Jan Gruber

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Jan Gruber

Flugverbot: UK bannt Emirates und Etihad

Zahlreiche Staaten untersagen derzeit Passagierflüge, die im Vereinigten Königreich gestartet sind. Nun dreht die britische Regierung den Spieß um und bannt Maschinen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten abgehoben sind. Das trifft in erster Linie Emirates und Etihad Airways. In den letzten Monaten verzeichneten die Golfcarrier eine steigende Nachfrage, denn die Drehkreuze Dubai und Abu Dhabi werden gerne genutzt, um in andere Staaten zu kommen. Aus Sorge, dass weitere Mutationen des Coronavirus ins Vereinigte Königreich „eingeflogen“ werden könnten, unterbindet nun die Regierung den Flugverkehr. Ebenfalls gebannt sind Nonstopverbindungen aus Burundi und Ruanda. Der Bann tritt am Freitag in Kraft. Emirates und Etihad Airways haben bereits mitgeteilt, dass sie ihre Angebote vollständig aussetzen werden. Wie lange die Maßnahme der britischen Regierung andauern wird, ist derzeit nicht absehbar. Der Bann könnte Qatar Airways durchaus gelegen kommen, denn deren Maschinen dürfen weiterhin von/nach UK fliegen.

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Österreich verlängert Flugverbote und dehnt auf Brasilien aus

Die österreichische Regierung hat das für aus dem Vereinigten Königreich bzw. Südafrika kommende Passagierflugzeuge ausgesprochene Landeverbot erneut verlängert. Zusätzlich wurde nun auch Brasilien auf die Liste der unerwünschten Startländer gesetzt. Dies geht aus dem Notam A0170/21, das an Airlines und Piloten verteilt wurde, hervor. Die Maßnahme kommt zwar nicht überraschend, jedoch äußerte sich Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erst vor wenigen Tagen dahingehend, dass er den Bann von Nonstopflügen für wirkungslos hält. Er verwies unter anderem darauf, dass diese mittels Umstieg in einem anderen Staat sehr leicht umgangen werden können. Offensichtlich dürfte sich aber Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) durchgesetzt haben, denn die entsprechende Verordnung, auf der das Notam basiert, trägt seine Unterschrift. Derzeit sind die Flugverbote bis inklusive 8. Feber 2021 befristet. Es ist allerdings sowohl mit einer Verlängerung als auch mit der Ausdehnung auf weitere Staaten zu rechnen. Dem Vernehmen nach könnte Portugal bald auf die Liste gesetzt werden.

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Portugal schließt Grenze zu Spanien

Die Regierung Portugals untersagt seit Freitag das Überschreiten der Grenze zum Nachbarland Spanien. Die Maßnahme soll für vorerst zwei Wochen gelten. Innenminister Eduardo Cabrita erklärte, dass der Grenzübertritt in beide Richtungen nur in Ausnahmefällen erfolgen darf. Hintergrund der Grenzschließung ist die aktuelle Pandemiesituation in Portugal. Offiziellen Angaben nach breitet sich die britische Mutation des Coronavirus stark aus. Rund die Hälfte der Neuinfektionen in der Region Lissabon soll bereits diese Variante ausmachen. Verschiedene Staaten haben bereits Flug- und/oder Einreiseverbote verhängt. Deutschland prüft dies ebenfalls, mit einer Entscheidung ist am Freitag zu rechnen. Portugal selbst untersagt seit einigen Tagen den Flugverkehr mit Brasilien.

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Alitalia: Umsatz um 78 Prozent eingebrochen

Das Corona-Jahr 2020 setzte auch der insolventen Alitalia kräftig zu. Der Umsatz reduzierte sich um 78 Prozent auf 590 Millionen Euro. Im Jahr 2019 nahm der italienische Carrier noch 2,67 Milliarden Euro ein. Der Sonderverwalter teilte dem italienischen Parlament mit, dass auch die Anzahl der beförderten Passagiere stark eingebrochen ist. Alitalia hatte im Vorjahr 6,3 Millionen Fluggäste an Bord – ein Rückgang um 79,72 Prozent. Erst kürzlich griff der Staat dem angeschlagenen Carrier neuerlich mit 73 Millionen Euro unter die Flügel. Im April 2021 soll die Nachfolgegesellschaft Ita an den Start gehen. Die EU-Kommission verlangt von Italien, dass die Marke Alitalia künftig nicht mehr genutzt wird. Derzeit versucht die italienische Regierung die Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen und hofft offensichtlich darauf, dass Ita unter der Traditionsmarke Alitalia fliegen kann. Die Flotte soll stark verkleinert werden, wodurch auch viele Slots frei werden. Auf jene in Rom und Mailand-Linate schielt mittlerweile der Billigflieger Ryanair.

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Air Corsica fliegt für Rhomberg nach Calvi

Der Reiseveranstalter Rhomberg Reisen bietet im Sommerflugplan 2021 die Destination Calvi ab Salzburg und Wien an. Die Charterflüge nach Korsika werden heuer mit von Air Corsica betriebenen Airbus A320 durchgeführt. Es sind sowohl Pauschalreisen als auch Flugtickets beim Veranstalter erhältlich. Die Verbindung soll im Zeitraum von 2. Mai bis Anfang Oktober 2021 bedient werden. Ab Memmingen und Altenrhein hat Rhomberg Reisen ebenfalls Calvi im Angebot. Ab diesen beiden Airports kommt der Embraer 170 der österreichischen Regionalfluggesellschaft Peoples zum Einsatz.

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Jordanien: Joramco wartet für Lauda Europe

Die maltesische Fluggesellschaft Lauda Europe hat seit einigen Wochen einen neuen Partner für die Durchführung der Heavy Maintenance. Die Dubai-Aerospace-Enterprise-Tochter Joramco führt auf dem Flughafen Amman-Queen Alia diese Wartungsarbeiten im Auftrag der Ryanair-Tochter durch. Die so genannte Line Maintenance wird weiterhin vom Ryanair-Technikbetrieb, der vormals Teil von Laudamotion war, durchgeführt. Joramco wurde 1963 gegründet und ist seit vielen Jahren für den irischen Billigflieger tätig, zählt aber auch Lufthansa, Swiss, Gulf Air, Fly Dubai, Air Malta, Hi Fly, Air Belgium, Brusssels Airlines, SunExpress, Corendon und weitere Airlines zu seinen Kunden.

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Hamburg: Britische Mutation bei Airbus nachgewiesen

Noch immer befinden sich rund 500 Mitarbeiter des Hamburger Airbus-Werks in Quarantäne. Nun gab die zuständige Gesundheitsbehörde bekannt, dass bei sieben der bislang 21 Infizierten die britische Mutation nachgewiesen wurde. Weiters soll es laut dem Amt fünf weitere positive Fälle geben, die am Wochenende noch nicht bekannt waren. Wo sich die Betroffenen angesteckt haben, konnte bislang nicht ermittelt werden. Am Sonntagnachmittag wurde bekannt, dass die Hamburger Gesundheitsbehörde rund 500 Beschäftigte des Airbus-Werks Finkenwerder unter Quarantäne gestellt hat.

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AF447: Berufungsgericht könnte Anklage auf Airbus ausdehnen

Das Pariser Berufungsgericht wird am 4. März 2021 darüber entscheiden, ob die von der französischen Staatsanwaltschaft beantragte Anklage gegen Air France wegen fahrlässiger Tötung von 228 Menschen zugelassen wird oder nicht. Die Kammer prüft offenbar auch eine mögliche Ausdehnung auf den Hersteller, Airbus. Hintergrund ist Flug AF447, der in der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni 2009 über dem Atlantik abstürzte. Die von der französischen Flugunfallermittungsbehörde durchgeführte Untersuchung zog sich sehr lange hin, denn erst im Jahr 2011 gelang es die Flugschreiber auszuwerten. Im Abschlussbericht kamen die Ermittler zum Schluss, dass höchstwahrscheinlich die Pitot-Sonden, die die Geschwindigkeit messen, durch Eiskristalle verstopften und dadurch ausgefallen sind. Der Autopilot schaltete sich ab und die Steuersoftware aktivierte den Modus „Alternate Law“. Die Flugzeugführer sollen Fehlentscheidungen, die für diesen Modus unangemessen waren, getroffen haben. Der Airbus A330 stürzte in den Atlantik, alle Insassen kamen ums Leben. Das Wrack wurde erst im Jahr 2011 gefunden. Die Staatsanwaltschaft vertritt die Ansicht, dass Airbus die Piloten nicht ausreichend geschult habe. Das sah der zuständige Ermittlungsrichter anders und wies den Antrag auf Anklage ab und begründete es unter anderem damit, dass mehrere ungünstige Umstände zusammengekommen sind. Das wollte die Staatsanwaltschaft nicht auf sich sitzen lassen und zog vor das Berufungsgericht. Die französische Le Figaro, die für gewöhnlich gut informiert ist, berichtet unter Berufung auf Gerichtsquellen, dass die Kammer auch eine Mitverantwortung des Herstellers Airbus prüft. Damit würde das Berufungsgericht sogar über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinausgehen, denn diese beantragte ursprünglich lediglich eine Anklage gegen Airbus. Am 4.

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Sundair stellt Stockholm-Beirut wieder ein

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Sundair stellt die erst Mitte Dezember 2020 aufgenommene Verbindung zwischen Stockholm und Beirut wieder ein. Die Route wird kommende Woche letztmalig bedient. Geschäftsführer Marcos Rossello bestätigte dies gegenüber Aviation Direct. Ob diese Route zu einem späteren Zeitpunkt reaktiviert wird oder nicht, steht noch nicht fest. Im Sommerflugplan 2021 will sich Sundair auf die Flüge ab Deutschland fokussieren. Auf die Frage nach dem Grund für die Aufgabe der Route Stockholm-Beirut sagte Rossello, dass diese ohnehin nur bis März 2021 geplant war. Die derzeit aufgrund der weltweiten Pandemiesituation schwache Nachfrage würde den hohen Aufwand nicht mehr rechtfertigen. Als Beispiel nannte er, dass Besatzungen von/nach Stockholm reisen müssen, um ihre Kollegen abzulösen. Bislang wird die Verbindung nach folgendem Muster bedient: Düsseldorf-Beirut-Stockholm-Beirut-Düsseldorf. Der Wechsel der Crew erfolgte daher in Schweden. Daraus, dass die vorzeitige Aufgabe der ersten Strecke außerhalb Deutschlands aufgrund niedriger Auslastung erfolgt, macht Rossello „kein Geheimnis“ und meint „leider ist es so“.

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Sundair zahlt die Gehälter wieder selbst

Am Donnerstag entschied das Amtsgericht Stralsund, dass Sundair im eröffneten Schutzschirmverfahren die Eigenverwaltung behält. Der Carrier teilte mit, dass die Gehälter der etwa 240 Mitarbeiter aus eigener Kraft bezahlt werden. Sachwalter bleibt Lucas Flöther, der bereits bei Air Berlin und Condor diese Funktion ausgeübt hat. Die Fluggesellschaft will sich aufgrund der Coronakrise mit Hilfe des Schutzschirmverfahrens neu aufstellen. Laut Geschäftsführer Marcos Rossello konnte mit den Eigentümern der Flugzeuge eine Einigung erzielt werden. Der Carrier tauscht diese gegen andere Maschinen aus, berichtete Aviation Direct. „Wir sind gerade dabei, drei neue A319 einzuflotten, von zwei A320 und zwei A319 trennen wir uns. Somit besteht die Flotte künftig aus sechs Flugzeugen“, wird Geschäftsführer Marcos Rossello in einer Pressemitteilung zitiert. Somit verkleinert sich die Flotte um eine Maschine. Mit den Gläubigern habe man bereits verhandelt und diese hätten dem ausgearbeiteten Sanierungsplan in der Entwurfsfassung zugestimmt. Das Unternehmen teilt weiters mit, dass das Dokument in Kürze dem Gericht und den Gläubigern zur Einholung der formellen Zustimmung vorgelegt wird. Im Anschluss muss die Gläubigerversammlung abstimmen.

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