Suceava, Marseilles, Barcelona, Brindisi, Thessaloniki, Heraklion, Paphos und Tel Aviv angeflogen werden. Ebenfalls eine Maschine dieses Typs ist für Chania vorgesehen. Mit dieser sollen Newcastle, Leeds/Bradford, Billund, Bremen, Berlin-Brandenburg, Köln/Bonn, Kiew-Borispil, Budapest, Venedig-Treviso, Bologna, Rom-Ciampino, Bari, Mykonos, Luqa (Malta) und Tel Aviv bedient werden. Die erste Maschine des Typs Boeing 737-Max-200 erwartet Konzernchef Michael O’Leary im April 2021. Diese soll nach Zulassung zunächst ab dem Vereinigten Königreich eingesetzt werden. Bis Sommer 2021 wird der Carrier 16 B737-Max-200 erhalten. Diese kommen bei Ryanair, Ryanair UK, Buzz und Malta Air zum Einsatz. Jene der beiden zuletzt genannten Konzernmitglieder tragen jeweils eine eigene Livery.

weiterlesen »

Air France macht alle Bases außerhalb von Paris dicht

Bis 2022 will Air France sämtliche regionalen Bases schließen. Dies kündigte das Management im Rahmen einer internen Videokonferenz an. Betroffen sind unter anderem Marseilles, Nantes und Toulouse, wo nun Protestaktionen gegen diese Entscheidungen geplant sind. Offiziell bestätigen wollte die Fluggesellschaft nichts, doch dem französischen Portal TourMag liegt ein entsprechender Mitschnitt der Videokonferenz vor. Weiters bestätigte Executive Vice President Oltion Carkaxhija der Belegschaft, dass alle Regio-Bases außerhalb von Paris aufgelassen werden sollen. Offen ist noch in welchem Ausmaß die Billigtochter Transavia den einen oder anderen Stützpunkt übernehmen könnte. Entsprechende Gespräche sollen derzeit hinter den Kulissen laufen. Air France rief im Jahr 2011 das Regionalkonzept ins Leben. Mit diesem wollte man Billigfliegern wie Ryanair und Easyjet Paroli bieten. Auch die Marke Hop, die eigens hierfür kreiert wurde, nutzt man mittlerweile nicht mehr. Da die französische Regierung stark auf die Reduktion von Inlandsflügen drängt, ist die Schließung der Bases außerhalb von Paris ein Schritt, der in Branchenkreisen wenig überraschend kommt. Gleichzeitig bietet die Corona-Pandemie den “idealen” Vorwand, um gegebenenfalls auch das nicht mehr benötigte Personal abbauen zu können.

weiterlesen »

Eurowings: Graz und Linz ohne neuen Start-Termin

Eigentlich wollte Eurowings am 12. April 2021 die von Austrian Airlines übernommenen Strecken von Stuttgart nach Graz sowie von Düsseldorf nach Linz mit Maschinen des Typs Airbus A319 reaktivieren. Wie berichtet: Daraus wird – zumindest vorläufig – nichts, denn die Aufnahme der beiden Routen ist verschoben. Gegenüber Aviation Direct begründete ein Eurowings-Sprecher die Entscheidung wie folgt: “Wie auch alle anderen Strecken in unserem Europa-Netz unterliegen natürlich auch die von Ihnen genannten Routen STR-GRZ und DUS-LNZ der Sondersituation der Corona-Pandemie. Das bedeutet im Vergleich zur „Normal-Situation“ vor Corona eine insgesamt deutlich geringere Nachfrage, gepaart mit hoher Volatilität.” Zwar sind die Flüge ab Ende Mai 2021 über die Eurowings-Homepage buchbar, doch diesen Termin bestätigte das Unternehmen nicht. Es gibt keinen konkreten Zeitpunkt für die Aufnahme der beiden Strecken. Dazu der Eurowings-Sprecher: “Vor diesem Hintergrund haben wir uns zu einer Verschiebung bei der Neu-Aufnahme entschlossen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest”. Im Gegensatz dazu hält Austrian Airlines an der Reaktivierung von Graz-Düsseldorf zum 12. April 2021 fest.

weiterlesen »