Jan Gruber

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Jan Gruber

Airbus: Vorjahresniveau als Minimum

Der europäische Flugzeugbauer Airbus konnte im Feber 2021 insgesamt 32 Flugzeuge an 20 Kunden übergeben. Das Unternehmen kassierte aber auch 92 Stornierungen. Neuaufträge konnten für 11 Maschinen an Land gezogen werden. Unter den 92 Stornos befindet sich auch der annullierte Großauftrag von Norwegian Air Shuttle. Airbus wird die bereits geleisteten Anzahlungen einbehalten. Im direkten Vergleich mit Jänner 2021 konnte der Hersteller im Feber 2021 um 11 Maschinen mehr ausliefern. Firmenchef Guillaume hofft, dass heuer das Niveau des Jahres 2020 gehalten werden kann. Die Produktion wurde im gleich zur Zeit „vor Corona“ um 40 Prozent zurückgefahren. Airbus übergab im Vorjahr 566 Flugzeuge an Kunden.

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Condor braucht schon wieder Geld

Bereits zweimal musste Condor vom deutschen Staat vor dem Kollaps bewahrt werden und nun braucht der Ferienflieger schon wieder Geld. Nach der Thomas-Cook-Pleite wurde über die Kreditanstalt für Wiederaufbau ein Darlehen in der Höhe von 380 Millionen Euro gewährt. Nachdem der Deal mit LOT-Mutter PGL geplatzt ist, flossen im April 2020 nochmals 550 Millionen Euro. Condor gerät aufgrund der anhaltenden Reiseschikanen diverser Regierungen zunehmen unter Druck, denn die Aussichten für den Sommer 2021 sind unklar. Zwar rechnet Firmenchef Ralf Techkentrup damit, dass heuer ein Gewinn in der Höhe von acht Millionen Euro geschrieben werden kann, doch wird die Luft immer dünner. Laut vorliegendem Geschäftsbericht schrieb das Unternehmen im am 30. September 2020 abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust in der Höhe von 225 Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie scheinen die Mittel, die über die Kreditanstalt für Wiederaufbau gewährt wurden, langsam aber sicher aufgebraucht zu sein. Condor muss sich daher um frisches Geld umsehen, wobei dafür sowohl der Kapitalmarkt als auch der Staat in Frage kommen würden. KfW hat Pfandrecht auf Condor Das Unternehmen selbst will sich nicht dazu äußern woher man die benötigte Liquidität beziehen will. Indirekt befindet sich der Ferienflieger ohnehin im Staatseigentum, denn als Sicherheit für die gewährten Darlehen sind alle Anteile, die offiziell einer Treuhandkonstruktion gehören, an die KfW verpfändet. Die Kreditanstalt für Wideraufbau ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Condor hat aber auch an einer ganz anderen Front zu kämpfen, denn Lufthansa kündigte den Vertrag über Zubringerflüge auf. Dagegen legte der Ferienflieger eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ein und zog gegen

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Malta Air: Erste B737 Max 200 verlässt die Endmontage

Die erste für die Ryanair-Tochter Malta Air bestimmte Boeing 737 Max 200 hat nun die Werkshalle in Renton verlassen. Die Maschine trägt die Seriennummer 8003 und die temporäre Registierung N1786B. Dieses Flugzeug ist das erste, das die Livery von Malta Air tragen wird. Noch ist diese – wie untenstehende Fotos zeigen – nicht vollständig sichtbar. Auf der Heckflosse kann allerdings bereits das Logo der maltesischen Ryanair-Tochter erkannt werden. Die Winglets zeigen den Schriftzug „Malta“ in Blockbuchstaben. Mit der Einführung der Boeing 737 Max 200 werden Buzz und Malta Air ein eigenes Farbenkleid bekommen. Die momentan vom polnischen bzw. maltesischen Ableger betriebenen 737-800 sind in den Farben von Ryanair lackiert. Derzeit ist Lauda Europe das einzige Konzernmitglied, das Maschinen in eigener Livery betreibt. Dabei handelt es sich um Airbus A320. Die von Österreich nach Malta umgezogene Airline ist der einzige Airbus-Operator innerhalb der Ryanair Group.

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Deutschland: Aldi, Lidl und Co sollen Versäumnisse der Regierung richten

Die deutsche Bundesregierung muss erst eine Task-Force bilden, die von Andreas Scheuer (CSU) und Jens Spahn (CDU) geleitet wird, um Corona-Schnelltests zu beschaffen. Weiters muss noch diskutiert werden wo überhaupt kostenlose Schnelltestungen angeboten werden oder Testkits gratis abgegeben werden. Aldi, Lidl und Co sollen in der Zwischenzeit das langsame Tempo der deutschen Regierung richten. Es wäre fast unvorstellbar, dass Schwangerschaftstests an der Aldi-Kasse gekauft werden können. Corona-Tests für den Eigengebrauch werden seit Samstag in den Filialen des Discounters direkt an der Kassa verkauft. Der Preis ist für deutsche Verhältnisse niedrig: 24,99 Euro sind für einen Fünferpack des Schnelltests „AESKU.RAPID SARS CoV-2“ zu berappen. Andere Discounter und Drogerieketten wollen in den nächsten Tagen nachziehen. Somit sollen Aldi, Lidl und Co. das langsame Tempo der deutschen Bundesregierung kompensieren, denn kostenlose Testungen in Apotheken bzw. die Abgabe von Testkits für die Eigentestung werden wohl nicht vor April 2021 kommen. Gesundheitsminister Spahn wollte ursprünglich ermöglichen, dass sich die Einwohner ab 1. März 2021 in Apotheken kostenlos testen lassen können. Aus dem Versprechen wurde bislang nicht mehr als heiße Luft. Testkits in Österreich kostenlos, aber künstliche Verknappung Im Nachbarland Österreich ist die Situation gänzlich anders, denn im Gegensatz zu Deutschland gibt es flächendeckende Testmöglichkeiten der Länder, Gemeinden und Apotheken. Mit wenigen Ausnahmen werden die Kosten vom Staat übernommen, wobei die Verrechnung über die Krankenkassen erfolgt. Das hat leider zur Folge, dass Versicherte der Krankenfürsorgeanstalten und Personen ohne Krankenversicherung zumindest in den Apotheken derzeit selbst bezahlen müssen. Manche KFA ermöglichen jedoch die Erstattung der Rechnung. Wer

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Wien: Luftfahrt-Konferenz „Aviation Event“ abgesagt

Am 18. März 2021 sollte in den Konferenzräumlichkeiten auf dem Flughafen Wien-Schwechat eine Luftfahrttagung stattfinden. Die Veranstalter waren sich zunächst sehr sicher, dass diese als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden kann. Allerdings wird daraus nichts, denn der Gesetzgeber lässt auch weiterhin keine Veranstaltungen zu. Eigentlich hätte das „Aviation Event“ bereits im Vorjahr auf dem Flughafen Wien-Schwechat durchgeführt werden sollen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste dieses jedoch abgesagt und verschoben werden. Der angepeilte Ersatztermin, 18. März 2021, wurde zuletzt unter anderem von einer Illustrierten im Internet beworben, kann jedoch aufgrund der in Österreich weiterhin gültigen Veranstaltungsverbote, die von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) per Verordnung verfügt wurden, nicht durchgeführt werden. Ebenfalls dürften sich die Einreise- und Quarantänebestimmungen, die laut Anschobers Verordnung bis mindestens Ende März 2021 gültig sind, negativ für die angekündigten Redner auswirken. Besonders jenen, deren Wohn- bzw. Arbeitsort außerhalb der EU liegt, könnte im Extremfall aufgrund der derzeit gültigen Verordnung sogar die Untersagung der Einreise blühen. Alle anderen laufen akut Gefahr, dass die Teilnahme an einer Veranstaltung nicht als unaufschiebbarer beruflicher Termin klassifiziert wird, so dass statt der Konferenz eine zehntägige Quarantäne blühen würde. All die Umstände haben dazu geführt, dass der Ersatztermin des Aviation Event der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist. Die Veranstalter kündigen auf ihrer Homepage an, dass im April 2021 ein neuer Anlauf versucht wird, jedoch nennt man keinen konkreten Termin mehr. Ob die Durchführung dann möglich ist, liegt nicht in den Händen des Veranstalters, denn die Bundesregierung gibt momentan vor was stattfinden kann und was nicht. Betroffen sind derzeit

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Abgesagte Flüge: Helvetic klagt 261.000 Franken bei FlyBair ein

Zwischen der Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways und der Hausmarke des Flughafens Bern-Belp, FlyBair, herrscht offenbar dicke Luft. Die Airline fordert die Bezahlung der im Sommer 2021 abgesagten Charterflüge nach Palma de Mallorca ein. Aus dem Geschäftsbericht der FlyBair AG geht hervor, dass ein Rechtsstreit anhängig ist. Dabei vertritt die Tochtergesellschaft des Flughafens Bern-Belp die Ansicht, dass die Absage der Flüge aufgrund von „höherer Gewalt“ erfolgte, da die Eidgenossenschaft bei der Rückkehr aus Mallorca eine Quarantänepflicht eingeführt hatte. Helvetic Airways sieht die Angelegenheit anders und stellte die Leistungen in Form von „Annullationsgebühren“ in Rechnung. Auf die Zahlung pocht die Regionalfluggesellschaft, was vermuten lässt, dass FlyBair AG möglicherweise keine oder zumindest eine sehr unflexible Storno-Klausel vereinbart hatte. Ursprünglich hätten WDL und die Luftfahrtgesellschaft Walter für die Hausmarke des Flughafens Bern-Belp fliegen sollen. Aus nicht näher genannten Gründen kam die Zusammenarbeit nicht über einen Präsentationsflug und einen Sticker auf einem Embraer 190 hinhaus. FlyBair charterte dann bei Helvetic Airways Flugzeuge. Ursprünglich waren etwa 150 Umläufe ab Bern und Sion vereinbart, jedoch wurden nur 32 tatsächlich durchgeführt. Die Differenz will nun Helvetic bezahlt haben. Helvetic klagt 261.000 Schweizer Franken ein Aus dem FlyBair-Geschäftsbericht geht weiters hevor, dass man drei Umläufe nach Palma bezahlt hat, jedoch hat man diese abgesagt. Ebenso betroffen sind zwei Rotationen zwischen Sion und Mallorca. Folglich flog Helvetic Airways nicht. Das Geld will die Bern-Tochter zurückhaben, doch: „Bis dato weigert sich der Operator zu einer Rückzahlung.“ Laut der Tageszeitung „Der Bund“ fordert Helvetic Airways die Zahlung sämtlicher abgesagter Flüge gerichtlich ein. Es

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Airbus/Boeing-Streit: EU und USA setzen Strafzölle aus

Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich darauf geeinigt, dass die gegenseitigen Strafzölle im Handelsstreit zwischen Airbus und Boeing vorübergehend ausgesetzt werden. Dies haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und U.S.-Präsident Joe Biden vereinbart. Die beiden Flugzeugbauer werfen sich gegenseitig illegale staatliche Beihilfen vor. Die WTO bewilligte in den vielen Verfahren Strafzölle, die sich sowohl gegen die EU als auch gegen die USA richten. Die europäische Seite hoffte darauf, dass mit dem Wechsel im Weißen Haus die Möglichkeit zu Verhandlungen, die zur Beilegung des Streits führen könnten, bestehen. In einer gemeinsamen Mitteilung sehen die USA und die EU die Einigung auf die temporäre Aussetzung der Strafzölle als wichtiges Zeichen für einen „Neuanfang der Beziehungen“. Die Einigung soll in Kraft treten sobald die notwendigen staatsrechtlichen Schritte abgeschlossen sind. Diese sollen zeitnah auf den Weg gebracht werden. „Das ist eine ausgezeichnete Nachricht für Unternehmen und Industrie auf beiden Seiten des Atlantiks und ein sehr positives Signal für unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit in den kommenden Jahren“, erklärt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. U.S.-Präsident Joe Biden schließt sich den Worten an und fügt hinzu, dass er die Beziehungen mit der EU „reparieren und wiederbeleben wolle“.

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In eigener Sache: Vereinzelte Einschränkungen wegen Wartungsarbeiten

Aus technischen Gründen werden derzeit vereinzelt Nachrichtenartikel der letzten Tage nicht dargestellt. Nach Abschluss von Wartungsarbeiten, die mit der Implementierung eines neuen Features verbunden sind, werden diese wieder wie gewohnt abrufbar sein. Sehr geehrte Leserinnen und Leser, derzeit werden einige Nachrichtenartikel vom 4. und 5. März 2021 nicht dargestellt. Hintergrund ist, dass im Zuge der Implementierung eines neuen Features aufwendige Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Diese sind unaufschiebbar. Aus diesem Grund wird Ihnen temporär ein Backup dargestellt, das teilweise die Berichterstattung vom 4. und 5. März 2021 nicht enthält. Nach Abschluss der technischen Arbeiten werden diese wieder wie gewohnt abrufbar sein. Wir bedauern, dass es über das Wochenende zu diesen technisch bedingten Einschränkungen kommt. Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, so können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren. IhrAviation Direct Team

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UFO fordert rasche Impfungen für Flugbegleiter

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO fordert, dass das Kabinenpersonal zeitnah die Möglichkeit zur Impfung gegen Covid-19 erhalten soll. Damit schließt man sich dem Standpunkt des europäischen Dachverbands EurECCA an. „Wir sind im permanenten Kontakt mit wechselnden Personen auf engstem Raum. Dadurch tragen wir einerseits eine besondere Verantwortung, das Virus nicht zu verbreiten, und sind andererseits aber auch selbst speziell gefährdet“, so UFO-Vorsitzende Anja Bronstert. „Vor dem Hintergrund der erhofften höheren Buchungsnachfrage in den Sommermonaten erwarten wir für unseren Berufsstand nun ein zügiges Angebot für alle impfbereiten Kolleginnen und Kollegen“. Derzeit sind Flugbegleiter in der Gruppe 3 der deutschen Impfverordnung aufgenommen. Diese sieht unter anderem vor, dass Personen, die „in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere […] im Transport- und Verkehrswesen“, für eine Schutzimpfung priorisiert werden.

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Israel: Tel Aviv bleibt weitgehend dicht

Seit Jänner 2021 ist es auf dem Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv außergewöhnlich ruhig. Abgesehen von wenigen Domestic- und Cargo-Flügen ist nicht viel los. Hintergrund ist, dass die Regierung eine weitgehende Schließung für den internationalen Verkehr verfügt hat. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Zwar sollen die Reisebeschränkungen schrittweise aufgehoben werden, jedoch wird die Anzahl der möglichen Einreisen auf 1.000 pro Tag beschränkt. Zunächst stehen diese primär Personen mit der Staatsbürgerschaft von Israel und dem Green Pass (Impfnachweis) offen. Schrittweise soll die Zahl der täglichen Einreisen angehoben werden. Doch Personen, die keine Impfung haben, benötigen eine Sondergenehmigung, um das Land verlassen zu dürfen. Ausländer benötigen obendrein für die Einreise eine Erlaubnis und die Karten, dass diese künftig ohne Impfnachweis erteilt wird, stehen nicht gut.

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