Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Nach 20 Jahren: 29 Swissair-Manager willigen Vergleich ein

Es ist mehr als 20 Jahre her, doch jetzt werden müssen 29 ehemalige Swissair-Manager 2,7 Millionen Schweizer Franken auf den Tisch legen. Eigentlich forderte Liquidator Karl Wüthrich wesentlich mehr Geld, doch man einigte sich nun auf diesen Vergleich, der noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Gläubiger steht. Die SAirGroup, so der damalige Markenauftritt, verhob sich Ende der 1990er- bzw. Anfang der 2000er-Jahre mit der „Hunter-Strategie“ so massiv, dass letztlich der Konzern finanziell kollabierte. Man wollte eine Luftfahrt-Allianz schaffen und dabei die Carrier mittels Kapitalbeteiligungen an sich binden. Allerdings kaufte man sich bei massiv angeschlagenen Fluggesellschaften wie Sabena, LTU und Austrian Airlines ein. Die Österreicher konnten sich noch rechtzeitig vor dem Kollaps von Swissair lösen und so blieb das Schicksal der meisten Beteiligungen erspart: Sie wurden im Strudel ebenfalls in die Pleite gezogen. Viele ehemalige SAirGroup-Nebenbetriebe wie Swissport, SR Technics, Gategourmet, Nuance und Swissotel gibt es heute noch, allerdings unter neuen Eigentümern. Die Terroranschläge des 11. September 2001 verschärften bei der nunmehr wieder als „Swissair Group“ auftretenden SAirGroup die Lage so massiv, dass kurz darauf das Grounding folgte. Gegen die ehemaligen Manager werden seither schwere Vorwürfe erhoben, jedoch in den meisten Fällen urteilten die Gerichte zu Gunsten der Führungskräfte. Das schließt auch finanzielle Ansprüche, die seitens des Liquidators geltend gemacht wurden ein. Nun willigten insgesamt 29 ehemalige Manager, darunter auch der letzte Konzernchef Mario Corti und ein Vorgänger Philippe Bruggisser einem Vergleich ein. Gegen Zahlung von insgesamt 2,7 Millionen Schweizer Franken wird Würhrich auf weitere Prozesse verzichten und eventuelle Haftungsansprüche werden

weiterlesen »

Regierung prüft Liquidation von Montenegro Airlines

Die neue Regierung Montenegros beabsichtigt das Management von Montenegro Airlines auszutauschen und ein Expertenteam einzusetzen, das die finanzielle Lage analysieren soll. Anschließend will man entscheiden, ob finanzielle Unterstützung gewährt wird oder aber die Fluggesellschaft abgewickelt wird. Auch soll analysiert werden, ob Staatshilfe unter Berücksichtigung der Richtlinien der Europäischen Union gewährt werden kann oder ob diese überhaupt notwendig ist. Bis Feber 2020 soll der Vorgang komplett abgeschlossen sein. Zuletzt warnte das amtierende Management davor, dass die Finanzlage so stark angespannt ist, dass man die Löhne nicht mehr ausbezahlen konnte. Die neue Regierung fasst die Abwicklung von Montenegro Airlines als ernsthafte Option ins Auge, denn der Carrier häufte bereits vor der Coronakrise hohe Verluste an. In diesem Szenario soll eine neue staatliche Fluggesellschaft gegründet werden. Diese soll dann mit niedrigeren Kosten und insbesondere ohne Altlasten abheben.

weiterlesen »

Nach BA: Anstößige Fotos beschäftigen jetzt auch Swiss

Nach British Airways hat nun auch die Lufthansa-Tochter Swiss ein Problem mit anstößigen Fotos, die in Flugzeugen aufgenommen wurden. Unter dem Pseudonym „Tina on heels“ verbreitet eine Dame entsprechende Lichtbildaufnahmen, die unter anderem ihre Beine zeigen. Sie selbst gibt auf ihrem Social-Media-Profil an, dass sie bei Swiss in der Kabine arbeitet. Die Verbreitung der Bildaufnahmen hat offensichtlich einen monetären Hintergrund, denn zum Preis von 60 Schweizer Franken kann laut der Zeitung Blick ein Jahresabo mit „exklusiven Inhalten“ erworben werden. Worum es sich dabei handeln dürfte, scheint aufgrund der Fotos und Videos, die „Tina on heels“ auf Social-Media-Plattformen verbreitet, ziemlich klar sein. Ähnlich wie beim vergleichbaren Vorfall bei British Airways verschwanden die Profile plötzlich aus dem Internet. Allerdings wurde am Wochenende ein neuer Account unter dem Namen „Fly with Tina“ gelauncht. Dieser zeigt laut Blick so ziemlich die gleichen Aufnahmen. Es ist allerdings unklar, ob es sich um die gleiche Person handelt oder ob jemand die Fotos und Videos zuvor heruntergeladen und mit einem anderen Account neu hochgeladen hat. Ob „Tina on heels“ tatsächlich als Flugbegleiterin für die Swiss arbeitet, ist derzeit noch unklar. Bei der Airline ist man nicht glücklich mit der Verbreitung dieser Aufnahmen. Eine Sprecherin kündigt gegenüber der Zeitung Blick an, dass man derzeit nicht weiß, ob die Frau tatsächlich für den Carrier arbeitet. Dies wolle man jedoch intern ermitteln und falls dem so ist das Gespräch mit der Dame suchen.

weiterlesen »

Für 35 Euro: Flughafen Wien bietet Antigen-Schnelltests an

Im Health Center des Flughafens Wien-Schwechat werden nun zum Preis von 35 Euro auch Antigen-Schnelltests durchgeführt. Diese werden ergänzend zu den wesentlich teureren PCR-Tests angeboten. Für die Inanspruchnahme des Schnelltests ist keine Terminreservierung notwendig. Nach dem Rachenabstrich soll der Befund binnen kurzer Zeit auf Deutsch und Englisch an den Probanden zugeschickt werden. Manche Länder anerkennen negative Antigen-Tests für die Erlangung von Einreiserleichterungen. Passagiere sollten sich jedoch unbedingt darüber informieren, ob ein negatives Testergebnis zur quarantänefreien Einreise berechtigt. Das ist in vielen Staaten derzeit nämlich nicht der Fall. Weiters ist es wichtig zu eruieren, ob Antigen-Befunde anerkannt werde oder aber ob ausschließlich PCR-Ergebnisse zugelassen sind. PCR-Tests kosten am Flughafen Wien 120 Euro.

weiterlesen »

Spanien: Plus Ultra beantragt Staatshilfe

Die spanische Fluggesellschaft Plus Ultra sucht laut lokalem Medienberichten ebenfalls im Staatshilfe an. Der Abtrag wurde an den Staatsfonds Sociedad Estatal de Participaciones Industriales gerichtet. Zuvor baten bereits Air Europa und Evelop Airlines aufgrund der Corona-Pandemie um Unterstützung aus diesem Topf. Die spanische Regierung rief im Juli 2020 diesen Fonds ins Leben, um Unternehmen von strategisch wichtiger Bedeutung Hilfen gewähren zu können. Dotiert ist der Topf mit zehn Milliarden Euro. Lokale Medien kritisieren immer wieder, dass die Verteilung der Mittel äußerst bürokratisch ablaufen soll und die Auszahlung sehr lange dauert. Plus Ultra kündigte bereits im September 2020 an, dass man Staatshilfe beantragen wird. Man fügte jedoch hinzu, dass man hofft nicht diskriminiert zu werden. Der Carrier hat die Befürchtung, dass die Regierung lieber Air Europa und Iberia stützen will. Plus Ultra ist derzeit als ACMI- und Charteranbieter tätig. Aufgrund der Corona-Pandemie führt man seit einigen Monaten auch reine Frachtflüge durch.

weiterlesen »

Eurowings rechnet mit 50 Maschinen bis Ostern 2021

Die bevorstehende Zulassung erster Corona-Impfstoffe in der Europäischen Union macht die Lufthansa-Tochter Eurowings optimistischer. Noch sind die Einreise- und Quarantänebestimmungen äußerst kompliziert, jedoch sieht Firmenchef Jens Bischof Licht am Ende des Tunnels. Derzeit soll die Buchungslage für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sehr gut sein. Im Gespräch mit der Rheinischen Post erklärte Bischof, dass etwa 30 Maschinen im Einsatz sein werden. Bis zu den Osterferien soll die Anzahl auf etwa 50 Flugzeuge hochgefahren werden. Für den weiteren Jahresverlauf prognostiziert der Manager etwa 80 bis 90 Maschinen.

weiterlesen »

Air Algérie muss Flottenerneuerung verschieben

Aufgrund der Corona-Pandemie wird Air Algérie wohl länger auf neue Flugzeuge warten müssen. Zwar bekam man im Vorjahr grünes Licht für 30 bis 40 neue Maschinen, doch nun steigt die Regierung wieder auf die Bremse. Grund dafür ist, dass Air Algérie wegen der Pandemie einen Verlust von mehr als 250 Millionen Euro eingeflogen hat. Das von der Regierung eigentlich für die Modernisierung vorgesehene Budget wird also lieber für Stabilisierung und Rettung des Unternehmens verwendet. Auch jene sechs Maschinen, die in der ersten Tranche hätten gekauft werden sollen, wurden auf die lange Bank geschoben. Ob und wann das Projekt wieder angepackt wird, ist noch völlig offen.

weiterlesen »

Aeroflot verkauft Tochter-Airline für einen Cent

Für nur einen Rubel sollen 51 Prozent der Fluggesellschaft Aurora an die Regionalregierung von Sachalin übertragen werden. Umgerechnet erlöst Aeroflot so in etwa einen Eurocent. Der Oblast wird damit alleiniger Eigentümer der Airline. Geplant ist, dass diverse Airlines zu einer großen Fluggesellschaft für den Osten Russlands zusammengeführt werden. Auch soll Regionalfluggerät angeschafft werden, um Strecken mit weniger Aufkommen bedienen zu können. Seitens des Kremls wird nahegelegt, dass Maschinen aus russischer Produktion eingesetzt werden sollen. Das ist derzeit bei Aurora nicht der Fall, denn die Flotte besteht ausschließlich aus Maschinen von Airbus und DHC. Der Deal zwischen Aeroflot und der Regionalregierung ist noch nicht abgeschlossen. Der lokalen Berichterstattung nach soll dies jedoch in den nächsten Monaten finalisiert werden. Künftig sollen zahlreiche Carrier, die seitens des Oblasts gekauft werden, unter einer einheitlichen Marke auftreten. Weiters ist vorgesehen, dass auch Fluggesellschaften wie Alrosa, die unabhängig bleiben sollen, die künftige Marke als Franchise nutzen können.

weiterlesen »

Air Dolomiti nimmt München-Aarhus auf

Die italienische Lufthansa-Tochter Air Dolomiti wird am 29. März 2021 eine Nonstop-Verbindung zwischen München und Aarhus aufnehmen. Diese sollen dreimal wöchentlich bedient werden. Ein Codeshare mit der Konzernmutter besteht. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem Flughafen Aarhus und den Aufbau neuer Verbindungen, die unser Angebot vielfältiger machen. Dies gibt uns auch die Möglichkeit, einem neuen Kundenkreis unsere Dienste anzubieten. Die Eröffnung dieser neuen Flugroute soll ein ermutigendes Signal nach der schwierigen, pandemiebedingten Phase des Neustarts setzen. Sie ermöglicht es uns, unsere Verbindung mit dem Drehkreuz München zu stärken und unser Angebot zu differenzieren, indem wir Direktflüge von Deutschland nach Dänemark garantieren“, so Jörg Eberhart, Geschäftsführer von Air Dolomiti. Eine nachträgliche Aufstockung ist geplant. Der Flugplan auf einen Blick: Montag/Donnerstag:MUC – AAR 11:00/12:45 UhrAAR – MUC 13:25/15:10 Uhr Sonntag:MUC – AAR 14:00/15:45 UhrAAR – MUC 16:25/18:10 Uhr

weiterlesen »

Altenrhein: Peoples stellt Sommerflugplan 2021 vor

Die österreichische Regionalfluggesellschaft Peoples wird im Sommerflugplan 2021 in Kooperation mit High-Life-Reisen und Rhomberg-Reisen wieder zahlreiche Ferienflüge anbieten. Neu ist, dass die drei Anbieter mit einem Schulterschluss gemeinsam auftreten werden. Die Urlaubsziele Menorca, Kalabrien, Korsika, Kefalonia, Epirus & Lefkas stehen bei Rhomberg Reisen im Programm. Im Auftrag von High Life fliegt Peoples nach Sardinien, Mallorca, Kroatien, Ibiza und Neapel. Pauschalreisen können in Reisebüros gebucht werden. Mit Ausnahme der Ziele Ibiza und Neapel sich Tickets auch über die Homepage von Peoples erhältlich. Die beiden Reiseveranstalter aus dem Vorarlberg sowie der Flughafen St.Gallen-Altenrhein und die Fluglinie Peoples bewerben gemeinsam mit dem Slogan «Flüg mit üs» Feriendestinationen im Mittelmeerraum. Mit vereinten Kräften soll dafür gesorgt werden, dass nächstes Jahr Flugreisen an die beliebten Urlaubsziele wieder möglich sind. „Die nächsten Monate werden sicherlich nochmals eine große Herausforderung, für uns alle. Die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern sowie das Vertrauen und die Treue unserer Kunden, lässt uns zuversichtlich nach vorne blicken“, so Thomas Krutzler, CEO Peoples Air Group.

weiterlesen »