Jan Gruber

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Jan Gruber

Graz: Air France erteilt Paris-Strecke eine Absage

Seit einigen Tagen ist in Österreich ein Gerücht im Umlauf, das besagt, dass Air France im Sommerflugplan 2021 eine Nonstop-Verbindung zwischen Graz und Paris-Charles de Gaulle aufnehmen wird. Air France-KLM dementiert dies und erklärt, dass man dies ausdrücklich nicht bestätigen könne. Eine Anbindung an das Skyteam-Drehkreuz Paris-CDG steht schon sehr lange auf dem Wunschzettel des Grazer Flughafens. Bislang konnte sich Air France bzw. ein Codesharepartner hierfür allerdings nicht begeistern. Immerhin: Graz verfügt über einen von KLM Cityhopper bedienten Anschluss an den Hub Amsterdam und dieser wird momentan trotz Lockdown geflogen. Einer Aufnahme von Graz-Paris Charles de Gaulle erteilt Air France-KLM allerdings eine Absage. Ein Sprecher führt gegenüber Aviation Direct wie folgt aus: “Wir können dieses Gerücht nicht bestätigen. Air France überprüft regelmäßig die Netzwerkmöglichkeiten. Sobald eine Entscheidung über Graz getroffen wird, werden wir sicherlich rechtzeitig kommunizieren.” Auch einen möglichen “Wechsel” – Einstellung von Amsterdam, im Gegenzug Aufnahme von Paris-CDG – dementiert der Luftfahrtkonzern.

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Interjet: Wenn’s kein Geld gibt, dann wird gestreikt

Die Finanzlage der mexikanischen Fluggesellschaft Interjet spitzt sich immer weiter zu. Der Carrier kündigte an, dass sämtliche Flüge bis inklusive 31. Jänner 2021 storniert werden. Daneben meldete der von einem Partner betriebene Reiseveranstalter “Interjet Vacations” Insolvenz an. Laut lokalen Medien hat der Carrier bei den Mitarbeitern Gehaltsrückstände und soll bei staatlichen Behörden Schulden in Millionenhöhe angehäuft haben. Interjet ist seit dem 11. Dezember 2020 auf dem Boden und nahm den Flugbetrieb bislang nicht wieder auf. Der Carrier begründet dies mit der Corona-Pandemie. Mittlerweile hegt sich heftiger Widerstand seitens der Gewerkschaft, denn diese setzt dem Management nun ein Ultimatum: Sollten die noch ausstehenden Löhne nicht bis zum 8. Jänner 2021 vollständig ausbezahlt werden, so wird die Belegschaft in einen unbefristeten Streik treten.

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Russland: Red Wings flottet drei B777 ein

Die russische Fluggesellschaft Red Wings wird Ende Jänner 2021 die erste von insgesamt drei Boeing 777 einflotten. Dies erklärte Firmenchef Evgeny Klyucharev gegenüber lokalen Medien. Das Langstreckengerät soll im Linienverkehr nach China und auf Warmwasser-Routen eingesetzt werden. Dem Vernehmen nach ist die erste Maschine die VP-BLI (Boeing 777-200). Diese wurde vormals von IrAero eingesetzt. Laut CH-Aviation.com ist der Langstreckenjet derzeit auf dem Flughafen Addis Ababa abgestellt. Zwei weitere, baugleiche Tripleseven, sollen zeitnah folgen. Red Wings beabsichtigt im Jahr 2021 insgesamt 16 Sukhoi SSJ-100 einzuflotten. Der Carrier ist eine Tochtergesellschaft der Flugzeugbauer-Holding UAC.

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AUA lässt Winzer auf rund 100.000 Weinflaschen sitzen

Eigentlich hätte ein burgenländischer Winzer zwischen Jänner und August 2020 rund 120.000 Flaschen Welschriesling an Austrian Airlines liefern sollen. Es handelte sich um einen prämierten Edelwein, den der Carrier nach nur rund einem Sechstel der vertraglich vereinbarten Menge nicht mehr haben wollte. Der Weinbauer sitzt nun auf unzähligen Flaschen mit AUA-Etikett. Gegenüber dem Österreichischen Rundfunk erklärt Winzer Günther Hautzinger, dass er mit Austrian Airlines ein Verlustgeschäft gemacht habe. Hintergrund der Nichtabnahme durch die Lufthansa-Tochter ist, dass bedingt durch die Coronapandemie das Angebot stark reduziert wurde unter dem Deckmantel der “Kontaktreduktion” lediglich Kaffee, Tee und Wasser ausgeschenkt werden – und das auch nur ab einer gewissen Mindestflugdauer. Ab dem Frühjahr 2021 wird Austrian Airlines selbst dafür zur Kasse bitten, denn die Fluggesellschaft führt erneut ein Paid-Catering-System ein. Zuletzt glich man sich diesbezüglich Anfang der 2000er-Jahre – mit äußerst negativem Kundenfeedback – den Lowcostern an. Der burgenländische Winzer hat aber ein anderes Problem: Die Schließung der Gastronomie und Hotellerie führt dazu, dass der Kreis der Ersatzabnehmer stark eingeschränkt ist. Im Grunde bleiben nur noch Privatkunden übrig, doch diese benötigen nicht ansatzweise das Volumen, das Austrian Airlines ursprünglich bestellt hatte bzw. Wirte an ihre Gäste ausschenken. Laut ORF hofft der Weinbauer auf eine rasche Öffnung und auch darauf, dass im Jahr 2021 die AUA bei ihm wieder Produkte einkauft und der Vertrag diesmal eingehalten wird.

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Bundesländer: Das planen die Airlines noch im Winter 2021

In den österreichischen Bundesländern ist die Präsenz von Austrian Airlines derzeit äußerst niedrig, denn aufgrund des vom Carrier als “Minimalprogramm” bezeichneten “Corona-Flugplan” pausieren einige Strecken. Das betrifft nicht nur Klagenfurt-Wien, sondern auch die dezentralen Routen nach Deutschland. Austrian Airlines plant die dezentralen Routen ab Graz und Linz gegen Anfang März zu reaktivieren. Dazu ein Firmensprecher: “Die Wiederaufnahme der Flüge aus Graz nach Stuttgart und Düsseldorf sowie jener aus Linz nach Düsseldorf verschiebt sich aufgrund der Situation rund um COVID-19 und ist jetzt für Anfang März geplant. Dass wir im Wetlease Salzburg-Frankfurt für Lufthansa fliegen, kann ich ausschließen. Innsbruck-Frankfurt fliegen wir bis auf weiteres wie gewohnt selbst.” Doch wie sieht es in den Bundesländern generell so aus? Situation in Klagenfurt Die Konzernschwester Eurowings plant Klagenfurt-Köln am 1. März 2021 wieder zu befliegen. Da auch die Hub-Anbindung von Austrian Airlines nach Wien bis zumindest Ende Feber 2021 pausiert, hat der Kärntner Flughafen bis dahin keine regelmäßigen Linienflüge. Die von Transavia und Easyjet kurzzeitig geplanten Angebote sind zumindest für die Wintersaison 2020/21 abgesagt. Ob eine Reaktivierung oder Eröffnung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird, ist derzeit völlig offen. Situation in Salzburg Ab Salzburg schickt Eurowings die Hamburg-Strecke mit 10. Jänner 2021 erneut in eine Pause. Die Wiederaufnahme ist derzeit für den 1. Feber 2021 geplant. Düsseldorf wird derzeit nicht bedient und soll frühestens ab 29. Feber 2021 wieder geflogen werden. Die Berlin-Strecke ist momentan für den 5. Feber 2021 zur Wiederaufnahme geplant. Köln/Bonn könnte nach derzeitigem Stand am 4. Feber 2021 reaktiviert werden.

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Salzburg muss sich „definitiv“ Geld am Kapitalmarkt besorgen

Die momentane Winterperiode 2020/21 ist für den Flughafen Salzburg besonders schwierig, denn normalerweise macht der zweitgrößte Airport den Großteil des Jahresumsatzes in der kalten Jahreszeit. Wintersportler aus dem Ausland sind heuer allerdings die absolute Ausnahme, denn beiderseitige Einreise- und Quarantänebestimmungen sowie geschlossene Hotels und Pensionen wirken sich massiv negativ auf die Nachfrage aus. Salzburg-Chefin Bettina Ganghofer beschreibt die Situation gegenüber den Salzburger Nachrichten wie folgt: Im Jahr 2019 konnte der Airport trotz fünfwöchiger Pistensperre 1,7 Millionen Passagiere abfertigen. 75 Prozent davon entfielen auf das erste Quartal. Für 2020 rechnet die Managerin mit allenfalls 700.000 Reisenden und zwar auch nur, weil Jänner und Feber 2020 in Österreich noch weitgehend von der Corona-Pandemie verschont geblieben sind. „Einen Rückgang von rund 80 Prozent an Passagieren und Fliegern kann man nicht mehr schönreden, es ist schrecklich”, so Ganghofer gegenüber den Salzburger Nachrichten. “Selbst mit einer ,kleinen‘ Wintersaison im Februar und März wird diese absolute Hauptsaison so weit hinter den üblichen Entwicklungen zurückbleiben, dass auch das Geschäftsjahr 2021 nur als bitter zu bezeichnen sein wird. Wir werden uns definitiv am Kapitalmarkt Geld besorgen müssen“. Derzeit ist nicht absehbar, dass im Winter 2021 eine zumindest kurze Schisaison mit internationalen Gästen starten könnte. Im unwahrscheinlichen Fall, dass sich die Einreise- und Quarantänebestimmungen beiderseits lockern sollten, ist davon auszugehen, dass potentielle Passagiere ihren Wintersporturlaub bereits “abgehakt” haben. Bleibt also nur die Hoffnung, dass die Gäste in der nächsten Saison wiederkommen. Für den Flughafen Salzburg ist die Situation fatal, denn der Löwenanteil des Umsatzes wird in den Monaten Jänner,

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Kassel-Calden braucht angeblich keine zusätzlichen Finanzmittel

Der Flughafen Kassel-Calden wurde im Jahr 2020 von nur etwa 27.500 Passagieren genutzt. Man ging noch im Sommer von rund 50.000 Fluggästen aus, jedoch machten die neuerlichen Reisebeschränkungen einen Strich durch die Rechnung. Laut einer Sprecherin habe man rund 70 bis 80 Prozent des Aufkommens verloren. Das Geschäftssegment der Privat- und Geschäftsflüge sowie die Vermietung von Flächen soll allerdings stabil geblieben sein. Gegenüber der DPA erklärte das Hessische Finanzministerium, dass man momentan davon ausgeht, dass im Geschäftsjahr 2020 das Defizit unter jenem des Jahres 2019 (-5,6 Millionen Euro) liegen wird. Auch habe Kassel-Calden bislang keine zusätzlichen Landesmittel benötigt. Die Nachfrage im Winterflugplan startete dermaßen schwach, so dass Sundair Ende November 2020 das Angebot vorläufig eingestellt hat. Das hat zur Folge, dass es in Kassel-Calden vorläufig keine kommerziellen Passagierflüge gibt. Sundair beabsichtigt – je nach Entwicklung der Pandemie – im Feber 2020 wieder ab “KSF” abzuheben. Die Höhe der Zuschüsse, die der Airport von der öffentlichen Hand erhält,  wurde erst vor einigen Wochen heftig kritisiert – näheres dazu in diesem Artikel.

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JetBlue übernimmt ersten A220-300

Am letzten Tag des Jahres 2020 übernahm die Billigfluggesellschaft JetBlue ihren ersten von insgesamt 70 bestellten Airbus A220-300. Die Endmontage dieser Maschine erfolgte im U.S.-amerikanischen Werk in Mobile. Der Mittelstreckenjet trägt die Registrierung N3008J und wurde auf den Flughafen New York JFK überstellt. JetBlue ersetzt mit diesem Muster die aus 60 Einheiten bestehende Embraer-190-Teilflotte. Die Kabine soll im Laufe des Jänners 2021 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der Carrier verspricht allerdings, dass diese beeindruckend sein sollen. Mit dem Airbus A220 will JetBlue auch neue Strecken erschließen.

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Estland: LOT ist raus bei Xfly

Der polnische Staatscarrier ist nun endgültig beim estnischen ACMI-Carrier Xfly ausgestiegen. Der 49-prozentige Minderheitsanteil wurde an die staatliche Nordic Aviation Group verkauft. Zuvor drängte die Regierung Estlands auf diesem Schritt. Die Staatsführung will die Marke Nordica wieder auf die Linie bringen. Bislang hatte diese kein eigenes AOC, sondern es wurde jenes der Tochter Xfly genutzt. In Zukunft sollen die Linienflüge von Nordica selbst durchgeführt werden, denn erst vor wenigen Wochen erlangte diese eigene Zertifikate. Xfly soll als ACMI- und Charteranbieter innerhalb des Konzerns aktiv sein, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass punktuell für Nordica geflogen werden könnte.

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Silvester: Zwei Airlines erlitten teure Sachschäden

Die Silvesternacht brachte zwei Fluggesellschaften erhebliche Schäden an ihrem Fluggerät. So kollidierte in Bogotá ein Airbus A319 von Avianca mit einer so genannten Himmelslaterne und im Libanon wurden gleich mehrere Maschinen von Middle East Airlines angeschossen. Avianca befand sich mit der N557AV auf dem Weg von Orlando nach Bogotá. Der Flug verlief völlig problemlos, ehe im Landeanflug eine brennende Himmelslaterne den Weg kreuzte. Der Mittelstreckenjet des Typs Airbus A319 kollidierte. Die Triebwerke sogen den Gegenstand teilweise ein, jedoch konnte das Flugzeug sicher landen. Laut Avianca entstand lediglich Sachschaden. Eine erste Einschätzung der Airline besagt, dass keine Gefährdung für die Passagiere und die Crew bestand. Im Libanon schossen unbekannte Personen mit Gewehren und/oder Pistolen wahllos herum. In diesem Breiten ist es ein durchaus gefährlicher Brauch, dass mit Waffenschüssen das neue Jahr begrüßt wird. Da dies wenig durchdacht erfolgt, kommen immer wieder Menschen und Gegenstände zu Schaden. So auch Flugzeuge der Middle East Airlines. Laut einem Bericht von Lebanon 24 wurden drei Maschinen von Kugel getroffen und dadurch beschädigt.  Der Carrier bestätigte lediglich, dass drei Flugzeuge betroffen sind, sagte jedoch nicht welche es sind. Es handle sich um “moderne, neue Maschinen”, schreibt Middle East Airlines auf Anfrage. Der Sachschaden wäre beträchtlich, jedoch ist die genaue Höhe noch nicht abschätzbar. Middle East Airlines ist übrigens nicht zum ersten Mal Opfer von “Querschlägern” in der Silvesternacht. Bereits in den vorherigen Jahren ereigneten sich vergleichbare Zwischenfälle. Die drei betroffenen Jets waren abgestellt, so dass es lediglich zu Sachschaden gekommen ist.

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