Jan Gruber

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Jan Gruber

Österreich: Netzfahrkarte vom Bundesrat angenommen

Das von der österreichischen Bundesregierung geplante Netzticket für öffentliche Verkehrsmittel fand im Bundesrat die notwendige Zustimmung. Lediglich die FPÖ stimmte dagegen. Der Vertrieb der Fahrscheine soll über die eigens dafür gegründete One Mobility GmbH erfolgen. Unter dem Titel “Klimaticket” forciert das von Leonore Gewessler (Grüne) geführte Verkehrsministerium die Einführung von Netzfahrkarten. Diese sollen in drei Varianten (ein Bundesland, zwei Bundesländer und ganz Österreich) zum Kauf angeboten werden. Der Staat subventioniert die Fahrkarten, um die Endkundenpreis niedrig halten zu können. Vorgesehen ist, dass die Kosten zur Umsetzung des Klimatickets aus den eingehobenen Fahrgelderlösen sowie durch Zuwendungen aus dem Bundesbudget finanziert werden. Im Detail sollen die gesetzlichen Voraussetzungen für Abgeltungen an die Verkehrsunternehmen und die Rahmenbedingungen für die Verkehrsverbund-Organisationsgesellschaften festgelegt werden. Das Gesetz sieht vor, dass die Verkehrsministerin dazu Verordnungen erlassen und die notwendigen vertraglichen Vereinbarungen abschließen kann. Vertriebsgesellschaft gegründet Eine flankierende Maßnahme dazu stellt ein weiteres Bundesgesetz dar, mit dem das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie ermächtigt wird, eine One Mobility GmbH als gemeinsame Vertriebsplattform mehrerer Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbundorganisationsgesellschaften zu schaffen. Diese Gesellschaft soll einen diskriminierungsfreien Vertrieb des Klimatickets gewährleisten. Als nationale Vertriebsplattform soll sie transparente Tarife und eine Vereinheitlichung des Ticketings im öffentlichen Verkehr sicherstellen. Heute sei eine „entscheidende Weichenstellung“ für den öffentlichen Verkehr gelegt worden, zeigte sich Staatssekretär Magnus Brunner erfreut. Das Klimaticket sei ein Baustein unter vielen und ein wichtiges Signal für die Zukunft. Nun müssten durch weitere Verhandlungen mit den Bundesländern die rechtlichen Grundlagen „mit Leben erfüllt werden“. Das Klimaticket dürfe jedoch nicht

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Österreich: Green Pass steckt im Bundesrat fest

Eigentlich wollten Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) den forcierten “Green Pass” bereits im April 2021 auf nationaler Ebene, also für die Anwendung im Inland, einsetzen. Daraus wird nun vorläufig nichts, denn der Bundesrat lehnte die Novellen der Gesetze mit 29 zu 27 Stimmen ab. Betroffen sind auch die geplanten Zutrittstest für den Handel. Die Umstände, die zur Ablehnung in der Länderkammer geführt haben, sind durchaus bemerkenswert, denn die SPÖ ist strikt gegen die Pläne der Regierung. Burgenlands Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) ersuchte “seine” Bundesräte den Saal zu verlassen, um einerseits nicht gegen die Parteilinie zu stimmen und andererseits dem Vorhaben der Regierung so eine Mehrheit verschaffen zu können. Das taten die Burgenländer auch, aber für eine Zustimmung im Bundesrat reichte es nicht, denn zwei ÖVP-Mandatare und einer von den Grünen waren erkrankt und daher generell an diesem Tag nicht anwesend. Somit hatten die Regierungsparteien keine Mehrheit im Bundesrat. Die anwesenden Bundesräte der Opposition waren daher in der Überzahl und stimmten geschlossen gegen die geplanten Änderungen der Epidemie- und Covid-19-Maßnahmengesetze. Das hat nun zur Folge, dass die Vorhaben nun acht Wochen liegen bleiben und erst dann kundgemacht werden können. Diese Schlappe könnte jedoch für die Bevölkerung weitreichende Folgen haben, denn dem Vernehmen nach will das Anschober-Ministerium spätestens nach Ostern den nächsten bundesweiten Lockdown durchsetzen. Diesmal wird die Situation in den Intensivstationen als Begründung herangezogen. Da bei diesem Thema große Unstimmigkeiten zwischen BUnd und Ländern herrschen, bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten.

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Deutschland: Corona hinterlässt tiefe Spuren an Flughäfen

Die Corona-Pandemie hat auf Deutschlands Flughäfen tiefe Spuren hinterlassen. Das Flugangebot ist mangels Nachfrage eingebrochen und in weiterer Folge sanken auch die Einnahmen der Airports rapide ab. Die derzeit erhöhte Nachfrage in Richtung Mallorca und Mexiko ist nur ein kleiner Strohhalm, denn ansonsten sehen die Prognosen für April und Mai 2021 nicht gerade rosig aus. Die Hoffnungen der Reiseveranstalter, Flughäfen, Hoteliers und Airlines liegen in den Pfingstferien, aber insbesondere in der traditionell reisestarken Sommerzeit. Einige Staaten haben bereits angekündigt, dass es für Geimpfte kaum Beschränkungen geben wird, doch werden viele Menschen bis dahin nicht vollständig geimpft sein. Somit wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu beiderseitigen Testpflichten, die sich negativ auf die Nachfrage auswirken könnten, kommen. “Die Flughäfen und alle Partner der Luftfahrtbranche sind durch die Corona-Pandemie in eine schwere, nie dagewesene Krise geraten. Trotz aktuell gestiegener Buchungszahlen durch den Osterreiseverkehr kämpft die gebeutelte Luftverkehrsbranche ums Überleben. Weiter verschärfte Einreisebeschränkungen, ein unüberschaubarer, sich ständig ändernder Flickenteppich von länderspezifischen Corona-Bestimmungen und pauschale Quarantäneregelungen bremsen jede Erholung des Luftverkehrs. Das Passagieraufkommen liegt fernab jeder Normalität”, schreibt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen in einer Medienmitteilung. Die bisherigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Deutschlands Flughäfen fasst der ADV nachstehend zusammen: Minus 85,5 Prozent Passagiere im Zeitraum März 2020 – Februar 2021 62,9 Mio. Passagiere im Jahr 2020 gegenüber 248,6 Mio. in 2019; das entspricht dem Verkehrsniveau der späten 80iger Jahre 1,8 Mrd. EUR voraussichtlicher Verlust aller Flughäfen in Deutschland in 2020; nach einem Vorsteuergewinn von fast 800 Millionen EUR in 2019 2,6 Mrd. EUR voraussichtlicher Umsatzausfall in

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FACC und Airbus entwickeln Flügel der Zukunft

Der österreichische Luftfahrt-Zulieferer FACC konnte in Zusammenarbeit mit Airbus die Entwicklung neuer Flügeltechnologien positiv abschließen. Nun wurde mit der Entwicklung einer innovativen Landeklappe ein Teilprojekt erfolgreich abgeschlossen. „Ein wichtiger Teil unserer Innovationstätigkeit liegt in der gemeinsamen Forschungsarbeit mit international führenden Flugzeugherstellern“, berichtet Robert Machtlinger, CEO der FACC AG. „Unsere Entwicklungsingenieure forschen an neuen Technologien und Produkten für neue Flugzeuggenerationen. Eine Leuchtturminitiative ist das ‚Wing of Tomorrow‘-Programm, das Airbus 2018 in Kooperation mit FACC und weiteren Industriepartnern gestartet hat.“ Im Rahmen des Projektes „Wing of Tomorrow“ arbeitet FACC an der Entwicklung innovativer Fertigungsverfahren, die bei der Herstellung von drei wesentlichen Tragflächenkomponenten zum Einsatz kommen: den Flügelkasten-Beplankung (Wing Box Lower Cover), der Landeklappe (Flap) und der Störklappen (Spoiler & Droop Panel). Ziel ist es, komplexe Komponenten schneller, einfacher und kostengünstiger zu produzieren. Das erste Teilprojekt – die Beplankung des Flügelkastens – konnte FACC bereits im Vorjahr erfolgreich abschließen. Vor kurzem wurde nun im zweiten Teilprojekt der Prototyp einer Landeklappe fertiggestellt. Dabei verwendete FACC das Resin Transfer Moulding-Verfahren, das schon früher bei Projekten zum Einsatz kam – jedoch noch nie in dieser Größenordnung und Komplexität. Integralbauweise spart Zeit und Kosten Bei der Entwicklung der fünf Meter langen „Multicell Flap“ stand das Ausloten der technischen Möglichkeiten im Vordergrund. „Airbus strebt bei der neuen Flügelgeneration einen hohen Integrationsgrad an, um nachfolgende Arbeitsschritte soweit es geht zu reduzieren und dementsprechend kostengünstiger zu werden“, sagt Patrick Petz, FACC Lead Program Engineer für Aerostructures Airbus. „Für uns bedeutet die Integralbauweise, dass wir uns den hohen Montage-Aufwand im Nachhinein

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Italien: Albastar kündigt Expansion in Cuneo an

Die spanische Fluggesellschaft Albastar wird Ende Juli 2021 weitere Italien-Strecken aufnehmen. Ab Cuneo sollen Flüge nach Palma de Mallorca, Mahón und Lampedusa angeboten werden. Die Aufnahmen der spanischen Ziele sollen am 27. Juli 2021 erfolgen. Die inneritalienische Route soll ab 29. Juli 2021 jeweils an Dienstagen bedient werden. „Palma de Mallorca, Menorca und Lampedusa ergänzen die bereits bestehende Verbindung nach Trapani und machen vier Ziele direkt vom Flughafen Cuneo aus. Albastar wird daher zu einem wichtigen Bezugspunkt für den von Cuneo abfliegenden Freizeittourismus, mit besonderem Augenmerk auch auf das aus Sizilien und den beiden spanischen Inseln kommende Piemont”, so Giancarlo Celani, Chief Commercial Officer von Albastar. “Die neuen Verbindungen sind das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung zwischen der Fluggesellschaft und dem Flughafen, die darauf abzielt, ein Qualitätsprodukt zu schaffen, das im Laufe der Zeit konsolidiert wird”. Die neuen Flüge auf einen Blick: Verkehrstag: Dienstag AP431 Palma de Mallorca – Cuneo 07:10 08:45 AP436 Cuneo – Menorca 09:45 11:10 AP435 Menorca – Cuneo 12:10 13:30 AP432 Cuneo – Palma de Mallorca 14:20 16:00 Verkehrstag: Donnerstag: AP438 Lampedusa – Cuneo 14:50 16:45 AP437 Cuneo – Lampedusa 17:40 19:30

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Zürich: Edelweiss kündigt vier neue Ferienziele an

Die Ferienfluggesellschaft Edelweiss Air kündigt für den Sommer 2021 mit Preveza/Lefkada, Skiathos, Tivat und Newquay vier zusätzliche Destinationen ab Zürich-Kloten an. Diese sollen ab 1. Juli 2021 aufgenommen werden. Nach Preveza/Lefkada und Tivat geht es ab 1. Juli 2021 einmal pro Woche. Am 4. Juli 2021 folgt Newquay. Das griechische Skiathos wird ab 7. Juli 2021 angeflogen. Edelweiss wird im Sommer 2021 insgesamt 12 Ziele in Griechenland bedienen. Flugscheine können laut der Fluggesellschaft bereits online und über Reisebüros gekauft werden. Die Langstreckenflotte von Edelweiss wird vorläufig auf die Vierstrahler des Typs Airbus A340-300 konzentriert. Die beiden A330 werden künftig von Eurowings Discover ab Deutschland betrieben. Mittelfristig schließt man bei der Swiss-Konzernschwester jedoch nicht aus, dass wieder ein zweiter Maschinentyp auf der Long Haul zum Einsatz kommen könnte. Der Fokus auf Vierstrahler ist derzeit in der Branche ein eher untypischer Weg.

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München: Air Baltic kündigt Tallinn an

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic kündigt die Aufnahme einer Nonstop-Verbindung zwischen Tallinn und München an. Diese soll ab 1. Mai 2021 zunächst dreimal pro Woche mit Airbus A220-300 bedient werden. “Air Baltic zeigte sein starkes Engagement für Estland, indem es das Land weiterhin unter Marktbedingungen bediente, bei denen das Verkehrsaufkommen erheblich zurückging. Jetzt, während wir unser Netzwerk wieder aufbauen, fügen wir den Passagieren, die reisen müssen, neue Flugmöglichkeiten hinzu. In diesem Sommer wollen wir von Tallinn aus Flüge zu 12 Zielen anbieten”, erklärt Air-Baltic-Chef Martin Gauss. Derzeit bietet der Carrier ab Tallinn Flüge nach Amsterdam, Berlin, Kopenhagen, London, Oslo und Stockholm sowie Verbindungen über Riga an. In den kommenden Monaten plant Air Baltic auch die Wiederaufnahme von Nonstopflügen nach Brüssel, Malaga, Paris und Vilnius.

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Umfrage: 69 Prozent der Österreicher für Sputnik-Impfstoff

Laut einer aktuellen Umfrage, die von BB Research Affairs GmbH durchgeführt wurde, sprechen sich 69 Prozent der Österreicher für einen Ankauf des russischen Covid-Vakzins Sputnik V aus. Festgestellt wurde dabei auch, dass ältere Menschen und Männer diesem Impfstoff tendenziell offener gegenüberstehen. 57 Prozent der Befragten können sich vorstellen, sich selbst mit Sputnik V impfen zu lassen. Auch in diesem Zusammenhang ist der Zuspruch unter Männern (64 Prozent) im Vergleich zu Frauen (50 Prozent) höher. “Um so rasch wie möglich wieder zu einem normalen Leben zurückzukehren, wünscht man sich schnellere Impfungen. Ein zusätzlicher Impfstoff könnte einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Sputnik V wird daher von der Bevölkerung als Retter in der Not gesehen”, erklärt Studienautorin Sabine Beinschab. Die Studie kann unter diesem Link im PDF-Format heruntergeladen werden.

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Emirates kündigt Impf-Sonderflug mit A380 an

Golfcarrier Emirates Airline wird am 10. April 2021 einen Sonderflug mit Airbus A380 über das Gebiet der Vereinigten Arabischen Emirate durchführen. An Bord werden sich ausschließlich Personen befinden, die vollständig gegen das Corona-Virus geimpft sind. Der Kauf von Tickets ist Einwohnern der VAE vorbehalten. Am 10. April 2021 wird Sonderflug EK 2021 um 12:00 Uhr Ortszeit vom Dubai International Airport abheben und verschiedene Gebiete in den VAE überfliegen. Um 14:30 Uhr wird der Flug wieder in Dubai landen. An Bord des Fluges befinden sich ausschließlich Passagiere und Besatzungsmitglieder, die vollständig geimpft sind. Emirates will mit diesem Flug den Impffortschritt der Vereinigten Arabischen Emirate feiern. Bis dato wurden rund acht Millionen Menschen, also in etwa die Hälfte der Bevölkerung, geimpft. Tickets für Flug EK 2021 sind für Bürger und Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate erhältlich, bei welchen die zweiwöchige Frist nach dem Erhalt der zweiten Dosis eines COVID-19-Impfstoffs verstrichen ist. Der Preis für ein Ticket der Economy Class beträgt 1.000 AED und für ein Ticket der Business Class 2.000 AED. Passagiere müssen ihren VAE-Ausweis oder Reisepass sowie ihren Impfpass mitbringen. Alle Einnahmen aus dem Verkauf von Tickets im Rahmen dieses Flugs werden an die Emirates Airline Foundation gespendet, die Wohltätigkeitsorganisationen zur Verbesserung der Lebensqualität von benachteiligten Kindern weltweit unterstützt.

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Superspreader: Flugbegleiter landet zwei Jahre im Knast

Ein vietnamesisches Gericht verurteilte einen Flugbegleiter am Dienstag aufgrund der Missachtung von Quarantäne-Vorschriften zu zwei Jahren Jahren Haft. Der 29-jährige Mann war bislang für Vietnam Airlines tätig. Das Gericht ist der Ansicht, dass sie durch ihr Verhalten zahlreiche Menschen gefährdet und angesteckt habe. Im November 2020 flog der Mann von Japan in den Vietnam und hätte eigentlich eine 14-tägige Heimquarantäne absitzen müssen. Diese soll er aber missachtet haben und sich mit mindestens 46 Personen getroffen haben und sogar Führungen mit Schulklassen durchgeführt haben. Der Flugbegleiter wurde laut Reuters am 28. November 2020 positiv auf das Coronavirus getestet. Im Anschluss baten die Behörden rund 2.000 Menschen, die als sogenannte K1-Kontaktpersonen in Frage gekommen sind, zur Testung. Dadurch sollen Kosten in der Höhe von 194.192 U.S.-Dollar entstanden sein. Weiters wirft man dem Mann vor, dass er als Superspreader besonders viele Menschen, von denen 35 verstorben sein sollen, angesteckt habe. Das Gericht in der Hauptstadt Hanoi ist der Ansicht, dass das Verhalten des Flugbegleiters gemeingefährlich war und verurteilte ihn daher zu einer unbedingten Haftstrafe von zwei Jahren. Die direkte Verantwortung an den Todesfällen wurde allerdings verneint, da nicht ohne jeden Zweifel nachgewiesen werden konnte, dass er die Quelle der Infektion war.

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