Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa-Stellenabbau soll ausgeweitet werden

Bis Jahresende müssen bei Lufthansa rund 29.000 Mitarbeiter gehen. Der Stellenabbau, den der Konzern, der sich mit neun Milliarden Euro Staatshilfe unter die Flügel greifen hat lassen, durchführt, soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. „Mindestens“ weitere 10.000 Jobs – alleine in Deutschland – sollen in 2021 wegfallen. Dazu kommen noch Abbaumaßnahmen, die bei den Töchtern im Ausland durchgeführt werden sollen. Dem Vernehmen nach steht auch bei der österreichischen Austrian Airlines ein radikaler Stellenabbau unmittelbar bevor.

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Bremen: Voyage Air kündigt Burgas, Sofia und Varna an

Die bulgarische Fluggesellschaft Voyage Air kündigt an im Sommerflugplan 2021 ab Bremen die Destinationen Varna, Sofia und Burgas anzubieten. Diese sollen ab Juni 2021 bis vorerst September 2021 bedient werden. Alle drei Destinationen sollen vorläufig zweimal pro Woche angeflogen werden. Geplant ist derzeit, dass Sofia ganzjährig angeboten werden soll. Voyage Air betreibt eine Boeing 737-500, die mit 126 Sitzen bestuhlt ist. Die Maschine ist 28,8 Jahre alt

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UFO-Vorsitzender Daniel Flohr tritt zurück

Bei der deutschen Flugbegleitergewerkschaft UFO kommt es zu einem Führungswechsel. Der Vorsitzende Daniel Flohr kündigte seinen Rückzug von der Spitze an und will bis spätestens 30. Juni 2021 gar die Arbeitnehmervertretung verlassen. „Der Luftverkehr ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen, wir müssen unseren Blick auf den Interessen unserer Mitglieder halten. Jedoch stehen wir wieder kurz vor einem internen Machtkampf, der sich unter anderem an meiner Person entzündet. Daher möchte ich dazu beitragen, dass UFO sich wieder voll und ganz auf ihre Aufgaben konzentrieren kann. Der Lufthansa-Konzern will zusätzlich zigtausende Arbeitsplätze abbauen, darum muss UFO sich kümmern – nicht um interne Grabenkämpfe“, erklärt Flohr. 2019 wehrte Flohr als Vize-Chef zusammen mit einer Rumpfmannschaft einen existenziellen Angriff des Lufthansa-Konzerns auf die Flugbegleitergewerkschaft ab. Gemeinsam mit dem Verhandlungsteam des ehemaligen Vorsitzenden Nicoley Baublies schaffte er es sogar, dass UFO als erste Gewerkschaft einen Krisentarifvertrag mit einem Volumen von 500 Millionen Euro mit dem Konzern im Juni dieses Jahres abschloss. „Die Auswirkungen von Corona werden uns noch lange begleiten, doch mit dem TV-Krise ist ein Großteil der Kabine vorerst abgesichert, sodass der Führungswechsel nicht zur Unzeit kommt. Wir können diese Sicherheit nutzen, um UFO im Sinne der Mitgliedschaft neu auszurichten und für die kommenden Aufgaben zu wappnen. Nach den Jahren der politischen Unruhen rund um UFO, gibt es mittlerweile sowohl den Wunsch nach anderen Köpfen an der Spitze als auch nach einer anderen Art der Gewerkschaftsarbeit. In den kommenden Monaten müssen wir also auch mit unseren Personalentscheidungen den langfristigen Erfolg der UFO garantieren“,

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Lauda-CEO David O’Brien wird zusätzlich auch Malta-Air-Chef

Bei der größten Ryanair-Tochter, Malta Air, kommt es mit 1. Jänner 2021 zu einem Führungswechsel: Lauda-Europe-Chef David O’Brien wird auch die Leitung der Konzernschwester übernehmen. Er folgt auf Diarmuid O’Conghaile, der an die Spitze der irischen Zivilluftfahrtbehörde IAA rücken wird. David O’Brien wird laut einem vorliegenden Mitarbeiterrundschreiben, das von Group-CEO Michael O’Leary unterschrieben ist, sowohl bei Malta Air als auch bei Lauda Europe als Firmenchef fungieren. Dies begründet der Gerneraldirektor damit, dass beide Carrier ihre Verwaltung und ihre Managementteams in Birkirkara (Malta) unterhalten. Um genau zu sein: Die beiden Carrier teilen sich sogar die gleichen Räumlichkeiten. Hinsichtlich des erweiterten Führungsteams sowie des „mittleren Management“ gibt es Unterschiede zwischen Lauda Europe und Malta Air. Die Manager beider Firmen werden laut Michael O’Leary künftig an David O’Brien berichten.

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Nationalrat lehnt Gutschein-Antrag der SPÖ ab

Im österreichischen Nationalrat wurde am Montag ein für Konsumenten relevanter Antrag diskutiert. Die SPÖ forderte, dass Gutscheine, die im Zuge abgesagter Flüge oder Reisen ausgegeben werden, nach Ablauf der Gültigkeit ausbezahlt werden müssen. Weiters sah der Beschlussantrag vor, dass eine einheitliche Regelung geschaffen wird. Erstattungen im Zusammenhang mit abgesagten Pauschalreisen und Flügen sind noch immer ein großes Ärgernis für Konsumenten. Zwar gibt es aufgrund des Pauschalreisegesetzes und der EU-VO 261/2004 eine indiskutable gesetzliche Grundlage dafür, dass Betroffene ihr Geld zurückbekommen müssen, jedoch nehmen es Airlines und Veranstalter damit weiterhin nicht sonderlich genau. Oftmals wird versucht einen Gutschein „anzudrehen“. Einige Anbieter haben gar ihre Servicecenter so geschult, dass diese Konsumenten gezielte Falschauskünfte erteilen, um diese zur Annahme des Vouchers bewegen zu können. Gelegentlich werden auch proaktiv Gutscheine per Mail und/oder Post zugeschickt. Streicht eine Airline einen gebuchten Flug, so haben Passagiere zahlreiche Rechte. Diese sind in der EU-VO 261/2004 festgehalten. Unabhängig von der Ursache der Absage hat der Fluggast, sofern er nicht reisen möchte, dann in jedem Fall einen gesetzlichen Anspruch auf Rückzahlung des Ticketpreises und zwar innerhalb von sieben Tagen. Auch das Pauschalreisegesetz sieht einen solchen Anspruch vor und regelt den Ablauf genau. Das Problem ist aber, dass Airlines und Veranstalter das Gesetz missachten und versuchen über Zwangsgutscheine ihre eigene Liquidität zu schonen. Die SPÖ beantragte im Nationalrat, dass das Abwälzen der finanziellen Probleme auf die Konsumenten durch weitere gesetzliche Regelungen eingedämmt wird. So wollten die Sozialdemokraten explizit festhalten, dass es keine Pflicht gibt Gutscheine oder Umbuchungen für abgesagte Flüge

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November: Ryanair hatte nur noch zwei Millionen Passagiere

Die Ryanair Group erlitt im November 2020 einen starken Passagierrückgang. Im direkten Vergleich mit Oktober 2020 halbierte sich die Anzahl der beförderten Passagiere. Gruppenweit wurden zwei Millionen Reisende gezählt. Betrachtet man die Fluggastzahlen der Ryanair Group, so ist seit der Ausweitung des Flugbetriebs im Juli 2020 zu erkennen, dass es bis inklusive August 2020 einen Aufwärtstrend gab. Man zählte im genannten Einzelmonat sieben Millionen Passagiere. Dies dürfte primär damit zusammenhängen, dass Juli und August traditionelle Urlaubsmonate sind, aber auch mit dem simplen Umstand, dass im Sommer die Einreise- und Quarantänebestimmungen verschiedenster Staaten eher locker waren. Der erste „Knick“ ist bei Ryanair unmittelbar nach der Verschärfung der Anti-Reise-Regelungen diverser Länder zu sehen. Im September 2020 hatte man nur noch 5,1 Millionen Passagiere an Bord. Dieser Abwärtstrend setzte sich im Oktober 2020 (4,1 Millionen Fluggäste) fort und fand im November 2020 mit zwei Millionen Reisenden den vorläufigen neuen Tiefpunkt. Ein spannender Umstand am Rande ist, dass Ryanair seit November 2020 die Auslastung nicht mehr kommuniziert. Das ist keine Neuigkeit, denn bereits während dem ersten Lockdown sowie im Mai und Juni 2020 wurde diese Zahl verschwiegen. Der Konzern führte jedoch während der gesamten „Flugpause“ ein Minimalprogramm, das seinen Schwerpunkt im Verkehr zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich hatte, durch. In den genannten Fluggastzahlen ist die Beförderungsleistung der Töchter der Ryanair Holdings plc zusammengerechnet. Diese sind: Ryanair DAC, Ryanair UK, Buzz, Malta Air und Lauda Europe. Die österreichische Laudamotion stellte Mitte Oktober 2020 den Flugbetrieb ein und soll gänzlich geschlossen werden. Als Nachfolger wurde

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November: Deutsche Reisebüros mit 92 Prozent weniger Umsatz

Im November 2020 sind die Umsätze in deutschen Reisebüros nochmals drastisch gesunken. Dies geht aus dem jüngsten Tats-Reisebürospiegel hervor. Demnach wurden nur acht Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats gemacht. Besonders wenig gefragt waren in den deutschen Agenturen Flugtickets. Hier verzeichneten die Reisebüros einen Rückgang um 94 Prozent. Auch im Bereich der Kreuzfahrten sanken die Einnahmen um 83 Prozent. Unterm Strich steht im November 2020 ein um 92 Prozent verminderter Umsatz. Über die ersten elf Monate des laufenden Jahres sieht es kaum besser aus, denn nur 33 Prozent des Vorjahresgeschäfts konnten an Landgezogen werden.

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Nach Kündigung: Condor prüft Klage gegen Lufthansa

Die erst kürzlich aus dem Schutzschirmverfahren entlassene Ferienfluggesellschaft Condor erleidet nun einen Rückschlag: Lufthansa kündigte nun doch den Zubringervertrag auf. Im Frühjahr drohte die größte Airline Deutschlands mit diesem Schritt, denn mit der damals vorgesehenen Condor-Übernahme durch die LOT-Konzernmutter PGL hatte man wenig Freude. Der Kranich will nun aber das eigene Projekt „Ocean“ vorantreiben und da passt offenbar die Zusammenarbeit mit Condor nicht mehr ins Konzept. Lufthansa will künftig über die eigene Tochtergesellschaft stark auf touristischen Strecken expandieren. Die Folge daraus ist, dass Ocean und Condor direkte Mitbewerber werden. Lufthansa will daher offensichtlich das eigene Projekt zu Lasten von Condor stärken. Derzeit ist die Ferienfluggesellschaft, die früher selbst eine Tochter des Kranichs war, aufgrund eines Vertrags, der seit vielen Jahren besteht, in der Lage Lufthansa-Flüge als Zubringer für Condor-Verbindungen zu vermarkten. Dies gilt als für den Ferienflieger besonders wichtig, da dieser keine eigenen Feeder unterhält. Somit ist das „Special Pro Rate Agreement“ auch die Achillesferse von Condor. Kranich verzichtet auf etwa 50 Millionen Euro pro Jahr Lufthansa begründet die Entscheidung damit, dass man die eigenen Maschinen besser auslasten müsste. Konkret genannt wurde das Ocean-Projekt nicht, jedoch lässt sich das sehr einfach aufgrund der zahlreichen Ankündigungen auf der Langstrecke, die über diese Plattform organisiert werden, herleiten. Dem Vernehmen nach verdiente der Kranich bislang mit den für Condor erbrachten Zubringerdienstleistungen gutes Geld. Kolportiert werden etwa 50 Millionen Euro pro Jahr. Mit der Eurowings-Langstrecke brachte Lufthansa vor einigen Jahren unter großem Kostenaufwand touristische Ziele auf den Markt. Allerdings war man damit nicht erfolgreich,

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Ex-AUA-Chef Malanik heuert bei Hans Airways an

Der ehemalige AUA-Generaldirektor Peter Malanik fungiert beim britischen Start-Up Hans Airways als so genannter Non-Executive Director. Der momentane Präsident des Österreichischen Luftfahrtverbands wird auf der Homepage des Newcomers mit Foto angeführt. Das Unternehmen brachte einen Antrag auf Erteilung von AOC und Betriebsbewilligung bereits Ende März 2020 ein. Die Entscheidung der Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs steht noch aus. Gegenüber CH-Aviation.com erklärt Hans-Airways-CEO Satnam S. Saini: „Wir versuchen unser Engagement für professionelle Communities vorerst aufrechtzuerhalten und öffentliche Ankündigungen für eine Zeit zu machen, in der der Markt nach COVID-19 wiedereröffnet wird und wir bereit sind zu starten.“ Weiters erklärt das Unternehmen: „Die Anschaffung von Flugzeugen erfolgt erst nach ordnungsgemäßer Kontrolle von COVID-19 und Öffnung der Grenzen unserer Zielländer für die normale Luftfahrt. Dies bringt Hans Airways unter den gegenwärtigen Umständen in eine sehr günstige Position.“ Welche Aufgabe Peter Malanik genau bei Hans Airways hat, wurde nicht mitgeteilt.

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Ryanair brachte Klage gegen AUA-Staatshilfe ein

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair brachte eigenen Angaben nach einige Klagen gegen Staatshilfen, die verschiedene Mitbewerber erhalten haben, ein. Das Rechtsmittel richtet sich jedoch gar nicht gegen die Subvention, sondern die Entscheidung der EU-Kommission. Laut Wirtschaftswoche hat Konzernchef Michael O’Leary dabei Lufthansa und ihre Partner sowie die Ferienfluggesellschaft Condor besonders stark im Visier. Gegen die Genehmigung der Staatshilfe, die der einstigen Thomas-Cook-Tochter gewährt wurde, brachte Ryanair im November ein Rechtsmittel beim EuGH ein. Auch gegen die im Juli ausbezahlte staatliche Unterstützung für Austrian Airlines ist laut O’Leary bereits ein entsprechender Schriftsatz eingebracht werden. In Vorbereitung befindet sich eine Klage, die sich gegen die Genehmigung der Beihilfe für Lufthansa richten soll. Gegen die staatlich besicherten Kredite und/oder Unterstützungen für SAS, TAP, Finnair und Air-France-KLM geht Ryanair ebenfalls vor. In allen Fällen klagt der irische Lowcoster gegen die Genehmigung der EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof.

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