Jan Gruber

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Jan Gruber

Malta Air: Arbeitsamt kassiert erneute Schlappe vor Gericht

Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entschied, dass die deutschen Bases von Malta Air als eigenständige Betriebe zu betrachten sind. Diese vorläufige Entscheidung ist im Streit um das Kurzarbeitergeld möglicherweise von hoher Bedeutung. Zwischen der Bundesagentur für Arbeit und der Ryanair-Tochter schwelt seit Sommer 2020 eine juristische Auseinandersetzung. Das Arbeitsamt sprach den rund 1.000 Beschäftigten zunächst die Kurzarbeit zu, zog jedoch dann den Bescheid zurück. Dagegen zog das Unternehmen vor Gericht und obsiegte in erster Instanz. Die erste Entscheidung wurde unter anderem damit begründet, dass der Bundesagentur schon allein aufgrund des Firmennamens klar sein hätte müssen, dass ein Auslandsbezug besteht. Das Arbeitsamt legte ein Rechtsmittel ein. Nun verdonnerte das Landessozialgericht dazu, dass ein Anerkennungsbescheid ausgestellt werden muss. Das Gericht begründete dies unter anderem auch damit, dass es für einen eigenständigen Flugbetrieb lediglich Personal und Flugzeugen bedürfe. Die weitere Infrastruktur werde ohnehin kostenpflichtig von den Airports genutzt. Nachdem besagter Bescheid zugestellt ist, kann Malta Air erneut Kurzarbeit beantragen und zwar rückwirkend zurück bis zum Datum des Erstantrags vom Frühjahr 2020.

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Priority-Umbuchungen: Ryanair kassiert 14 Euro pro Strecke

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair wirbt derzeit offensiv mit „kostenlosen Umbuchungen“. Dies hat aber ausgerechnet für Priority-Passagiere einen Haken, denn diese werden bei Änderung ihrer Buchung mit 14 Euro pro Person und Strecke zur Kasse gebeten. Viele Fluggesellschaften, so auch der genannte Lowcoster, rühmen sich derzeit mit kostenlosen Änderungen der Reservierungen. Dabei verschweigen die meisten Anbieter aber, dass eine mögliche Tarifdifferenz aufzuzahlen ist. Oftmals ist der Verzicht auf die Spesen an eine recht lange Vorlaufzeit geknüpft, so dass bei kurzfristigen Änderungen der Einreisebestimmungen erst recht wieder Umbuchungsgebühren verrechnet werden. Besonders dreist verhält sich Ryanair im Zusammenhang mit dem Priority-Paket. Wenn dieses gleich mit der ursprünglichen Buchung dazu gekauft wurde, so fallen bei Umbuchungen pro Person und Strecke 14 Euro für die Änderung des Priority-Pakets an. Sollte der neue Flug günstiger oder zumindest gleich viel kosten, so fallen immer 28 Euro Änderungsgebühr an. Umgehen kann man das nur, indem man bei der Buchung die Priority-Option nicht dazu kauft und im Bedarfsfall erst kurz vor dem Abflug hinzufügt. Da dieses kostenpflichtige Paket dynamisch bepreist ist, unterscheiden sich die Kosten von Flug zu Flug. Auch wenn Priority bei der ursprünglichen Buchung teurer ist als beim Zukauf bei einer neuen Reservierung bittet der Carrier pro Person und Strecke um die Bezahlung von 14 Euro. Das führt zum absurden Umstand, dass Reisende, das kostenpflichtige Extra gemeinsam mit ihrem ursprünglichen Ticket gekauft haben, finanziell benachteiligt werden. In der offiziellen Kommunikation ist keine Rede davon, doch im Preisverzeichnis findet sich der entsprechende Punkt.

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O’Leary: „Ryanair kann noch einen Totalausfall-Sommer verkraften“

Die seit bald einem Jahr an fast allen öffentlichen Orten in Innenräumen vorgeschriebenen Masken könnten auch noch weit in das Jahr 2022 erhalten bleiben. Davon geht Ryanair-Chef Michael O’Leary aus. Im Sommer 2021 will die von ihm geleitete Firmengruppe pro Tag etwa 2.300 Flüge durchführen. O’Leary sagte während einer Onlinekonferenz, dass er mit starken Lockerungen der Reisebeschränkungen rechnet. Die angebotene Kapazität soll rund 80 Prozent des Werts von 2019 entsprechen. Im Hinblick auf das Vereinigte Königreich sagte er, dass die Buchungen seit der Bekanntgabe, dass es im Sommer 2021 kaum mehr Reisebeschränkungen geben soll, stark angestiegen sind. Finanziell sieht Michael O’Leary die Ryanair Group gut aufgestellt. Man könne noch einen Totalausfall verkraften, jedoch gelte es dies zu vermeiden. Impfungen sieht der Airline-Chef als Türöffner für die Beendigung von Quarantänemaßnahmen an. Auf die jüngsten Diskussionen in Deutschland und im Vereinigten Königreich ging der Manager nicht ein.

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München: Betrunkener übergibt sich vor der Bundespolizei

Ein 49-Jähriger Mann aus Berlin sorgte am Montag für ordentlich Wirbel im Terminal 2 des Flughafens München. Laut Bundespolizei soll er sich in stark alkoholisiertem Zustand vor die Sicherheitskontrolle gesetzt haben und so die Abläufe aufgehalten haben. Der Mann soll ein gültiges Flugticket für einen Inlandsflug nach Berlin gehabt haben, schaute jedoch zuvor offensichtlich zu tief ins Glas. Das Sicherheitspersonal des Airports rief die Bundespolizei herbei, wobei die Beamten anschließend massiv bedroht und beschimpft wurden. Laut Mitteilung der Bundespolizei soll der Störenfried angegeben haben, dass er in einem Schützenverein ist und die Beamten erschießen werde. Auch wurde der Betrunkene handgreiflich und ging auf die Beamten los. Doch das war dann zu viel, denn dann musste sich der Mann an Ort und Stelle übergeben. Formell wurde der Trunkenbold verhaftet, jedoch wurde vorsichtshalber zunächst eine Untersuchung durch den Notarzt durchgeführt. Danach durfte der Mann einige Stunden in der Ausnüchterungszelle verbringen und kassierte mehrere Strafanzeigen.

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Merkel-Regierung prüft Verbot von Urlauben im Ausland

Der in Deutschland starke Buchungsanstieg rund um Ostern in Richtung Mallorca führt nun zu einem absurden und möglicherweise verfassungswidrigen Plan der deutschen Regierung: Derzeit prüft Angela Merkels (CDU) Kabinett ein vollständiges Verbot von Urlauben im Ausland. Ein entsprechender Prüfauftrag wurde an die fachlich zuständigen Ministerien erteilt, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin, Ulrike Demmer am Mittwochnachmittag mit. Wie die Umsetzung erfolgen könnte, ist noch völlig offen. Jedenfalls ist damit zu rechnen, dass mit massiven rechtlichen Problemen zu rechnen ist, denn Reisefreiheit ist im Grundgesetz verankert. Defacto Ausreiseverbote – wie sie in der DDR praktiziert wurden – sind laut deutschem Grundgesetz nicht erlaubt. Demnach ist damit zu rechnen, dass äußerst rasch Klagen eingebracht werden könnten. Fix ist aber noch nichts, aber wenn es kommt, würde es möglicherweise Mallorca-Urlauber rund um Ostern treffen. In einer Bund-Länder-Schalte wurde explizit von Urlauben auf der Mittelmeerinsel gesprochen.

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Boeing errichtet neuen Standort in Deutschland

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing errichtet in Henstedt-Ulzburg (nahe Hamburg) ein neues Distributionszentrum für Chemie- und Spezialmaterialien. Dieses soll künftig rund 190 Mitarbeiter beschäftigen. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Henstedt-Ulzburg, Warburg-HIH Invest und dem Logistikimmobilienspezialisten Verdion baut Boeing seine Aktivitäten in Deutschland weiter aus und realisiert ein neues, europäisches Distributionszentrum für die Versorgung seiner Kunden im Bereich Produktion und Wartung mit Chemikalien und Spezialmaterialien. Die Bauarbeiten sollen noch im März 2021 starten. Die Eröffnung ist nach heutigem Stand für das zweite Quartal 2022 angekündigt“. Diese neue Niederlassung unterstreicht unser anhaltendes Bestreben, den deutschen Luftfahrtsektor weiter zu unterstützen und festigt unsere führende Position auf dem europäischen Markt für Distribution-Services. Während die Luft- und Raumfahrtindustrie vor herausfordernden Zeiten steht, wollen wir unsere Präsenz in Deutschland ausbauen, um langfristiges Wachstum zu sichern“, sagte Michael Haidinger, Präsident, Boeing Deutschland. Die deutsche Immobiliengesellschaft Warburg-HIH Invest hat das Projekt finanziert und wird das Gebäude an Boeing vermieten. Der Logistikimmobilienspezialist Verdion ist derweil für die Entwicklung der hochmodernen Anlage verantwortlich, die der Lagerung und dem Umschlag von chemischen Produkten für die Luftfahrtindustrie dienen wird. Das 34.347 m² große Grundstück liegt nur wenige Autominuten von Hamburg und dem Hamburger Flughafen entfernt und bietet einen idealen Standort zur Belieferung zahlreicher globaler Kunden. Das 19.254 m² große Gebäude wird eine 15.352 m² große Lagerfläche mit speziell auf die Bedürfnisse von Boeing zugeschnittenen Bereichen sowie 153 Parkplätze umfassen. An die Lagerhalle werden 3.251 m² an Büroflächen angeschlossen.

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Merkel will Reisen im gesamten Jahr 2021 einschränken

Eine beiläufige Bemerkung, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass man heuer „eben nicht reisen sollte“, sorgt derzeit in der Reisebranche für Verwirrung. Besonders der Beisatz, dass die Regierung alle Mittel ausschöpfen will, um Reisen so kompliziert wir möglich zu machen, gibt nicht gerade eine euphorische Perspektive. Im Rahmen der am Dienstag abgehaltenen Bundespressekonferenz sagte Merkel: „Und insgesamt verhehle ich nicht, dass wir eigentlich den Reisehinweis geben, dass man in diesem Jahr eben nicht reisen sollte. Deshalb versuchen wir mit den uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln das zu erreichen, das wir können“. Da die deutsche Bundeskanzlerin keine näheren Details nannte, eröffnen die beiden Sätze durchaus viel Raum für Spekulation. Offensichtlich ist aber, dass der jüngste Mallorca-Boom rund um Ostern die Regierungschefin dazu bewogen hat auch im Sommer 2021 von Urlauben im Ausland mittels komplizierter Reiseregeln abzuschrecken. Rechtlich gesehen hat Deutschland keine Möglichkeit das Verlassen des Landes zu verbieten, doch die Rückkehr kann beispielsweise mit Quarantänepflicht äußerst steinig gemacht werden. Green Pass könnte ad absurdum geführt werden Die Ankündigung von Angela Merkel dürfte aber auch als erstes Eingeständnis, dass viele Menschen bis zu den Sommerferien keinen Zugang zu Covid-Impfungen haben werden, zu wetten sein. Jedenfalls versucht die deutsche Bundeskanzlerin offensichtlich auf noch wesentlich länger andauernde Reisebeschränkungen einzustimmen. Vor wenigen Tagen zeigte sich die Branche im Zusammenhang mit dem Green Pass zunächst erfreut. Deutschland brillierte während der ganzen Corona-Pandemie immer wieder mit nationalen Alleingängen, die stark von gemeinsam auf EU-Ebene gefassten Beschlüssen abwichen. Die Bundesrepublik ist aber kein Einzelfall, denn fast

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Mallorca: Easyjet wird keine Tests durchführen

Die österreichische Fluggesellschaft Easyjet Europe stemmt sich gegen verpflichtende Coronatests, die vor dem Abflug in Palma mit Flugziel in Deutschland, durchgeführt werden sollen. Der Konzern verweist darauf, dass dies nicht Aufgabe der Airlines, sondern der Passagiere wäre. Die Mitbewerber Eurowings, Lufthansa, Tuifly und Condor konnten mit dem Angebot, dass vor dem Abflug in Palma verpflichtende Coronatests organisiert werden, Zwangsquarantäne rund um Ostern abwenden. Davon hält Easyjet nichts und will sich auch nicht an der Umsetzung beteiligen, schreibt der Berliner Tagesspiegel unter Berufung auf ein Statement des Billigfliegers. Country-Manager Stephan Erler kritisiert, dass Deutschland „noch immer keine bundeseinheitliche Test- und Einreisestrategie“ umgesetzt habe. Easyjet erwartet sich nun eine verbindliche Regelung, die für alle Airlines gleich ist und zwar „sowohl aus Risikogebeiten als auch aus Nicht-Risikogebieten kommend“. Auch bekräftig Erler die Forderung nach europaweit einheitlichen Reiseregeln, an denen sich Fluggesellschaften und Passagiere orientieren können.

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SmartLynx startet Charterflüge ab Deutschland

Die lettische Charterfluggesellschaft SmarLynx wird im Herbst 2021 ab Hamburg, Hannover, Düsseldorf und München Verbindungen auf die kanarischen Inseln Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa anbieten, bestätigte das Unternehmen. Die Flüge werden nicht auf eigene Rechnung durchgeführt, sondern im Auftrag von Involatus. Die genannte Firma ist darauf spezialisiert Flugzeuge zu chartern und die Kapazität auf eigene Rechnung an Reiseveranstalter zu verkaufen. Gelegentlich bietet Involatus auch Restplätze im Einzelplatzverkauf an. Vorerst ist geplant, dass im Oktober und November 2021 geflogen werden soll: „Die anhaltenden Reisebeschränkungen und der zögerliche Verlauf der Impfungen zeigen, dass sich die Nachfrage nach Flugreisen vermutlich auf den Herbst konzentrieren werden. Wir sehen überproportional hohe Buchungseingänge vor allem im Oktober“, so Involatus-Chef Erkan Türkoral gegenüber der FVW. Bei Smartlynx fungiert der ehemalige Small-Planet-Deutschland-Geschäftsführer Oliver Pawel als Country Manager für die Bundesrepublik. Zuvor war er unter anderem für Germania tätig. Der Sommer 2018 war eigentlich äußerst stark, ging aber auch aufgrund unzähliger Verspätungen unrühmlich in die Geschichte ein. Bei der Small Planet Gruppe war das Ausmaß so drastisch, dass der Konzern unter den Schadenersatzforderungen von Passagieren und Veranstaltern kollabiert ist und alle Airlines der Firmengruppe aufgelöst wurden.

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Interjet kündigt Insolvenzantrag an

Die mexikanische Billigfluggesellschaft Interjet wird laut Mehrheitseigentümer und Firmenchef Alejandro del Valle in der kommenden Woche einen Insolvenzantrag stellen. Der Manager sagte gegenüber der Zeitung El Financiero, dass dieser Schritt notwendig ist, um den Einstieg eines nicht näher genannten Investmentfonds ermöglichen zu können. Dieser soll laut del Valle bis zu einer Milliarde U.S-Dollar in Interjet einbringen. Er sagte auch, dass die Berater der Lufthansa Group, Lufthansa Consulting, angeboten hätten, als erste Tranche rund 68 Millionen U.S.-Dollar einzuzahlen. Diese Aussage würde bedeuten, dass Lufthansa vor dem Einstieg in den mexikanischen Markt stehen könnte. Der Kranich-Konzern wollte die Äußerungen von Alejandro del Valle nicht kommentieren. Zusätzlich zum geplanten Insolvenzverfahren in Mexiko will Interjet auch in den Vereinigten Staaten ein Chapter-11-Verfahren anmelden. Der Firmenchef ist davon überzeugt, dass der Billigflieger nach dem Verfahren mit rund 350 bis 500 Millionen U.S.-Dollar aufgestellt sein wird. Del Valle sagte aber auch klar und deutlich: „Sollte der Deal mit dem Investor platzen, kommt Interjet leider unter den Hammer“. Die Fluggesellschaft befindet sich seit längerer Zeit in finanzieller Not. Zum Teil wartet das Personal seit September 2020 auf die Löhne. Der Flugbetrieb wurde am 11. Dezember 2020 offiziell eingestellt. Ein großer Teil der Belegschaft hat seit 8. Jänner 2021 aufgrund unbezahlter Gehälter die Arbeit niedergelegt.

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