Jan Gruber

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Jan Gruber

Laudamotion Executive GmbH ist jetzt Sparfell Luftfahrt GmbH

Der Businessjet-Betreiber Laudamotion Executive GmbH litt öfters unter der Namensähnlichkeit mit der Ryanair-Tochter Laudamotion GmbH. Der Billigflieger ist Stammgast in negativen Schlagzeilen und zwar kreuz und quer durch Europa. Nun verpasst sich der Operator von Privatflugzeugen einen neuen Namen und tritt als Sparfell Luftfahrt GmbH auf. Die beiden Firmen verbindet eine gemeinsame Geschichte, denn kurz nach der Übernahme einiger Assets der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki durch die Laudamotion GmbH wurde der Geschäftsreisebereich in die Laudamotion Executive GmbH abgespalten. Den Billigflieger übernahm dann rasch Ryanair, die Businessjets verlieben jedoch bei der NL Holding GmbH des Niki Lauda. Nach seinem Tod verkauften die Erben das Unternehmen an die Sparfell Group. Die Verwendung des Namens Laudamotion ist damit Geschichte, denn der Privatjetbetreiber verwendet nun die Marke Sparfell. Auch beim Billigflieger gab es vor längerer Zeit eine Änderung, denn anstatt „Laudamotion“ verwendete man im Außenauftritt nur noch „Lauda“. Allerdings ist dies auch quasi vorbei, denn die Laudamotion GmbH soll geschlossen werden. Der maltesische Nachfolger Lauda Europe Ltd verwendet zwar noch Uniformen und Flugzeuge mit dem Lauda-Logo, doch könnten auch diese mit der Umflottung auf Boeing 737 verschwinden. Sowohl die Homepage der Laudamotion Executive GmbH als auch jene der Laudamotion GmbH wurden zwischenzeitlich abgestellt. Jene des Businessjet-Operators weist auf die Namensänderung hin und leitet anschließend auf die neue Page weiter. Beim Lowcoster landet man direkt auf der Ryanair-Seite.

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430 Personen haben die AUA bislang freiwillig verlassen

Lufthansa will bis Ende des Jahres 29.000 Stellen abgebaut haben. Auch im Ausland sollen viele Jobs wegfallen. Austrian Airlines behauptet jedoch, dass man bislang keine Dienstgeberkündigungen in diesem Zusammenhang ausgesprochen haben. Das sehen einige, deren befristete Verträge nicht mehr verlängert wurden, ein wenig anders. Gegenüber Aviation Direct erklärte eine Sprecherin der Austrian Airlines: „Insgesamt haben uns vom 30. September 2019 bis 30. September 2020 rund 430 Kolleginnen und Kollegen verlassen. Das sind vor allem Dienstnehmerkündigungen, in einzelnen Fällen wurden befristete Verträge nicht verlängert, jedoch nicht wie genannt „im großen Stil“. Wie betont, wird es bis zum Ende der Kurzarbeit auch keine betriebsbedingten Dienstgeberkündigungen geben, die zu einem Stellenabbau führen – das ist im Rahmen der Kurzarbeit nicht vorgesehen.“ Die Behauptungen von Flugbegleitern, dass im „großen Stil“ Kündigungen ausgeteilt wurden, weist Austrian Airlines scharf zurück. Kolportiert werden in etwa 500 Personen, jedoch sagt dazu Konzernsprecherin Tanja Gruber: „Die Gerüchte zu Dienstgeberkündigungen während der Kurzarbeit kann ich zurückweisen, genauso auch wie die genannte Zahl“.

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November: Starker Rückgang in Zürich-Kloten

Der Flughafen Zürich-Kloten zählte im November 2020 insgesamt 245.187 Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Minus von 80 Prozent. Die Anzahl der lokalen Fluggäste sank um 86,6 Prozent auf 203.825 Reisende. Der Anteil der Umsteiger reduzierte sich um 15,6 Prozentpunkte auf 16 Prozent. 38.782 Passagiere wechselten in Zürich das Flugzeug. Auch hinsichtlich der Flugbewegungen ging es in Kloten steil bergab: Gezählt wurden im November 2020 insgesamt 5.600 Starts oder Landungen – ein Minus von 71,5 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung sank um 34,5 Prozentpunkte auf 41,8 Prozent ab. Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im November 27.630 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einem Rückgang von 29,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

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Kanaren: Einreise wieder mit Schnelltest-Befund möglich

Zwischen der Regionalregierung der Kanaren und der spanischen Zentralregierung in Madrid tobt seit einigen Wochen ein Machtkampf bezüglich Antigen-Schnelltests. Zuerst haben die Inseln diesen anerkannt, dann fuhr Madrid darüber und schrieb vor, dass nur PCR-Tests erlaubt sind. Nun setzten sich die Kanaren aber durch. Konkret bedeutet das, dass die Regionalregierung ab Donnerstag wieder die Einreise gegen Vorlage eines Antigen-Befunds gestattet. Weiterhin erlaubt bleibt aber auch ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Neu ist allerdings, dass auch Inlandsreisende, die beispielsweise auf dem Festland wohnen und auf den Inseln Urlaub machen, zumindest einen negativen Antigen-Befund vorlegen müssen. Die Regionalregierung will damit die Einschleppung des Coronavirus aus anderen Regionen Spaniens vermeiden und so den Tourismus, der ohnehin nur an einem seidenen Faden hängt, schützen.

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November: Abermals deutlicher Rückgang in Wien

Am Flughafen Wien-Schwechat machen sich die Auswirkungen der zum Teil harten Einreise- und Quarantänebestimmungen verschiedener Länder deutlich bemerkbar. Im November 2020 wurden nur noch 181.115 Passagiere gezählt. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Minus um 92,4 Prozent. Gruppenweit (Wien, Kosice und Luqa) wurden 22.554 Fluggäste gezählt. Damit liegt der Konzern um 92,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Standort Flughafen Wien verzeichnete einen Rückgang um 92,4 Prozent auf 181.115 Reisende. Kumuliert von Jänner bis November 2020 ging das Passagieraufkommen am Standort Flughafen Wien um 74,0 Prozent auf 7.586.101 Reisende zurück. Die Zahl der Lokalpassagiere nahm im November 2020 um 92,6 Prozent ab, die Zahl der Transferpassagiere ging um 92,2 Prozent zurück. Die Flugbewegungen verzeichneten im November 2020 ein Minus von 79,4 Prozent. Beim Frachtaufkommen gab es ein Minus von 21,8 Prozent im Vergleich zum November des Vorjahres. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im November 2020 um 91,9 Prozent, nach Osteuropa um 92,2 Prozent. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika ging um 93,6 Prozent zurück und Afrika verzeichnete ein Minus von 92,8 Prozent. In den Nahen und Mittleren Osten sank das Passagieraufkommen um 91,8 Prozent. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten ging im November 2020 um 98,2 Prozent zurück. Am Flughafen Malta ging das Passagieraufkommen im November 2020 um 91,9 Prozent zurück und der Flughafen Kosice verzeichnete einen Passagierrückgang um 93,3 Prozent. Die Zahlen auf einen Blick: Flughafen Wien (VIE)   11/2020 Diff.% 01-11/2020 Diff.% Passagiere an+ab+transit 181.115 -92,4 7.586.101 -74,0 Lokalpassagiere an+ab 138.670 -92,6 6.126.216

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EU könnte moderne Flugzeuge subventionieren

Die EU-Kommission will eine Verkehrswende einleiten und versucht gezielt Kurzstreckenflüge auf die Schiene zu verlagern. Allerdings soll die Luftfahrt nicht „verhungern“, sondern Subventionen für neue, umweltfreundlichere Flugzeuge sind ebenfalls Teil des Programms. Die Strategie der EU sieht vor, dass bis 2030 bei Reisen unter 500 Kilometern kein Kohlenstoffdioxid mehr entstehen soll. Man will gezielt Flugverkehr auf die Schiene verlagern, allerdings hinkt dieses Vorhaben ein wenig, denn Züge werden regelrecht als frei von Kohlenstoffdioxid dargestellt. Das ist Unsinn, denn weltweit gesehen wird die Überwiegende Mehrheit des Bahnverkehrs mit wenig umweltfreundlichen Diesellokomotiven durchgeführt. Auch stammt ein ganz erheblicher Teil des Bahnstroms aus Kohlekraft. So keine Trendwende beim Antrieb der Lokomotiven und im Bereich der Herstellung der Energie für die E-Loks erfolgt, findet nur eine Verlagerung des Ortes des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes statt. Ein weiteres Merkmal ist, dass die Kommission einen Anlauf für eine Einführung einer Kerosinsteuer in Europa unternehmen will. Es gibt jedoch bislang Hindernisse, die in uralten Abkommen begründet sind. Nun hofft man darauf, dass man mit dem künftigen U.S.-Präsident Joe Biden einen Verbündeten findet, um die alten Verträge erneuern zu können. Dies wäre die Voraussetzung dafür, dass Flugtreibstoff auf internationalen Flügen besteuert werden kann. Auf Inlandsflügen ist das bereits heute möglich und wird von vielen Staaten auch praktiziert. Rest-Kerosin, das sich von einem vorherigen internationalen Flug im Tank befindet, muss bereits heute verzollt werden. Um die Luftfahrt nachhaltiger zu machen, will die EU-Kommission pro Jahr 130 Milliarden Euro an Förderungen bereitstellen. Diese können auch für die Entwicklung und Anschaffung schadstoffarmer Flugzeuge verwendet

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Aeroflot setzt A330 planmäßig nach Belgrad ein

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot rechnet mit einer besonders hohen Nachfrage auf der Strecke Moskau-Belgrad. Daher werden ab 12. Dezember 2020 bis inklusive 16. Jänner 2021 Langstreckenjets des Typs Airbus A330-300 eingesetzt. Die Maschinen sind mit 296 Sitzplätzen bestuhlt. Die zweite wöchentliche Rotation, die jeweils an Donnerstagen angeboten wird, soll mit Airbus A321 bedient werden. Diese bieten 183 Passagieren Platz. Hintergrund der Maßnahme dürfte sein, dass serbische Staatsbürger vergleichsweise einfach in die Russische Föderation einreisen dürfen. Die Verlage eines negativen PCR-Tests genügt. Selbiges gilt umkehrt auch für Russen in Serbien. Voraussetzung ist aber, dass die Flugverbindungen von Aeroflot oder Air Serbia genutzt werden.

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Situation in den Bundesländern ist Vorbote für Wien

Noch vor wenigen Wochen sah es in Graz ganz gut aus, denn KLM nahm Amsterdam wieder auf und Austrian Airlines bediente wieder die Nonstop-Strecken nach Düsseldorf und Stuttgart. Doch das war nur ein kurzes Intermezzo. Mittlerweile gibt es nur noch die Anbindung an das AUA-Drehkreuz Wien. Die verschärften Einreise- und Quarantänebestimmungen, die Deutschland per 8. November 2020 in Kraft gesetzt hat, sind ein guter Ausblick darauf was unter Umständen auch in Wien bevorstehen könnte. Die Bundesländerflughäfen traf es schon wesentlich früher knüppelhart, denn Linz und Klagenfurt sind derzeit komplett ohne Linienfüge. In Graz, Salzburg und Innsbruck sieht es nur minimal besser aus: Innsbruck und Graz haben nur noch Anbindungen an das AUA-Drehkreuz Wien, die noch dazu nur noch sporadisch bedient werden, da Austrian Airlines streckennetzweit äußerst häufig Flüge kurzfristig streicht. Ab Salzburg gibt es nur noch wenige Umläufe pro Woche nach Düsseldorf. Zwar sind diverse Wiederaufnahmen angekündigt, doch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, dass Innenminister Karl Nehammer ab 19. Dezember 2020 die Einreise nach Österreich zu einem „großen Mühsal“ machen will und die Regierung sämtliche Personen zehn Tage in Quarantäne stecken will. Freitesten ist frühestens nach fünf Tagen möglich. Dies dürfte sich extrem nachteilig auf die Nachfrage im Flugverkehr auswirken. Daher bleibt es abzuwarten welche Strecken, die unter anderem Lufthansa, Eurowings und Austrian Airlines für die Weihnachtszeit zur Wiederaufnahme angekündigt haben, tatsächlich reaktiveren. In erster Linie trifft es dann wieder mal die Bundesländerflughäfen, denn werden die dortigen Ankündigungen nicht umgesetzt, so bleibt es beim Minimalbetrieb. Graz und Innsbruck

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Graz: Aus Piste 17/35 wird 16/34

Der Flughafen Graz muss erstmalig in seiner Geschichte die Bezeichnung der Start- und Landebahn ändern. Hintergrund ist, dass sich der magnetische Nordpol immer weiter verschiebt. Es handelt sich um ein natürliches Phänomen. Derzeit nennt sich die einzige Piste 17/35. Im kommenden Jahr ändert sich dies auf 16/34. Daraus resultierend muss so einiges geändert werden. Beispielsweise müssen Anflugkarten neu gestaltet bzw. gedruckt werden. Physisch werden die neuen Ziffern zeitnah vor dem „Scharfwerden“ der Änderung auf der Oberfläche der Runway angebracht.

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2021: Stuttgart rechnet mit sechs Millionen Passagieren

Der Flughafen Stuttgart-Echterdingen musste aufgrund der Corona-Pandemie bislang einen starken Rückgang in allen Bereichen verzeichnen. Die Geschäftsleitung rechnet damit, dass bis Jahresende rund 3,2 Millionen Passagiere gezählt werden. Damit liegt der größte Airport des deutschen Bundeslands Baden-Württemberg um 75 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch in 2021 werde man das Rekordjahr 2019 mit mehr als 12 Millionen Fluggästen nicht annähernd erreichen. Prognostiziert werden rund sechs Millionen Reisende. Heuer wird Stuttgart erstmals seit vielen Jahren einen Verlust schreiben. Dieser wird den aktuellen Aussichten nach im zweitstelligen Millionenbereich sein.

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